Ein Kartenleser, der keine Karten frisst

Der USB-C-Hub von Satechi war leider ein Fehlkauf. Er ist dementsprechend zwar nicht auf dem Elektromüllhaufen der Geschichte gelandet. Aber er liegt jetzt in meiner Kameratasche, wo er darauf wartend, nur noch in äussersten Notfällen zum Einsatz zu kommen, vor sich hin vegetiert.

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Karte tot, Daten futsch.

Ich habe ja schon in meiner ursprünglichen Besprechung erwähnt, dass er bei der Verwendung keinen soliden Eindruck macht und auch über Gebühr warm wird. Darüber hinaus ist er nicht gut verarbeitet und nach wenigen Verwendungen auch schon fast auseinandergefallen. Nun hat er kürzlich komplett verspielt. Er hat nämlich eine Speicherkarte verheizt, und zwar im wortwörtlichen Sinn. Wie die Makroaufnahme zeigt, ist ein Teil der Karte weggeschmolzen, sodass mehrere Kontakte freiliegen. Da braucht man sich nicht zu fragen, ob noch irgendwelche Daten ausgelesen werden können. Verloren war übrigens die Aufnahme der zweiten Kamera fürs Video hier. Zwar schade, aber zum Glück kein Grund, den Dreh zu wiederholen.

Nun, natürlich ist nicht eindeutig bewiesen, dass der Kartenleser schuld an der Sache ist. Es kann auch an der Karte selbst gelegen haben. Doch da es sich um eine hochwertige Micro-SD-Karte von Sandisk handelt, bin ich geneigt, dem Satechi-Teil die ganze Schuld zu geben. Ich verwende viele Sandisk-Produkte und bislang hat kein einziges davon einen Ausfall gehabt. Ich würde vermuten, dass die scharfe Kante des Kartenlesers die Karte beschädigt hat, was zu einem Kurzschluss führte. Immerhin ist keine Kamera und kein Computer durchgebrannt – das wäre ja noch ärgerlicher gewesen!

Jedenfalls habe ich keine Verwendung für ein Gerät, das auch nur im Verdacht steht, meine Daten zu gefährden. Darum: Satechi weg und LMP USB-C Mini Dock her. Es kostet um die 80 Franken bzw. 80 Euro bei Amazon. (Ich habe allerdings beim überteuerten Manor 99 Stutz bezahlt, weil ich es dringend brauchte.)

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Viel solider verarbeitet, mit separatem Kabelschwänzchen…

Der LMP ist deutlich teurer als die Satechi-Krücke, doch der Mehrpreis rechnet sich. Er macht bezüglich Verarbeitung einen deutlich solideren Eindruck. Er hat ein Kabelschwänzchen: Man muss ihn somit nicht direkt am Laptop einstecken, was die Gefahr für den Stecker wirksam bannt. Er wird zwar auch warm, aber viel weniger krass als der Satechi. Und er hat mehr Anschlussmöglichkeiten: Nebst dreimal USB 3 und Slots für SD– und Micro-SD gibt es HDMI und einen Gigabit-Ethernet-Anschluss – die letzten beiden sucht man bei Satechi vergeblich. Beide sind praktisch. Gelegentlich stöpsle ich meinen Computer gern direkt an den Router, zum Beispiel für Skype-Interviews, bei denen man nicht durch WLAN-Aussetzer beeinträchtigt werden möchte. Und via HDMI kann ich auch meinen Computermonitor aus dem Vor-USB-C-Zeitalter als Zweitdisplay nutzen.

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… und obendrein nebst den beiden Slots für SD- und Micro-SD auch mit Gigabit-Ethernet, dreimal USB-3 und HDMI.

Autor: Matthias

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