Das Instagram-Zeitalter ist durch

Meine Kollegin Simone Luchetta hat neulich für die Sonntagszeitung den Artikel Am Handy Mondrian, Mangas und Monet perfekt kopieren über die jüngste Generation der Bildbearbeitungs-Apps geschrieben. Diese Apps legen nicht einfach simple Effekte die Fotos mit komplexen Algorithmen zuleibe rücken. Es werden nicht einfach nur simple Effekte über die Fotos gelegt. Nein, die Bilder werden digital dekonstruiert und neu aufgebaut. So lassen sich die Malstile bekannter Künstler nachbilden und erstaunliche Fälschungen produzieren. Man kann sagen: Das Instagram-Zeitalter ist durch. Wer heute mit einer App für Furore sorgen will, muss sich mit maschinellem Lernen herumschlagen und

Ich habe mir den Spass gemacht, eines meiner Handyfotos durch alle vier Apps hindurchzujagen.

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Prisma (iPhone) hat ein Herz für Expressionismus.

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MLVCH (für Android und iPhone) als intellektuelle Bleistiftskizze.

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Dreamscope (iPhone) scheint irgend etwas mit Drogen zu tun zu haben.

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Und was Dreamify (iPhone) generiert, ist eher albtraumhaft.

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Das Original von D Chue am Waldrand ist sogar animiert. (Ein Live-Foto, das mit diesem Trick hier bearbeitet wurde.)

Siehe auch: Kunst ist eine Frage der richtigen App

Autor: Matthias

Computerjournalist, Familienvater, Radiomensch und Podcaster, Nerd, Blogger und Skeptiker. Überzeugungstäter, was das Bloggen angeht – und Verfechter eines freien, offenen Internets, in dem nicht alle interessanten Inhalte in den Datensilos von ein paar grossen Internetkonzernen verschwinden. Wenn euch das Blog hier gefällt, dürft ihr mir gerne ein Bier oder einen Tee spendieren: paypal.me/schuessler

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