Eine Reise in beide Richtungen der Unendlichkeit

Natürlich reist man dieser Tage am liebsten richtig, indem man die Koffer packt und die heimischen Gefilde hinter sich lässt. Sollte einem diese Freiheit nicht beschieden sein, kann man auch via syfy.com/tinman/oz eine fantastische Reise antreten. Man reist per Flash-Player und taucht immer weiter von einer fantastischen Station zur nächsten, noch fantastischeren.
Ausgangslage ist eine künstlerische Szene, eine reale oder surreale Stadt-, Natur- oder Planetenlandschaft, in die man eintaucht und man dann über Bilder, Werbetafeln, Höhleneingänge, Kühlergrills und Wasserpfützen in neue Welten übertritt.
Liebevoll animiert, mit vielen kleinen Details und Effekten rechtfertigen die lange Ladezeit allemal. Leider ist die Reise nicht unendlich, was den Titel dieses Postings Lügen straft. Aber wenn sie es wäre, hm, dann wäre wohl auch die Ladezeit unendlich und die Reise würde nie beginnen…

Gut versteckte Webbeute

Ich gehöre zu denen, die recht häufig Webseiten archivieren. Wobei ich damit meine, dass ich in Firefox den Befehl Datei > Speichern unter betätige und die Seite dann in einem Verzeichnis in der Festplatte verräume. Das ist zwar aufwändiger als das Anlegen eines Lesezeichens. Aber es hat den unschlagbaren Vorteil, dass die Informationen greifbar bleiben, auch wenn es dem Urheber des Artikels gefallen sollte, diesen vom Netz zu nehmen oder irgendwohin zu verschieben, wo ihn niemand mehr findet.

Bislang habe ich in Firefox als Dateityp «Websteite komplett» gewählt und die lokale Datei dann von meinem Progrämmchen HTML Stripper durch die Mangel drehen lassen. Nun habe ich aber die überaus nützliche Erweiterung Mozilla Archive Format entdeckt. „Gut versteckte Webbeute“ weiterlesen

Internet Ex

… plorer heisst der Browser, den ich zwar nicht brauche, der mein Leben aber trotzdem bereichert.
Nämlich mit Momenten blanken Erstaunens, wo ich mich frage: Kann das wirklich sein?
Da kriegte ich folgende Frage an die Kummerbox:

Ich schaffe ich es leider nicht, im Internet Explorer 8 Google CH anstelle von Google D einzustellen.

Müsste doch simpel sein, denke ich. Im Suchfeld aufs Dropmenü klicken, «Weitere Anbieter suchen», in der Galerie «Google CH» eingeben. Google CH einrichten, als Standard definieren, fertig.
Nur: Gibt man in der schönen Galerie für den Internet Explorer “Google Schweiz”, “Google CH”, “Google Switzerland” oder “Google für das Land mit Käse, Uhren, Bergen und Kühen und bald keinen Banken mehr” ein, heisst es immer: «Die Suche war erfolglos.» „Internet Ex“ weiterlesen

Haha, du bist doof

Die Schweiz ist in der EU. Zumindest aus Sicht von Microsoft. Weil die EU-Kartellbehörde Microsoft aufs Dach gestiegen ist und die Bündelung von Betriebssystem und Browser verbietet, gibt es nun auch in der Schweiz Windows 7 nur in der Version ohne Internet Explorer (laut rise-up). Das lässt nur den Schluss zu, dass die Schweiz der EU beigetreten ist, und bislang erst Microsoft das gemerkt hat.
Die Folge ist, dass man von Windows Vista nicht auf Windows 7 aktualisieren kann. Man muss Windows 7 zwingend neu installieren – eine Heidenarbeit. Warum diese Neuinstallation nötig sein soll, will mir nicht einleuchten. Bei Heise lautet die Begründung wie folgt: Internet Explorer 7 von Windows Vista sei nicht kompatibel zu Windows 7 und müsste während der Installation von Windows 7 entfernt werden. Das kann das Installationsprogramm aber nicht und daher führt es kein Update auf Windows 7 E durch (so heisst die Version ohne Internet Explorer).
Ich halte das für Quatsch mit Sosse. Für einen riesigen Haufen Quatsch mit einem Meer ranziger Sosse, um ganz genau zu sein. „Haha, du bist doof“ weiterlesen

Ads mit Layer gehen mir auf die Nerven

Niemand würde heute einen Browser ohne Popup-Blocker benutzen. Popups sind unerwünscht. Sie stören, sie sind aufdringlich, gehen auf die Nerven. Man müsste meinen, die Internetgemeinde habe sich diesbezüglich unmissverständlich ausgedrückt: Weg damit!

Doch nein, ein paar unverbesserliche Quälgeister haben die Botschaft nicht verstanden. Sie haben zwar gemerkt, dass Popup-Werbung gestorben sind, aber das zum Anlass genommen, stattdessen Layer-Ads zu platzieren. Sie legen sich über die eigentliche Website, verstecken den Text und als ob das nicht genug wäre, arbeiten sie auch oft mit irreführenden Schaltflächen: Wenn man aufs «X» klickt, betätigt man nicht etwa die Schaltfläche zum Schliessen, sondern öffnet die werbende Website. „Ads mit Layer gehen mir auf die Nerven“ weiterlesen

Geloggte Ferientrips, Wanderungen, Fahrradtouren

Mein neuestes Spielzeug ist der GPS-Logger Photo Finder Mini von ATP für rund 170 Franken. Der soll dabei helfen, Fotos zu geotaggen. Dieser Bestimmung wurde er bislang noch nicht zugeführt. Dafür durfte er heute bei meiner sonntäglichen Velotour auf dem Gepäckträger mitfahren. Die Tour wurde brav gespeichert und kann nun mittels GPS-Track-Analyse.NET nach allen Regeln der Kunst analysiert und sogar in Google Earth betrachtet werden – wobei jeder Wegpunkt beim Anklicken die Uhrzeit anzeigt, bei der ich vorbeigefahren bin und die Geschwindigkeit preisgibt. Man kann sich in der Software ein schönes Höhenprofil anzeigen lassen und die Strecke sogar dreidimensional plotten lassen. „Geloggte Ferientrips, Wanderungen, Fahrradtouren“ weiterlesen

Alternativvorschlag

Alles in Grund und Boden zu sparen, scheint dieser Tage sehr populär zu sein. Die SRG spielt offenbar mit dem Gedanken, HD Suisse in die Tonne zu klopfen (auch via @digichr).
Ich hätte einen Alternativvorschlag. Stellt SF1 ab. Den Sender schaue ich nämlich nie und das Sparpotential ist viel grösser. Dann wäre sogar etwas Geld frei, auf «HD Suisse» zur Abwechslung mal wieder neues Material zu senden.

Binärrätselplakat

Dieses Plakat ist euch vielleicht auch aufgefallen:
binaercode.jpg
In grün ist folgende Zahlenreihe auf dem Plakat1 zu lesen:

01000100 01001001 01000111 01001001 01010100 01000001
01001100 01010010 01000001 01000100 01001001 01001111

Man liegt wohl nicht daneben, wenn man das für einen Binärcode hält. Ich konnte es mir nicht verkneifen, ihn mir zur Brust zu nehmen. Wers auch tun will: In Excel sind die Funktionen «BinInDez» und «Zeichen» für dieses Rätsel ganz hilfreich. Man kanns aber auch mit Bleistift und Notizzettel lösen – oder indem man den Code scharf anschaut. Und obendrein steht das Wort auch noch unverschlüsselt auf dem Plakat. Das ist dann doch etwas lahm. Wieso trauen die Werber ihrem Publikum bloss immer so wenig zu?

Footnotes

  1. Das Foto ist übrigens ein gelungenes Beispiel für den Rolling Shutter beim iPhone. ^top