Die wollen wissen, wer mein Lieblingslehrer war!

Für den Artikel Apple Pay für alle habe ich mir vor einem Jahr eine virtuelle, Applep-Pay-kompatible Kreditkarte von Boon besorgt. Der Herausgeber hat mich vor Kurzem informiert, dass nach dem Gratisjahr nun pro Monat eine Gebühr von 1.49 Franken fällig wird. Das war für mich der Moment, um die Kreditkarte zu kündigen. Ich habe Apple Pay nach meinem Test nicht mehr eingesetzt. Das Problem ist das Prepay-Verfahren: Ich kann mich nie daran erinnern, wie viel Guthaben noch auf der Karte ist. Was man definitiv nicht will, ist ein Bezahlvorgang, der wegen Unterdeckung abgebrochen wird, während hinter einem eine lange Schlange ungeduldiger Kunden wartet.

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Er wars nicht! (Solche Hipster-Lehrer gab es zu meiner Zeit nicht.) (Bild: startupstockphotos.com/pexels.com, CC0)

Zweiter Punkt: Die Gebühren sind zu hoch. 1.49 Franken pro Monat, nur damit ich mit dem Handy zahlen kann? Das bringt es auf gar keinen Fall. Die kontaktlose Bezahlmöglichkeit der Maestro-Karte ist für mich komfortabel genug.

Nun war es aber gar nicht so einfach, die Karte zu künden. Beim Einloggen zeigte mir die Boon-App aus heiterem Himmel die ominöse Sicherheitfrage an: «Wer ist dein Lieblingslehrer?» Hölle, als ob ich jemals einen Lieblingslehrer gehabt hätte! Habe ich also «Keiner» reingeschrieben? Habe ich den Namen eines Lehrers verwendet, den ich nicht ganz so schlimm fand? Wenn ja, welcher wäre das denn gewesen? Ich hatte keinen Schimmer, welche Antwort die App von mir erwartete.
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Zwölf tolle, weniger bekannte Mobil-Browser


Artikel und Video bei Tagesanzeiger.ch.

Viele Leute geben sich mit dem Standardbrowser zufrieden. Ich nicht – allein aus beruflichen Gründen. Und weil es Alternativen gibt, die manche Dinge einfach besser können. Zum Beispiel iCab:

Ich habe diesen Browser, der 5 gut investierte Franken kostet, seinerzeit vorgestellt, weil er zwei Websteiten nebeneinander darstellen kann. Inzwischen kann das auch Safari, zumindest auf dem iPad. Die Aktivierung von Split-View ist allerdings umständlich. Das heisst aber nicht, dass iCab nicht trotzdem weiterhin seine Berechtigung hat – im Gegenteil. Der «Nerdbrowser» kann so viele Dinge, dass man sich erst einmal einen Überblick verschaffen muss. Dabei hilft der erwähnte Beitrag, oder aber auch die Top-Ten des Herstellers.

Das Video zu den Alternativbrowsern hält noch vier weitere Tipps bereit:
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Apple, Audiokassetten, Nobillag

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Not amused. (Bild: CoxinhaFotos/pixabay.com, CC0)

Die neue Publisher-Ausgabe hat vorne ein Loch. Doch inhaltlich gibt es keine Leerstellen:

  • Wenn Männer explodieren, dann war oft Photoshop am Werk. In den «Tipps und Tricks» wird erklärt, wie man den Effekt hinkriegt. Ausserdem: In InDesign alle verlinkten Bilder an einem Ort platzieren, die Laufweite und Formatvorlagen schnell ändern, den Befehl Layoutansicht teilen nutzen und Markierungen erstellen, die nicht gedruckt werden. Photoshop: Texte umfärben, zoomen und richtig weichzeichnen. Und auch ganz praktisch: Mit Acrobat PDFs aus der Zwischenablage erstellen.
  • Kommerzielle Farbkombinationen lassen sich bei einer praktischen Website nachschlagen: Die sammelt die Farbpaletten vieler grossen Marken zum Nachschlagen und runterladen. Plus in den Webtipps: Die Wirkung von Logos, Animation statischer Bilder in Photoshop, Video-Tutorials und Lern-Websites. Und eine Antwort auf die Frage, wie man mittels Photoshop Haare spriessen lässt.
  • Für Hypnotiker und Humanisten gedacht ist die neue, offene Schrift von IBM namens «Plex», sowie eine klevere Rasterungssoftware. Ausserdem Schriften aus Big Blues Vergangenheit und ein Font für Legasteniker, eine Alternative zu Lightroom, die ohne Katalog auskommt, ein InDesign-Script, das WordPress-Blogposts automatisch platziert, ein alternativer Erweiterungsmanager für die Creative Cloud von Adobe und zwei Sammlungen mit Overlay-Bilder für Photoshop, die Lichtschleier, Gegenlichtflecken und Schnee herbeizaubern.

Und wie üblich bei dieser Gelegenheit eine Übersicht der Artikel aus dem Tagi:
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Wenn es unterm Aluhut hervorknistert

«Da kannst du auch gleich mit dem Hammer auf ein Wespennest schlagen», hat mich neulich ein Freund auf Facebook getadelt. Und recht hat er. Was ich getan habe, war mit offenen Augen ins Verderben zu rennen. Wobei das Verderben in diesem Fall die Form einer epischen sozialmedialen Diskussion ohne Erkenntnisgewinn annahm. Respektive fast ohne Erkenntnisgewinn.

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Genau, die Leute. (Bild: 309/365 – its so they cant read your miiiiind maaaaan, B Rosen/Flickr.com, CC BY-ND 2.0)

Die Ausgangslage war ein Beitrag, bei dem ich mich ein bisschen darüber aufregte, dass sich manche Leute ständig über Zensur beklagen, dabei aber kontinuierlich den Beweis erbringen, dass hierzulande eben keine Zensur stattfindet. Denn gäbe es Zensur, wären die Plattformen blockiert, die besagte Leute vornehmlich für ihr Gejammer benutzen:

Die Folge war ein aufgescheuchter Wespenschwarm und ein Thread, der mehr als zweihundert (Sub-)Kommentare und zwei Blockierungen nach sich zog. Und wie gesagt: Viel rumgekommen ist nicht, weil man – wie schon vorher klar war – man mit Verschwörungstheoretikern nicht diskutieren kann.

Ein Ding war aber doch bemerkenswert – und darum lohnt es sich an dieser Stelle auch, über die ganze Sache zu bloggen. Ich habe nämlich im Verlauf der Diskussion folgende Feststellung gemacht:
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Keine App für Elektrosmogparanoiker

Bluetooth Smart Scanner (kostenlos fürs iPhone) listet die Bluetooth-Geräte in der Umgebung auf; und zwar auch solche, die man nicht verbunden (gepairt) hat. Das gleiche tut auch BLE Scanner, den es fürs iPhone/iPad und für Android gibt.

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BLE Scanner: Der Samsung-Fernseher (UE40J6370) muss irgendwo durch ein offenes Fenster senden – gesehen habe ich den selbst nicht.

Eine solche App richtet sich an zwei Zielgruppe. Die erste Gruppe besteht aus Entwicklern und Herstellern, die Bluetooth-Apps und -Geräte in die Welt setzen wollen. Die können diese Apps zu Testzwecken und Fehlersuche benutzen. Die zweite Gruppe sind natürlich die Neugierigen und die Spielkinder, die gerne wissen würden, was funkmässig um sie herum so läuft. Wenn man durch die Stadt spaziert, zeigt einem eine solche Scanner-App auf, dass man von einer verblüffend hohen Zahl an Bluetooth-Geräten umgeben ist. „Keine App für Elektrosmogparanoiker“ weiterlesen

Als Facebook noch eine Unbekannte war

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Facebook: Seit zehn Jahren da und nicht gewillt, wieder zu verschwinden. (Bild: LoboStudioHamburg/pixabay.com, CC0)

Facebook ist 2004 gegründet worden. Hierzulande hat man Ende 2007 angefangen, vom sozialen Netzwerk Notiz zu nehmen. Der Tagesanzeiger hat am 26. September 2007 zum ersten Mal über die Plattform geschrieben: «Facebook entwickelt sich zu einem der gesuchtesten Partner im Internet. Die Plattform ist mit weltweit über 42 Millionen eingetragenen Nutzern nach Myspace die grösste soziale Kontaktbörse.» Wenn man der Mediendatenbank SMD glauben darf, war das erste Medium, das Facebook überhaupt wahrgenommen hat, die NZZ. Claude Settele schrieb dort am 28. April 2006:

Erfolgreich sind auch die Studenten-Plattform Facebook oder Googles Orkut, die fast zu drei Vierteln von Brasilianern bevölkert wird. Hierzulande gehören MSN Spaces, Youths.ch und Meinbild.ch zu den frequentierten Adressen, aufstrebend ist die im Februar gestartete Site Klassenfreunde.ch, die 170 000 Mitglieder zählt.

meinbild.ch gibt es übrigens noch und Klassenfreunde heisst jetzt stayfriends.ch. Ich kann mich erinnern, dass ich die auch irgendwann Ende 2007 auf Facebook gestossen bin. Ich habe die Sache beobachtet, bin irgendwann im Verlauf von 2008 beigetreten und hielt am 27. Oktober 2008 die Zeit für gekommen, Facebook als Tipp der Woche vorzustellen: «Facebook hilft, weltweite Kontaktnetze zu knüpfen», hiess der Titel:

Facebook.com hat sich seit dem Start im Jahr 2004 zu einer der grössten Kontaktplattformen im Web gemausert. Im August feierte der Gründer und Selfmade-Milliardär Mark Zuckerberg den 100-millionsten Teilnehmer. Grösser ist nur Myspace.com, eine vergleichbare Community für Teenager und junge Nutzer.

Es war damals nötig, genau zu erklären, wie die Sache funktioniert:
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VLC ist auf allen Plattformen unverzichtbar


Video und Artikel bei tagesanzeiger.ch.

… naja, fast. Auf dem Apple-TV gibt es eine gute Alternative. Trotzdem: Die Version 3.0 von VLC ist ein guter Grund, das Programm mal ausführlich im Video vorzustellen: Denn dieser Multimediaplayer spielt annähernd jedes Format und jedes Medium ab. Abgesehen von Blurays, falls sich da seit diesem Beitrag nichts geändert hat. Er ist nicht das, was man ein Wunder an Benutzerfreundlichkeit nennen würde. Aber in der neuen Version 3.0 sind die Menüs immerhin etwas logischer und aufgeräumter.

VLC beherrscht nicht nur die Wiedergabe, sondern kann Videos auch transcodieren, streamen und während der Wiedergabe bearbeiten: So kann man seine Clips drehen, wenn sie in der falschen Lage aufgenommen wurde, beschneiden, in der Farbe korrigieren, von lästigen Logos befreien und mit lustigen (oder weniger lustigen) Effekten belegen. VLC spielt sogar Videos aus dem Web ab, zum Beispiel von Youtube. Und bevor Sie es ausprobieren: Mit den Videos von Tagesanzeiger funktioniert es leider nicht.
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Ein guter Einstieg in die Drahtlosklasse

Es gab ein grosses Hallo, als Apple beim iPhone 7 die Kopfhörerbuchse abgeschafft hat. Fernsehstationen brachten Sondersendungen, es wurden Careteams aufgeboten und … naja, teilweise stimmen gewisse Sachen nicht, die ich hier gerade behauptet habe. Aber wahr ist, dass wir Medien Aufklärungsarbeit leisten mussten.

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Ich verwende ungern Pressebilder hier im Blog. Doch da der heutige Gegenstand fast nur aus einem Käbelchen und zwei Höreinsätzen besteht, ist es schwierig, ihn mit vertretbarem Aufwand nicht-amateurhaft zu fotografieren.

Ich habe mich seinerzeit entschieden, nicht das hässliche kleine Schwänzchen zu benutzen (offiziell: Lightning auf 3,5-mm-Kopfhöreranschluss Adapter; 8.98 Franken, wenn man den beim iPhone beigelegten verloren hat), sondern auf drahtlose Kopfhörer umzusteigen. Erst die von Philips, dann die von Bose. Und ich habe es nicht bereut. Denn wie ich in diesem Blogpost hier beklagt habe, sind mir die Kopfhörer früher ständig kaputtgegangen. Das Problem ist die Belastung des Kabels, das meist direkt an der Klinke bricht. Es tritt bei billigen und teuren Kopfhörern auf, egal welcher Marke. Ich habe meine Kopfhörer kaum je länger als ein halbes Jahr benutzen können, bevor ich sie wegschmeissen musste – obwohl eben nur das Kabel kaputt war und die Kopfhörer selbst noch tipptopp gewesen wären.

Mit den Bluetooth-Kopfhörern ist mir das nicht passiert. Die erwähnten Bose SoundSport Wireless (Amazon Affiliate) benutze ich nun schon mehr als ein Jahr. Gelitten hat ein bisschen die Steuerbox am Kabel, aber das liegt daran, dass Töchterchen gerne darauf herumbeisst. (Sie liebt Kopfhörer noch mehr als ich, aber aus anderen Gründen.) Darum sind Bluetooth-Kopfhörer eine gute Investition, weil sie die Produktion des Elektroschrotts deutlich reduzieren. Bleibt zu hoffen, dass die Hersteller deswegen nicht absichtlich Schwachstellen einbauen, damit die Umsätze nicht zurückgehen.

Heute geht es um die Sennheiser CX 6.00BT (Amazon Affiliate). Er gehört zu der Kategorie In-Ear und hat ein Nackenband, das man allerdings auch ums Kinn tragen kann/darf. Er ist für um die 100 Franken/Euro erhältlich, und daher eine gute Wahl in der Kategorie der Einsteigerklasse.

Der Vorteil: „Ein guter Einstieg in die Drahtlosklasse“ weiterlesen

Candy Crush für Diabetiker

Die Clickomania-Ära neigt sich dem Ende zu: So stand es neulich in diesem Blog. Das heisst aber nicht, dass es nicht Spiele gibt, die die Tradition fortsetzen. Im Gegenteil: Es gibt einige in den App-Stores, die sich explizit mit diesen Federn schmücken und Clickomania als Stichwort verwenden, mit denen sie gefunden werden wollen. «Touch League» ist eines, und ich habe versprochen, es zu besprechen.

Nun, leider taugt dieses Spiel überhaupt nichts. Es steht leider auch nicht in der Tradition meines schönen Spiels. Es ist kein Knobel-Puzzle, sondern ein Motorik-Spiel der einfachsten Machart. Man muss möglichst schnell und oft aufs Display tippen. Das ist zweigeteilt, sodass auf jeder Seite einer tippen kann. Und der Schnellere gewinnt. So einfach und so langweilig. Es ist anzunehmen, dass es mal ein «Wie kann ich meine Maus möglichst schnell kaputtmachen»-Spiel namens Clickomania gab, auf das der Macher Bezug nimmt. Das finde ich so doof, dass ich das Teil hier noch nicht einmal verlinke.

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Bei jedem Level werden die Punkte anders angeordnet.

Immerhin, ich habe ein Spiel gefunden, das ich hier empfehlen kann. Und nein, es ist nicht Candy Crush Saga (iPhone/iPad und Android), obwohl das durchaus in die Kategorie passen würde. Ich stelle es nicht vor, weil es eh schon jeder kennt – und weil ich die Free-to-Play-Monetarisierungsmethoden nicht gutheissen kann.

Wobei, was das angeht, ist auch das heutige Spiel kein Waisenknäblein. „Candy Crush für Diabetiker“ weiterlesen

Gladys sortiert das Screenshot-Puff

Ich habe mich neulich über die mangelnden Profi-Eigenschaften des iPads ausgelassen. Daraufhin hat Sascha Erni eine Replik geschrieben, die Affinity Photo empfiehlt: Mit der App lassen sich Bilder skalieren, optimiert exportieren und wunschgemäss benennen. Das ist schon mal was, zumal ich Affinity Photo ja auch ganz gut finde.

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Links: Am iPhone, ohne Drag&Drop, verwendet man den «Teilen»-Befehl.
Rechts: Gladys sammelt diverse Datentypen und organisiert sie mit Labels (Tags).

Ein Problem erwähnt Sascha aber gleich selbst: Affinity Photo existiert nur für das iPad. Und auch wenn ich vom iPad spreche, stammen die Screenshots in meinem Blogpost vom iPhone. Das ist ein bisschen inkonsequent meinerseits, hat aber damit zu tun, dass ich einen Workflow gerne auf dem grossen und dem kleinen iOS-Gerät praktizieren würde. (Und der Hauptgrund war, dass ich beim Bebildern des Blogposts das iPad nicht griffbereit hatte, da das gerade als Fernseher in Benutzung war.)

Ich erwähne nebenbei auch, dass mich nervt, dass Screenshots standardmässig in der Foto-Mediathek gespeichert werden und zwischen den Familienfotos auftauchen. Dazu Saschas Tipp:

An dieser Stelle möchte ich auch eine Lanze für Gladys brechen – unter den Shelf-Apps für iOS mein Liebling. Die Screenshots in diesem Beitrag landeten nicht in der Fotomediathek und sahen die Dateien.app nur beim Hochladen in die Blog-Software (WordPress). Ich verwende Gladys auch auf dem iPhone, um etwaige Screenshots fürs Verbloggen aufs iPad (und damit die Möglichkeiten von Affinity) zu bekommen.

Für mich Grund genug, Gladys anzusehen. Die App gibt es kostenlos fürs iPhone und iPad. Sascha nennt sie eine «Shelf-App», was bei mir eine Bildungslücke offenbart. „Gladys sortiert das Screenshot-Puff“ weiterlesen