CGI für deine und meine Videos

Manche Apps haben keinen sofort ersichtlichen Einsatzzweck – sind aber faszinierend genug, dass man sich gleich einen ausdenken möchte. In diese Kategorie gehört Leo AR Camera. Es gibt die App für Android und fürs iPhone, und sie tut etwas so Naheliegendes wie Zwingendes: Sie fügt nämlich virtuelle Objekte ins Kamerabild ein. Man erweitert seinen Clip mit künstlichen Elementen, die ihm einen überraschenden und surrealen Drall geben.

Ich hätte diese App sehr gut brauchen können, als ich neulich mein Video zu faszinierenden Augmented-Reality-Apps gedreht habe. Leider kannte ich damals die noch nicht. Also werde ich auf die nächstbeste Gelegenheit warten müssen. Aber so geht es.

Also, zur App: Die ist simpel in der Benutzung. „CGI für deine und meine Videos“ weiterlesen

Die Smartphone-Kamera zweckentfremden

Die Kamera des Smartphones ist zum Fotografieren da. Man kann mit ihr «schöne» Fotos machen oder auch nur Dinge dokumentieren. Mein Radio-Gspändli Kevin zum Beispiel hat im Nerdfunk gesagt, dass er per Smartphone seinen Kühlschrank fotografiert, wenn er sich daran erinnern muss, noch einkaufen zu gehen.

Dass Leute den Parkplatz fotografieren, auf dem ihr Auto steht, scheint mir auch eine recht häufige Angelegenheit. Obwohl es dafür natürlich auch die passende App gäbe: Zum Beispiel Finden Sie Ihr Auto mit AR 4 fürs iPhone oder Car Finder AR für Android.

Man kann mit der Smartphone-Kamera noch viel mehr tun: Zum Beispiel QR-Codes scannen, Dokumente digitalisieren, Spiele spielen (iOS/Android), Visitenkarten ersetzen, Texte übersetzen, den Himmel erkunden, die Wohnung vermessen, Babys im Auge behalten. Und so weiter.

Ein paar der Möglichkeiten habe ich nun in einem Video zusammengefasst. „Die Smartphone-Kamera zweckentfremden“ weiterlesen

Was hätte Immanuel Kant dazu gesagt?

Was hätte Immanuel Kant wohl über die Gewohnheit vieler Handyfilmer gesagt, ihre Aufnahmen vertikal zu drehen? Nicht viel, nehme ich an, denn als Philosoph und Aufklärer hätte er Besseres zu tun. Und ich erwähne ihn auch nur, weil mir neulich auf Facebook ein Scherzchen begegnet ist, das ich am Ende des Beitrags eingefügt habe. (Jawohl, mit so perfiden Methoden bringe ich euch dazu, meine Beiträge bis zum Ende zu lesen.)

Obwohl das Scherzchen reichlich müde ist, musste ich sehr lachen. Und wo wir mit Kant im Zeitalter der Vernunft angelangt sind, gilt es festzuhalten, dass es wirklich fast gar keine Gründe gibt, seine Videos aufrecht zu filmen. Das Vertical Video Syndrome klingt wie eine Krankheit, ist schon längstens ein Meme und eine Landplage sondergleichen.

Es hat damit zu tun, dass die Leute halt so filmen, wie ihnen ihr Smartphone gerade in die Hand gekommen ist – und das ist typischerweise aufrecht. Man kann es so schön in einer Hand halten. Im Querformat muss man schauen, dass es einem nicht aus der Hand fällt. „Was hätte Immanuel Kant dazu gesagt?“ weiterlesen

Apps gegen den körperlichen Zerfall

Der körperliche Zerfall ist nicht aufzuhalten. Er fängt an bei den Äusserlichkeiten an (Abhandenkommen der Frisur). Er setzt sich bei den sensorischen Defiziten fort (4k-Video, nicht schärfer Super-8). Und dann, ja dann, kommt er auch im Oberstübchen an. (Wer sind all die Leute, die um mich herum im Büro sitzen?) Doch wie ein guter Freund von mir zu sagen pflegt: Wenn man sich noch an den Namen des guten Doktors erinnert (Alois Alzheimer), dann hat man seine Krankheit noch nicht.

Ich weiss nicht, ob das stimmt. Aber die gute Nachricht ist: Man kann Gegenmassnahmen einleiten. Nicht in jedem Fall – die Frisur bleibt, wie sie ist. Aber was das Gehirn angeht, da kann man trainieren. Sowohl Daten und Fakten. Als auch die geistige Fitness.

Und dafür habe ich ein paar Apps zusammengetragen. Die Inspiration war der Beitrag Die Elefantenhirn-App. In dem geht es um eine Methode, die einem angeblich hilft, das Namensgedächtnis zu verbessern. Die überzeugt mich nur halb. Aber die Idee, seinen Kopf auf Trab zu halten, die leuchtet durchaus ein. Darum habe ich in einem Patentrezept-Video fünf Apps zusammengetragen, die dabei helfen. „Apps gegen den körperlichen Zerfall“ weiterlesen

Die Nachschublinien aufrecht erhalten

Kürzlich habe ich eine neue Kreditkarte bekommen. Schon ein paar Tage zuvor hatte mich mein Internet-Fernsehanbieter Teleboy freundlicherweise informiert, dass meine alte Karte demnächst ablaufen werde. Teleboy wollte natürlich nur mein Bestes. Man wies mich mit aller Zuvorkommenheit darauf hin, dass ich doch gefälligst subito ein neues Zahlungsmittel hinterlegen solle. Denn würde ich das nicht tun, wäre ich ganz allein schuld, wenn plötzlich mein ganzer Haushalt fernsehmässig auf dem Trockenen hocken sollte.

Und es ist tatsächlich so: Für das reibungslose Funktionieren des technisch hochgerüsteten Alltags ist eine gültige Kreditkarte inzwischen verflixt wichtig. Wenn sie ihr aufgestanztes Ablaufdatum überschreitet, ohne dass man es bemerkt und sie rechtzeitig ersetzt, hat man nicht nur mit Teleboy ein Problem. Auch in der Netflix-App bleibt die Mattscheibe schwarz. Der Spotify Connect-Lautsprecher gibt kein Tönchen mehr von sich. In Audible bleiben die Credits und damit die Hörbücher aus.

Softwareabos laufen aus und statt hart mit der Creative Suite oder mit Office 365 zu arbeiten, ist man zum Däumchendrehen verdammt. Am iPhone muss man sich mit den gleichen alten Apps begnügen, weil man keine neuen mehr kaufen kann. Und was passiert eigentlich mit dem zusätzlichen Speichervolumen, wenn die alte Karte nicht mehr belastet werden kann? Schmeisst Apple sogleich alle überzähligen Fotos weg? Oder erhält man eine Gnadenfrist?

Man tut jedenfalls gut daran, so eine Kreditkarte rechtzeitig zu ersetzen. Bei mir, immerhin, kam die neue Karte ganz von alleine zeitnah von meiner Bank. Was man aber selbst tun muss: Die neuen Zahlungsdaten an allen neuralgischen Punkten eintragen. Hier in diesem Blogpost als Servicedienstleistung ein paar Links, wo man bei den wichtigen Diensten tut. „Die Nachschublinien aufrecht erhalten“ weiterlesen

Unterschriften auf digitale Dokumente krakeln

Für viele Aufgaben ist ein «richtiger» Computer das bessere Werkzeug als ein Smartphone oder Tablet – davon bin ich weiterhin überzeugt. Doch es gibt Ausnahmen: Digitale Dokumente, die man mit Unterschrift versehen retournieren sollte, nimmt man sich besser am Smartphone vor.

Das iPhone hat eine praktische Funktion, mit der man PDFs unterschreiben kann, sogar direkt in der Mail-App. Darum kommt dieser Tipp auch im Video vor, das im Beitrag Für Leute mit und ohne Sockenhalter vorzufinden ist. Apple beschreibt die Sache im Beitrag Markierungen auf dem iPhone, iPad oder iPod touch verwenden.

Wenn man sich fragt, wie das bei den Desktop-Betriebssystemen aussieht, dann kommt man zu einem zwiespältigen Bild. Apple jedenfalls will sich nicht lumpen lassen. „Unterschriften auf digitale Dokumente krakeln“ weiterlesen

Mit diesen Tricks wird der Daumen grün

Das Smartphone hat die Fähigkeit, uns das Leben zu erleichtern. Das gilt speziell für jene Bereiche, wo wir uns betätigen, obwohl wir keine Ahnung haben. Ein Beispiel aus meinem Alltag: Es gibt hier im Haushalt ein paar Pflanzen, obwohl (und damit trete ich hoffentlich niemandem zu nahe) keiner von uns einen grünen Daumen und besonders viel Ahnung von der Aufzucht floraler Mitbewohner hat.

Aber zum Glück leben wir in technisierten Zeiten: Hilfsmittel gleichen derlei Mankos aus und machen uns zwar nicht zum Chefgärtner, retten aber immerhin ein paar Topfpflanzen das Leben.

Ich habe seinerzeit einen Sensor namens Parrot Flowerpower vorgestellt, der unser Olivenbäumchen vor unseren Behandlungsfehlern bewahrt hat. Mit entscheidendem Erfolg: Petros gedeiht  nach wie vor auf unserer Loggia, wohingegen er ohne den Sensor ziemlich sicher vertrocknet wäre, weil wir den Wasserbedarf seiner Gattung massiv unterschätzt haben.

Schade allerdings, dass der Sensor nur Bluetooth und kein WLAN hat. So werden Daten nicht regelmässig synchronisiert, sondern nur, wenn man daran denkt. Deswegen treten Lücken in der Überwachung auf.

Ich empfehle den Sensor nach wie vor, bin mir allerdings nicht sicher, ob er noch produziert wird oder nur noch in Restbeständen erhältlich ist. Eine Alternative ist jedenfalls der Xiaomi Flower Care: „Mit diesen Tricks wird der Daumen grün“ weiterlesen

Das allzu patente Aufräumrezept

Mir war die Dame nicht bekannt, bevor die Gattin neulich auf dem Sofa ihre Netflix-Show angemacht hat. Eine zierliche Japanerin, die immer mit ihrer Übersetzerin unterwegs ist und Leute aufsucht, die mit dem Puff in ihrer Wohnung nicht mehr zurande kommen.

Die Frau fährt in einem Van bei ihren Klienten vor, der seinerseits alles andere als zierlich ist. Sie übernimmt sogleich das Kommando und erklärt, dass nun ein neuer Lebensabschnitt beginnen werde. Sie begrüsst in einem seltsamen esoterischen Ritual die Wohnung. Dann instruiert sie ihre Klienten erst einmal alle Klamotten auf einen Haufen zu werfen. Die müssen nun jedes einzelne in die Hand nehmen. Wenn es «Freude entfacht», dann darf es bleiben. Wenn nicht, dann nicht.

Und so banal die Show auch ist – und so einfallslos produziert –, so einleuchtend ist ihr Potenzial: Leute, die sich beim Aufräumen helfen lassen müssen, wecken ein bisschen Mitleid und viel, viel Häme. Die Show gibt einem ein wohliges Überlegenheitsgefühl, weil man selbst in der Lage ist, ab und zu mal ein bisschen für Ordnung zu sorgen. „Das allzu patente Aufräumrezept“ weiterlesen

Apps gegen das Organisations-Chaos

Ich bin nun nicht gerade ein leuchtendes Vorbild an Selbstorganisation und planhafter Arbeit. Ich bin eher ein Single-Tasker als einer, der gleichzeitig mehrere Fäden in der Hand hält (Aber wieso auch nicht? Siehe Multitasking ist produktiv? Ein fataler Irrtum). Darum bin ich nur bedingt berufen, den Leuten Tipps zu geben, wie sie ihren Alltag organisieren sollen.

Ich tue es trotzdem – denn beurteilen, welche Apps und Webdienste etwas taugen, kann ich. Und da ich meine diversen Deadlines immer einhalte, funktioniert meine Methode (anstehende Aufgabe mit Vollgas erledigen, dann den Kopf für die nächste befreien) ganz gut.

Also, es geht im neuesten Patentrezept-Video um Apps und Webdienste, mit denen man seine Aufgaben plant, die Übersicht über Projekte behält und für sich oder zusammen mit Mitstreitern am gleichen Strick zieht (möglichst auch in die gleiche Richtung). Es gibt drei unterschiedliche Ansätze: Die klassische Pendenzenliste in digitaler Form, die Pomodoro-Methode und die Kanban-Tafeln.

Die ergeben zusammen eine breite Palette an Möglichkeiten, wie man sich organisieren und mit anderen abstimmen könnte. „Apps gegen das Organisations-Chaos“ weiterlesen

Die Foto-App könnte noch besser sein

Die Idee der Fotomediathek beim iPhone und iPad (und analog auch bei den Foto-Apps bei Android) ist simpel: Alles landet an einem Ort. So braucht der Nutzer keine Triage vorzunehmen  und die Bilder verwalten sich quasi von allein. Auch mit Hilfe von künstlicher Intelligenz und, beim iPhone zum Beispiel mit den automatischen Rückblicken.

Kann man die Fotoverwaltung komplett automatisieren und es dem Benutzer ersparen, selbst Hand anlegen zu müssen? Das ist eine spannende Frage, finde ich. Sie zeigt die Herausforderung auf, der sich ein Hersteller gegenübersieht, der sich seit jeher für seine Benutzerfreundlichkeit rühmt. Er will und muss hier den eigenen Ansprüchen genügen – bei ziemlich grosser Fallhöhe. Denn wenn im Rückblick zum Paris-Wochenende die TGV-Platzreservierung auftaucht, die man zur Sicherheit abgeknipst hat, dann sinkt das Vertrauen in Apples Foto-Auswahlkünste gleich schlagartig um zwanzig Prozent.

Für meinen Geschmack wird etwas viel Vertrauen ins maschinelle Lernen gesetzt. Beim iPhone und iPad gibt es in der Foto-App eine Rubrik mit der Bezeichnung Für dich. Was dort auftaucht, ist nicht völlig verkehrt. „Die Foto-App könnte noch besser sein“ weiterlesen