Eine schonungslose Offenlegung, was an Mietsoftware verkehrt ist

Softwareabos bergen Risiken – und die habe ich hier zusammengetragen: Von den kleinen Alltagsproblemen bei der Nutzung bis hin zu den grundsätzlichen Gefahren, die sich nicht so leicht ausräumen lassen.

Am 13. Oktober, endet der Support für Office 2010. Ich nehme das zum Anlass, über Mietsoftware nachzudenken. Denn Office 2010 war die letzte klassische Kaufvariante. Es gibt die Kaufvarianten zwar bis heute. Doch schon der Nachfolger, Office 2013, war nur noch der Juniorpartner neben dem im Juni 2011 eingeführten Office 365, das die Verbandelung von Office mit Abo und der Cloud eingeleitet hat.

Also, Mietsoftware. Ich war nie ein Fan von diesem Konzept und ich bin es bis heute nicht. Aus zwei Gründen:

Erstens habe ich den Verdacht, dass der Vorteil für den Hersteller eines solchen Mietprogramms grösser ist als für uns Nutzer. Zugegeben: Wir erhalten ein kontinuierlich verbessertes Produkt. Doch weil wir nicht direkt und verbindlich gefragt werden, welche Neuerungen wir wünschen, bleibt es Glückssache, ob der Hersteller in seinen Updates Funktionen hinzufügt, die für uns Anwender tatsächlich einen Nutzen haben.

Umgekehrt ist das Mietmodell für den Hersteller unbestreitbar und in jedem Fall ein Vorteil: Er erhält eine regelmässige Abozahlung und statt uns Nutzern jede Updateversion neu schmackhaft machen zu müssen, fliesst das Geld ab dem Abo-Abschluss automatisch. „Eine schonungslose Offenlegung, was an Mietsoftware verkehrt ist“ weiterlesen

Youtube Music ist leider ein gewaltiger Rückschritt

Da Google Music demnächst aus dem Verkehr gezogen wird, habe ich in den sauren Apfel gebissen und meine Musik zu Youtube Music transferiert. Doch eine befriedigende Lösung ist das nicht.

Obwohl ich praktizierender Google-Skeptiker bin, gibt es ein paar Dienste, die ich gerne nutze. Zu denen gehört Google Music. Diesen Dienst fürs Musikstreaming habe ich seit 2013 im Einsatz.

Wie im Beitrag Wie die Musik am komfortabelsten strömt bin ich mich seinerzeit von  iTunes Match verabschiedet habe. Ich habe diesen Dienst zwar sehr geschätzt: Er ist dazu da, die lokale Musiksendung über diverse Geräte zu synchronisieren. Das funktioniert zwar ähnlich mit der iCloud-Mediathek. Aber iTunes Match hat den Vorteil, dass auch selbst gerippte Musik, die nicht aus dem Music Store stammt, berücksichtigt wird.

So praktisch das ist: Es kostete damals 35 Franken im Jahr, und das war mir zu teuer. Darum habe ich Google Music verwendet. Über ein Programm namens Music Manager hat man dort die lokal gespeicherten Musikstücke hochladen und via Browser oder App hören können.

Nun ist Google dabei, diesen Dienst einzustampfen. „Youtube Music ist leider ein gewaltiger Rückschritt“ weiterlesen

Wie man von einem Streamingdienst zu einem anderen wechselt

Datenaustausch zwischen Spotify, Apple Music, Tidal und Co: Zwei Apps, mit denen man seine Daten von einem Musikstreamingdienst zu einem anderen überträgt.

Ist man seinem Musikstreamingdienst ausgeliefert – oder hat man die Chance, Wiedergabelisten, -Historie und Lieblingsmusik abzuziehen und selbst lokal zu verwenden oder bei einem anderen Dienst einzuspeisen?

Das ist eine entscheidende Frage, die man sich stellen sollte, bevor man sich dazu entschliesst, die eigene Plattensammlung – egal ob auf Vinyl, CD, Kassette oder Festplatte – zu Gunsten von Spotify, Apple Music, Google Music oder Tidal aufzugeben. Und da wären auch noch Amazon Music Unlimited, Pandora und Soundcloud.

Ich habe neulich die Möglichkeiten des Daten-Exports durchgespielt und analysiert. Im Beitrag Spotify, gib mal meine Daten her finden sich meine Erkenntnisse. Am Ende des Beitrags findet sich ausserdem eine Kurzfassung in Videoform. Fazit des Experiments: Der Datenexport funktioniert und ist, mit einigen Einschränkungen, nützlich. Aber sonderlich viel lässt sich direkt mit den exportierten Daten nicht anstellen.

Aber es gibt Apps, die Daten ohne Umweg über eine Exportdatei direkt von einem Dienst zum anderen transferieren. Das ist zum einen Stamp für Android, das iPhone und den Desktop. Zum anderen Song Shift, nur fürs für iPhone.

Ich habe beide Apps getestet, und das Fazit ist eindeutig: „Wie man von einem Streamingdienst zu einem anderen wechselt“ weiterlesen

Nextcloud auf dem Raspi: Die Erfahrungen nach zwei Monaten

In einer kleinen Serie habe ich im Blog darüber berichtet, wie ich Nextcloud auf dem neuen Raspberry Pi in Betrieb genommen habe. Daraus ist eine mehrteilige Serie mit bislang vier Folgen geworden:

Es ist nun nicht verkehrt, in einer fünften Folge ein Fazit zu ziehen, nachdem ich die Lösung inzwischen um die zwei Monate im produktiven Einsatz habe.


Das Fazit in Videoform: So befreien Sie sich und Ihre Daten

Und es ist ein positives Fazit. „Nextcloud auf dem Raspi: Die Erfahrungen nach zwei Monaten“ weiterlesen

Fröhliche PDF-Vereinigung

Das PDF-Format ist, behaupte ich, etwas vom Besten, was Adobe je gemacht hat. Daran halte ich fest – auch wenn ich ein Format vorziehen würde, das komplett frei von Patenten ist.

Das papierlose Büro ist ohne PDF nicht denkbar. Und ich archiviere mein Recherchematerial aus dem Internet in PDF-Form. Denn so habe ich alle meine Informationen noch greifbar, selbst wenn die Originalquellen nicht mehr verfügbar sein sollte. Was bekanntlich häufiger vorkommt, als einem lieb sein kann.

Leider unterstützt Windows das PDF-Format nach wie vor nur unzureichend. Man bekommt seine PDF-Dateien zwar inzwischen auch ohne den Adobe Reader zu Gesicht. Microsoft Edge zeigt sie an und bietet auch rudimentäre Bearbeitungsmöglichkeiten: Textmarkierung und Kommentar. Doch andere Funktionen wie Seiten hinzufügen, löschen, umstellen, etc., gibt es nach wie vor nicht.

Man kann sich dafür mit Webdiensten behelfen. Ich habe in letzter Zeit einige vorgestellt: pdfbob.com (Wenn Bob über eure PDFs herfällt), Pdfshrink.com (Der Shrink fürs PDF), SmallPDF (Etwas vom Besten, was Adobe je gemacht hat) und pdfcandy.com (Ein Zückerchen für PDF-Nutzer).

Aber eben: Es kommt immer wieder vor, dass eine PDF-Datei vertraulich ist, sodass man sie nicht einfach ins Web hochladen will. Dann braucht man ein Programm, mit dem man die Aufgabe offline erledigt.

Und für diesen Zweck wäre eine App aus dem Microsoft Store die beste Wahl: „Fröhliche PDF-Vereinigung“ weiterlesen

Ein grosses Plus an Sicherheit und Privatsphäre

Meine kleine Reihe über den neuen Raspberry Pi artet offensichtlich zum Vierteiler aus. Nach den Beiträgen über den Raspi Modell 4, dessen Inbetriebnahme und die Cloud-Hosting-Software Nextcloud geht es heute um die Nextcloud-Client-Programme für Windows und Mac. Die habe ich bisher noch nicht besprochen – ein Versäumnis, das an dieser Stelle wettgemacht wird.

Zur Rekapitulation: Nextcloud ist eine Software, die entweder bei einem Hostinganbieter (zum Beispiel bei Infomaniak) oder auf einem eigenen kleinen Server läuft – der Raspberry Pi bietet sich dafür an. Es gibt aber auch Leute, die ihr Glück mit einem NAS probieren; offensichtlich nicht immer mit grossem Erfolg.

Doch wenn es funktioniert, bekommt man ein eigenes kleines Datenwölkchen, das Dateien synchronisiert (wie Dropbox, Google Drive oder Onedrive), bei dem man seinen Kalender hat (wie Google Calendar) und wo man auch seine Kontakte hinterlegt. „Ein grosses Plus an Sicherheit und Privatsphäre“ weiterlesen

Fotosicherung: Mission accomplished

Nachdem der Raspberry Pi sein Plätzchen hier um Haushalt gefunden und die Nextcloud installiert ist, komme ich nun dazu, mir Gedanken darüber zu machen, ob sich die Sache eigentlich gelohnt hat – und ob ich sie zur Nachahmung empfehlen würde.

Denn man könnte eine solche «Ich baue mir meine eigene Cloud»-Aktion aus reiner Spass an der Freude betreiben. Oder aus ideologischen Gründen – und um Google, Microsoft und Dropbox eins auszuwischen. Aber was mich angeht, hätte ich gerne, dass der Nutzen den Aufwand rechtfertigt. Darum also die Frage: Was taugt die Nextcloud?

Bevor ich zur Antwort komme, noch ein kleiner Nachtrag: Ich habe mein Problem mit der externen Festplatte letztendlich ganz einfach gelöst. „Fotosicherung: Mission accomplished“ weiterlesen

So fliegt die Himbeere!

Im Beitrag Himbeere reloaded habe ich über den neuen Raspberry Pi geschrieben und angedeutet, dass er dazu auserkoren wurde, für mich als private Datenwolke in die Lüfte zu steigen. Dazu wollte ich erst Own Cloud benutzen, aber Andi (schon wieder er) hat mir empfohlen, stattdessen Nextcloud zu nehmen. Eine gute Empfehlung, weil es dort Funktionen gratis gibt, für die man bei Own Cloud zahlen muss.

In den Tamedia-Zeitungen habe ich im Beitrag Wie man Googles Würgegriff entkommt (Abo plus) bereits ein bisschen über den Verlauf dieses Projekts geschrieben – allerdings ohne in die Details zu gehen. Hier werde ich nun ein paar Einzelheiten preisgeben. Zumindest, soweit das möglich ist, ohne dass meine ganze Street Cred als Nerd aufs Spiel zu setzen.

Denn wie im Artikel angedeutet, habe ich mich amateurhaft angestellt. Zu meiner Verteidigung sei gesagt, dass nicht allein meine Dummheit schuld war, sondern diese, hoffentlich nachvollziehbaren Gründe: „So fliegt die Himbeere!“ weiterlesen

An dieser App hätte Janis ihre Freude gehabt

Oder auch nicht. Der Titel ist reine Spekulation. Es geht hier um die schöne App Joplin, in der man seine Notizen verwaltet.

Neulich habe ich Dokuwiki vorgestellt: Ein Wiki auf meinem Webserver, das ich für Notizen und persönliche Dokumentationen brauche. Andi hat mir daraufhin auf Facebook nahegelegt, doch einmal Joplin anzusehen.

Nein, nicht Janis. Sondern diese App hier, die sich um Notizen kümmert, die automatisch via Cloud synchronisiert und obendrein Open-Source ist. Es gibt sie fürs iPhone, für Android, Windows, Mac und Linux.

Da ich alles tue, was Andi sagt, habe ich mir die App auch gleich besorgt. Sie macht auf dem iPhone einen schnörkellosen Eindruck. Nach dem Start klickt man aufs Plus und gibt an, ob man eine To-do-Liste, eine Notiz oder ein Notizbuch anlegen möchte.

Legt man eine Notiz an, braucht die einen Titel, und dann kann auch schon loslegen. Der Clou – und der Grund, weswegen Andi mir die App überhaupt empfohlen hat – ist nun, dass man für die Formatierung Markdown verwenden kann. „An dieser App hätte Janis ihre Freude gehabt“ weiterlesen

Liberté, Egalité, installé

Heute geht es um DokuWiki. Das ist eine Wiki-Software, die ich seit einiger Zeit für private Zwecke einsetze und wegen der OneNote fast überflüssig geworden ist.

Ich bin ein Fan von Wikis: Sowohl vom Lexikon als auch von der Software. Wobei man von einer Softwarekategorie sprechen müsste. Es gibt Wikis bekanntlich in allen Formen und Farben. Das Online-Lexikon läuft mit MediaWiki. Aber es gibt die Software auch für bescheidenere Einsatzzwecke.

Eine simple Variante ist Tiddlywiki. Die habe ich im Beitrag Das simple Wiki für den Hausgebrauch vorgestellt. Sie war bei mir seit ungefähr fünf Jahren in Betrieb. Ich nutzte sie für eine Art Intranet. Das brauche ich zum Beispiel deswegen, weil ich dazu neige, meine Arbeitsabläufe sosehr zu optimieren, dass ich mich, wenn ich sie nicht tagtäglich praktiziere, mich nicht mehr daran erinnern kann, wie genau es geht.

Doch Tiddlywiki ist nicht mehr das Nonplusultra. „Liberté, Egalité, installé“ weiterlesen