Nextcloud auf dem Raspi: Die Erfahrungen nach zwei Monaten

Die eigene Datenwolke steigen zu lassen ist ein kleines, nein ein grosses Abenteuer. Doch eines, bei dem sich ein Happy-End abzeichnet.

In einer kleinen Serie habe ich im Blog darüber berichtet, wie ich Nextcloud auf dem neuen Raspberry Pi in Betrieb genommen habe. Daraus ist eine mehrteilige Serie mit bislang vier Folgen geworden:

Es ist nun nicht verkehrt, in einer fünften Folge ein Fazit zu ziehen, nachdem ich die Lösung inzwischen um die zwei Monate im produktiven Einsatz habe.


Das Fazit in Videoform: So befreien Sie sich und Ihre Daten

Und es ist ein positives Fazit. „Nextcloud auf dem Raspi: Die Erfahrungen nach zwei Monaten“ weiterlesen

Mailprogramme, die nicht so schlimm stinken

Mailspring, Mailbird, Em Client, The Bat! und Thunderbird: Fünf Mailprogramme im Test – plus als Bonus Hinweise auf Airmail, Spark und Mutt.

Meine ausführliche Testaktion von Desktop-Mailanwendungen hat zu einem banalen Resultat geführt. Ich setze nun hauptsächlich das Programm ein, das ich nebenbei schon immer im Einsatz hatte. Es ist, Achtung Antiklimax!, Mozilla Thunderbird. Die Details zu diesem halben Umstieg gibt es im Beitrag So donnert das Mail!.

Völlig sinnlos war die kleine Testreihe aber nicht. Ich hatte mehr als genug Material, um die Erkenntnisse zu einem Patentrezept-Video zu verarbeiten. Wer nun nicht die knapp zehntausend Worte lesen möchte, die ich hier im Blog zu den modernen Mail-Apps zum besten gegeben habe, kann sich auch einfach das etwa dreiminütige Video reinziehen.


Sie brauchen ein neues Mailprogramm!

Wer nun trotzdem an den Detail interessiert ist, findet die in dieser Übersicht: „Mailprogramme, die nicht so schlimm stinken“ weiterlesen

Ein grosses Plus an Sicherheit und Privatsphäre

Mein Raspberry Pi mit Nextcloud dient mir inzwischen nicht nur für die Sicherung meiner Fotos, sondern auch als Dropbox-Ersatz. Das funktioniert ausgezeichnet. Es stellt sich aber die Frage: Sollen alle Daten in die Nextcloud – oder nur die wichtigsten?

Meine kleine Reihe über den neuen Raspberry Pi artet offensichtlich zum Vierteiler aus. Nach den Beiträgen über den Raspi Modell 4, dessen Inbetriebnahme und die Cloud-Hosting-Software Nextcloud geht es heute um die Nextcloud-Client-Programme für Windows und Mac. Die habe ich bisher noch nicht besprochen – ein Versäumnis, das an dieser Stelle wettgemacht wird.

Zur Rekapitulation: Nextcloud ist eine Software, die entweder bei einem Hostinganbieter (zum Beispiel bei Infomaniak) oder auf einem eigenen kleinen Server läuft – der Raspberry Pi bietet sich dafür an. Es gibt aber auch Leute, die ihr Glück mit einem NAS probieren; offensichtlich nicht immer mit grossem Erfolg.

Doch wenn es funktioniert, bekommt man ein eigenes kleines Datenwölkchen, das Dateien synchronisiert (wie Dropbox, Google Drive oder Onedrive), bei dem man seinen Kalender hat (wie Google Calendar) und wo man auch seine Kontakte hinterlegt. „Ein grosses Plus an Sicherheit und Privatsphäre“ weiterlesen

Fotosicherung: Mission accomplished

Wie Nextcloud auf dem Raspberry-Pi zum Laufen kam und für meine Familie und mich als private Cloud zur Verfügung steht, fürs Backup zuständig ist und auch die Handy-Fotos automatisch datensichert.

Nachdem der Raspberry Pi sein Plätzchen hier um Haushalt gefunden und die Nextcloud installiert ist, komme ich nun dazu, mir Gedanken darüberzumachen, ob sich die Sache eigentlich gelohnt hat – und ob ich sie zur Nachahmung empfehlen würde.

Denn man könnte eine solche «Ich baue mir meine eigene Cloud»-Aktion aus reiner Spass an der Freude betreiben. Oder aus ideologischen Gründen – und um Google, Microsoft und Dropbox eins auszuwischen. Aber was mich angeht, hätte ich gerne, dass der Nutzen den Aufwand rechtfertigt. Darum also die Frage: Was taugt die Nextcloud?

Bevor ich zur Antwort komme, noch ein kleiner Nachtrag: Ich habe mein Problem mit der externen Festplatte letztendlich ganz einfach gelöst. „Fotosicherung: Mission accomplished“ weiterlesen

So fliegt die Himbeere!

Tricks für die ersten Schritte mit dem Raspberry-Pi, insbesondere die wichtigen Terminal-Befehle, die man fürs Einrichten, Updaten und die Installation von Nextcloud benötigt.

Im Beitrag Himbeere reloaded habe ich über den neuen Raspberry Pi geschrieben und angedeutet, dass er dazu auserkoren wurde, für mich als private Datenwolke in die Lüfte zu steigen. Dazu wollte ich erst Own Cloud benutzen, aber Andi (schon wieder er) hat mir empfohlen, stattdessen Nextcloud zu nehmen. Eine gute Empfehlung, weil es dort Funktionen gratis gibt, für die man bei Own Cloud zahlen muss.

In den Tamedia-Zeitungen habe ich im Beitrag Wie man Googles Würgegriff entkommt (Abo plus) bereits ein wenig über den Verlauf dieses Projekts geschrieben – allerdings ohne in die Details zu gehen. Hier werde ich nun ein paar Einzelheiten preisgeben. Zumindest, soweit das möglich ist, ohne dass meine ganze Street Cred als Nerd aufs Spiel zu setzen.

Erst mal ein bisschen Rechtfertigung

Denn wie im Artikel angedeutet, habe ich mich amateurhaft angestellt. Zu meiner Verteidigung sei gesagt, dass nicht allein meine Dummheit schuld war, sondern diese, hoffentlich nachvollziehbaren Gründe: „So fliegt die Himbeere!“ weiterlesen

Himbeere reloaded

Der der Raspberry Pi 4 im Augenschein: Die vierte Version des Mini-Computers ist schneller und vielseitiger einsetzbar – und er lässt sich ohne viel Tamtam in Betrieb nehmen.

Mein neuestes Spielzeug aus der Gadget-Ecke ist der Raspberry Pi 4. Ich nehme an, das ist den Leserinnen hier ein Begriff: Es handelt sich um einen Mini-Computer, bei dem alle Komponenten auf einer Platine sitzen. Wikipedia erwähnt, er habe die Grösse einer Kreditkarte. Das stimmt für die Breite und Tiefe, nicht aber für die Höhe. Die wird durch die USB-Anschlüsse vorgegeben und beträgt einen guten Zentimeter.

Ein weiterer Clou beim Raspberry Pi ist, dass er günstig zu haben ist. Das erste Modell von 2013 gab es in der günstigsten Variante für 35 Franken. Auch das neue Modell ist selbst mit einem kleinen Taschengeld in ein paar Wochen finanzierbar. Beim Hersteller selbst gibt es das ab 35 US-Dollar. Hierzulande kriegt man es für um die 70 Franken (Digitec), bzw. 66 Euro (Amazon).

Ich habe den Raspberry Pi seinerzeit sofort gekauft und mit viel Spass herumexperimentiert. Er war jahrelang als NAS im Einsatz, und für die Datensicherung von Windows-PCs und Macs zuständig. Allerdings war er dafür nicht optimal gerüstet. „Himbeere reloaded“ weiterlesen

Netzsperren für Werbung

Ein raffinierter Trick, um Tracker und Werbebanner von allen Geräten im Familiennetz fernzuhalten: Man blockiert sie, indem man einen speziellen DNS-Server verwendet. Das ist simpel und effektiv, hat aber auch Nachteile. Plus: Ein Seitenhieb auf Roger Köppel.

Die Möglichkeiten des Werbeblockierens war in diesem (teilweise werbefinanzierten) Blog auch schon ein Thema: In den Beiträgen Tracker von der Schiene werfen und Zwölf tolle, weniger bekannte Mobil-Browser etwa. Oder in Weniger ist auch mobil mehr, wo ich den Inhaltsblocker 1Blocker X für Safari auf dem iPhone/iPad vorstelle.

Hier wäre ein Werbeblocker angezeigt. (Bild: Jose Francisco Fernandez Saura/Pexels, CC0)

Eine interessante Möglichkeit habe ich auf Twitter gesehen. Da wird empfohlen, einfach einen bestimmten DNS-Server zu nutzen. Das ist eine klevere Idee: Eine Netzsperre für Werbung, quasi. Wenn die Adressen für Werbenetzwerke nicht aufgelöst werden, bleibt die Werbung weg.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Man muss nichts installieren. Es funktioniert in jedem Browser und in jeder anderen App – und eben nicht bloss in Safari, wie bei 1Blocker X. Und es erzeugt keine Rechenlast auf dem Mobilgerät, wie das mit einem lokal installierten Inhaltsblocker der Fall ist.

Individuelle Einstellungen pro Website sind nicht möglich

Nachteile gibt es natürlich ebenfalls: „Netzsperren für Werbung“ weiterlesen

Resilio Sync? Hat bei mir eingeschlagen

Resilio Sync ist eine praktische Möglichkeit, Dateien ohne Cloud und zentralen Server übers lokale Netz zwischen den Geräten zu synchronisieren.


Falls das Video nicht erscheint, bitte hier klicken!

Meistens thematisiere ich in den Patentrezept-Videos Apps oder Arbeitsweisen, die sich in meinem Alltag längst bewährt haben und die ich daher guten Gewissens empfehlen kann. Manchmal ist es auch umgekehrt: Da habe ich dank einem Video die Gelegenheit, meine eigene Arbeitsweise zu verbessern. Das war bei diesem Video zu Resilio Sync¹ der Fall. „Resilio Sync? Hat bei mir eingeschlagen“ weiterlesen

My Intranet is my castle

Mithilfe von Lighttpd wird aus dem Raspberry Pi ein Webserver, auf dem man ein Blog oder eine statische Website betreiben könnte. Mir reicht es vorerst, damit ein privates Intranet einzurichten.

And the saga continues… Nachdem mein Rasperry Pi als Airplay-Empfänger und als NAS dient, musste nun so etwas Ähnliches wie ein Intranet her. Denn so praktisch das NAS auch ist, von den iOS-Geräten lässt sich nicht darauf zugreifen.

Links: Das BarracudaDrive ist nicht nach meinem Geschmack. Rechts: Kiss!

Ich habe als erstes mit BarracudaDrive experimentiert, war davon aber underwhelmed. Pardon, unbeeindruckt. Mir ist die Optik zu schrill und es ist für meine Belange zu überdimensioniert. Apache liegt nahe, aber ich hatte die Befürchtung, dass er dem Raspberry Pi bei der Performance zu viel abverlangt. Also bin ich bei Lighttpd gelandet. „My Intranet is my castle“ weiterlesen

Samba olé

Wie man den Raspberry Pi zur Netzwerkfestplatte umfunktioniert und als NAS benutzt.

Vor drei Tagen habe ich beschrieben, was ich mit meinem Raspberry Pi angestellt habe. Da war noch der Punkt offen, wie man den Kleinen dazu bringt, als NAS zu fungieren – denn die direkt angeschlossene 2-TB-Platte wird leider nicht gemountet. Das liegt daran, dass am USB-Port nicht genügend Spannung anliegt.

Ein Heidenspass: An der Samba-Konfiguration herumbasteln!

Daraus ergibt sich für die NAS-Werdung des Raspberry PI, zweiter Teil, auch eine Lösung: Man benötigt einen aktiven USB-Hub, d.h. einen Hub mit eigener Stromversorgung. Ich habe mich beim Letec umgeschaut und den Targus 7-Port USB 3.0 Combo Hub entdeckt.

Überdimensioniert

Der ist für meinen Zweck zwar überdimensioniert, indem man zum einen USB3 für den Raspberry Pi nicht benötigt und ich zum anderen keine sieben Ports brauche. Aber mein PC vorne nur einen USB3-Anschluss hat, wählte ich ein Gerät, dass ich notfalls auch dafür brauchen kann, die Kapazität dort etwas auszubauen. Ein weiterer Vorteil eines aktiven USB-Hubs ist, dass man ihn auch zum Laden benutzen kann – und sechs USB-Geräte auf einen Chlapf mit Strom versorgen zu können, ist schon ganz praktisch.

Allerdings: Fürs iPad liefert er leider nicht genügend Spannung. Wenn man das anhängt, erscheint die ungeliebte «Lädt nicht»-Anzeige. Fürs iPad benutze ich daher weiterhin den Universal Dual USB Charger von Belkin.

Via Hub erkennt der Rasperry Pi die Festplatte (die WDBU6Y0020BBK), mountet sie und stellt sie im Heimnetz zur Verfügung. Happy End!

Den Samba-Server konfigurieren

Fürs Feintuning kann man sich dann, wenn man möchte, mit der Konfiguration des Samba-Servers herumschlagen (sudo nano /etc/samba/smb.conf). „Samba olé“ weiterlesen