Wenn Alain Berset euch Bitcoins andrehen will

Ein Wort zur Kritik an der Werbung hier im Blog und zu betrügerischen Werbebannern im Allgemeinen: Ich verstehe Leute, die gern ein werbefreies Internet hätten – doch ein bisschen was sollte hier halt auch hängen bleiben.

Heute geht es um ein Thema, das in erster Linie dieses Blog hier betrifft, in zweiter Linie aber auch darüber hinaus interessant ist.

Es geht um eine Kritik, die ich in letzter Zeit von mehreren Leuten gehört habe. Sie bezieht sich (zum Glück) nicht auf meine Themen oder deren Darbietung, sondern um das Drumherum: Nämlich um die Werbung, die sowohl hier auf Clickomania.ch als auch auf meiner zweiten Site, mrclicko.de geschaltet wird.

Manche Leute sind davon grundsätzlich genervt, andere ärgern sich nur über eine bestimmte Art von Werbung. In der geht es um Prominente, die mit ihren Investments so grosse Gewinne erzielt haben, dass Experten und Grossbanken beeindruckt sind. Im Screenshot sieht man eine solche Werbung mit Alain Berset, aber auch viele andere bekannte Persönlichkeiten mussten ihren Kopf dafür hinhalten.

Es ist offensichtlich, dass das ein Betrug ist. Um das zu merken, muss man die Werbung noch nicht einmal anklicken: „Wenn Alain Berset euch Bitcoins andrehen will“ weiterlesen

Alles Gute hat sein Ende

Nach sechs Jahren und 267 Folgen ist Schluss: Heute erscheint die letzte Folge in meiner Videoreihe «Digitale Patentrezepte».

Heute habe ich eine betrübliche Mitteilung zu machen: Im Lauf des Tages erscheint bei Tagesanzeiger.ch und den anderen Tamedia-Newssites die letzte Folge «Digitale Patentrezepte».

Im finalen Video geht es um einen souveränen Umgang mit der Technik: Ich gebe zehn Tipps, wie man sich von Smartphone, Computer und anverwandten Geräten nicht unterbuttern lässt, sondern einen souveränen Umgang mit ihnen pflegt. Sie ist unter dem Titel Mit 10 Tipps zum besseren PC- und Handy-Nutzer online.

Dieses 267. Video ist ein würdiger Abschluss für ein Projekt, das mir viel bedeutet hat und das ich seit fast genau sechs Jahren mit viel Herzblut betrieben habe und das mich oft an den Rand eines Nervenzusammenbruchs führte. „Alles Gute hat sein Ende“ weiterlesen

Die Blogosphäre lebt – dafür sind manche Links ganz schön tot

Eine Empfehlung zum hübschen Blog teezeh.de, das belegt, dass ich nicht der letzte Mohikaner in der Blogosphäre bin. Und ein Hinweis, warum ihr es euch sparen könnt, mir zu erklären, wo es auf dieser Website überall veraltete Links hat.

Heute würden nur noch die Ewiggestrigen bloggen, habe ich vor Kurzem behauptet. Einer der Ewiggestrigen ist Thomas Cloer, der unter teezeh.de sein Weblog betreibt und in dem ich eine verwandte Seele erkannte.

… okay, diese Formulierung ist gar pathetisch ausgefallen. Sagen wir lieber, mit dem mich einige Merkmale verbinden. Erstens der Hintergrund als Journalist: Thomas Cloer hat für die «Computerwoche» geschrieben, bevor der Medienwandel diesem Engagement ein Ende gesetzt hat. Zweitens ist er zwar technisch interessiert, beweist aber auch den Willen, sich abzugrenzen. Er tut es, indem er noch CDs hört und bedrucktes Papier liest. Den CDs habe ich abgeschworen, dem Papier nicht. Aber es geht auch nicht darum, sondern um die erklärte Absicht, sich nicht vereinnahmen zu lassen.

Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Und sein WordPress-Theme ist hübscher als meins. 😉

Drittens ist Thomas für den Contract for the Web, den ich ebenfalls wichtig finde. Und viertens gefällt mir der Tonfall, der so locker wie ernsthaft ist. Es gibt indes auch Unterschiede: Ich blogge deutlich häufiger als Thomas. 😉

Trotzdem, hier eine Empfehlung: Lest ab und zu Thomas’ Blog, insbesondere seine Kritik an Wikipedia bzw. dem CMS von Wikipedia, das die Artikel schwer lesbar, mit viel zu langen Zeilen darstellt oder der Beitrag zu den Erfahrungen mit dem Fairphone.

Im Beitrag Broken Links sind Geschichte geht Thomas auf ein Thema ein, dass ich hier schon lange einmal thematisieren wollte: „Die Blogosphäre lebt – dafür sind manche Links ganz schön tot“ weiterlesen

Eine Ära geht zu Ende

Fast 23 Jahre lang habe ich für die Fachzeitschrift «Publisher» geschrieben, gelayoutet, Tipps gegeben, Software programmiert, die Website betreut und vieles mehr. Damit ist es nun vorbei – Zeit, etwas sentimental zu werden…

Für mich geht eine Ära zu Ende. Seit 1996 habe ich, mal in grösserem, mal in kleinerem Umfang, für Digipress gearbeitet. Das ist das KMU, das hinter der Zeitschrift «Publisher» und Publisher.ch steht. Die Zeitschrift behandelte ursprünglich Themen aus dem klassischen Desktop Publishing, später allerlei Formen des elektronischen Publizierens, also auch im Web, als App und mobil.

Ich habe für den Publisher Artikel geschrieben, die Videoserie Publisher Insiders gemacht, die Tipps-und-Tricks-Rubriken betreut und den Download-Bereich mit hübscher, nützlicher Software bestückt. Das war aber längst nicht alles: Digipress hat bis zur Einstellung 1999 auch die Zeitschrift «M&K Computermarkt» redaktionell bespielt, sodass ich damals wie die Jungfrau zum Kind zu einem Co-Chefredaktor-Job gekommen bin. „Eine Ära geht zu Ende“ weiterlesen

Clickomania goes open source

Actually, this was long overdue: I publish the code of my game Clickomania here, so that the game may awake from its slumber and experience a second life, perhaps as a mobile game.

There are faithful Clickomania players out there, who hold on to my game more than ten years after the last update. They not only still play the game, but they’re as well submitting Online results to this page here. Not as numerous as years before, but still in considerable amouts.

Unfortunately, the submission of new results does not work anymore at this time. As you may have seen, I have switched this domain to SSL, which was high time. But Clickomania was created in a time where https was not widely available, and I am not even sure if it was possible to use encryption at all. For the reasons explained here, I am not able to provide an update.

Update: Good news. There is a solution available. It is explained here.

And these are the two other possible solutions I discussed in the original blog post:

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Ciao Flatpress. Hallo WordPress!

Jetzt ging alles doch viel schneller: Der Umstieg von Flatpress zu Wordpress ist vollzogen. Hier die Gründe – und meine Erklärung, warum es nun doch Wordpress geworden ist.

Da ist der Umstieg viel schneller vonstattengegangen, als vorgestern angedroht. Der Grund ist simpel: Ich wollte die Sache über die Bühne bekommen. Denn der Zeitaufwand ist gross, wenn man Lösungen evaluiert, in alle Richtungen überlegt und schaut, ob dieses oder jenes CMS auch noch eine Lösung sein könnte. Und so viel Spass das eigentlich macht, habe ich diese Zeit im Moment nicht.

Eine pragmatische Lösung

Die Familie ist an diesem Wochenende etwas zu kurz gekommen, weil es mir wichtig war, nur einen kurzen Unterbruch zu haben. Je nachdem, was für einen DNS-Server ihr nutzt, dürftet ihr nur einen kurzen oder gar keinen Aussetzer festgestellt haben.

Der Löwenanteil davon war, die Kategorien und Schlagworte aller Beiträge manuell nachzutragen.

Es ist nun eine pragmatische Lösung geworden: WordPress, gehostet von Hostpoint – da, wo clickomania.ch schon vorher registriert war. Ich konnte somit auch mein Hosting konsolidieren und alles auf stabile Beine stellen. Ich bin ganz zufrieden mit dem Ausgang, auch wenn ich den Leuten zustimme, die Kritik an WordPress üben.

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Dieses Blog ist am Ende (Teil 3)

Die Strategie zur Ablösung meines alten CMS konkretisieren sich. Ich überlege mir, welche Wege infrage kommen.

Demnächst wird die Sonne über einem neuen CMS aufgehen… (Bild: Rakicevic Nenad/Pexels, CC0)

Ich habe gestern hier ein Fazit versprochen, wie ich weiterzufahren gedenke, nachdem das CMS des Blogs offiziell für tot erklärt worden ist. Eine endgültige Entscheidung habe ich noch nicht getroffen. Ich warte auf alle Fälle die Reaktionen, Empfehlungen und Tipps und Tricks aus den Reihen meiner Leserinnen und Leser ab. Und generell will ich es nicht überstürzen. Denn ich strebe eine Lösung an, die mindestens die nächsten zwanzig Jahre hält! 😉

Eine Migration ist eine Möglichkeit. Falls keine unüberwindlichen Hürden auftauchen, werde ich die WordPress-Spur weiterverfolgen und sehen, ob das alte Blog so mit vernünftigem Aufwand weiterleben kann. Falls das klappt, könnte ich auch die Importmöglichkeiten prüfen, zum Beispiel bei Squarespace. Dieser Dienst importiert von Blogger, Tumblr und eben WordPress.

Plan B: Neu anfangen und das alte Blog stehen lassen

Der Plan B wäre die Lösung, die viele Leute in solchen Fällen praktizieren: „Dieses Blog ist am Ende (Teil 3)“ weiterlesen

Dieses Blog ist am Ende (Teil 2)

Von Flatpress zu einem neuen CMS: Ich experimentiere mit gemischten Resultaten mit Wordpress und prüfe, wie sich mit HTTrack eine Offline-Kopie ziehen lässt, die ganz ohne CMS funktioniert.

Gestern habe ich hier dargelegt, warum dieses Blog an einem Scheideweg angekommen ist. Das CMS, das ich verwende, wurde offiziell für tot erklärt. Es kann zwar noch ein bisschen weitergehen – aber nicht mehr allzu lange. Ich muss mir Gedanken machen, ob ich auch mein Blog hier einfach sterben lasse – oder welche Alternativen es gäbe.

Das mache ich, wie es sich für einen richtigen Blogger gehört, öffentlich. Und ihr dürft gerne mitdiskutieren. Ich bin sehr gespannt auf eure Meinungen und Anregungen. Ich weiss, dass viele von euch sich besser mit Content-Management-Systemen, Webdesign und diesen Dingen auskennen, als ich das tue – und ich darum einiges lernen kann, was meine Optionen angeht. Darum lasst es mich via Kommentare wissen, wenn euch etwas einfällt, woran ich nicht gedacht habe.

Migration sei die Mutter aller Probleme, hat er gesagt. In diesem speziellen Fall hat er noch nicht einmal Unrecht. (Bild: Michael Panse mit Parteitag (43)/Flickr.com, CC BY-ND 2.0)

Also, ich werde an dieser Stelle die Möglichkeiten einer Migration erörtern. Denn damit wären alle Probleme gelöst: Alle Inhalte wandern von Flatpress in ein neues CMS und fertig. Ich mache weiter wie gehabt – bis ich an Altersschwäche von meinem Blogger-Hocker falle.

Content-Management-Systeme sind oft Silos

Doch geht das wirklich so einfach? Zweifel sind angebracht, weil Content-Management-Systeme sehr oft Silos sind: Man bekommt Inhalte, wenn sie einmal drinstecken, kaum mehr heraus – jedenfalls nicht so, dass man sie andernorts einfach weiterverwenden könnte. Und 2100 Beiträge von Hand transferieren – das kommt nicht in Frage.
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Dieses Blog ist am Ende (Teil 1)

Das Content-Management-System, das ich für dieses Blog verwende, wird nicht mehr weitergepflegt. Bedeutet das Aus für Flatpress auch das Ende meiner Bloggertätigkeit? Einige Gedanken zur Zukunft.

Eine Entscheidung, das ich schon seit langem vor mir herschiebe, ist die Zukunft dieses Blogs hier. Denn ich habe ein Problem. Ein technisches, um genau zu sein. Wie ich zum fünften Geburtstag beschrieben habe, war es vor allem Neugierde, die mich dazu gebracht hat, das Blog aufzusetzen. Die Ausgangslage war, dass mein Hoster damals kein MySQL angeboten hat und ich die Sache nur als kleines Experiment betrachtet habe. Das hatte zur Folge, dass WordPress keine Option war, weil man dafür zwingend eine Datenbankanbindung braucht. Und ein Wechsel des Hosters erschien mir wegen dieses kleinen Experiments zu aufwändig.

Hier geht es nicht mehr weiter. (Bild: HomeMaker/Pixabay, CC0)

Ich habe mich daher für Flatpress entschieden: Das ist ein Content Management System, das ähnlich wie WordPress funktioniert, die Inhalte aber mit simplen Textdateien in einer Ordnerstruktur im Dateisystem speichert. Das ist nicht per se falsch, im Gegenteil: Es ist unkompliziert und leichtfüssig. Und im Vergleich zu Flatpress ist WordPress ein echter Moloch.

Es tut sich kaum noch etwas

Aber es ist unübersehbar, dass Flatpress ein Nischendasein fristet. „Dieses Blog ist am Ende (Teil 1)“ weiterlesen

20 Jahre!

Eine kleine Selbstbeweihräucherung ist angesagt, nachdem meine programmiererische Fingerübung von vor zwei Dekaden nun einen runden Geburtstag feiert.

Einer meiner früheren Chefs hatte eine Regel: Keinen Jubiläums- bzw. Jahrestags-Journalismus. Also keine Artikel im Stil von «Heute vor dreihundertsiebenundzwanzig Jahren wurde in Schweden die handbetriebene Saftpresse erfunden.»

Ich fand die Regel in dieser Form zu apodiktisch und habe mich auch nicht immer daran gehalten. Ich finde Artikel aus historischem Anlass meist eher uninteressant. Doch wenn man Erkenntnisse für die Gegenwart gewinnen kann, haben sie ihre Berechtigung. Ich habe darum über Alan Turing und über den vierzigsten Geburtstag des Mikrochips geschrieben.

So langsam gehen die Kerzen aus. (Bild: Matthias Zomer/pexels.com, CC0)

Beides meines Erachtens aufklärerische Stücke mit Bedeutung fürs Hier und Jetzt. Zumal ich damals feststellen musste, dass manche Kollegen keine Vorstellung davon hatten (und mutmasslich noch immer nicht haben), dass einer im Lauf der Zeit mal ein Ding namens Transistor erfunden hat und ein anderer mit dem integrierten Schaltkreis aus dem Busch gekommen ist. Ein iPhone wäre doch deutlich unhandlicher, wenn es noch aus Relais und Röhren bestehen würde.

Heute muss ich die Keine-Jubiläums-Stücke-Regel aus eigennützigen Gründen brechen … abgesehen davon, dass die im Blog hier eh nicht gilt, weil hier der Chef mit seinen eigenen Richtlinien bloggend zugange ist. Und abgesehen davon, dass es auch nicht allzu feierlich werden soll, sondern eher in Richtung Abgesang geht. „20 Jahre!“ weiterlesen