Braucht es das Privatfernsehen noch?

Ketzerische Frage: Braucht es das Privatfernsehen noch?

Da mir Castingshows am Allerwertesten vorbeigehen, ich für mein Leben genügend Auswanderer gesehen habe, mit dürren Models nur bedingt meine Zeit verbringen will und kein gesteigertes Interesse an boulevardisiertem Halbwissen habe, ist meine Antwort ein klares Hölle, nein!

Eine Rolle nehmen die Privatfernsehsender wie ProSieben, Comedy Central oder Kabel 1 indes noch wahr: Sie übermitteln mir Fernsehsendungen wie «Fringe» oder «Castle» auf den Festplattenrecorder. Oder Sitcoms, gelegentlich. Diesen Übermittlungsvorgsvorgang muss als im höchsten Mass fehlerhaft bezeichnet werden. Die Sendungen werden des öfteren durch eingestreuten Ballast unterbrochen, den man als Laie für massive und unverständliche Bild- und Tonstörungen halten würde. Wenn man sich bei einem Experten für Privatfernsehen erkundigt, dann erklärt der, dass es sich dabei um die sog. Fernsehwerbung handelt, mit dem die Privat-TV-Stationen ihr Geld verdienen.

Nun leben die meisten Zuschauer nicht mehr im düsteren Fernseh-Mittelalter. Diese dunkle Ära wurde bekanntlich durch das Aufkommen des sog. Internets beendet. „Braucht es das Privatfernsehen noch?“ weiterlesen

Windows 8, es ist vollbracht

… hat Steven Sinofsky gestern gestossseufzt (vermute ich). Ein grosses Projekt ist vollbracht. Windows 8 hat in der finalen Version die Entwicklergemeinde erreicht. Die fertige Version ist über Microsofts Developer Network (MSDN) erhältlich. Die Verbraucher können es dann ab 26. Oktober kaufen und verbrauchen (wie sich das für Verbraucher gehört).

Ich habe mir die Version heruntergeladen und bringe nachfolgend einige Beobachtungen zu… naja, nicht zu Papier, aber zu Internet.

Erste Beobachtung: Gegenüber der ersten Version, dem Developer Preview hat sich einiges getan (hier besprochen). Die Unterschiede zum Consumer Preview (hier) sind dagegen marginal. Die offensichtlichste Neuerung besteht darin, dass der Beta-Fisch verschwunden ist und durch Blumen ersetzt wurde. Durch Margeriten, wenn ich das als Flora-Nilpe richtig sehe.

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Blüte statt Fisch.
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Klötzchen zeichnen ohne klotzen zu müssen

Auf gliffy.com lassen sich Diagramme online entwerfen – auch in Zusammenarbeit mit anderen Nutzern.

gliffy.com ist ein Werkzeug für Geschäftsgrafiken und technische Zeichnungen. Die Diagramme werden direkt im Browser entworfen, online gespeichert und können gemeinsam mit anderen Benutzern bearbeitet werden. Es existiert ein kostenloser Preisplan, bei dem 2 Megabyte Speicherplatz und fünf Diagramme enthalten sind – und alle Zeichnungen automatisch öffentlich werden. Für 4,95 US-Dollar im Monat gibt es bis 200 Diagramme, 200 Megabyte Speicherplatz und unbeschränkt viele Mitarbeiter. Das unbeschränkte Konto ist für 9,95 US-Dollar pro Monat zu haben.

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Dieses simple Flussdiagramm wurde in etwa drei Minuten zusammengeklickt.
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Datenbackups in die Dropbox stopfen

Virtuelle Online-Festplatten wie die Dropbox, Skydrive von Microsoft, Google Drive oder Box.net lassen sich auch für die Datensicherung nutzen. Das Gratisprogramm Duplicati erledigt dafür die ganze Arbeit.

Eine Datensicherung ausser Haus hat grosse Vorteile: Sie erfolgt kontinuierlich und sie schützt auch vor grossen Unglücken wie Feuer, Wasserschäden oder Diebstahl. Bei herkömmlichen Datensicherungen auf eine externe Festplatte besteht bei diesen Ereignissen die Gefahr, dass nicht nur die Originaldaten, sondern auch die Sicherungskopien verloren gehen.

Eine bewährte Lösung fürs Offsite-Backup stellt Crashplan dar (vorgestellt im Tagesanzeiger). Wenn man relativ wenige Daten zu sichern hat, lassen sich Daten auch völlig kostenlos auf virtuellen Online-Festplatten sichern. Entsprechende Dienste gibt es von Dropbox, von Microsoft als Skydrive, von Google als Google Drive oder unter box.net. Auch von Amazon kann man relativ günstig grosse Datenmengen kaufen – S3 nennt sich dieser Dienst, der als Infrastrukturdienst für Betreiber grosser Websites gedacht ist.
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Private Cloud, maschinelle Übersetzung, Flickr-Insekten

Tipps von Tagi online
In der letzten Zeit wurde ich immer mal wieder gefragt, ob es eine Alternative zu Diensten wie Dropbox, iTunes Match, oder Google Calendar gibt. Ich bin der Sache nachgegangen und habe eine Synology Disk Station DS212+ ausgetestet, wie weit man damit kommt. Die Erkenntnis im Beitrag Die private Datenwolke fliegt nur nach viel Arbeit und Tüftelei und besagt, dass man sehr weit kommt, wenn man ein Technik-Freak ist und gewillt ist, Zeit in Konfigurationsarbeit und ins Studium von Anleitungen zu investieren.

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Die Systemsteuerung der Cloud…

Warum Dokumente in Ordner abheften, wenn man sie auch digital archivieren kann? Tipps dazu gibt es in meinem Artikel Wie Sie die digitale Ablage auf Vordermann bringen (Originaltitel im Print: «Datenbestände geschickt organisieren»). Und aus der Ecke der Tipps und Tricks auch die Hinweise zur Absicherung des WLAN im Beitrag
Drahtloser Datenverkehr ohne Sicherheitslücken
. Da ich unter Windows die Aero-Snap-Funktin gerne nutze, finde ich es gut, dass es mit Sizeup ein Programm gibt, das auf dem Mac ähnliches tut. Vorgestellt im Beitrag Per Tastendruck den Desktop aufräumen.
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Trick 77 für 100-prozentig perfekte Familienfotos

GroupShot hat sich auf gelungene Gruppenfotos spezialisiert. Aus mehreren Aufnahmen mit kleineren Schwächen wird ein perfektes Bild komponiert.

Gruppenfotos zu schiessen, ist ein schwieriges Unterfangen – das umso kniffliger wird, je mehr Leute es abzubilden gilt. Erfahrene Fotografen machen drum ein halbes oder ein ganzes Dutzend Aufnahmen, in der Hoffnung, dass ein Bild darunter ist, bei dem keiner die Augen geschlossen hält, niemand mit seinem Nachbarn schwatzt und nirgendwo eine Grimasse oder ein verdecktes Gesicht zu sehen ist. Doch auch dann entsteht das perfekte Bild oft erst mit Hilfe von Photoshop. Bildbereiche aus verschiedenen Aufnahmen zu kombinieren, ist der Trick.

Aus halbgelungenen Aufnahmen ein perfektes Bild bauen
Dieser Trick kommt, in Benutzer-freundlicher Form, auch in der Foto-App namens GroupShot zum Einsatz. Mit dem iPhone knipst man mehrere Aufnahmen einer Gruppe von Leuten und lädt die Bilder in die GroupShot-App.

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Gelb markiert das Gesicht, das in der Aufnahme ausgetauscht werden soll (hier mit der Vorzeigefamilie aus den Beispielfotos des Herstellers).
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Was ist denn so interessant an euren Blogs?

Die im Titel gestellte Frage klingt provokativ, was natürlich Absicht ist. Provokative Headlines werden eher angeklickt als sachliche oder neutrale. Wir Internetnutzer lassen uns eben leicht verführen – durch sensationsheischende Schlagzeilen und durch nackte Menschen. Entsprechnd werden beide Mittel gern eingesetzt, um im Netz oder in den alten Medien Aufmerksamkeit zu erzeugen. Ich setze darum den Trick mit der Provokation ab und zu auch ein. Aber, so bilde ich mir ein, immer mit einem ironischen Augenzwinkern. Denn sonst käme ich mir billig und dreckig vor. Wenn man im Titel etwas verspricht, das man im Text nicht einlösen kann, dann hat man als Schreiber versagt. Finde ich. Ausserdem ist im Internet inzwischen fast alles Boulevard, und das ist schade.

Zurück zur Ausgangsfrage: Was ist so interessant an euren Blogs? Oder anders gefragt: Was interessiert die Leserinnen und Leser an eurem Blog? Das, was ihr denkt? Oder schwingen gewisse Themen in der Publikumsgunst völlig überraschend obenaus? Und interessiert euch diese Frage überhaupt?

Mich interessiert sie halb. Einerseits wähle ich in diesem Blog die Themen aus, wie sie mir gerade einfallen und wie sie mich selbst interessieren. Ich richte mich somit nicht wirklich nach der Nachfrage. Andererseits will ich natürlich auch nicht ins Leere hinausschreiben und das Internet mit (noch mehr) Geseier vollstopfen, das keinen interessiert. Darum sehe ich mir ab und zu die Einschaltquoten an. Und natürlich bin ich auch einfach neugierig auf mein Publikum und dessen Interessen.

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Zeitschriften boykottieren!

Ich bin ein umgänglicher Typ. Aber ich mag es nicht, für dumm verkauft zu werden. Und darum kaufe ich keine Computerzeitschriften aus dem Euroraum mehr. Und übe generell am Kiosk grosse Zurückhaltung.

Der Grund: Die Schweizer Preise, die einem die mehrheitlich deutschen Verlage abknöpfen wollen. Ein Euro gleich zwei Franken, als ob wir noch Januar 2008 hätten (wobei auch dazumals ein Euro nur 1.66 und nicht 2 Franken kostete). Der Kurs liegt jedoch bekanntlich seit Längerem bei 1.20, was eine Anpassung der Schweizer Preise rechtfertigen würde. Aber nein, wieso auch? Offenbar gibt es genügend Dumme, die sich gerne abzocken lassen.

Auch bei den Abos zahlen Schweizer viel mehr
Bei den Abos sieht es nicht besser aus. «Chip» mit CD kostet in Deutschland 45,60€ pro Jahr, in der Schweiz 93.60 Franken. Macht einen Eurokurs von 2.05. Man kann einwenden, dass man für eine Lieferung ins Ausland etwas mehr berappen muss. Rechnen wir also mit dem Preis, den Österreicher bezahlen. Das sind 54€. Ergibt einen Eurokurs von 1.73.
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Das Papierkörbchen für Windows

MiniBin vereinfacht den Umgang mit dem Papierkorb und den gelöschten Dateien.

Bei Mac OS X sitzt der Papierkorb nicht auf dem Desktop, sondern befindet sich im Dock. Das hat den Vorteil, dass er nicht von Fenstern verdeckt wird. Bei Windows muss man zum Löschen oder Wiederherstellen eines Dokuments oft erst Fenster beiseite schieben oder minimieren, bevor man zum Papierkorb gelangt.

Ein kostenloses Programm namens MiniBin beseitigt dieses Manko. Es installiert ein Papierkorb-Symbol im Infobereich – das ist bei Windows die rechte untere Bildschirmecke, bei der auch die Uhr und die Lautstärkeregelung zu finden ist. MiniBin öffnet per Doppelklick ein Papierkorb-Fenster. Über das Kontextmenü, das bei einem Rechtsklick aufs Symbol erscheint, lässt sich der Papierkorb leeren (Befehl Empty). Lässt man den Mauszeiger kurz auf dem Symbol ruhen, wird in einem Infofeld die Grösse der Dateien im Papierkorb angezeigt.
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Drei Tipps für die Box der Boxen

Dropbox.com ist populär, nützlich und kann auch für ungewöhnliche Dinge verwendet werden: Beispielsweise für das Sichern aller Daten oder für den automatischen Torrent-Download.

Mehr als 50 Millionen Benutzer schwören auf dropbox.com, und es gibt Analysten, die den Wert des Unternehmens auf fünf bis 10 Milliarden US-Dollar schätzen. Und – sogar Bono von U2 hat Geld in das junge Startup aus San Francisco investiert.

Die Einfachheit von Dropbox ist ein wichtiger Grund für den Erfolg – nebst den vielseitigen Einsatzmöglichkeiten. Und diese lassen sich mit ein paar Tricks sogar noch erweitern:

Den ganzen Dokumentenordner synchronisieren: Damit ist auch das lästige Problem der Datensicherung gleich mit erledigt. Der Speicherort des Dropbox-Ordners wird über das Dropbox-Symbol festgelegt. Es befindet sich bei Windows im Infobereich (in der rechten unteren Bildschirmecke) und bei Mac OS X in der Menüleiste. Über Einstellungen in der Rubrik Erweitert wird der Speicherort festgelegt. „Drei Tipps für die Box der Boxen“ weiterlesen