Etwas für die Männlichkeit tun

Da muss ich doch mal was für meine Männlichkeit tun, dachte ich neulich. Immer nur Solitär ist auf die Dauer etwas metrosexuell. Also habe ich mir das männlichste Spiel installiert, das ich mir nur vorstellen konnte. Das ist natürlich ein Kampfspiel – und selbstverständlich eines ohne Feuerwaffen. Denn männlich ist, seinen Feinden in einer verbeulten Rüstung und nur mit einem schartigen Schwert entgegenzutreten?

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Hier gibt es meistens etwas auf die Mütze.

Das Spiel, in dem man das tun kann, heisst Infinity Blade II, das für stolze 7 Franken im App-Store erhältlich ist. Allerdings zahle ich lieber 7 Franken und kann dann in Ruhe spielen, als dass ich ein Free-to-Play-Game in die Finger bekomme, bei dem ich dann ständig Geld in Form von In-App-Käufen einwerfen muss, um überhaupt weiterzukommen.

Aber zurück zur unendlichen Klinge: In einer wunderschön animierten Welt des mittelalterlichen Japans, in die Bäume vor Kirschblütenblätter strotzen und es Tempelruinen zu durchstreifen gilt, ist man ein echter Schrank von einem Mann, mit dem sich in der S-Bahn garantiert schon mal niemand anlegen würde. „Etwas für die Männlichkeit tun“ weiterlesen

Exquisiter Fnord

Heute lässt sich Morgomatthias nicht lumpen. Im Gegenteil – er rollt den epischen Kampf der geheimen Eliten gegen das gemeine Volk von dessen Anbeginn her auf. Am Anfang stand die Bruderschaft der Schlange. Sie hat ihre Wurzeln mutmasslich bei einer taffen babylonischen Göttin, und sie bringt uns heute Sozialdarwinismus und Brutalokapitalismus.
Auf unserer Seite stehen die Diskordier. Ihr Symbol ist der Zankapfel, ihre Bibel die «Principia Discordia» und ihr Ursprung mit der griechischen Göttin Eris genauso mythisch wie der der Bruderschaft der Schlange. Da prallen Welten aufeinander…

Trotz allem besser als SCSI

Neulich ist mir ein SCSI-Kabel in die Finger geraten. Das sind diese fingerdicken Kabel mit den riesigen Steckern, mit denen man sich vor 15 Jahren herumschlagen musste, wenn man einen Scanners oder DVD-Brenner an seinen Computer anschliessen wollte. Die Kabel waren hässlich und die Schnittstelle im Alltag so etwas von unpraktisch! Man hatte allererst eine SCSI-Karte in seinen Computer einzubauen. Man musste seinem Gerät eine ID vergeben und dabei schauen, dass keine ID doppelt war und der Controller auch brav die ID7 benutzen konnte. Und weil man die Geräte per SCSI auch in Serie hängen konnte, wollte das letzte Gerät terminiert werden. Das heisst, man musste auch immer einen dieser Terminatoren griffbereit haben. (Was man dann natürlich nie hatte.)

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Damit die Daten endlich fliessen! (Bild: Marco Monetti/Flickr.com)

Worauf ich hinaus will: Mit USB ist das Leben schon sehr viel einfacher geworden. Auch wenn ich, ehrlich gesagt, nicht verstehe, dass man sich geschlagene fünf verschiedene Steckerformen ausgedacht hat (Typ A, Typ B, Typ Mini-B 5-polig (Standard), Typ Miniatur-B 4-polig Mitsumi, Typ Miniatur-B 4-polig Aiptek). Zwei, einmal gross und einmal klein und schmal, hätten vöörig gereicht. Und es wäre auch völlig in Ordnung gewesen, sie wie die Lighthing-Schnittstelle beidseitig einsteckbar zu konzipieren.

Trotzdem – im Vergleich zu SCSI oder auch zur Centronics-Schnittstelle ist das Jammern auf hohem Niveau.

Und man muss es attestieren: USB-Geräte funktionieren im Schnitt recht zuverlässig. Wobei wie immer Ausnahmen die Regel bestätigen. „Trotz allem besser als SCSI“ weiterlesen

Verkatzt und bemiaut

Eine der ohne Zweifel grandiosesten Seiten, die mir in letzter Zeit im Netz begegnet sind – und vermutlich eine der besten Pages überhaupt – ist meowbify.com. Diese Seite macht das Internet katzengerecht.

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Mehr Katzen-Content fürs Internet! (Bild: Daniilr/Flickr.com)

Man trägt also eine Adresse ein – beispielsweise die dieses Blogs oder von irgend einer anderen schönen Site. „Verkatzt und bemiaut“ weiterlesen

Das Füchslein auf dem Mobiltelefon

Marc Bächinger ist mir vor einiger Zeit für den Tagi und das Digitalmagazin von Radio Stadtfilter zu Firefox OS Red und Antwort gestanden. Er hat mir auch ein Gerät mit Firefox OS ausgeliehen. Das ist das Geeksphone Peak, das sich vor allem an Entwickler richtet und im Moment ausverkauft ist.

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Das Geeksphone im ersten Augenschein.

In Sachen Firefox OS war (und bin) ich skeptisch. Grundsätzlich finde ich es toll, dass die Mozilla-Stiftung für Offenheit einsetzt und es sich auf die Fahnen geschrieben hat, das mobile Internet auch in Gegenden dieser Erde zu bringen, wo sich nicht jeder ein iPhone leisten kann. Ich frage mich, ob sich die Mozillianer nicht überlupfen und das Kerngeschäft vernachlässigen. Und eben: Können die Idealisten von Mozilla wirklich gegen das übermächtige Android anstinken? Ausserdem sind auch Microsoft und Nokia dabei, mit Windows Phone aufzuholen.
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Der Rede wert

Das Programm Synchronizer von Aborange nutze ich, seit ich Datensicherungen mache. Und weil ich früher zum Backupper wurde als zum Blogger, bin ich wahrscheinlich noch nie auf die Idee gekommen, das Programm ausführlich vorzustellen. Denn ein Instrument, das man seit Jahr und Tag klaglos nutzt, scheint irgendwie nicht der Rede wert.

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Die zu bewegenden Dateien.

Dabei ist doch genau das ein Grund, es einmal prominent zu erwähnen. Denn Synchronizer macht genau das, was es soll. Und es hat obendrein umfangreiche Konfigurationsmöglichkeiten. Was es allerdings nicht hat, ist eine fancy Benutzeroberfläche. Das Programm sieht so aus, wie Windows-Shareware-Programme ausgesehen haben, als noch niemand von Tablets, Apps, Flat Design und anderem neumöödigem Zeug geredet hat. (Apropos Oberfläche: Via Extras > Einstellungen kann man zwischen Standard und Office 2003 wählen. Von Office 2003 ist indes dringend abzuraten.)

Die Idee ist die übliche: Das Programm stellt Gleichstand zwischen zwei Verzeichnissen her. Das heisst: Die Dateien, die im einen Verzeichnis nicht oder in älterer Form vorhanden sind, werden kopiert. Nach der Aktion hat man in beiden Verzeichnissen die gleiche Zahl an Dateien des gleichen Inhalts.
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Glass in der Box

Das heutige Thema ist zugegebenermassen so speziell, dass es nicht allzu viele Leute kratzen dürfte. Wahrscheinlich bin ich der einzige, der sich überhaupt dafür interessiert. Aber Hölle, wozu gibt es denn die Kategorie Nerdpost in diesem Blog?

Und der gute Erez Zukerman von Makeuseof hat auch schon darüber geschrieben, also ist die Idee vielleicht doch nicht so exotisch.

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Vorher – nachher: Die linke Seite des Bildes zeigt Windows 7 mit dem Basis-Design ohne Transparenz. Rechts das Ergebnis der Bemühungen: Fenster mit dem Glass-Effekt.

Darum geht es jedenfalls: „Glass in der Box“ weiterlesen

Zahlenmystik im Zeichen der Xbox

Bei Microsoft ist nicht immer alles mit logischem Denken zu erklären. Denn Marketing zählt im Zweifel mehr als Konsistenz. Das ist daran zu erkennen, dass auf die Xbox 360 nicht etwa die Xbox 361 oder die Xbox 720 folgt, sondern die Xbox one. Auch immer wieder verblüffend: Windows 8.1 hat die Versionsnummer 6.3 – und obendrein die Build-Nummer 9600. Und ein Umstand lässt sich noch nicht einmal mit Zahlenmystik erklären. Nämlich, dass im Ordner C:\Windows\System32 die 64-bit-Systemdateien liegen, im Ordner C:\Windows\SysWOW64 seinerseits die 32-bit-Dateien. Das ist einfach nur ein Hirnriss.

Aber das nur nebenbei. Eigentlich wollte ich nur auf die tolle Infografik Xbox timeline hinweisen, die ich neulich im Internet gefunden habe…

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Salamibrot vs. Schokokeks

Die tolle Website unsafe-passwords.com hält, was sie verspricht: Sie schlägt unsichere Passwörter vor. Zum Beispiel «Martin» oder «abcd1234». Was mir auf dieser Seite fehlt, ist die Empfehlung, dieses Passwort möglichst bei jedem Webdienst, den man verwendet, zu hinterlegen – denn unterschiedliche Passwörter zu verwalten, ist Arbeit.

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Die häufigsten Passwörter als Wortwolke. (Quelle: xato.net)

Das gibt dann einer peinlichen Panne wie dem Adobe-Hack erst die richtige Würze, denn: Ein Passwort wie «abcd1234» lässt sich auch in verschlüsselter Form sehr leicht knacken, sodass man als Black-Hat-Hacker die Kombination aus E-Mail-Adresse und Passwort sogleich bei Facebook, GMail, Twitter, Apple und Amazon ausprobieren kann.
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