Marie, mach mal sauber!

Hausarbeit – das ist eine wunderbare Gelegenheit, Podcasts zu hören. Beispielsweise Brian Dunning mit seiner Skeptoid-Show, der inzwischen bei der Folge 381 angelangt ist. Die heisst An Enthusiast’s Primer on Study Types und erklärt wissenschaftlich Unbeleckten wie mir, welche Formen es bei wissenschaftlichen Studien gibt und was die Unterschiede sind. Gut zu wissen, finde ich.

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Wischt friedlich vor sich hin, so lange keiner drüberstolpert.

Das heisst, dass man eigentlich mehr Hausarbeit machen sollte, nicht weniger. Zumal man mit dem passenden akustischen Beistand es nicht verhindern kann, klüger zu werden. Erhellend fand ich auch die beiden Podcasts von Holger Klein zum Thema Krebs. Das Gadget, das ich für den Tagi getestet habe, ist allerdings dazu da, einem Hausarbeit abzunehmen. Es gehört in den Bereich der Serviceroboter und sorgt für Sauberkeit. Die Marie, wie ich den Roboter zu nennen pflege, heisst offiziell iRobot Braava 380, ist für 349 Franken erhältlich, 1,8 Kilogramm schwer und wischt den Boden – Parkett, Laminat, Fliesen oder kurz «Hartböden aller Art».
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It is dead, Jim

Darf man sich öffentlich über seine Kunden beklagen? Ich sage, ja, wenn es der Psychohygiene dient.

Ausserdem beklage ich mich nicht über meine Kunden im Total. Es geht nur um Einzelfälle. Die meisten Kunden sind nett, zuvorkommend und haben Verständnis für das Mögliche und das Unmögliche.

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(Ohne Worte.)

Es gibt jedoch die, denen es offensichtlich nicht reicht, dass ich ihre Computerfragen beantworte. Einige fragen direkt, andere verklausuliert, ob ich denn zu ihnen nach Hause kommen und ihren komplettverseuchten PC neu aufsetzen würde. Klar doch. Soll ich Gipfeli mitbringen und auch noch die Hypothek bezahlen? Nicht sonderlich erfreut bin ich auch dann, wenn als Antwort auf meine Antwort kein Merci, sondern eine Latte von Zusatzfragen kommt. „It is dead, Jim“ weiterlesen

Nicht spektakulär, aber nützlich

Windows 7 stellt zum Stichwort Sichern und Wiederherstellen ein Backup-Programm bereit, das den klassischen Ansatz verfolgt: Daten werden in einem Sicherungslauf auf ein externes Medium kopiert. Wenn man eine Datei benötigt, führt man ein Restore durch – so geht das schon seit immer.

Bei Windows 8 ist Sichern und Wiederherstellen zu Gunsten eines moderneren Ansatzes verschwunden. Microsoft hat den Schritt zu einer modernen Sicherungslösung vollzogen. Daten werden kontinuierlich gesichert und gleichzeitig versioniert.

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Dateien werden offen gesichert. Das macht die Wiederherstellung einfacher.

Schnell eingerichtet
In der Systemsteuerung (am einfachsten aufzurufen über einen Rechtsklick auf die linke Ecke der Taskleiste) findet sich unter System und Sicherheit der Dateiversionsverlauf. Das Einrichten ist einfach: „Nicht spektakulär, aber nützlich“ weiterlesen

Fürderhin dein Name sei!

In diesem Blog gab es vor vielen Monden die wunderbare Erfindung des George-Lucas-Star-Wars-Namen-Generators, der völlig zu Unrecht in Vergessenheit geraten ist.

Aber es gibt Leute, die beim Anblick eines Lichtschwerts keine Wallungen empfinden und wie Yoda nicht sprechen wollen, aber dafür eine kleine Schwäche für Frodo und seine haarigen Füsse hegen. Ihnen kann geholfen werden: Hier gibt es einen Generator für Hobbit-Namen (Ich: Bedoc «the Small» Took, Ring-finder, immerhin, auch wenn ich nicht weiss, was mit «the small» gemeint sein soll).

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Immerhin heisst hier niemand Gaylord Focker.

Natürlich werden auch die Elben unter uns bedient und die Zwerge kriegen ihr Fett bzw. ihren Namen weg. „Fürderhin dein Name sei!“ weiterlesen

Apples Pflichtenheft

Das grosse Thema der letzten Woche war natürlich iOS7 (siehe hier und hier). Schreiend bunt, flach und optisch anders – sonst jedoch nicht revolutionär. Ich habe mich schneller daran gewöhnt, als befürchtet. Allerdings: Das Safari-Icon finde ich nach wie vor hässlich wie die Nacht, und diese Meinung werde ich in diesem Leben auch nicht mehr ändern. Einige Dinge finde ich nützlich, beispielsweise die Möglichkeit, pro App den Verbrauch an mobilen Daten zu kontrollieren. Diese Funktion ist überfällig.

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Überfällig: Detaillierte Hinweise zum mobilen Datenverbrauch.

Jetzt, wo die grosse optische Renovation durch ist, wird Apple nicht darum herum kommen, an der Basis zu schrauben. Das sind die Punkte, wo Handlungsbedarf besteht:
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Nerdgasmus und Popkulturklimax

Aus einer notorisch gut informierten Quelle wusste ich, dass ich nicht darum herumkommen würde, mir «Ready Player One» von Ernest Cline zu Gemüte zu führen. Da wurde einem schliesslich nichts weniger als ein Nerdgasmus versprochen. Plus ein Klimax, was die Popkultur aus den Achzigern angeht – und überhaupt alle Dinge, die unsereins so erfreuen. Also Computerspiele, historische Computer wie den C64, Rollenspiele, und eben auch die Abkapselung in einer Parallelrealität. Da das Hörbuch im Original vom Evil Wil Wheaton-Darsteller Wil Wheaton gesprochen wird, war klar, dass die Geschichte in dieser Darreichungsform konsumiert werden musste.

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In der perfekten Computersimulation feiern die technisch primitiven Uralt-Games ihre Auferstehung. (Pac Man, Zork, Adventure, dann Dungeons of Daggorath, Joust und Tempest)
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Zur Kenntlichkeit verzerrt

Eine Website, mit der ich – trotz des antiquierten Designs – immer wieder gern herumspiele, ist worldmapper.org. Sie zeigt eine Weltkarte, bei der die Länder und Kontinente in der Grösse angepasst wurden, um einen bestimmten Sachverhalt widerzuspiegeln. Es gibt Karten, denen die Indikatoren Reichtum, Gesundheit oder Ernährung zu Grund liegen. Andere drehen sich um die Bildung, Arbeit, Einkommen, Reichtum, Gesundheit und Umweltverschmutzung.

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Die Welt, wie sie wirklich ist (hier bezüglich Bevölkerung).

Gut dreissig Kategorien finden sich, in denen teilweise Dutzende Unterkategorien enthalten sind. „Zur Kenntlichkeit verzerrt“ weiterlesen

Todgesagte leben länger

Und zwar auch in der angeblich so schnelllebigen Zeit. Ich hatte vor einiger Zeit in der Kummerbox das Disk Operating System für tot erklärt. Exitus wegen 64-bit. Und weil heute doch wirklich niemand mehr Lust hat, sich mit diesem Urgestein herumzuschlagen.

Dachte ich. Dann schrieb Roberto und teilte mir mit, dass er seinen Silver-Reed Exp 550-Drucker gern weiterverwenden würde. Der funktioniert bestens unter DOS, wenn in die Config.sys-Datei der Treiber eingetragen wird. Oder in die Autoexec.bat. So genau weiss ich das nicht, denn an diese beiden Dateien hatte ich schon jeden Gedanken verdrängt. Um was für einen Drucker es sich beim Silver-Reed-Drucker handelt, kann ich nur spekulieren. Ich habe nur Schreib- und Strickmaschinen zu diesem Stichwort gefunden.

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Statt getwittert hat man früher an diesem Ding herumgebastelt…

Doch Roberto war nicht der einzige mit einem derart gestrickten Anliegen. Paul schrieb mir:
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