Wider den Checkin-Stress

Nerds sind doch ein komisches Völkchen. Eines ihrer unbestreitbaren Talente besteht darin, sich selbst einen Heidenstress zu machen. Zum Beispiel, indem sie glauben, sich bei Diensten wie Gowalla und Foursquare einloggen zu müssen, sobald sie ihren Aufenthaltsort um einige Meter verändern. Was das bringen soll, weiss keiner. Allerdings schadet es auch nicht, wie zum Beispiel die Website pleaserobme.com einen glauben machen will. Wenn man sich um acht Uhr morgens an seinem Arbeitsort einloggt, verrät man damit nicht wirklich ein Geheimnis. Und ich gehe davon aus, dass die meisten Nutzer so klug sind, sich nicht unbedingt im Bordell ihres Vertrauens oder beim Konkurrenzunternehmen einzuloggen, wenn sie Top-Secret-Abwerbungsgespräche führen. Und übrigens: Man kann sich auch an Orten einloggen, wo man gar nicht ist, um zum Beispiel Arbeit vorzuschützen.
Ich gehöre zu den Bekloppten und der Gipfel meiner Unvernunft liegt darin, dass ich mich nicht zwischen Gowalla und Foursquare entscheiden kann und mich an beiden Orten einlogge. Und ich wette, wenn man suchen würde, fände man irgend einen «Experten», der das als mangelnde Impulskontrolle diagnostiziert.
Immerhin, und das muss man uns Nerds zu gute halten, sind wir Meister darin, die durch Technik verursachten Probleme durch Technik zu entschärfen. Im Fall des Gowalla-Foursquare-Dilemmas heisst die Lösung ✓In. Das ist eine iPhone-App, mit der man sich bei beiden Diensten aufs Mal einloggt. Funktioniert astrein. Spart Zeit. Spart die Gowalla-Foursquare-Entziehungskur. Kostet 1.10. Los!
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Autor: Matthias

Diese Website gibt es seit 1999. Gebloggt wird hier seit 2007.

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