Rennen wie ein Chamäleon

Muss ich als eidgen. diplomierter, offiziell vereidigter und gemeinhin anerkannter Endless-Runner-Spezialist eigentlich Chameleon Run besprechen?

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Mit vollem Karacho auf die Wippe zu.

Die Antwort ist ein unmissverständliches Jein. Einerseits handelt es sich bei diesem Spiel (Android für 1.93 Franken, iPhone für 2 Franken) um ein Game mit einem automatisch rennenden Protagonisten. Daher fällt es in die Kategorie von Temple Run, Minion Rush und Relic Run. Andererseits rennt man hier nicht endlos. Im Gegenteil: Die einzelnen Levels sind wenigen Sekunden zu meistern – 20 oder weniger können es sein. „Rennen wie ein Chamäleon“ weiterlesen

Jetzt noch auf Windows 10 umsteigen?

Das Angebot von Microsoft zum kostenlosen Update auf Windows 10 läuft so langsam aus. Am 29. Juli ist Schluss und dann verschwinden auch die Aufforderungen zum Update, weiss der «PC-Tipp». Ich empfehle ja trotz allem, das Update durchzuführen. Und ich bin dabei, einen von mir betreuten PC von windows 7 auf Windows 10 zu bringen. Was aufgrund der gefürchteten Update-Fehler bisher trotz mehrerer Versuche gescheitert ist1.

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«Welche Geschmacksrichtung hätten Sie gern?»

Ich habe schon diverse Dinge probiert2 und wage nun einen neuen Anlauf mit dem Media Creation Tool. „Jetzt noch auf Windows 10 umsteigen?“ weiterlesen

Der Bodensatz im Verschwörungstheorienpapierkorb

Was hat das Gesicht auf dem Mars, das ein Mann namens Richard C. Hoagland für das Bauwerk einer untergegangenen Zivilisation hält, mit den Plänen des Pentagon zu tun, Fidel Castro durch fingierte Terroranschläge in Verruf zu bringen? Eigentlich nichts. Aber beide schärfen unsere Sinne für die Ursachen von Verschwörungstheorien – und sie stärken jene Abwehrkräfte, die uns davor retten, solchem Quatsch Vertrauen zu schenken.

Und wir entrichten ein Hoch auf den Papierkorb. In einer Demokratie, wo die Vernünftigen noch nicht in die Minderheit geraten sind, ist er ein unumstürzliches Symbol der Hoffnung…
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Machs wie die Mayas

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Die Mayas haben gerne Steinblöcke aufgeschichtet, wie man noch heute an ihren Tempeln sehen kann.

«Cryptica» ist eines dieser kleinen Knobelspiele, wie ich sie gerne mag: Bestens geeignet für zwischendurch, geistig anregend, aber nicht so vereinnahmend, dass man nicht noch ein Hörbuch oder einen Podcast dazu hören könnte. Und sehr grafisch schön umgesetzt.

Das Spiel existiert in der normalen Version (Android und iPhone) und in einer Lite-Version (Android und iPad). Beide Versionen sind gratis. Die Light-Version enthält nur 12 Level und keine Werbung. Bei der normalen Version gibt es 120 Partien (mit vier Schwierigkeitsstufen) und eben: Mit Werbung.

Die Spielidee erinnert entfernt an «Threes!» (siehe hier), allerdings ohne das grosse Frustpotential dieses App-Store-Blockbusters. „Machs wie die Mayas“ weiterlesen

Windows den viralen Beelzebub austreiben


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Microsofts Betriebssystem ist noch immer der Liebling der Schadenssoftwareverbreiter: Viren, Würmer, trojanische Pferde und all der Kram werden weiterhin gerne auf Windows losgelassen. Sicherlich: Die Robustheit des Systems hat in den Jahren zugenommen und wird mit Windows 10 auch noch einmal besser. Aber so lange die Browser nur mit all diesen Plug-ins wie Flash, Java und PDF funktionieren, wird sich das leider so schnell nicht ändern.

Die Entfernung solcher Schadprogramme ist noch immer eine ziemlich diffizile Angelegenheit, wie ich aus diversen Mail-Konversationen weiss, die ich in letzter Zeit geführt habe. Ich bin zwar als Kummerbox-Betreuer beim Tagi offiziell nicht mehr im Dienst. Aber es gibt via Stadtfilter noch Anfragen. Und auch sonst ist meine E-Mail-Adresse durchaus im Umlauf… „Windows den viralen Beelzebub austreiben“ weiterlesen

Dispute über den Bloggerlohn

Ich habe neulich in einem Tagi-Artikel1 die Einkünfte aus meinem Blog offen gelegt. Dieser Beitrag hat einige Kritik ausgelöst. Mehrere Leute fanden, mein Fazit – man müsse sich entweder auf die populären Themen stürzen oder mit einem kleinen Taschengeld zufrieden sein – sei zu verallgemeinernd.

Ich hätte nicht gedacht, dass es in diesem Blog einmal die Gelegenheit ergibt, ein Bild von Cristiano Ronaldo zu platzieren.

Anita beispielsweise sagte, man könne das Blog auch als Visitenkarte und zur Auftragsaquise nutzen.

Das stimmt einerseits natürlich. Und ich habe diese Möglichkeit auch erwähnt, als Kevin und ich letztes Jahr schon einmal im Radio über das Thema gesprochen haben. Andererseits – wenn man pingelig ist, was ich in diesem Fall sein wollte – dann kann und darf man sich die Frage stellen, was das Blog selbst für Einnahmen generiert. Auch deswegen, weil ich als Leser es nicht nur mit Inhalten zu tun haben will, die als Marketingvehikel dienen (so gut die im Einzelfall auch sein mögen). Ich will Dinge lesen, die geschrieben wurden, um für sich selbst zu stehen. Text hat als Text einen Wert – und nicht bloss als Instrument für irgend einen anderen Zweck.
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Schaust du hier!

Seit einiger Zeit suche ich eine App, mit der sich in Fotos hineinzeichnen lässt. Nicht aus künstlerischem Anspruch, sondern aus pragmatischen Gründen. Wenn man Bilder in seinem Blog oder in sozialen Medien veröffentlicht oder den Kollegen via Slack oder Whatsapp anheim trägt, dann möchte man gelegentlich auf ein bestimmtes Detail hinweisen, um das es einem eigentlich geht. Eine Markierung ist immer dann angebracht, wenn das fragliche Detail einem Betrachter, der nur ein paar Sekunden auf das Motiv erübrigt, sonst entgehen würde.

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«Hier sind wir losgewandert.»

Ich habe diverse Apps ausprobiert, wobei mir wieder einmal vor Augen geführt wurde, wie durchwachsen die App-Qualität in manchen Kategorien ist. Bei den Bildbearbeitungs-Apps speziell: Da gibt es tolle Produkte, aber auch ganz viel Schrott.

Die App, die ich nun verwende, stammt (einmal mehr) von Evernote. Sie heisst Skitch, und sie ist leider nur noch fürs iPhone verfügbar. „Schaust du hier!“ weiterlesen

Per Hektik zur Entspannung

Bei «Dirac» (1.93 Franken für Android und 2 Franken für iPhone/iPad) habe ich mehrere Anläufe gebraucht, um überhaupt das Tutorial zu kapieren. Ob das nun das Tutorial in ein schlechtes Licht rückt oder mir eine gewisse Begriffsstutzigkeit attestiert, sei bei dieser Gelegenheit dahingestellt1. Jedenfalls ist das Spiel gar nicht so schwierig – wenn man es denn mal kapiert hat.

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Hier hat die Eingrenzung geklappt – der Lohn sind viele Punkte.

Die Idee: Ein Molekül in der Mitte sendet Elektronen aus. Was wohl bedeutet, dass die Atome radioaktiv sind – aber so genau habe ich in Physik nun auch wieder nicht aufgepasst. Und fürs Spiel ist es auch egal. Als Spiel hat man die Aufgabe, die Elektronen einzudämmen. Die Eindämmung erfolgt, indem man Elektronen zu geschlossenen Gruppen verbindet2. Das heisst: Man verbindet per Finger mehrere Elektronen so, dass man am Schluss wieder beim Ausgangs-Elektron ankommt.
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Sicherheit und ein gutes Gedächtnis

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Passwörter sind, nicht wirklich a pain in the butt, aber sicherlich a pain in the head. Sie nehmen im Oberstübchen wichtigen Speicherplatz ein, aber vernachlässigen darf man sie trotzdem nicht: Zu oft werden irgendwo Benutzerdaten geklaut. Das tangiert einen weniger, wenn man nicht überall das gleiche unsichere Passwort benutzt. Aber man kann das Passwort auch als Herausforderung begreifen – und die Gelegenheit wahrnehmen, das Gedächtnis fit zu halten. „Sicherheit und ein gutes Gedächtnis“ weiterlesen

Was die Franzosen unter mobilem Internet verstehen

Da ich zu den Leuten gehöre, die inzwischen auch im Ausland nicht mehr auf mobiles Internet verzichten mögen, nutze ich einen mobilen Router. Privat ist es nach wie vor das hier vorgestellte Modell. Beruflich kann ich aber auch das Teil hier empfehlen.

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SIM-Karten-Sammelsurium.

Nun ist es leider so, dass der Router allein einem nicht weiterhilft. Man braucht auch die passende SIM-Karte dazu. Meine Sammlung umfasst inzwischen Karten der deutschen Telekom, Meteor von Irland und Telenor in Schweden. Bei diesen Anbietern war das Vorgehen jeweils so, dass wir in den erstbesten nach Mobilfunk ausschauenden Laden marschiert sind und uns nach einem Angebot erkundigt haben, bei dem man eine Prepaid-SIM für eine Woche und mindestens 1 Gigabyte Daten bekommt. „Was die Franzosen unter mobilem Internet verstehen“ weiterlesen