Wie man sich nachhaltig den Spass an Filmen und Serien verdirbt

Auf tvtropes.org kommt man den Drehbuchautoren und Regisseure auf die Spur und lernt ihre Tricks zu durchschauen: Achtung: Man sieht Filme hinterher mit anderen Augen!

Im schönen «Bits und so»-Podcast hat Timo neulich die Website TV Tropes vorgestellt. Die hat es sich zum Ziel gesetzt, den wiederkehrenden Elementen in Filmen und Fernsehen auf die Spur zu kommen. In Englisch wird ein solches Muster Tropos genannt, doch wie uns Wikipedia aufklärt, würde man in Deutsch eher von einem Topos sprechen. Ich erinnere mich vage, dass dieser Begriff während meines Germanistikstudiums gelegentlich gefallen ist. Es scheint angezeigt, ihn als Geisteswissenschaftler gelegentlich fallen zu lassen.

Doch wie auch immer man das Ding nennen mag – ich bin ein Fan von Websites, die uns helfen, die Tricks der Film- und Fernsehmenschen zu dekonstruieren. Da hilft TV Tropes nach Kräften: Man kann zu unzähligen Motiven nachlesen, in welchen Filmen sie eingesetzt wurden und beginnt, die Puzzlesteine zu erkennen, die gerne eingesetzt und rezykliert werden.

TV Tropes fasst das Themengebiet weit: „Wie man sich nachhaltig den Spass an Filmen und Serien verdirbt“ weiterlesen

Netzwerk-Tricks für Windows

Einige nützliche und teils recht gut versteckte Möglichkeiten zu den Internet- und WLAN-Einstellungen bei Microsofts Betriebssystem.

Wer hat hier wieder wie wild Daten gesaugt?

Eine Neuerung in den Windows-Einstellungen, die nicht brandneu, aber wirklich nützlich ist, steckt unter Netzwerk und Internet bei Status: Es wird einem angezeigt, mit welcher Methode man mit dem Internet verbunden ist und vor allem auch, wie gross die übertragene Datenmenge ist.

Diese Datenmenge ist essenziell, wenn man ein beschränktes Volumen zur Verfügung hat und das im Auge behalten sollte. Doch auch wenn man über eine unbeschränkte Flatrate online unterwegs ist, kann einen diese Information interessieren: Sie befriedigt die Neugierde des daten- und informationshungrigen Nerds, und sie ist unter Umständen überraschend.

Der grösste Datenverbraucher ist natürlich Firefox

In meinem Fall ist Firefox der grösste Datenverbraucher. Aber als Platz zwei taucht bereits das Betriebssystem auf. Natürlich würde man sich noch eine Spezifizierung wünschen, also die konkrete Information, was das Betriebssystem eigentlich treibt, um Gigabyteweise Daten zu verbraten. Die Vermutung liegt nahe, dass es die Updates sind. „Netzwerk-Tricks für Windows“ weiterlesen

Tricks für den Massen-Upload bei Youtube

Ein Video bei Googles Videodienst hochzuladen, ist keine Kunst. Aber wie stellt man es am besten an, wenn man eine ganze Schwette von Clips aufs Mal dort deponieren will? Einige Tricks dazu.

Ich werde seit einiger Zeit gelöchert, meine Patentrezept-Videos auch via Youtube zur Verfügung zu stellen. Als Freelancer habe ich sie mit nicht exklusiven Nutzungsrechten produziert und darf sie selbst zweitverwerten. Ich würde das so oder so mit einer zeitlichen Verzögerung zur Premiere bei Tamedia tun und zu den Hintergründen auf den Originalartikel verweisen.

Aber bevor ich mich an das Experiment wage, will ich zwei Fragen klären: Erstens: Bringt es etwas? Denn falls nicht, kann ich mir die Arbeit auch sparen. Zumal die bei mehr als 250 Videos beträchtlich wäre.

Die zweite Frage steht damit im Zusammenhang. Nämlich: „Tricks für den Massen-Upload bei Youtube“ weiterlesen

Wundertechnik aus der analogen Mottenkiste

Die Facebook-Seite «Cassette Futurism» führt vor Augen, wie schräg, genial, überraschend und herzerwärmend die Heimelektronik-Erfindungen der letzten Jahrzehnte vor dem Internet und Smartphone waren.

Meine Vorliebe für Retrofuturismus habe ich im Beitrag So schön wird die Retrozukunft gewesen sein kundgetan, in dem ich eine Würdigung auf die nach wie vor tolle Facebook-Seite The Vault of the Atomic Space Age.

Spotify von anno domini.

Eine Seite, die die gleiche Sai­te zum Schwin­gen bringt, ist Cas­sette Futur­ism. Sie zele­briert ana­loge High-Tech-Höhen­flüge, die sich häufig um jenen Kult­gegen­stand drehen, der anfangs der 1960er-Jahre von Lou Ottens erfunden worden war. Ottens, der kürzlich verstorben ist, war  Produktentwickler für den niederländischen Elektronikkonzern Philips. Sie hat dem Walkman den Weg geebnet und das Lebensgefühl mehrerer Jugendgenerationen bestimmt: „Wundertechnik aus der analogen Mottenkiste“ weiterlesen

Das perfekte Hilfsmittel fürs Windows-Dateimanagement

Quick Look ermöglicht es unter Windows, Dateien im Explorer durch Drücken der Leertaste in einer Voransicht anzeigen zu lassen. Und ja, diese Funktion wurde schamlos beim Mac abgekupfert – und ich finde das gut so!

Es ist nicht zu bestreiten: Manchmal haben die bei Apple gute Ideen.

Ein Beispiel für diese Behauptung ist Quick Look, zu Deutsch Übersicht. Diese Funktion zeigt im Finder eine Vorschau der markierten Datei an, sobald man die Leertaste betätigt.

Diese Funktion nutze ich gerne und häufig, und ich wünsche sie mir schon lange für Windows. Nun bin ich neulich im Microsoft Store über ein Programm namens Quick Look gestolpert, das nicht nur genau gleich heisst, sondern gemäss der Beschreibung auch exakt dieselbe Funktion erfüllt: Man markiert eine Datei, drückt die Leertaste und sieht eine Vorschau. Und die Spannung steigt – klappt es auch so elegant wie beim Mac? Die Antwort ist: „Das perfekte Hilfsmittel fürs Windows-Dateimanagement“ weiterlesen

Zwei Methoden, die vor Datenverlust schützen

Eine Datensicherung unter Windows ist mit Bordmitteln möglich: Tipps zum Dateiversionsverlauf und zur Backup-Funktion von Onedrive: Plus die besten Alternativen von Drittherstellern.

Im Beitrag Nicht sichern ist nicht sicher liefere ich einen Rundumschlag zur Datensicherung. Da der schon etwas in die Jahre gekommen ist, habe ich eine Aktualisierung des Themas ins Auge gefasst. Im Beitrag So geht beim Time-Machine-Backup nichts schief geht es um den Mac.

Hier und jetzt geht es um Windows. Bei Microsofts Betriebssystem gibt es den Dateiversionsverlauf, der eine externe Datensicherung mit eingebauter Versionierung bereitstellt¹. Er findet sich in den Einstellungen bei Update und Sicherheit in der Rubrik Sicherung.

Einschalten reicht – allerdings sollte man trotzdem nachsehen, was diese Option genau bewirkt

Die Aktivierung ist maximal einfach: Man muss im Abschnitt Mit Dateiversionsverlauf sichern nur bei Meine Daten automatisch sichern das Häkchen auf Ein umschalten.

Die Sicherung einrichten und überprüfen

Aber natürlich sollte man ein bisschen Zeit darauf verwenden zu überprüfen, was wo gespeichert wird: „Zwei Methoden, die vor Datenverlust schützen“ weiterlesen

Ein paar neue Kurzbefehle-Tricks

iPhone und iPad bieten neue Möglichkeiten für die Automatisation. Trotzdem habe ich wieder einmal ein Déjà-vu: So vielversprechend die Funktionen auch sind – bei meinen spezifischen Anliegen stosse ich immer wieder an Grenzen.

Die Kurzbefehle-App von iPhone und iPad ist ein Zugeständnis an Leute wie du und ich, die sich mit ihrem Mobilgerät nicht bloss durch Whatsapp und Facebook klicken, sondern ernsthafte Arbeit erledigen wollen – und zwar, wo immer möglich, nicht manuell, sondern automatisiert.

Mit der App lassen sich Arbeitsabläufe einrichten, die per Knopfdruck oder über einen Sprachbefehl gestartet werden (Siri auf Steroiden). Es ist möglich, Automatisierungen einzurichten, die unter bestimmten Umständen automatisch ausgeführt werden (So landet der Liebhaber automatisch rechtzeitig vor der Tür). Und wenn man es ganz elaboriert mag, verwendet man NFC-Tags, um Aktionen in Gang zu setzen (Warum bei mir jetzt überall solche Kleber kleben).

Mit iOS 14 und 14.5 ist die Kurzbefehle-App nun nicht revolutionär besser geworden. Aber es sind einige interessante Möglichkeiten dazugekommen. Erstens seien die beiden neuen Funktionen Bildschirmfoto aufnehmen und Neueste Bildschirmfotos abrufen erwähnt. „Ein paar neue Kurzbefehle-Tricks“ weiterlesen

Smartes Licht ohne allzu viel Heckmeck

Die Edison-Lampe von Philips ist nicht nur ein Hingucker, sie lässt sich per Bluetooth auch via Smartphone steuern, ohne dass man einen Hue-Hub benötigen würde. Die App hat allerdings noch Verbesserungspotenzial.

Ich bin der Vernetzung des trauten Heims nicht abgeneigt, aber auch nicht euphorisch. Denn in vielen Fällen erkauft man sich einen kleinen Fortschritt mit einem grossen Administrationsaufwand:

Per Startbildschirm kann man eine oder mehrere Lampen gemeinsam und mittels Vorgaben steuern.

Man muss seine smarten Stecker mit Firmware-Updates versorgen und sicherstellen, dass auch ja das WLAN nie ausfällt. Und auch wenn das gewährleistet ist, funktioniert der Kram in so und so vielen Fällen aus unerfindlichen Gründen dann doch nicht. Wir lernen: Auch der gute alte Lichtschalter hat seine Berechtigung.

Trotzdem wollten es die Umstände, dass sich neulich ein smartes Gadget in unser Heim verirrt hat. Es handelt sich um die Edison Lampe mit Glühdraht von Philips (LWV001), die für ungefähr 30 Euro bei Amazon zu haben ist.

Die Lampe stammt aus der Hue-Familie und ist nicht vollsmart, sondern nur halbsmart ist, wenn ich so sagen darf. Sie hat kein WLAN, sondern Bluetooth und lässt sich ohne den Hub verwenden, der bei Philips Hue-Bridge heisst¹. Das ist ein Nachteil, weil es die Möglichkeiten einschränkt. Wenn man einen Hub hat, dann arbeiten die Lampen mit dem zusammen – man verbaut sich daher nichts. „Smartes Licht ohne allzu viel Heckmeck“ weiterlesen

Projekt Männer-Apps: Zweiter und mutmasslich letzter Teil

Ein neuerlicher Anlauf, um tolle Apps für das selbsternannte starke Geschlecht zu finden: Ich stosse auf viele Klischees, noch mehr Testosteron und eine echte Marktlücke.

In diesem Beitrag bin ich der Frage nachgegangen, ob es schöne Männer-Apps gibt. Im Rahmen der Berichterstattung zu diesem Unterfangen habe ich einen bedauerlichen Fehler begangen, den ich an dieser Stelle ausbaden muss.

Ich habe nämlich im Titel «Projekt Männer-Apps, erster Teil» geschrieben. Das impliziert eine Serie zu vielen weiteren solchen Männer-Apps. Und ja, genau das war die Idee und Absicht gewesen. Ich hatte auf Tipps aus der Leserschaft gehofft, mit denen ich gerne weitere Folgen bestritten hätte.

Doch leider sind diese Tipps ausgeblieben. Wie ich vermute, liegt der Grund nicht darin, dass sich diese hochgeschätzte Leserschaft sich um meine Bitte um weitere Vorschläge foutiert hätte.

Sind wir Männer so genügsam?

Nein, meine Mutmassungen gehen eher dahin, dass das Thema mit den Krawatten- und Bart-Apps bereits ausgeschöpft ist. Es drängt sich die Erkenntnis auf, dass wir Männer genügsam sind und wir einfach nicht sonderlich viele spezifische Bedürfnisse haben, die man mit speziellen Apps befriedigen könnte. Uns fehlt beispielsweise eine biologische Besonderheit wie die Menstruation, die man mittels Smartphone tracken könnte.

Zweite Möglichkeit: „Projekt Männer-Apps: Zweiter und mutmasslich letzter Teil“ weiterlesen

Eine kleine Neuerung, die Microsoft ganz gross verbockt hat

Die Taskleiste von Windows 10 wird neuerdings mit Wetter und Nachrichten angereichert («Neuigkeiten und interessanten Themen»). Was eine gute Idee sein könnte, scheitert leider krachend an der dilettantischen Umsetzung.

Das Mai 2021 Update für Windows 10 (21H1) ist erschienen. Ich hatte eigentlich vor, wie üblich ein Patentrezept zu diesem Update zu drehen. Doch selbst bei einer Suche mit der Lupe ich keine Neuerung entdeckt, die man in einem Video vorführen könnte. Sogar für diesen Blogpost hier muss ich einen Kniff anwenden, um genügend Fleisch an den Knochen zu bekommen.

Schade – denn eigentlich gäbe es genügend Verbesserungspotenzial, wie ich neulich anhand des Explorers gezeigt habe.

Aber Microsoft hat sich darauf konzentriert, die Performance und Stabilität zu verbessern. Im Supportdokument liest sich das wie folgt:

Windows 10, Version 21H1 ist eine Zusammenstellung von Funktionen für ausgewählte Leistungsverbesserungen, Unternehmensfunktionen und Qualitätsverbesserungen

Erwähnt werden folgende Features: „Eine kleine Neuerung, die Microsoft ganz gross verbockt hat“ weiterlesen