Ein sinnvolles Hobby für unsere PCs und Macs

Bei den Ausserirdischen fängt es an – und mit der Bekämpfung von Covid-19 hört es hoffentlich noch längst nicht auf: Das Potenzial des vernetzten Rechnens.

Das Prinzip des verteilten Rechnens ist euch sicher bekannt: Statt eines einzigen gigantomanischen Supercomputers verwendet man viele normale Computer, die sich parallel an einer Teilaufgabe zu schaffen machen. Der Clou dabei: Diese Computer erledigen diese Aufgabe nebenbei; quasi als Hobby.

Dieses Prinzip ist nicht neu. Das bekannteste Projekt ist Seti@home. Das läuft bzw. lief seit Mai 1999. Ich bin irgendwann anfangs 2001 dazugestossen. Am 19. Februar 2001 habe ich im Artikel «Von Freund zu Freund tauschen» Folgendes geschrieben: „Ein sinnvolles Hobby für unsere PCs und Macs“ weiterlesen

Gimp ist noch immer keine Schönheit – aber ein echter Schwerarbeiter

Wie hat sich Gimp mit den letzten Versionen entwickelt? Über die Funktionen müssen wir nicht diskutieren – das Programm kann alles, was man braucht. Darum geht es hier um Performance, Oberfläche und Bedienung.

Ich habe mir erlaubt, diesen Beitrag hier mit Lesertipp zu taggen. Und das, obwohl der Tipp nicht an mich persönlich gerichtet war und Gabi Salvisberg meines Wissens auch nicht zu den regelmässigen Leserinnen dieses Blogs gehört. Aber vielleicht lässt sich das mit dezenten Erwähnung hier ändern.

Unzweifelhaft ist, dass ihr Tipp bei mir auf fruchtbaren Boden gefallen ist. Ich gehöre zu den Leuten, die sich Gimp unbedingt wieder einmal ansehen sollten. Mein letzter Stand, was diese Software angeht, stammt ungefähr aus dem Jahr 2014, wo ich ein Video mit Peter Jäger von Pre2media zu alternativen Bildbearbeitungsprogrammen mit professionellem Anspruch gemacht habe. 2012 habe ich es im Rahmen unserer damaligen «Daily Digital»-Rubrik für die iPad-App des Tagesanzeigers, selbst vorgestellt.

Die Quintessenz war für mich immer die gleiche: „Gimp ist noch immer keine Schönheit – aber ein echter Schwerarbeiter“ weiterlesen

Ihr habt mich bekehrt

Ich habe neulich zweimal über Editoren geschrieben: Über Sublime Text und dann über Notepad++, mit speziellem Augenmerk auf Markdown. Beide Male haben mir insgesamt mindestens fünf LeserInnen geschrieben, ich solle mir doch Visual Studio Code (VSC) ansehen (hier etwa die Empfehlung von Manuel). Dieser Editor stammt von Microsoft, ist quelloffen und nicht nur für Windows, sondern auch für Mac und Linux zu haben.

Da kann ich natürlich gar nicht anders, als diese Empfehlung aufzugreifen. Erstens ist es per se bemerkenswert, wenn sich Microsoft für Open-Source und Linux einsetzt. (Für mich wirkt es noch immer kontraintuitiv, ein solches Programm vor der Nase zu haben – auch wenn ich natürlich weiss, dass Microsofts Engangement inzwischen Jahre zurückreicht. Schon vor zehn Jahren war es Thema in Digitalk 84. Und hier habe ich die Linux-Möglichkeiten in Windows vorgestellt.)

Zweitens wäre das Programm eine interessante Wahl, weil es für alle wichtigen Plattformen zur Verfügung steht – und obendrein einen ansprechenden Eindruck erweckt. Stellt sich also die Frage: Löst Microsoft alle meine Probleme? „Ihr habt mich bekehrt“ weiterlesen

Linux-Express statt Windows-Schneckenpost

Meine Mutter hat sich neulich einen neuen Laptop gekauft: Modell Plastikbomber von Acer. Der ist mit einer schon ziemlich veralteten Version von Windows 10 ausgestattet. Und die macht leider keinen Spass.

Die Geschwindigkeit ist erträglich, so lange man kein Anwendungsprogramm ausführt. Doch sobald man ein Programm startet, verwandelt sich der Plastikbomber in eine Schnecke, die obendrein unter Kriech-Lahmheit leidet. Man fragt sich unweigerlich, wie Acer guten Gewissens ein solches Gerät zum Verkauf anbieten kann.

Ich habe es mit den üblichen Massnahmen versucht: Analyse mit dem Taskmanager, Selbststarter abschalten und Dienste deaktivieren. Geholfen hat es fast nichts. Im Taskmanager war auch so noch eine viel zu grosse Grundlast zu beobachten. Und die Festplatte (leider keine SSD) war auch ständig am Rödeln.

An der Stelle ist offensichtlich: Dieser (2019 gekaufte) Laptop ist Windows 10 nicht gewachsen. „Linux-Express statt Windows-Schneckenpost“ weiterlesen

Hier blüht uns ein modernes Mail-Erlebnis

In meiner kleinen Reihe zu Mailprogrammen ging es hier um Mailbird und hier um Em Client. Heute ist Mailspring an der Reihe. Dieses Programm hat einen optimistischen Namen, der einen Neuaufbruch verheisst – und eine frische, einladende Oberfläche. Und man bekommt das Programm kostenlos für Windows, Mac und Linux.

Das könnte dazu führen, dass an dieser Stelle sogleich Euphorie einsetzt. Ist das das Mailprogramm der Zukunft? Einen kleinen Dämpfer gibt es sogleich beim ersten Start. Man kann Mailspring nicht nutzen, ohne eine Mailspring-ID anzulegen. Das ist ein Nutzerkonto, das laut Supportdokument zwingend notwendig ist:

Creating a Mailspring ID is necessary because existing email protocols like IMAP and SMTP do not provide a way to associate metadata with email messages. For example, to snooze an email on your laptop and unsnooze it on your work computer, Mailspring needs to be able to store the date you’ve selected on it’s own and sync it between your devices.

Die herkömmlichen Mailprotokolle erlauben es nicht, E-Mails mit Metadaten zu versehen. Darum müssen diese Metadaten separat gespeichert werden. Und damit man sie überall zur Verfügung hat, braucht es die Cloud. Das ist einerseits einleuchtend.

Andererseits dürfte das manche Interessenten dazu zwingen, auf Mailspring zu verzichten. „Hier blüht uns ein modernes Mail-Erlebnis“ weiterlesen

So fliegt die Himbeere!

Im Beitrag Himbeere reloaded habe ich über den neuen Raspberry Pi geschrieben und angedeutet, dass er dazu auserkoren wurde, für mich als private Datenwolke in die Lüfte zu steigen. Dazu wollte ich erst Own Cloud benutzen, aber Andi (schon wieder er) hat mir empfohlen, stattdessen Nextcloud zu nehmen. Eine gute Empfehlung, weil es dort Funktionen gratis gibt, für die man bei Own Cloud zahlen muss.

In den Tamedia-Zeitungen habe ich im Beitrag Wie man Googles Würgegriff entkommt (Abo plus) bereits ein bisschen über den Verlauf dieses Projekts geschrieben – allerdings ohne in die Details zu gehen. Hier werde ich nun ein paar Einzelheiten preisgeben. Zumindest, soweit das möglich ist, ohne dass meine ganze Street Cred als Nerd aufs Spiel zu setzen.

Denn wie im Artikel angedeutet, habe ich mich amateurhaft angestellt. Zu meiner Verteidigung sei gesagt, dass nicht allein meine Dummheit schuld war, sondern diese, hoffentlich nachvollziehbaren Gründe: „So fliegt die Himbeere!“ weiterlesen

An dieser App hätte Janis ihre Freude gehabt

Oder auch nicht. Der Titel ist reine Spekulation. Es geht hier um die schöne App Joplin, in der man seine Notizen verwaltet.

Neulich habe ich Dokuwiki vorgestellt: Ein Wiki auf meinem Webserver, das ich für Notizen und persönliche Dokumentationen brauche. Andi hat mir daraufhin auf Facebook nahegelegt, doch einmal Joplin anzusehen.

Nein, nicht Janis. Sondern diese App hier, die sich um Notizen kümmert, die automatisch via Cloud synchronisiert und obendrein Open-Source ist. Es gibt sie fürs iPhone, für Android, Windows, Mac und Linux.

Da ich alles tue, was Andi sagt, habe ich mir die App auch gleich besorgt. Sie macht auf dem iPhone einen schnörkellosen Eindruck. Nach dem Start klickt man aufs Plus und gibt an, ob man eine To-do-Liste, eine Notiz oder ein Notizbuch anlegen möchte.

Legt man eine Notiz an, braucht die einen Titel, und dann kann auch schon loslegen. Der Clou – und der Grund, weswegen Andi mir die App überhaupt empfohlen hat – ist nun, dass man für die Formatierung Markdown verwenden kann. „An dieser App hätte Janis ihre Freude gehabt“ weiterlesen

Laptops und ihr besonderes Schutzbedürfnis

Wer mein berufliches Schaffen verfolgt und zufällig meine Artikel von 2009 noch auf dem Schirm hat, wird sofort festgestellt haben, dass das neue Patentrezept-Video ein Remake des Artikels «Mobile Begleiter und ihr besonderes Schutzbedürfnis» von 2009 ist.

Die Betriebssysteme haben sich seitdem gewandelt, doch die Tipps sind grosso modo natürlich die gleichen geblieben:

  • Erstens: Schütze deine Daten, sodass sie selbst dann sicher sind, wenn der Computer abhanden kommt und in falsche Hände gerät.
  • Zweitens: Sorge dafür, dass deine Kommunikation privat bleibt, selbst wenn du dubiose WLAN-Netze verwenden musst.
  • Und drittens: Treffe Vorkehrungen, damit du deinen Laptop aufspüren könntest, wenn du ihn aus Versehen irgendwo liegen lassen solltest.

Erfreulicherweise ist es in den letzten zehn Jahren einfacher geworden, diese drei Punkte zu erfüllen. Mit anderen Worten: Die Betriebssysteme haben sinnvolle Verbesserungen erfahren. „Laptops und ihr besonderes Schutzbedürfnis“ weiterlesen

Einmal Web und zurück

Im Beitrag Das E-Book-Lesegerät zweckentfremden bin ich der Frage nachgegangen, wie man Lesestücke aus dem Internet am einfachsten für die Offline-Lektüre auf einen E-Book Reader transferieren könnte. Mit dem Kindle ist das relativ leicht – besonders, wenn man einen Dienst wie Crofflr benutzt. Verwendet man allerdings einen Tolino, dann ist es relativ umständlich.

Die einfachste Methode ist dann, die Epub-Datei mit den Artikeln auf einem Webserver zu deponieren. Man braucht sie dann nur mit dem Browser des Tolino zu öffnen, woraufhin sie heruntergeladen und in der Leseapp deponiert wird – klar, man würde gerne auch diesen Vorgang automatisieren. Aber dafür habe ich noch keine gute Lösung gefunden.

Für das Hochladen bietet sich FTPbox an. Das ist ein Open-Source-Programm für Windows, Mac und Linux, das einen lokalen Ordner per FTP automatisch mit einem Ordner auf einem Webserver synchronisiert. „Einmal Web und zurück“ weiterlesen

Velofahren und Pascal verlernt man nicht

Neulich habe ich eine alte Leidenschaft wieder aufflammen lassen. Die Gründe, das zu erläutern, würden diesen Blogpost hier sprengen. Abgesehen davon habe ich sie bereits in diesem Blogpost in extenso erklärt. Die alte Leidenschaft ist das Programmieren in Pascal – übrigens nachträglich noch alles Gute an Niklaus Wirth zum 85. Geburtstag. Er hat Pascal erfunden und einen nicht unwesentlichen Anteil dazu beigetragen, dass ich Spass am Programmieren entwickelt habe.

Nun, man muss keine Professur in Informatik haben, um zu erkennen, dass die Bedeutung von Pascal in den letzten Jahren abgenommen hat. Wenn man sich heute entscheidet, die Karriere eines Code monkeys einzuschlagen, dann tut man gut daran, andere Sprachen zu lernen. Die Empfehlungen hier sind Java, Python, Javascript, C#, PHP und Perl. Und aus unerfindlichen Gründen C++, immer noch! Spannend fände ich auch Apples Programmiersprache Swift. Siehe dazu hier: Es gibt dümmere Freizeitbeschäftigungen

Doch ganz obsolet ist Pascal nicht. Erstens, weil Programmiersprachen langsam sterben. „Velofahren und Pascal verlernt man nicht“ weiterlesen