Was tun mit DREI!!!DEEEHH!!!!-Bildern?

Einer der grossen Trends im Jahr 2010 war natürlich 3D. Filme und Foto mussten unbedingt um die Dimension der Tiefe erweitert werden. Da wir nun mal zwei Augen haben, scheint es für manche Leute ein riesengrosses Problem zu sein, dass wir die bei visuellen Medien nicht ausreizen.
Ich verstehe das ja. Wozu kaufe ich zwei Kontaktlinsen, wenn ich fast den ganzen Tag auf ein flaches Bildschirmbild glotze und mit meinen zwei Augen null Vorteil gegenüber dem Zyklopenblick habe? Das fühlt sich nach Verschwendung an. Und das ist für viele Leute ein Problem. Ich leide auch unter dem Bedürfnis, jegliche Mittel komplett auszreizen – und beispielsweise lieber den Teller leerzuessen, auch wenn mir schlecht dabei wird, als Nahrungsmittel ungenutzt wegzuwerfen.
Kann man das vergleichen? Vielleicht… womöglich ist es aber auch nur ein Marketingfurz. Schliesslich kann man dank, (und jetzt stellt euch eine laut schreiende Stimme vor) DREI!!!DEEEHH!!!! allen Leuten alle Gerätschaften nochmals verkaufen, plus eine Handvoll 3D-Brillen.
Nur eben, die meisten Leute haben keine 3D-Brille, kein passendes Anzeigegerät, räumliche Bilder lassen sich kaum vernünftig drucken, geschweige denn sinnvoll bearbeiten, nicht einfach ins Internet stellen. Sprich: 3D-Bilder dämmern in aller Regel ungesehen vor sich hin.
Immerhin, ein paar Visualisierungsmöglichkeiten gibt es. „Was tun mit DREI!!!DEEEHH!!!!-Bildern?“ weiterlesen

Warum die Cablecom nicht der Vatikan ist

Oder: Es geht wirklich ohne Cablecom-Box!
Mein Artikel «Es geht auch ohne Cablecom-Box» hat Staub aufgewirbelt und diverse Nachfragen produziert. Die Cablecom hat offenbar einen ähnlichen Status wie die katholische Kirche. Sie polarisiert so sehr, dass mit manchen Leuten kein vernünftiges Gespräch mehr möglich ist (wie anhand von Lesermails feststellen konnte). Und wenn plötzlich verlautbart wird, dass es nun gestattet ist, Pariser, pardon: Settopboxen von Drittherstellern zu brauchen, dann sind die Leute so verblüfft, dass sie es nicht glauben mögen.
Gut, die Sache mit den Parisern war dann doch keine Kehrtwende, aber was die Settopboxen angeht: Das Undenkbare ist passiert.
Das Undenkbare ist, Digitalfernsehen über ein Cablecom-Kabel zu empfangen, ohne dass eine teure Monatsmiete für eine technisch mittelprächtige Box gezahlt werden muss. „Warum die Cablecom nicht der Vatikan ist“ weiterlesen

LSD für die Augen

Eines der coolsten Softwareprojekte, dem ich in letzter Zeit begegnet bin, ist Peacock. Das Programm wird vom Hersteller als Visual Laboratory verkauft, und genau das ist es: Man wirft optische Versatzstücke zusammen, gibt vor, wie diese mit einander reagieren sollen, und hat, im Idealfall, am Ende ein Resultat mit berauschender Wirkung. Salopp gesagt: Es ist ein Drogenlabor für digitale Rauschmittel, die am Bildschirm konsumiert werden.
Etwas weniger salopp gesagt: Peacock gehört in die Kategorie der Bildgenerierungsprogramme und damit zu Software wie Kandid, Chaoscope oder ContextFree (ich habe diese Programme vor vier Jahren im «Publisher»-Artikel Pixelkunst aus dem Elektronenhirn vorgestellt). „LSD für die Augen“ weiterlesen

WP7 (*)

Mir ist neulich ein Mobiltelefon des Modells LG-E900 («Optimus 7») in die Hände gefallen, dessen bemerkenswerteste Eigenschaft darin besteht, mit Windows Phone 7 zu laufen – Microsofts neuem Betriebssystem für Mobiltelefone.

Design

Auffällig ist, dass ausser Apple kein Mobiltelefonhersteller gewillt oder fähig ist, beim Design einen eigenen Stil zu entwickeln. Auch LG macht Smartphones, die wie irgend ein Nicht-Apple-Smartphone aussehen. Das einzige, was man als eigenständige Idee werten könnte, „WP7 (*)“ weiterlesen

Kreativer Softwaremissbrauch

Ich bin immer wieder erstaunt, wie manche Leute ihre Software missbrauchen. Indem sie Inserate in Excel gestalten, ein Tagebuch im Kalender von Outlook führen oder Powerpoint zur Diashow degradieren.
Besondere Blüte des kreativen Excel-Missbrauchs treibt die Website excelgames.org. Es gibt hier Spiele wie Blackjack, Breakout, Tetris, Reversi oder Snake zu finden. Sie verwenden in aller Regel Visual Basic for Applications (VBA) – aber es gibt sogar eine Minesweeper-Variante, die allein mit Excel-Funktionen arbeitet.
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„Kreativer Softwaremissbrauch“ weiterlesen

Tagespass ins Internet

Bekanntlich kann man unterwegs das iPhone als Modem für mobile Rechner nutzen, und hierzulande darf man das anders als zum Beispiel in den USA ohne Extra-Abo tun. Das nennt sich Tethering und funktioniert sowohl mit Mac-Rechnern als auch mit neueren Windows-Rechnern gut (mit XP habe ich es nie getestet). Was mich an der Lösung stört, ist, dass sie die Batterie des iPhone stark belastet.

Darum habe ich neulich das «Internet Everywhere Day»-Angebot von Orange angenommen.

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Bei diesem noch bis Ende Januar 2011 gültigen Angebot fällt die sonst übliche Grundgebühr von 10 Franken pro Monat weg. „Tagespass ins Internet“ weiterlesen

Weg mit dem Mailprogramm

Es gibt Leute, die finden Webmail so toll, dass sie ihrem angestammten Mailprogramm abschwören und nur noch via Browser mailen. Einen Nachteil hat die Sache indes: Die Betriebssysteme räumen einem keine Möglichkeit ein, das mailto-Protokoll, über das Interaktionen mit dem lokalen Mailclienten stattfinden, auf die Webanwendung umzuleiten.
Auf Umwegen geht es trotzdem, wie eine kleine Recherche zeigt. Das sind einige der Hacks, die im Web kursieren: „Weg mit dem Mailprogramm“ weiterlesen

Die Gfätterlibrüder aus Redmond (oder: 10 Jahre Leiden an Office)

Ich arbeite nun schon seit einiger Zeit mit Office 2010 und mir gefallen daran einige Dinge. Beispielsweise die OpenType-Funktionen, die ich vor Kurzem im Tagi beschrieben habe. Ich hätte die zwar gern noch etwas üppiger, aber seis drum.

Und, juhuu, eines der grossen Ärgernisse ist in Office 2010 endlich ausgeräumt, so dachte ich. Das SDI-MDI-Schlamassel, wie ich diese seit nunmehr zehn Jahren andauernde Leidensgeschichte gern nenne.
Aber nein, zu früh gefreut. Es wäre auch zu schön, wenn Microsoft eine Ungereimtheit in einem seiner Softwareprodukte einmal grundlegend angehen würde. Nein, die Programmierer in Redmond bleiben Meister der Flickschusterei, Oberbastler, Gfätterlibrüder und Softwarefummler, denen man nicht im Dunkeln begegnen möchte. Dabei hätte ich die Microsofties noch so gern in den höchsten Tönen gelobt, wenn in Office nun endlich ein stringenter Umgang mit den Dokumentfenstern Einzug gehalten hätte.

Manche werden sich nun fragen, worum es geht. „Die Gfätterlibrüder aus Redmond (oder: 10 Jahre Leiden an Office)“ weiterlesen

Wider den Checkin-Stress

Nerds sind doch ein komisches Völkchen. Eines ihrer unbestreitbaren Talente besteht darin, sich selbst einen Heidenstress zu machen. Zum Beispiel, indem sie glauben, sich bei Diensten wie Gowalla und Foursquare einloggen zu müssen, sobald sie ihren Aufenthaltsort um einige Meter verändern. Was das bringen soll, weiss keiner. Allerdings schadet es auch nicht, wie zum Beispiel die Website pleaserobme.com einen glauben machen will. Wenn man sich um acht Uhr morgens an seinem Arbeitsort einloggt, verrät man damit nicht wirklich ein Geheimnis. Und ich gehe davon aus, dass die meisten Nutzer so klug sind, sich nicht unbedingt im Bordell ihres Vertrauens oder beim Konkurrenzunternehmen einzuloggen, wenn sie Top-Secret-Abwerbungsgespräche führen. Und übrigens: „Wider den Checkin-Stress“ weiterlesen