Woran man zwielichtige Websites erkennt


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Wie macht man sich ein Bild, wie wichtig eine Website ist, wer sie betreibt, ob sie zuverlässige Informationen bietet oder ob man besser einen grossen Bogen um sie macht? Das neueste Patentrezepte-Video stellt einige Instrumente vor, die bei der Beurteilung von Glaubwürdigkeit und Relevanz wertvolle Informationen liefern – und die einem helfen, die Internet-Medienkompetenz zu verbessern.
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Wir Nerds damals in den Achtzigern

Da ist mir, Netflix sei Dank, eine Fernsehserie über den Weg gelaufen, die mir bei ihrer ersten Ausstrahlung völlig entgangen war. Freaks and Geeks (Amazon-Affiliate) heisst sie und wird auf Netflix ohne Synchronisation angeboten. Das kann technische Gründe haben oder daran liegen, dass die Übersetzung stinkt. Der deutsche Titel (Voll daneben, voll im Leben) lässt darauf schliessen, dass letzteres der Fall ist.

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Bei diesem Sportlehrer haben die Nerds nichts zu lachen.

Die Serie wurde Ende der 1990er gedreht, spielt aber in den 1980ern. Das ist die Zeit, in der ich einen Grossteil meiner Schulbildung genoss. Und ohne jetzt in Nostalgie auszubrechen, wurde ich intensiv an jene Zeit erinnert. Obwohl in den USA spielend, mit all den seltsamen Auswüchsen des Schulsystems dort wie Abschlussbälle und Cheerleadern, war der gesellschaftliche Groove aus heutiger Sicht nicht so weit auseinander, als dass man sich nicht damit identifizieren könnte: „Wir Nerds damals in den Achtzigern“ weiterlesen

Lieber Matcha als Macho

Für die Überschrift entschuldige ich mich in aller Form. Ein so billiger Kalauer ist eines Teeologen nicht würdig.

Aber vielleicht freut ihr euch über meine Tee-Empfehlung. Es handelt sich um ein Produkt, das von seinem Hersteller als «Wohlfühltee» bezeichnet wird und bei mir damit die Frage aufwirft, ob nicht jeder Tee in irgend einer Form zum Wohlfühlen beitragen müsste. Man könnte jetzt natürlich als Gegenargument den Abführtee anführen. Allerdings sollte es auch bei dem so sein, dass man sich zumindest mittelbar wieder besser fühlt. So eine Verstopfung ist schliesslich keine angenehme Sache.

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Was Quinoa beim Slowfood ist Matcha unter den Heissgetränken. Hier die Variante, bei der faule Leute wie ich auf Besen und Bambuslöffel verzichten können.

Die Nomenklatur rund um die Tees und die Fantasieergüsse ihrer Vermarkter zu hinterfragen, ist aber müssig. Tees muss man an ihren inneren Werten messen und nicht am Geschwurbel auf der Verpackung. Dieser Tee hier ist bei mir zum Verzehr am Morgen vorgesehen. Da steht bei mir bekanntlich meistens Grüntee auf dem Tisch, gelegentlich auch ein weisser Tee, zum Beispiel der von Lipton.
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Wo der Geistesblitz nicht einschlug

Silbervogel und Reichsflugscheiben, flüssige Luft und künstliches Blut, elektromagnetische Vampire und rotes Quecksilber: Wenn es nach manchen Leuten geht, haben die Nazis mehr tolle Gadgets erfunden als Apple zu den besten Zeiten. Und falls die Verschwörungstheoretiker recht haben sollten, dann werden alle diese Innovationen unterdrückt. Ein Riesenskandal – oder doch eher Grund zur Einsicht, dass in einem hasserfüllten Kopf für Geistesblitze kein Platz mehr ist?
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Meine liebsten Anti-Idioten-Facebook-Seiten

Die Welt ist nicht flach – und die Pointen auf diesen Facebook-Seiten sind es auch nicht.

Hooligans gegen Satzbau ist meine absolute Anti-Idioten-Facebook-Lieblingsseite des Moments. Mit Humor gegen die Menschenfeinde anzustinken, ist eine sehr menschliche Haltung. Und die Idee, den Patrioten und Nationalisten die Mängel bei ihren muttersprachlichen Fähigkeiten unter die Nase zu reiben, hat zwar etwas Oberlehrerhaftes. Andererseits ist tatsächlich nicht von der Hand zu weisen, dass jemand, der sein Land und seine Herkunft angeblich so liebt, sich auch um die Muttersprache bemühen sollte. Abgesehen davon ist die hier gebotene Veralberung einfach grossartig.

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«The Flat earth society has members all around the globe» – ein Evergreen vom Aluhut (siehe auch hier).

Der goldene Aluhut hat natürlich mit meiner skeptischen Ader zu tun. Wenn ich mir eine neue Verschwörungstheorie der Woche aus den Fingern sauge, neige ich dazu zu vergessen, dass es Leute gibt, die den Schwachfug ernst nehmen. Was eigentlich völlig okay ist. Weswegen man diese Facebook-Seite auch einfach ihres Unterhaltungswerts konsumieren kann.

Zentralrat der wahnwichtelnden Aluhutträger gehört in die gleiche Kategorie: Chemtrailers, Flatearthers, Reichsbürger und Orgoniten… wie soll man denn anders, als dann und wann mal ein Witzchen auf deren Kosten zu machen?

Perlen des Lokaljournalismus und Kurioses aus der Presseschau sind bei mir in der Rubrik «Selbstkritik» verbucht, da ich Pressemensch bin und Lokaljournalist war. Natürlich nähre ich heimlich die Befürchtung, irgendwann einmal mit einem meiner Erzeugnisse auf einer dieser Seiten vertreten zu sein. Vielleicht sollte ich es offensiv angehen und einfach hinter mich bringen? Denn weniger schlimm als ein Auftritt ei den anderen Seiten wäre das schliesslich allemal…

PS: Erwähnen könnte ich auch Chat von gestern Nacht, Der Postillon und ZDF heute-show. Aber die kennt ihr ja alle schon.

Excel kann auch schön

Gelungene Datenvisualisierungen in Excel – klingt wie ein Widerspruch, muss aber keiner sein.


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Excel-Charts gehören zu den Office-Erzeugnissen, denen man ihre Herkunft meist 5 Kilometer gegen den Wind ansieht: Daten schnell markiert, mit dem Assistenten zum Diagramm umgewandelt, fertig. Und so viel Esprit versprühen sie denn auch. Nämlich keinen.

Es geht auch ein bisschen raffinierter – und als Inspiration dürfen denn auch gerne die tollen Datenvisualisierungsbeispiele herhalten, die man im Netz so findet. „Excel kann auch schön“ weiterlesen

Perfektionistisches aus der Audioecke

Die Bruehlgarden Studios sind nun seit einigen Wochen in Betrieb und haben sich weitgehend bewährt. Aber wie es so geht – wenn man kein Profi mit jahrzehntelanger Erfahrung ist, gibt es immer Spielraum für Detailverbesserungen:

In meinem Fall musste das Tischmikro weichen. Es war mir zu unflexibel. Man will nicht festgenagelt davor sitzen, sondern auch mal die Position ändern. Und wenn es nur ist, um vernünftig auf den Bildschirm sehen zu können. Ich habe mir einen Galgen-Arm besorgt, nämlich den Røde PSA1 (85 Franken bei Digitec; Amazon-Affiliate). Der lässt sich auch an meinem Glastisch vernünftig festschrauben. Und er trägt das Mikrofon (das Heil PR40) mitsamt dem Popschutz und der Mikrofonspinne. Ohne viel Reserve, was das Gesamtgewicht angeht. Aber nichts hängt durch. Mein Aktionsradius wird mit dem Galgen markant vergrössert und auch das Einsprechen meiner Patentrezept-Texte ab iPad wird mit besserem Blick auf den Bildschirm angenehmer.

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Wenn das Mikrofon am Galgen hängt, fühlt der Podcaster sich frei.

Die Spinne erwies sich beim Heil PR40 (Amazon Affiliate) als absolut unverzichtbar. „Perfektionistisches aus der Audioecke“ weiterlesen

Den Festplattenkuchen neu verteilen

Windows 10-Installations-Saga, Teil zwei. Den ersten Teil gibt es im Beitrag Jetzt noch auf Windows 10 umsteigen?. Hier ging es um einen von mir betreuten Windows-7-Rechner, der sich gegen das Update auf Windows 10 gesträubt hat und dem ich mit dem Media Creation Tool zu Leibe rücken wollte.

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In voller Aktion: Die Anpassung der Partitionen.

Das war teilweise erfolgreich. Windows 10 liess sich zwar auch von CD nicht installieren. Aber der Installer hat eine aussagekräftige Fehlermeldung ausgegeben, die in den Fehlermeldungen des Windows Updates nicht ersichtlich waren. (Warum die entscheidende Fehlermeldung in diesem Update-Log fehlt, ist eine andere Frage. Die sich mit der Inkompetenz von einem Microsoft-Mitarbeiter sehr gut erklären liesse.)

Und es zeigte sich, dass die Problemursache tatsächlich die war, über die ich in dem letzten Beitrag schon spekuliert hatte: „Den Festplattenkuchen neu verteilen“ weiterlesen

Das Alien bricht jetzt auch aus den Kopfhörern

Zu meinen grössten Favoriten bei den Sciencefiction-Filmen1 gehört die Alien-Reihe. Der erste Teil hat mich seinerzeit echt das Fürchten gelehrt. Und als ich vor einiger Zeit die ganze Reihe noch einmal durchgeschaut habe, hat sie mich noch immer bestens unterhalten. Auch der gescholtene Teil Prometheus (Affiliate). Nur die Spin-offs Alien vs. Predator (Affiliate) habe ich mir geschenkt.

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Und ewig facehuggt der Xenomorph…

Als nun bei Audible neulich das Hörspiel Alien: Out of the Shadows (Affiliate) aufgetaucht ist, konnte ich mir das nicht verkneifen. Die Geschichte basiert auf einem Roman von Tim Lebbon und ist zwischen dem ersten und dem zweiten Teil der Filmreihe angesiedelt, also zwischen «Alien» und «Aliens». Ellen Ripley treibt im Kryoschlaf mit ihrem Rettungsschiff Narcissus durchs All, nachdem sie das Alien-verseuchte Raumschiff Nostromo in die Luft, pardon: in die Luftleere des Alls gejagt hat.
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