Geld-Apps, die nicht stinken

Geld stinkt bekanntlich nicht, und das gilt auch für die Apps, die ich im aktuellen Patentrezept-Video vorstelle. Das liegt aber daran, dass ich die Apps handverlesen habe – denn im Bereich der Finanz-Apps gibt es einige, die schon ein bisschen einen komischen Geruch haben.

Zum Beispiel die Apps, die einem versprechen, man könne mit ihnen Geld verdienen. Googelt man danach, findet man unzählige Artikel. Zum Beispiel den Beitrag «20 Apps That Make You Money» von der Huffpo, den ich hier nur mit einem gewissen Widerwillen verlinke. Weil da zum Beispiel Apps vorgestellt werden, mit denen man fürs Ausfüllen von Umfragen bezahlt wird. Erstens frage ich mich, ob das die Datenqualität erhöht, wenn man Antwortgeber mit dem Versprechen auf Geld anlockt.

Zweitens leuchtet mir nicht ein, warum man sich auf Umfragen stürzen sollte, wenn man für einen Arbeitsaufwand von 20 Minuten mit 1 US-Dollar entlöhnt wird. «20 Apps That Make You very little Money» wäre der passendere Titel gewesen. Ich erinnere hier an den Hourly rate calculator, den ich im Beitrag Weil ich mir das wert bin vorgestellt habe: Damit kann man sich ausrechnen, wie viel Stundenlohn man haben sollte, damit sich der Aufwand lohnt. Dass drei US-Dollar zu wenig sind, ist aber auch ohne aufwändige Berechnung klar. „Geld-Apps, die nicht stinken“ weiterlesen

Spass macht es. Aber zu teuer ist es.

Selbst mit Tomaten auf den Sehwerkzeugen kommt man nicht um eine Feststellung herum: Diese elektrischen Trottinette sind der neue heisse Scheiss. Denn selbst wenn man Liebesäpfel auf den Augäpfeln hat, stolpert man bald auf jedem Trottoir über eines dieser Dinger…

… kurze Unterbrechung für Nichtschweizer: Trottinette sind die Dinger, die man in Deutschland Kickboard oder Tretroller nennt. Das Trottoir ist der Gehweg.

Also, diese Hipsterteile sind überall. Und nicht nur das: Sie werden auch fleissig benutzt. Die Vertrottinettisierung der Innenstädte ist jedoch noch nicht so weit fortgeschritten wie in Schweden. Als wir diesen Sommer in Stockholm waren, konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass diese Form der Fortbewegung dem guten alten Velo (🇩🇪🇦🇹: Fahrrad) den Rang abgelaufen hat. In der Hauptstadt Schwedens war diese neumodische Ausprägung eines fahrbaren Untersatzes dem Drahtesel ungefähr im Verhältnis eins zu fünf überlegen.

Darum wollte ich mich nicht als Hintlerwädler und Fortschrittsverweigerer äussern – und auch einmal eine Runde mit einem solchen Gefährt drehen. „Spass macht es. Aber zu teuer ist es.“ weiterlesen

So fliegt der Schmetterling!

Threes! ist ein kleines Logikpuzzle, das 2014 Massstäbe gesetzt hat. Es hat alles richtig gemacht: Eine hatte eine neue, überraschende Spielidee die toll umgesetzt war. Und es sorgte für anhaltenden Diskussionsstoff, indem es diverse Nachahmer auf den Plan rief.

«Threes!» ist nach wie vor eine Empfehlung wert: Es gibt das Spiel für 6 Franken ohne Werbung und In-App-Käufe fürs iPhone und iPad und für Android. Es gibt auch eine Gratisversion fürs iPhone und Android. Und man kann es inzwischen sogar im Browser spielen.

Was mich angeht, habe ich «Threes!» auch nach fünf Jahren noch nicht gelöscht. Ich spiele es nicht mehr häufig, aber es gehört zu den berühmten zehn Titeln, die ich auf die einsame Insel mitnehmen würde. Und es gibt noch immer Games, die die Spielmechanik aufgreifen und variieren. Zur Erinnerung: „So fliegt der Schmetterling!“ weiterlesen

Ferienpostkarten zum Nulltarif

Aus Gründen, die ich im Beitrag So machen digitale Postkarten keinen Spass ausführlich dargelegt habe, ist Touchnote bei mir in Ungnade gefallen. Das ist der Dienst, mit dem man Fotos ab Handy verschickt – wie man das heutzutage halt so macht.

Da wir nun neulich unsere wohlverdienten (?) Ferien in Schweden verbracht haben, stellte sich also die Frage: Wie verschicken wir unsere Postkarten? Wieder ganz klassisch handgeschrieben? Oder via WhatsApp?

Ich habe einige Alternativen durchprobiert (u.a. Postcard und Ink Cards) und mir überlegt, ob ich reumütig zur App der Post zurückkehren will. Über die habe ich mich bekanntlich im Beitrag Äh, Ausland? göttlich aufgeregt. Aber der Weg der Wahl war dann die Postkarten-App von Ifolor.

Es gibt sie fürs iPhone und iPad und für Android. Man kann, wenn man will, die Karten auch via Browser bestellen. Und als Fazit vorneweg: Es hat einwandfrei funktioniert. Die Karten sehen gut aus und sie wurden speditiv zugestellt.

Und der Clou: Sie waren komplett gratis. „Ferienpostkarten zum Nulltarif“ weiterlesen

Ein Otter haut in die Tasten

Ich wollte Otter.ai schon länger einmal ausführlich testen. Das habe ich bislang nicht geschafft. Und darum gibt es an dieser Stelle einen Kurztest.

Dieser Webdienst ist erstens natürlich eine Freude für alle Fans dieser possierlichen Tierchen und den dazu passenden Twitter-Accounts. Otter.ai ist ein Dienst, der Gespräche transkribiert. Er zielt vor allem auf Geschäftsleute, die detaillierte Protokolle von ihren Sitzungen haben möchten, aber ohne dass jemand jedes Wort mitschreibt oder detaillierte Notizen macht.

Ein solcher Dienst käme auch Journalisten entgegen, die ihre Interviews nicht abtippen möchten: „Ein Otter haut in die Tasten“ weiterlesen

CGI für deine und meine Videos

Manche Apps haben keinen sofort ersichtlichen Einsatzzweck – sind aber faszinierend genug, dass man sich gleich einen ausdenken möchte. In diese Kategorie gehört Leo AR Camera. Es gibt die App für Android und fürs iPhone, und sie tut etwas so Naheliegendes wie Zwingendes: Sie fügt nämlich virtuelle Objekte ins Kamerabild ein. Man erweitert seinen Clip mit künstlichen Elementen, die ihm einen überraschenden und surrealen Drall geben.

Ich hätte diese App sehr gut brauchen können, als ich neulich mein Video zu faszinierenden Augmented-Reality-Apps gedreht habe. Leider kannte ich damals die noch nicht. Also werde ich auf die nächstbeste Gelegenheit warten müssen. Aber so geht es.

Also, zur App: Die ist simpel in der Benutzung. „CGI für deine und meine Videos“ weiterlesen

Die Smartphone-Kamera zweckentfremden

Die Kamera des Smartphones ist zum Fotografieren da. Man kann mit ihr «schöne» Fotos machen oder auch nur Dinge dokumentieren. Mein Radio-Gspändli Kevin zum Beispiel hat im Nerdfunk gesagt, dass er per Smartphone seinen Kühlschrank fotografiert, wenn er sich daran erinnern muss, noch einkaufen zu gehen.

Dass Leute den Parkplatz fotografieren, auf dem ihr Auto steht, scheint mir auch eine recht häufige Angelegenheit. Obwohl es dafür natürlich auch die passende App gäbe: Zum Beispiel Finden Sie Ihr Auto mit AR 4 fürs iPhone oder Car Finder AR für Android.

Man kann mit der Smartphone-Kamera noch viel mehr tun: Zum Beispiel QR-Codes scannen, Dokumente digitalisieren, Spiele spielen (iOS/Android), Visitenkarten ersetzen, Texte übersetzen, den Himmel erkunden, die Wohnung vermessen, Babys im Auge behalten. Und so weiter.

Ein paar der Möglichkeiten habe ich nun in einem Video zusammengefasst. „Die Smartphone-Kamera zweckentfremden“ weiterlesen

Was hätte Immanuel Kant dazu gesagt?

Was hätte Immanuel Kant wohl über die Gewohnheit vieler Handyfilmer gesagt, ihre Aufnahmen vertikal zu drehen? Nicht viel, nehme ich an, denn als Philosoph und Aufklärer hätte er Besseres zu tun. Und ich erwähne ihn auch nur, weil mir neulich auf Facebook ein Scherzchen begegnet ist, das ich am Ende des Beitrags eingefügt habe. (Jawohl, mit so perfiden Methoden bringe ich euch dazu, meine Beiträge bis zum Ende zu lesen.)

Obwohl das Scherzchen reichlich müde ist, musste ich sehr lachen. Und wo wir mit Kant im Zeitalter der Vernunft angelangt sind, gilt es festzuhalten, dass es wirklich fast gar keine Gründe gibt, seine Videos aufrecht zu filmen. Das Vertical Video Syndrome klingt wie eine Krankheit, ist schon längstens ein Meme und eine Landplage sondergleichen.

Es hat damit zu tun, dass die Leute halt so filmen, wie ihnen ihr Smartphone gerade in die Hand gekommen ist – und das ist typischerweise aufrecht. Man kann es so schön in einer Hand halten. Im Querformat muss man schauen, dass es einem nicht aus der Hand fällt. „Was hätte Immanuel Kant dazu gesagt?“ weiterlesen

Apps gegen den körperlichen Zerfall

Der körperliche Zerfall ist nicht aufzuhalten. Er fängt an bei den Äusserlichkeiten an (Abhandenkommen der Frisur). Er setzt sich bei den sensorischen Defiziten fort (4k-Video, nicht schärfer Super-8). Und dann, ja dann, kommt er auch im Oberstübchen an. (Wer sind all die Leute, die um mich herum im Büro sitzen?) Doch wie ein guter Freund von mir zu sagen pflegt: Wenn man sich noch an den Namen des guten Doktors erinnert (Alois Alzheimer), dann hat man seine Krankheit noch nicht.

Ich weiss nicht, ob das stimmt. Aber die gute Nachricht ist: Man kann Gegenmassnahmen einleiten. Nicht in jedem Fall – die Frisur bleibt, wie sie ist. Aber was das Gehirn angeht, da kann man trainieren. Sowohl Daten und Fakten. Als auch die geistige Fitness.

Und dafür habe ich ein paar Apps zusammengetragen. Die Inspiration war der Beitrag Die Elefantenhirn-App. In dem geht es um eine Methode, die einem angeblich hilft, das Namensgedächtnis zu verbessern. Die überzeugt mich nur halb. Aber die Idee, seinen Kopf auf Trab zu halten, die leuchtet durchaus ein. Darum habe ich in einem Patentrezept-Video fünf Apps zusammengetragen, die dabei helfen. „Apps gegen den körperlichen Zerfall“ weiterlesen

Die Nachschublinien aufrecht erhalten

Kürzlich habe ich eine neue Kreditkarte bekommen. Schon ein paar Tage zuvor hatte mich mein Internet-Fernsehanbieter Teleboy freundlicherweise informiert, dass meine alte Karte demnächst ablaufen werde. Teleboy wollte natürlich nur mein Bestes. Man wies mich mit aller Zuvorkommenheit darauf hin, dass ich doch gefälligst subito ein neues Zahlungsmittel hinterlegen solle. Denn würde ich das nicht tun, wäre ich ganz allein schuld, wenn plötzlich mein ganzer Haushalt fernsehmässig auf dem Trockenen hocken sollte.

Und es ist tatsächlich so: Für das reibungslose Funktionieren des technisch hochgerüsteten Alltags ist eine gültige Kreditkarte inzwischen verflixt wichtig. Wenn sie ihr aufgestanztes Ablaufdatum überschreitet, ohne dass man es bemerkt und sie rechtzeitig ersetzt, hat man nicht nur mit Teleboy ein Problem. Auch in der Netflix-App bleibt die Mattscheibe schwarz. Der Spotify Connect-Lautsprecher gibt kein Tönchen mehr von sich. In Audible bleiben die Credits und damit die Hörbücher aus.

Softwareabos laufen aus und statt hart mit der Creative Suite oder mit Office 365 zu arbeiten, ist man zum Däumchendrehen verdammt. Am iPhone muss man sich mit den gleichen alten Apps begnügen, weil man keine neuen mehr kaufen kann. Und was passiert eigentlich mit dem zusätzlichen Speichervolumen, wenn die alte Karte nicht mehr belastet werden kann? Schmeisst Apple sogleich alle überzähligen Fotos weg? Oder erhält man eine Gnadenfrist?

Man tut jedenfalls gut daran, so eine Kreditkarte rechtzeitig zu ersetzen. Bei mir, immerhin, kam die neue Karte ganz von alleine zeitnah von meiner Bank. Was man aber selbst tun muss: Die neuen Zahlungsdaten an allen neuralgischen Punkten eintragen. Hier in diesem Blogpost als Servicedienstleistung ein paar Links, wo man bei den wichtigen Diensten tut. „Die Nachschublinien aufrecht erhalten“ weiterlesen