Ein digitales Handbuch über Winterthur

Das winterthur-glossar.ch ist eine Website, die seit Ende 2006 Informationen rund um Winterthur sammelt und inzwischen einen beachtlichen Fundus an Daten und Fakten zu meiner Heimatstadt bereithält. Die Bezeichnung «Glossar» beschreibt das Informationsangebot nicht so ganz treffend, da die Site weniger Wörter erklärt als vielmehr wie ein Nachschlagewerk funktioniert. Ich hätte die Site wohl Handbuch genannt, wobei das im Kontext eines Website-Angebots auch nicht hundertprozentig passt.

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Alte und neue Ansichten zu Winterthur – Bahnhofplatz mit EPA (Bild von 1968 von altepostkarten.ch)

Ob Glossar oder Handbuch – die Site wird über eine Suchfunktion und hierarchisch über Kategorien erschlossen. Auf den ersten Blick sind drei Kategorien ersichtlich: Wohn- und Geschäftshäusern, Strassen, Pärke und Natur und die Kategorie namens Anlagen, in die alles einsortiert wird, was nicht in die ersten beiden Kategorien passt – beispielsweise Bushäuschen, den Durchgangsplatz für Fahrende und den Aussichtsturm Eschenberg.

Es gibt unter «Kategorien» allerdings noch sieben weitere Kategorien, nämlich Personen, Gebäude, Ereignisse, Unternehmen, Organisationen, Schulbauten und Diverses, die man leicht übersieht. Man gelangt nur zu ihnen, wenn man den unauffälligen Scrollbalken am rechten Rand der Kategorienliste entdeckt. Das scheint mir unnötiges Understatement – und auch von der Benutzerführung her sollte die ganze Liste ohne Scrollen ersichtlich sein!

Unter den einzelnen Einträgen gibt es Querverweise, und viele Einträge sind mit Links zu Infos im Web versehen. Es gibt unter Chronik eine historische Zeitleiste, die von der ersten Erwähnung Winterthurs auf der Inschriftentafel im Jahr 294 bis in die Gegenwart reicht. (Der jüngste Beitrag ist die Inbetriebnahme des Werkhofs Scheidegg im Februar 2014). Die Stadtkarte schliesslich verortet die Einträge schliesslich geografisch auf einer Google-Karte.

Betrieben wird das Glossar von Heinz Bächinger und Urs Widmer, und es gibt handfeste Indizien, dass mein ehemaliger Schul- und Studienkollege Marc Bächinger seine Finger bezüglich der technischen Umsetzung mit im Spiel hatte. Wer will, kann übrigens am Glossar mitwirken. Der Landbote schrieb am 8. Januar 2007 folgendes über das Projekt:

Wer einen Beitrag fürs Glossar habe, wende sich telefonisch oder schriftlich an ihn, bittet Bächinger.
Dieser Website geht es wie jedem Lexikon: Es ist nie fertiggestellt. Genau das reizt aber die beiden Hobbyhistoriker, und sie freuen sich auf viel Arbeit, wie Bächinger betont. Denn Winterthur ist nicht nur ihr Wohnort und ihr jahrzehntelanges Wirkungsfeld. Winterthur ist vor allem ihre Leidenschaft. Die eingefleischten Winterthurer haben jahrzehntelang Material über «ihre» Stadt zusammengetragen. Vor einem Jahr entstand die Idee, dieses Material in Häppchenform in einem Glossar auf dem Internet zu verarbeiten. Sie wollen damit ihrem Publikum ein Instrument zur Verfügung stellen, welches schnell Resultate liefert und das Suchen in unzähligen Publikationen überflüssig macht.

Ich habe über winterthur-glossar.ch einiges über die Wohnüberbauung Ninck-Areal erfahren, wo wir im September hinziehen werden. Und das ist Grund genug, dieses schöne Projekt hier gebührend zu würdigen…

Autor: Matthias

Diese Website gibt es seit 1999. Gebloggt wird hier seit 2007.

2 Gedanken zu „Ein digitales Handbuch über Winterthur“

  1. Jetzt, wo ich das Bild nochmals ansehe, bin ich geneigt, dieses Blumenrabättli besser zu finden als den schönen neuen Löcherpilz…

  2. Wenn wir Feedbacks kriegen von unseren Benutzer dann versuchen wir dem nachzukommen. Wir sind nicht immer superschnell, aber wir geben unser Bestes. 🙂

    In einigen Neuerungen auf der Desktop-Version haben wir uns auch dem Hinweis nach der problematischen Kategoriennavigation und dem Umstand, dass die Kategorien zu wenig zur Geltung kommen. Wenn man neu eine Kategorie ausgewaehlt wird innerhalb des Menues hochgescrollt, so dass gut sichtbar wird, dass darunter noch weitere Kategorien existieren. Daneben gibt es jetzt Links zu den Kategorien am Anfang und Ende eines jeden Artikels sowie auf der Homepage bei jedem Eintrag unter ‘Aktuellste Eintraege’. Besten Dank fuer den Hinweis.

    Seit einigen Tagen gibt es das Winterthur Glossar uebrigens mit einer mobile Version, d.h. genau genommen ist sie responsive und fuer Phones, Tablets und Desktop gleichfalls gut nutzbar, wie wir hoffen und finden.

    Danke auch spaet im Nachhinein nochmals fuer das Review. Hat uns sehr gefreut. 🙂

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