Der Freistellungskünstler

Photoshop Mix ist eine neue Spass-App von Adobe. Sie ist kostenlos fürs iPad erhältlich und ist dazu da, zwei Bilder zusammenzumixen – also zum Beispiel einen buddhistischen Tempel in eine Wüstenlandschaft zu versetzen, so wie das Adobes «Willkommen»-Bildschirm demonstriert.

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Links: Der «Willkommens»-Bildschirm ist ein Exempel dafür, wie man es nicht machen darf.
Rechts: Mein erster Versuch: Die Meerjungfrau aus Kopenhagen nach Reykjavík zu versetzen.

Dieser «Willkommen»-Bildschirm war der Grund, weswegen ich Photoshop Mix eingangs als Spass-App tituliert habe. Hier stimmen weder die Perspektive noch die Bildidee. Viel schlechter kann eine solche Komposition nicht sein – und dass es bei Adobe keinen Gestalter gibt, der etwas halbwegs Anständiges hingekriegt hat, lässt Schlimmes erahnen: Entweder arbeiten bei Adobe nur Dilettanten oder die App ist so unwichtig, dass man sich nicht die Mühe für einen schönen «Willkommens»-Bildschirm machen wollte.
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Strickt schon mal an euren Unterhosen

Strickt schon mal an euren Unterhosen – denn wenn uns das Erdöl ausgeht, wird es in unseren Wohnungen sehr kalt, auf unseren Tellern monoton und in unserer Freizeit trist und öd werden. So prognostizieren es die Peak-Oil-Pessimisten. Sie vermuten, dass wir drauf und dran sind, den Scheitelpunkt der Fördermengen zu überschreiten, und es dann nur noch bergab geht.
Und dann gibt es die unverbesserlichen Warner, die mit dem Finger auf die «Globalisten» zeigen und uns überzeugen wollen, dass alles – wieder einmal – nur eine Täuschung der Elliten sei.
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Mehr Saft!

Wenn doch nur der Akku länger halten würde – der Stossseufzer jedes Intensiv-Smartphone-Nutzers, wenn oft nur noch eine Powerbank weiterhilft. Allein wegen dieses Problems freue ich mich auf iOS8. Die kommende Version iPhone- und iPad-Betriebssystems wird den Stromverbrauch der Apps ausweisen und uns helfen, die Energiefresser zu enttarnen. Ich bin gespannt, was das für Einsichten bringen wird!

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Weniger Hintergrundaktivitäten (links) und weniger Pushs (rechts) ergeben deutlich längere Batterielaufzeiten.

Bis dahin bleibt es bei allgemeinen Optimierungsmassnahmen. Da gibt es viele Tipps, doch in meinem Alltag hat sich die Reduktion der Hintergrundaktualisierung als wirkungsvoll erwiesen. „Mehr Saft!“ weiterlesen

Die kochen alle auch nur mit Wasser

Was haltet ihr eigentlich von SEO? Also der Search Engine Optimization oder zu deutsch Suchmaschinenoptimierung?

Ich halte nicht viel davon. Der Begriff ist sogar, so leid mir das tut, zu einem Schimpfwort verkommen – und zwar nicht erst, seit gewisse SEO-Dienstleister sich entschieden haben, mit fiesen Tricks zu operieren. Ihr wisst schon: Linkfarmen, Foren-Spam, Kommentar-Spam, Keyword stuffing und was es sonst noch an Abartigkeiten gibt.

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Seo scheint auch ein koreanischer Vorname zu sein. (Bild: KRWonders/Flickr.com)

Klar: Die Grenzen zwischen Optimierung und Manipulation sind fliessend. Und es gibt Zielkonflikte. Als Website-Betreiber möchte man, dass die eigene Site möglichst gut dasteht. Als Internetnutzer wäre einem andererseits daran gelegen, dass die Suchmaschinen das Internet möglichst neutral abbilden. Wenn niemand SEO betreiben würde, dann würden sich Kriterien wie Relevanz und Gewicht durchsetzen. „Die kochen alle auch nur mit Wasser“ weiterlesen

Die kochen auch nur mit Wasser

Die Migros hat, und das muss man ihr lassen, eine vife SM-Truppe – und mit SM meine ich Social Media, nicht das andere. Eine kurze Unterhaltung auf Twitter hat dazu geführt, dass ich letzte Woche mit einem dicken Paket mit fast zwei Dutzend Teevarianten bemustert wurde. Das freut mich natürlich, und ich werde die kleine, feine Tee-Rubrik im Tech-Umfeld nach einem so gelungenen Kick-off verantwortungsbewusst und verlässlich vorantreiben.

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Der Auslöser des ganzen.

Dieses Paket birgt offensichtlich auch eine Gefahr. Nämlich die, dass diese Rubrik migros-mässig vereinnahmt wird. Das ist nicht Sinn der Sache, denn sowohl dieses Blog als auch sein Betreiber legen höchsten Wert auf die redaktionelle Unabhängigkeit. Ich könnte nun andere Grossverteiler mit der Aufforderung belästigen, mir ebenfalls Tees zuzusenden. Das ist zweifellos der Modus Operandi diverser Medien, würde aber den (ungeschriebenen) Gesetzen und meinen Prinzipien widersprechen. Ich werde meine Erfahrungen mit den Migros-Mustern einfliessen lassen. Das Hauptziel ist aber, über die Produkte zu berichten, die ich sowieso gekauft hätte.
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Ein Schritt in Richtung Inbox Zero

Wir wissen es alle: Das E-Mail könnte eine so schöne Kommunikationsform sein, wenn. Ja, wenn es nicht zu viele davon gäbe und man nicht ständig im Tempo des gehetzten Affen dem Traum der Inbox zero hinterherhetzen würde. Wenn man es nicht ständig mit diesem HTML-Ballast zu tun bekäme (siehe Ein zweiter Frühling fürs Mail). Und wenn es diese Umstandskrämerei mit den Anhängen nicht gäbe.

Wenn er bzw. sie bloss nicht jeden Tag so viel Zeug bringen würde!

Aber E-Mail ist nun einmal so kaputt, wie es ist, und wir müssen damit leben.

Das Leben erleichtern
Das Leben kann man sich jedenfalls erleichtern, wenn man Mailregeln verwendet. „Ein Schritt in Richtung Inbox Zero“ weiterlesen

Vielfalt, Badehosen, Lucky Luke

Der Fussball-WM zum Trotz – über die wir uns, oh Schreck!, im letzten Digitalmagazin unterhalten haben – ist eine neue Ausgabe des Publishers erschienen. Ich habe dort wie üblich die Tipps und Tricks beigesteuert. Im Beitrag Nachtaufnahmen die Härte nehmen gibt es eine sehr schöne Methode, wie man bei Nachtaufnahmennachbearbeitungen (schönes Wort, nicht wahr?) eine schönere Stimmung erzielt. Ausserdem im gleichen Beitrag ein sehr praktischer Tipp zu der Pinsel-Handhabe in Photoshop und zur digitalen Beseitigung von Hautunreinheiten, ferner Tipps und Tricks zu InDesign und PDF-Dateien.

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Automatisch generierte Herzenvielfalt. (Originalbild: Lara Cores/Flickr.com)

Der Beitrag Die kreativen Kräfte bündeln stellt einige Communities für Kreative kurz vor und erläutert, weswegen man die nutzen sollte. Ausserdem gibt es einen echt coolen Trick für Illustrator, der bei der 3-D-Funktion ansetzt und die Infografik-Vorlagen bieten nicht nur Inspiration, sondern können für eigene Projekte fröhlich adaptiert werden, was Zeit und Geld spart.

Im Beitrag Vielfalt auf Knopfdruck gibt es tolle Tipps zu InDesign: Wie man das Layoutprogramm mit tabellenkalkulatorischen Fähigkeiten ausstattet und wie man eine simple Zeiterfassung implementiert. „Vielfalt, Badehosen, Lucky Luke“ weiterlesen

Die Fensterhexe für OS X

Ein Kummerbox-Leser hat mich neulich gefragt, wie er seinem Mac das unsinnige Verhalten beim Task-Switchen abgewöhnen könnte. Es geht um die Tastenkombination aus Cmd und Tabulator. Sie funktioniert ähnlich wie bei Windows, indem hintereinander die Symbole der geöffneten Programme erscheinen. Man blättert die aufgereihten Icons per Tabulator durch und lässt die Tasten los, wenn das richtige ausgewählt ist. Das Betriebssystem holt dann das gewünschte Programm in den Vordergrund.

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Zwischen Fenstern statt Programmen wechseln.

Nun gibt es einen entscheidenden Unterschied zwischen Windows und Mac. Bei Windows wird ein minimiertes Programm maximiert. Beim Mac passiert das nicht. Es erscheint nur die Menüleiste des gewählten Programms, aber das im Dock minimierte Programm bleibt minimiert. Das ist aus Sicht eines eingefleischten Mac-Anwenders wahrscheinlich kein Problem. Wer mit OS X gross geworden ist, verwendet das Fenster-Minimieren kaum. „Die Fensterhexe für OS X“ weiterlesen

Your mailbox is over its size limit

Der System Administrator ist mailmässig mein bester Freund. Er denkt mehrfach pro Woche, manchmal sogar täglich an mich und schreibt mir – mit Wichtigkeit «hoch»! Das ist doch nett, oder nicht? Auch wenn seine Botschaft auf Dauer etwas Eintöniges hat. Er schreibt nämlich: «Your mailbox is over its size limit».

Wenn die Mailbox voll ist, dann wird einem sogar das Senden einer Nachricht verweigert. Denn klar: Eine ausgehende Nachricht müsste unter den gesendeten Objekten gespeichert werden, was aber nicht geht, weil die Mailbox ja voll ist. Arbeitet man am Desktop-PC mit Outlook, dann erhält man immerhin eine entsprechende Mitteilung. Man kann dann löschenderweise Speicherplatz freischaufeln und einen erneuten Sendeversuch unternehmen. „Your mailbox is over its size limit“ weiterlesen