Was alles nicht passiert ist

Geschichtsbücher sind voll von Lügen und die Historiker erzählen das, was die Mächtigen uns glauben lassen wollen. Das Mittelalter hat es nie gegeben. Es wurde nachträglich in die Geschichtsschreibung eingefügt, um den Machtanspruch eines europäischen Herrschergeschlechts zu sichern. Und vielleicht ist selbst die Antike nur das Produkt einer Verschwörung?

Mechanisch twittern

Das Christkind, bzw. die Geschenke verteilende spirituelle Entität, der man in materialistischen Gesellschaften um diese Zeit im Jahr huldigt, hat mir heuer ein bemerkenswertes Präsent überbracht. Es handelt sich um eine mechanische Schreibmaschine namens Remette, produziert zwischen 1938 und 1942 von Remington, die hier in einer tollen Animation de- und rekonstruiert wird. Das Geschenk war inspiriert von einem Bild, das mein fünfjähriges Alter Ego zeigt, wie es konzentriert auf einer mechanischen Schreibmaschine tippt. Diese Maschinen hatten mich tatsächlich damals schon in ihren Bann geschlagen.

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Ain’t she a beauty?

Hinter dem Geschenk steckt mehr als ein Dekostück. Auch wenn einige der Grossbuchstaben etwas hakeln, ist sie voll funktionsfähig (von welchem technischen Gerät zum Verfassen von Texten kann man das nach 70 Jahren noch behaupten?). „Mechanisch twittern“ weiterlesen

Auflösungserscheinungen bei Windows 8

Ich habe auf meinem schon etwas betagten Rechner nebst Windows 7 auch Windows 8 als Dualboot installiert. Normalerweise arbeite ich mit Windows 7. Aber für unseren Artikel im Tagi zu den Apps, die man auf einem neuen Tablet unbedingt installieren sollte, habe ich wieder einmal Windows 8 aufgestartet, um einen Blick in den App Store zu werfen.

Nun entwickelt dieses Windows 8, obwohl wenig gebraucht, seltsame Auflösungserscheinungen. Das erste Problem war, dass phasenweise keine Vollbild-Apps mehr ausgeführt werden konnten. Auf den Kacheln erschien ein durchgestrichenes Kreuz und beim Klick auf eine App gab es eine Fehlermeldung. Diese Startverweigerung ging von selbst wieder vorbei. Aber dennoch wurde mein Vertrauen in Windows 8 nicht unbedingt gestärkt: Wer will schon ein Betriebssystem, das plötzlich und aus unerfindlichen Gründen keine Programme mehr ausführen kann? (Die Desktop-Apps waren immerhin vom Aussetzer nicht betroffen.)

Wer braucht schon neue Apps?!
Beim letzten Start nun gab es ein erneutes Problem. „Auflösungserscheinungen bei Windows 8“ weiterlesen

Back to Beromünster

Ich hab es ja versucht. Ich wollte mich etwas zurückhalten, nachdem man mir höflich, aber doch unmissverständlich zu verstehen gegeben hat…


… dass ich mich langsam aber sicher zu einem alten Querulanten entwickle.

Aber seis drum! Gute Vorsätze sind fürs neue Jahr. Im alten Jahr darf ich noch:

Der neue Name, SRF anstelle von SF und DRS, dieser neue Name ist das letzte. Er ist nicht schön, und er ist nicht praktisch. «SRF 1» kann sowohl für Radio SRF1 als auch für Fernsehen SRF 1 stehen. Die Bezeichnung «Radio SRF 1» ist für die Alltagssprache aber viel zu behäbig. Dass Leute, die Radioprogramme produzieren, nicht über den konkreten Sprachgebrauch nachdenken, muss einem doch zu denken geben.

Aber so etwas kommt halt heraus, wenn ideologische Motive dominieren. „Back to Beromünster“ weiterlesen

Dunkle Geheimnisse gehören ins Netz

Wer Facebook mit einem Beichtstuhl verwechselt, der muss Hohn und Spott befürchten. Doch wer das Verlangen spürt, Intimes im Internet preiszugeben, kann das mittels Apps anonym und unerkannt tun…

Die tiefsten, dunkelsten Geheimnisse mit der Welt teilen – aber im Schutz der Anonymität? Das verspricht nicht nur die Post Secrets (gratis im App Store), sondern auch eine gleichnamige App, die für einen Franken zu haben ist, ebenso wie iConfessions. Diese App kostet ebenfalls 1 Franken, richtet sich aber eher an ein jüngeres Publikum. Und als ob das nicht genug wäre: Auch Whisper (kostenlos) empfängt seine User lässt verstohlene Bekenntnisse zu.

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Links: Dunkle Geheimnisse können auch romantisch sein.
Rechts: Klar, Voyeurismus natürlich schon mit dazu.
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Das digitale 2012

Wie jedes Jahr versammelt sich das Digitalteam von Radio Stadtfilter Ende Jahr in der grossen Runde, um selbiges Revue zu passieren lassen. Das ist auch heuer wieder passiert. In zwei Teilen lassen wir uns darüber aus, wer uns entzückte, was uns verärgerte und was wir von 2013 erwarten.

Dieses Jahr mit dabei: Andreas Heer, Kevin Rechsteiner, maege, Markus Laeng und ich.

Tops und Flops 2012: Welchen Instagram-Filter für den abgetrennten Finger?

Informationen zu Digital 189 vom 11.12.2012

Auf- und Absteiger 2012: Wem die Mausfelle davonschwimmen

Informationen zu Digital 190 vom 18.12

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Hier gehen die Meinungen auseinander – Essensbilder auf Instagram. (Einhellig ist jedoch das Urteil über die Kochkünste von Andi, die hier im Bild verewigt sind: ★★★★★)

Der Windows-Konfigurations-Moloch

Die Registry ist bei Microsofts Betriebssystem die zentrale Datenbank zur Speicherung der Konfiguration. Sie ist eine der schlimmsten Fehlkonstruktionen in der Windows-Geschichte.

Die Registrierungsdatenbank, bzw. kurz Registry, wurde mit Windows NT 3.1 anno 1993 eingeführt. Sie ersetzte die vorher üblichen Konfigurationsdateien (die ominösen «Ini-Dateien»), die verzettelt über verschiedene Verzeichnisse die Einstellungen zu den Programmen und zum Betriebssystem selbst speicherten. Die Registry ermöglicht eine hierarchische Organisation der Einstellungen, stellt verschiedene Datentypen zur Verfügung und ermöglicht den Programmen einen sehr schnellen Zugriff auf die Informationen, ohne dass die sich um den Speicherort der Konfigurationsdateien kümmern müssen. Und es gibt einheitliche Instrumente, mit denen man die Registry überwachen und pflegen kann.

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In der Registry finden sich Zehntausende von Einstellungen. Hier im Screenshot die Angaben zur Windows-Version und zum registrierten Benutzer.
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Wohlfühlen beim Kritzeln

Notiz-Apps mit Zeichenfunktion gibt es viele. Eine der gelungensten ist Penultimate von Evernote.

Das iPad bietet sich an, als Notizbuch verwendet zu werden – eines, das man mit dem Finger oder einem Stift wie dem Smart Ball von Stabilo vollkritzeln kann. Die Auswahl entsprechenden Apps ist gross, doch mich konnte in diesem Bereich bislang keine App so richtig zufriedenstellen. Das liegt nicht daran, dass die Qualität bei den Notiz-Apps schlechter wäre, als in anderen Bereichen. Nein, es ist vielmehr so, dass man sich bei dieser Kategorie mit einer App besonders wohl fühlen muss, damit man sie auch benutzt. Sie muss einen bei der gedanklichen und kreativen Arbeit möglichst optimal unterstützen. Wenn sie es nicht tut, kann man auch bei der iOS-Notiz-App bleiben – oder beim Block aus Papier.

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Die fragwürdigen künstlerischen Qualitäten dieser Zeichnung sind nicht der App anzulasten.

Die App Penultimate stammt von Evernote, dem Hersteller des populären Informationssammeldienstes unter evernote.com. „Wohlfühlen beim Kritzeln“ weiterlesen

Mittelerde, aber mit Humor

Am 21. September 1937 erschien der fantastische Roman «Der kleine Hobbit» von John Ronald Reuel Tolkien. Mit dieser Geschichte – der Vorgeschichte zum «Herrn der Ringe» – entwarf der englische Schriftsteller eine wundersame Fabelwelt, die bis heute Millionen von Menschen fasziniert. Der Morgomat beschäftigte sich im September 2009 mit dem kleinen Hobbit und J.R.R. Tolkien.

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Der deutsche Schriftsteller, Journalist und Radiosprecher Gert Heidenreich hat 2008 «Der Kleine Hobbit» neu als Hörbuch eingelesen. Das Niedliche wurde aus dem Titel entfernt, der lautet nun – wie im englischen Original – einfach «Der Hobbit». 10 CDs sind entstanden, insgesamt 654 Minuten lang. „Mittelerde, aber mit Humor“ weiterlesen