Dokumente in Microsoftschen Datenhimmel lagern

Microsoft klotzt und kleckert nicht. Auf der virtuellen Skydrive-Festplatte erhält man 25 GB Speicherplatz – kostenlos.

Es gibt eine Reihe von virtuellen Festplatten im Netz: Dropbox.com ist sicherlich die populärste, aber auch Mydrive.ch erfreut sich einer gewissen Beliebtheit. Und wer lieber auf das Peer-to-Peer-Prinzip setzt, statt auf einen einzelnen Anbieter, der hängt sich bei wuala.com an. Diese als Spin-Off eines ETH-Projekts entwickelte virtuelle Festplatte gehört inzwischen dem Festplattenhersteller Lacie.

Die gängigen Dienste zeichnen sich dadurch aus, dass sie bei den kostenlosen Benutzerkonten in aller Regel eine beschränkte Speicherkapazität bieten, klassischerweise zwei Gigabyte. Microsoft hat seinem Dienst, der sich mit vollem Namen Windows Live SkyDrive Ondedrive¹ nennt, mehr als das Zehnfache spendiert: 25 GB.

Auch für Mac-Anwender: Onedrive von Microsoft.

Zugriff via Browser oder über ein separates Laufwerk

Der Zugriff aufs Onedrive kann via Browser erfolgen. Es ist auch möglich, Onedrive als separates Laufwerk im System einzubinden. Es existieren obendrein Drittprodukte, die die Nutzung vereinfachen, etwa den SDExplorer. Es ist auch möglich, Onedrive per WebDAV als Laufwerk zu verbinden (Anleitung hier). Ferner ist es möglich, Daten aus den Office-Web-Apps auf Onedrive zu speichern. Schliesslich bietet auch Windows Phone 7 eine Anbindung an die virtuelle Festplatte. Und es existieren Gerüchte über einen Mac OS X- und einen Android-Client.

Auf Onedrive können Daten freigegeben werden. Zudem ist es möglich, im Microsoft-Mailprogramm Windows Live Mail 2011 Fotos beim Anhängen an eine Nachricht direkt in eine Fotogalerie zu überführen. Der Empfänger der Nachricht erhält keine Mails mit Riesen-Anhängen und den damit verbundenen Problemen, sondern lediglich einen Link, über den er die Fotos auf Onedrive betrachten kann.

www.windowslive.de/skydrive onedrive.live.com

Fussnoten

1) Microsoft hat das Produkt, das ursprünglich Skydrive hiess, im Februar 2014 in OneDrive umbenannt. Details dazu finden sich im Beitrag Von SkyDrive zu OneDrive in der Windows-Hilfe. Der Grund liegt in einer Verletzung der Markenrechte des britischen TV-Konzerns BSkyB, wie Heise am 28. Januar 2014 berichtete. Ich habe in diesem Beitrag den Produktnamen entsprechend abgeändert.

Autor: Matthias

Computerjournalist, Familienvater, Radiomensch und Podcaster, Nerd, Blogger und Skeptiker. Überzeugungstäter, was das Bloggen angeht – und Verfechter eines freien, offenen Internets, in dem nicht alle interessanten Inhalte in den Datensilos von ein paar grossen Internetkonzernen verschwinden. Wenn euch das Blog hier gefällt, dürft ihr mir gerne ein Bier oder einen Tee spendieren: paypal.me/schuessler

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