Ein Ding fehlt dem E-Book noch zur Perfektion

Der Tolino Vision 6 im Test: Zum perfekten digitalen Leseglück fehlt ein kleines, aber entscheidendes Detail: Die Reader brauchen einen App-Store, damit die Leserin und der Leser digitale Bücher so einfach verwenden können wie gedruckte.

Ich habe einen Tolino Vision 6 zum Testen erhalten. Das ist ein schmucker, leichter E-Book-Reader, den ich gerne empfehle – und im Beitrag Zeit, vom gedruckten Buch Abschied zu nehmen in gewisser Weise auch schon empfohlen habe. Der Tolino Vision 6 ist nämlich fast identisch mit dem damals getesteten Kobo Libra 2: Äusserlich sind sie nicht zu unterscheiden (ausser am Logo).

Die Punkte, die mir an beiden Geräten gefallen, kurz zusammengefasst: Der Reader ist leicht und hat (anders als frühere Modelle) nun ein ansehnliches Design. Es war eine vernünftige Entscheidung der Produktgestalter, anstelle der Verlängerung am unteren Rand eine vertikale Griffleiste einzuführen. Diese ist normalerweise am rechten Rand, was Rechtshändern entgegenkommt. Man kann die Anzeige drehen und quer oder mit der Leiste links lesen. „Ein Ding fehlt dem E-Book noch zur Perfektion“ weiterlesen

Die App, auf die man zählen kann

Mit der Hand­zähler-App erfasst man Schnee­män­ner, rosa­rote Autos, wei­dende Ein­hörner am Küchen­fenster oder andere exo­tische Exem­plare aus der Tier­welt. Sie ist auch ein Vor­bild an Nutzer­freund­lich­keit.

Es gibt eine App für alles – auch für die banalen Dinge des Lebens. Und eine solche App stelle ich heute vor.

Aber wieso auch nicht? Die meisten von uns beschäftigen sich nicht ausschliesslich mit den letzten grossen Fragen der Menschheit, mit ethischen Dilemmata oder wortwörtlicher Raketentechnik. Die meisten von uns müssen auch mal einkaufen, den Küchenboden wischen und dem Kinde zum 25. Mal erklären, warum Pippi Langstrumpf, Annika und Tommy so viel Kaffee trinken, obwohl sie noch Kinder sind.

Also, zur App, die dieser einen banalen Aufgabe dient: „Die App, auf die man zählen kann“ weiterlesen

Wie man kurze Aufmerksamkeitsspannen maximal ausreizt

Die Prequel-App motzt Fotos und Videos nach allen Regeln der Kunst auf: Mit Effek­ten, Anima­tio­nen, Texten, Vor­spännen und 3D-Schnick­schnack erhält man Kurz-Clips, die sich in den sozia­len Medien gut machen.

Hier im Blog wurde schon öfters das Instagram-Zeitalter für beendet erklärt. Das nicht deswegen, weil sich dieses Netzwerk von einer Foto-Plattform in einen Hort der Eitelkeit, der Schleichwerbung und der Selbstdarstellung verwandelt hat – diese Metamorphose habe ich zum zehnten Geburtstag ausführlich angeprangert und hier erläutert.

Nein, vor fünf Jahren habe ich Instagram aus technischer Sicht zu einem Ding der Vergangenheit erklärt: Die simplen Effekte, die ursprünglich das Markenzeichen waren, sind nicht mehr das Nonplusultra. Heute sind die Ansprüche höher: Wenn nicht mindestens KI mit im Spiel ist, lockt eine Foto-App niemand mehr hinter dem Ofen hervor.

Das gilt auch für die App Prequel, die fürs iPhone und iPad und für Android existiert. Sie sieht zwar aus wie eine aufgebohrte Variante von Instagram, hat jedoch mehr auf dem Kasten: „Wie man kurze Aufmerksamkeitsspannen maximal ausreizt“ weiterlesen

Wie eine Rätsel-App, nur in Echt

Die Cluebox bzw. der «Davy Jones’ Locker» ist ein Holzwürfel mit einem Geheimnis in Form eines verborgenen Fachs, an dessen Inhalt man mit Tüfteln und logischem Denken kommt – und den man auch für romantische Heiratsanträge verwenden könnte.

Die Cluebox ist, so behauptet es der Hersteller, ein «Escape-Room in einer Box». Das mag etwas hochgegriffen sein, aber amüsant ist dieses Gadget allemal: wie eine Rätsel-App, bloss in greifbarer Form.

Der Holzwürfel erinnert mich ein wenig an «Myst» – auch wenn er sich schneller lösen lässt als das Kult-Spiel von 1993.

Wenn es euch damals so ging wie mir, dann seid ihr daran fast verzweifelt: „Wie eine Rätsel-App, nur in Echt“ weiterlesen

Diese Apps helfen, wenn sich Dateien nicht öffnen lassen

Was tun, wenn ein Doku­ment in einem Format vor­liegt, das nicht kom­pati­bel zur bevor­zug­ten An­wen­dung ist? Man führt eine Kon­ver­tierung durch: mit Web­apps wie convertio.co, Open-Source-Program­men wie File Converter oder dem genia­len Filestar.

Im Nerdfunk in einer Kummerbox-Live-Frage hatten wir neulich die Frage, was man tun möchte, wenn man eine Excel-Datei im alten XLS-Format am iPad bearbeiten möchte. Wie Microsoft hier freundlicherweise erklärt, geht das nicht. Die mobilen Apps (Android, iOS und Windows Mobile😨) bearbeiten nur das auf XML-basierende Dateiformat (xlsx). Es bleibt, auf den Computer auszuweichen, eine kompatible App zu suchen oder eine Konversion durchzuführen.

Ein Test zeigt, dass eine auf Google Drive hochgeladene XLS-Datei in Google Tabellen geöffnet werden kann. Sie steht hinterher auch in der App zur Verfügung und kann sogar bearbeitet werden: also ein brauchbarer Ansatz für dieses Problem.

Eine zweite, während der Sendung empfohlene Möglichkeit ist die Konvertierung per Web: „Diese Apps helfen, wenn sich Dateien nicht öffnen lassen“ weiterlesen

Der Messias ist schon da – aber viele andere fehlen noch

Was taugt diese Twitter-Alternative für Leute, die bei Twitter rausgeflogen sind? Nach einem Augenschein von Gettr glaube ich nicht, dass die Plattform für Deplatformierte eine Zukunft hat.

Neulich ist mir auf Twitter jener Zürcher Kantonsrat begegnet, der zwar vor einiger Zeit von der Plattform verbannt worden ist, nun dort aber mit einem neuen Account ein Comeback hinlegte. Er hat in einem Tweet erwähnt, er sei auch auf Gettr zu finden, würde dort aber seit vier Monaten nichts mehr schreiben, weil «zu Milieu».

Das hat mein Interesse geweckt. Was meint er mit «zu Milieu»? Der nächste Satz, wonach Facebook «das einzige soziale Medium mit Relevanz» sei, macht es klar: Es ist ihm zu wenig los auf Gettr, bzw. er findet, er habe dort zu wenig Reichweite.

Mich hat das daran erinnert, dass ich mir Gettr schon lange einmal ansehen wollte. Zur Erinnerung: „Der Messias ist schon da – aber viele andere fehlen noch“ weiterlesen

Gute Vorsätze, die sich Mozilla für Firefox Mobile nehmen sollte

Firefox ist der beste Desktop-Browser. Für die mobile Variante trifft das leider nicht zu: Am Tablet und Smartphone hat das Programm einige eklatante, unverzeihliche Mängel.

Seit Jahren gibt es den Firefox-Browser auch in einer mobilen Variante für Smartphones und Tablets. Die Variante für Android ist zehn Jahre, diejenige fürs iPhone und iPad fünf Jahre alt.

Ich habe die iOS-Variante seinerzeit im Beitrag Das Firefüxchen vorgestellt, und ich nutze sie seither als bevorzugter Browser. Das heisst aber nicht, dass ich voll und ganz zufrieden wäre. Ich schätze diverse Dinge, insbesondere die Synchronisation der Lesezeichen, der Chronik und der Passwörter.

Es gibt jedoch auch einige Dinge, die mich stören – denn offensichtlich ist Firefox auf dem Tablet und dem Smartphone deutlich weniger leistungsfähig als auf dem Desktop. Es gibt weniger Funktionen, was zu einem gewissen Grad verständlich und aufgrund Apples rigider Kontrolle des Betriebssystems sogar unvermeidlich ist. Doch einige Mankos finde ich absolut unverständlich.

Generell ist es mir noch etwas nicht klar: „Gute Vorsätze, die sich Mozilla für Firefox Mobile nehmen sollte“ weiterlesen

Trick 77 für historische Datensammlungen

Ich habe endlich einen Weg gefunden, wie ich meine Artikeldatenbank in MS-Access-Form ins Web bekomme und via Handy bewirtschaften kann. Die Lösung ist einfach – und fast genial. 😉

Kurz vor Ende des letzten Jahres ist mir aufgegangen, dass mein Projekt 2020 noch der Vollendung harrt. Zur Rekapitulation: Es geht um die Datenbank meiner Artikel, die ich seit ungefähr 1992 in Microsoft Access führe.

Diese Lösung ist nicht mehr zeitgemäss: Ich hätte gerne eine Möglichkeit, von überallher und auch mobil auf mein Archiv zuzugreifen. Darum soll diese Datenbank entweder ins Web oder aber wenigstens aufs Smartphone.

Ich habe zu diesem Zweck mehrere Möglichkeiten getestet: „Trick 77 für historische Datensammlungen“ weiterlesen

Was hilft, wenn das WLAN im Hotel nicht funktioniert

Fürs Wifi muss man sich in vielen Hotels über ein sogenanntes Captive Portal ins Internet einloggen. Doch was tun, wenn dieses Portal nicht funktioniert? Drei Tipps zur Problembehebung.

Über die Feiertage hatte ich das Vergnügen einer kleineren Ferienreise, die mit einem Verwandtschaftsbesuch und einem Hotelaufenthalt einherging. Das allein ist nicht sonderlich aussergewöhnlich – wenngleich in Zeiten der Pandemie auch nicht so normal wie sonst –, aber es sorgt für die Rahmenhandlung des Vorfalls, um den es im Folgenden gehen soll.

Die Unterkunft stellt Reisenden einige lebenswichtige Dinge zur Verfügung. Das ist, nebst dem Bett, dem Frühstück und dem Bad, natürlich die Internetverbindung. Letzteres ist sogar so elementar, dass ich im Zweifelsfall eher auf frische Laken verzichten würde, denn auf das WLAN.

Darum ist es umso ärgerlicher, wenn es dabei harzt. Das ist bei mir in letzter Zeit mehrfach passiert: „Was hilft, wenn das WLAN im Hotel nicht funktioniert“ weiterlesen

Mit Pixelmator den eigenen fotografischen Stil zelebrieren

Pixelmator Photo, eine der besten Light­room-Alter­nati­ven auf dem Desk­top, ist neu fürs iPhone er­hält­lich: Die Foto-App hat KI-Tricks auf Lager, aber gross­artig sind die indi­vi­duali­sier­baren Vor­ein­stel­lungen.

Seit Kurzem gibt es die App Pixelmator Photo auch fürs iPhone. Ende des letzten Jahres hat der Hersteller die Smartphone-Variante lanciert. Dass es so lange gedauert hat, deutet darauf hin, dass es nicht darum gehen sollte, bloss die (im Beitrag Lightroom auf den Fersen) beschriebene Variante irgendwie auf Smartphone-Dimensionen schrumpfen zu lassen, sondern darum, die Software klug anzupassen, dass man sie auch am kleinen Bildschirm gut verwenden kann.

Bevor ich mit der Besprechung der iPhone-Variante anfange, braucht es ein klärendes Wort. Das liegt daran, dass es Pixelmator in zwei Varianten gibt und die eine Variante schon seit Langem auch fürs iPhone erhältlich ist (für fünf Franken im App-Store).

Die neu lancierte Variante, die es für unschlagbar günstige vier Franken im App Store gibt, heisst Pixelmator Photo; und der Zusatz ist entscheidend:  „Mit Pixelmator den eigenen fotografischen Stil zelebrieren“ weiterlesen