Der Trick für maximalen Youtube-Komfort

Eine Browser-Erwei­terung stattet Youtube mit diver­sen tollen Zusatz­funk­tionen aus. Der (konfi­gurier­bare) Werbe­blocker ist nur eines von vielen Features, das man bald nicht mehr missen mag.

Youtube ist jene einstmals sympathische Videoplattform, deren Hauptzweck es inzwischen zu sein scheint, uns Nutzerinnen ein Premium-Abo anzudrehen. Zu diesem Zweck muss man vor manchen Darbietungen nicht nur eine Pre-roll, sondern sogar zwei oder drei Werbespots ansehen. Auch die Unterbrecherwerbung ist selbst bei kurzen Videos kein Tabu mehr. Man muss schon froh sein, wenn Youtube es schafft, den disruptiven Spot nicht mitten in einem Satz zu platzieren, sodass man den Faden nicht gänzlich verliert.

Das ist so nervig, dass ich mich nach einem Werbeblocker für Youtube umgesehen habe und fündig geworden bin: „Der Trick für maximalen Youtube-Komfort“ weiterlesen

Maria will was von mir auf Instagram

Ist es geschäftlich, romantisch oder doch eine Betrugsmasche? Eine Frau schickt mir seit ein paar Tage mysteriöse Direktnachrichten. Ob sie demnächst zu Potte kommt?

Habe ich etwa eine Verehrerin? Diese ungeheuerliche Vermutung hat sich mir neulich aufgedrängt, als mir das iPhone den Eingang von zwei Direktnachrichten in meinem Instagram-Posteingang vermeldete. Die erste lautete: «Hello». Und die zweite: «How are you doing, dear?»

Dieses unerwartete Interesse an meiner Gefühlslage stammt von einer Instagrammerin namens Maria. Wir folgen uns auf dieser Plattform seit zwei, drei Wochen. Wir haben über einen gemeinsamen Freund zueinander gefunden: Simon, den ich im wirklichen Leben kenne. Ob er seinerseits Maria IRL getroffen hat, weiss ich nicht. Möglich wäre es, aber konkrete Anzeichen wie gemeinsame Fotos habe ich keine entdeckt.

Maria wohnt in Pittsburgh, Pennsylvania. Sie ist Unternehmerin und steht aufs Reisen. Sie hat ungefähr 600 Follower und folgt ihrerseits um die 1600 Leuten. „Maria will was von mir auf Instagram“ weiterlesen

Der Spamfilter für die Haustür

Das Spam-Problem hat sich in die reale Welt verlagert: In manchen öffent­lichen Räumen kann man keinen Meter mehr gehen, ohne von einem Fund­raiser an­ge­sprochen zu werden. Und neuer­dings klingeln die sogar daheim.

Wer erinnert sich noch an die Flut unerwünschter E-Mails, mit denen wir in den Nullerjahren zu kämpfen hatten? Wir haben daraus gelernt, dass es Hürden bei der Kontaktaufnahme braucht. Es geht nicht, dass wir als Privatpersonen von beliebigen Leuten und Organisationen nach deren Gutdünken angesprochen und mit irgendwelchen Anliegen behelligt werden.

Das allein aus Kapazitätsgründen: Wenn jeder uns persönlich von seinem tollen Produkt, seinem süffigen Wein oder seiner Weltverbesserungs-Idee erzählen will, dann kommen wir zu nichts anderem mehr. Welche Dimensionen das annehmen kann, sieht man in den USA: „Der Spamfilter für die Haustür“ weiterlesen

Was ist dran am Gerücht, dass unsere Handys und PCs uns belauschen?

Immer wieder bin ich mit der Frage kon­fron­tiert, ob es so ist, dass Face­book – oder auch Google – mitlau­schen und heraus­fin­den, worüber wir mit unseren Freunden reden, um uns dann passende Werbung zu ser­vieren. Was ist dran an dieser Ver­mu­tung?

Es gibt eine Frage, mit der in schöner Regelmässigkeit konfrontiert werde. Sie lautet: Hören die Tech-Konzerne uns via Smartphone und Computer unsere Gespräche ab? Der Ausgangspunkt ist immer der Gleiche: Jemand hat sich offline mit jemand anderem über ein Thema unterhalten und hinterher Werbung zum besprochenen Thema angezeigt bekommen.

Klar: Technisch wäre ein solcher Lauschangriff möglich: Siri, Google Assistant und Amazon Alexa zeigen auf, wie weit das Verständnis der Maschinen für gesprochene Sprache geht. Aber ist es auch wahrscheinlich, dass das passiert?

Ich erkläre gleich, was ich den Leuten jeweils auf diese Frage antworten. Aber erst eine Bitte an euch: „Was ist dran am Gerücht, dass unsere Handys und PCs uns belauschen?“ weiterlesen

Wenn Alain Berset euch Bitcoins andrehen will

Ein Wort zur Kritik an der Werbung hier im Blog und zu betrügerischen Werbebannern im Allgemeinen: Ich verstehe Leute, die gern ein werbefreies Internet hätten – doch ein bisschen was sollte hier halt auch hängen bleiben.

Heute geht es um ein Thema, das in erster Linie dieses Blog hier betrifft, in zweiter Linie aber auch darüber hinaus interessant ist.

Es geht um eine Kritik, die ich in letzter Zeit von mehreren Leuten gehört habe. Sie bezieht sich (zum Glück) nicht auf meine Themen oder deren Darbietung, sondern um das Drumherum: Nämlich um die Werbung, die sowohl hier auf Clickomania.ch als auch auf meiner zweiten Site, mrclicko.de geschaltet wird.

Manche Leute sind davon grundsätzlich genervt, andere ärgern sich nur über eine bestimmte Art von Werbung. In der geht es um Prominente, die mit ihren Investments so grosse Gewinne erzielt haben, dass Experten und Grossbanken beeindruckt sind. Im Screenshot sieht man eine solche Werbung mit Alain Berset, aber auch viele andere bekannte Persönlichkeiten mussten ihren Kopf dafür hinhalten.

Es ist offensichtlich, dass das ein Betrug ist. Um das zu merken, muss man die Werbung noch nicht einmal anklicken: „Wenn Alain Berset euch Bitcoins andrehen will“ weiterlesen

Alibiübungen und Fehleinschätzungen von Google

Wie gut kennt Google uns Nutzer – und wie gut ist demzufolge die perso­nali­sierte Werbung? Ich bin dieser Frage nach­ge­gangen. Und habe erkannt, dass der Such­ma­schi­nen­kon­zern längst nicht so viel weiss, wie er wissen könnte.

Auf verschlungenen Klickwegen bin ich neulich bei Google auf der Seite adssettings.google.com gelandet. Das ist die Seite des Suchmaschinenbetreibers, auf der man die Einstellungen vorfindet, anhand derer Google einem Werbung vorsetzt. Und diese Seite hat es in sich!

Zuoberst gibt es den Schalter Personalisierte Werbung ist aktiviert, den man auch in die Aus-Position schieben kann. Man erhält dann nur noch Werbung, die  von «allgemeinen Faktoren» basiert. Beispiele für solche allgemeinen Faktoren sind «das Thema, mit dem Sie sich gerade beschäftigen, der Tageszeit oder Ihr allgemeiner Standort».

Google geht mit keinem Wort darauf ein, welche Auswirkungen die das Abschalten der Personalisierung auf das Interesse des Konzerns an persönlichen Nutzerdaten hat. Ich denke, das hat einen guten Grund – denn es dürfte überhaupt keine Auswirkungen haben. Meine Vermutung wäre, dass Google alle greifbaren Informationen weiterhin sammelt und bereithält und sie lediglich beim Ausspielen der Werbung nicht mehr berücksichtigt.

Um es noch etwas härter zu sagen: „Alibiübungen und Fehleinschätzungen von Google“ weiterlesen

Hey Google, dein Chrome ist ein bisschen stumpf

Ein Plädoyer für Firefox und gegen Chrome – und einige Beobachtungen, was mit Googles Browser seltsam läuft.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass ich kein Fan von Chrome bin. Ich hier im Blog immer mal wieder gegen Googles Browser gewettert. Zum Beispiel hier in diesem Beitrag, wo ich mich dazu bekannt habe, die Browserfrage nicht missionarisch zu betreiben.

Ob das noch immer gilt, dürfen gerne die Leserinnen und Leser hier entscheiden. Denn ich habe nachgedoppelt und in einem Video ganz unverblümt dazu aufgerufen, von Chrome auf Firefox umzusteigen. Und zwar der Vielfalt im Internet wegen. Und weil Firefox auch einfach das bessere Programm ist, um im Web zu surfen.

Ob diese Argumente stichhaltig sind – oder doch vor allem ideologisch –, dürft ihr nun gerne selbst entscheiden: „Hey Google, dein Chrome ist ein bisschen stumpf“ weiterlesen

Wie man der Eiskönigin einen neuen Schnitt verpasst

Lossless Cut ist ein flinker und einfach zu bedienender Video-Editor, der Fernsehaufnahmen in Form bringt und auch den Videografen nützliche Dienste leistet.

Es kommt der Moment, an dem man als Eltern von der Realität eingeholt wird – und man erkennen muss, dass man nicht verschont bleibt. Das passiert dann, wenn unerwartet die Begeisterung für Barbies einsetzt. Oder wenn die Tochter anfängt, von Anna und Elsa zu schwärmen.

Als Anfänger im Bereich der Elternschaft fragt man sich dann, um wen es sich bei diesen beiden Frauen handelt. Mit etwas googeln erfährt man, dass das die beiden Heldinnen aus «Frozen» sind; dem Disney-Blockbuster von 2013, der hierzulande Die Eiskönigin – Völlig unverfroren heisst.

Da wir nicht der Meinung waren, dass unsere Tochter sich schon mit 2½ Kinofilme ansehen sollte, haben wir das Hörspiel auf Spotify angehört: Hier gibt es den ersten Teil mit Bonus, hier das Sequel.

Und immerhin war die Erkenntnis, dass das Hörspiel gar nicht so schlimm ist. Im Gegenteil: „Wie man der Eiskönigin einen neuen Schnitt verpasst“ weiterlesen

Die fiesen Tricks der Designer

Wir werden auf Schritt und Tritt verarscht: Im Web und in ihren Apps versuchen uns die Entwickler zu Dingen zu verleiten, die wir gar nicht tun wollen. Drei solcher «Dark Pattern», die mir in letzter Zeit begegnet sind.

Ein wahres Meme!

Neulich bin ich einem Meme begegnet, das ich nicht nur lustig, sondern auch sehr bezeichnend fand. Es ist nebenstehende Grafik, die die «kleinsten Dinge im Universum» aufzählt.

Links das Elektron, daneben das Quark. Und rechts, noch viel kleiner, der Knopf mit dem x, mit dem man eine mobile Werbung wieder schliesst.

Dieses Meme hat mir in Erinnerung gerufen, dass ich mich schon seit Längerem mit den «Dark Pattern» beschäftigen wollte: Das sind Gestaltungstricks bei Benutzeroberflächen und in interaktiven Umgebungen, die den Anwender dazu bringen wollen, etwas zu tun, was er gar nicht tun wollte: Unter anderem einen Newsletter abonnieren, eine unerwünschte Option aktivieren, persönliche Daten angeben oder  Geld ausgeben.

Unterbrecherwerbung? Beim Fernsehen nervig, in Apps ein Fluch

Die Unterbrecherwerbung in Apps ist ein Exempel für derlei Finten. „Die fiesen Tricks der Designer“ weiterlesen

Alter Privatfernseh-Unfug in neuen App-Schläuchen

Apps, die einem den letzten Nerv rauben – durch hirnlose Werbung. Oder aber, indem sie einen für dumm verkaufen wollen.

Hier steht klar und deutlich: «Matthias, es ist Zeit, dass du deine Zeit für sinnvolle Dinge verwendest!» (Karolina Grabowska, Pexels-Lizenz)

Manchmal klicke ich aus purer Rachsucht auf ein Online-Banner. Zum Beispiel dann, wenn eine dieser werbefinanzierten Apps mich besonders aufdringlich mit übergriffigen Anzeigen gepiesackt hat. Vor allem bei Spielen gibt es sehr viel Werbung. Und dort ist sie besonders nervtötend – wie ich feststellen durfte, als ich die  Games für meinen Beitrag Da läuft man sich gleich viermal die virtuellen Hacken wund getestet habe.

Unterbrecherwerbung will einen mit allen möglichen fiesen Tricks dazu bringen, sie anzuklicken. Sie verschwindet nicht von alleine, sondern muss vom Nutzer entfernt werden. Zum Schliessen gibt es ein kleines x-Symbol: Das zeichnet sich dadurch aus, dass es nie in der gleichen Ecke zu finden ist: Man muss es somit immer erst suchen. Und es ist winzig, dass man möglichst leicht daneben tippt.

Die «Dark pattern» im Software- und Nutzerinterface-Gestaltung

Auch die Werbung selbst nutzt Tricks, die höfliche Leute als «fragwürdig» bezeichnen würden. Wenn man es weniger zurückhaltend ausdrücken will, nimmt man das Wort hinterfotzig in den Mund. „Alter Privatfernseh-Unfug in neuen App-Schläuchen“ weiterlesen