Tricks für die Zwischenablage

Fürs Copy-Paste hält Windows nützliche Tricks bereit. Und wo wir dabei sind, können wir auch herausfinden, wie man zwischen Geräten Informationen austauscht – mit einem Extra-Trick für Google Chrome.

Eine meiner Lieblingsfunktionen von Windows 10 ist die mit dem Oktober-2018-Update eingeführte, neue Zwischenablage. Sie behält nicht nur einen Verlauf der letzten 25 Einträge, sondern synchronisiert sich auch über das Microsoft-Konto auf andere Geräte. Das ist für leidenschaftlicher Cutter-und-Paster wie mich eine riesige Erleichterung.

Die in der Windows-Zwischenablage gespeicherten Einträge.

Also, es funktioniert wie folgt: Um das Menü mit dem Verlauf anzuzeigen, drückt man die Windows-Taste und v.

Damit das auch klappt, muss der Verlauf eingeschaltet werden. Das tut man über die Einstellungen. Bei System in der Rubrik Zwischenablage konfiguriert man sich diese Funktion zurecht.

Die Option Zwischenablageverlauf gibt an, ob ältere Einträge aufbewahrt werden oder eben nur das letzte kopierte bzw. ausgeschnittene Element, wie es früher der Fall war. „Tricks für die Zwischenablage“ weiterlesen

Eine unorthodoxe, aber tolle Methode, den Computer zu bedienen

Mit Unified Remote steuert man seinen Computer via Handy oder Tablet fern. Das erschien mir anfänglich nutzlos – doch dann habe ich immer mehr spannende Einsatzmöglichkeiten entdeckt.

Ist das genial oder nutzlos? Das war meine erste Frage, als ich neulich der App Unified Remote begegnet bin.

Im Modul «Basic Input» wird der Computer wie mit einem Touchpad gesteuert.

Diese Lösung lässt einen den Computer per Smartphone oder Tablet fernsteuern. Es braucht zwei Dinge: Erstens die App fürs Mobilgerät, die es kostenlos¹ für Android und fürs iPhone und iPad gibt. Zweitens einen Server, der man ebenfalls gratis auf seinem Desktop-Computer installiert. Diese Software existiert für Windows, Mac OS, Linux, Chromebooks und den Raspberry Pi.

Nachdem die beiden Komponenten installiert sind, verbindet man den Client, also das Smartphone oder Tablet mit dem Server, bzw. dem Desktop-Computer. Das hat in meinem Fall fast reibungslos geklappt: Es brauchte zwei Anläufe. Dann stand die Verbindung und ich konnte auf dem Touchpad des iPhone den Cursor meines PCs mit Windows 10 bewegen.

Das funktioniert ausgezeichnet und ohne spürbare Verzögerung. Die Bedienung auf diesem virtuellen Trackpad ist einfach: „Eine unorthodoxe, aber tolle Methode, den Computer zu bedienen“ weiterlesen

Flache Bilder mit echter Tiefe

Die Loopsie-App macht aus normalen Fotos 3D-Wackel­bilder. Das ist technisch beein­druckend und amüsant und vor allem ein Indiz, dass das Ende der Fahnen­stange bei den digitalen Foto­grafie­möglich­keiten noch lange nicht erreicht ist.

Facebook ist nicht unschuldig daran, dass wir in letzter Zeit häufig Fotos zu sehen bekommen, die auf einen stereoskopischen Raumeffekt getrimmt sind. In der Timeline scheint sich die Perspektive zu verändern, wenn das Bild durchgescrollt wird. Ursprünglich war das nur bei Fotos möglich, die mit Tiefeninformationen ausgestattet sind. Doch seit gut einem Jahr lässt sich dank Künstlicher Intelligenz jedes flache Bild in eine 3D-Variante verwandeln.

Die Startseite, wo man sein Wackelbild anhand diverser Vorlagen kreieren kann.

Ehrlich gesagt, hängt mir das inzwi­schen schon wahn­sinnig aus dem Hals heraus. Trotzdem habe ich mich dazu hin­reissen lassen, die App Loopsie zu testen. Es gibt sie fürs iPhone/iPad und für Android, und sie macht im Prinzip das gleiche, allerdings mit einem etwas anderen Resultat.

Loopsie erzeugt den räumlichen Effekt durch Bewegung.

Man nennt das auch Wackel­bild, und es gibt eine analoge Vorlage: Das sind die Lentikular- oder Prismenrasterbilder, bei denen man durch leichtes Hin- und Herbewegen zwei leicht versetzte Ansichten des gleichen Motivs sieht und so den Eindruck einer stereoskopischen Aufnahme bekommt, obwohl man nur ein flaches Bild vor sich hat. „Flache Bilder mit echter Tiefe“ weiterlesen

Android hat kein Musikgehör

Googles schönes Smartphone-Betriebssystem ist eine komplette Nullnummer, wenn es um anspruchsvollen Musikgenuss geht.

Neulich habe ich zum würdigen Gedenken an Lou Ottens einige Musik-Apps vorgestellt. Ottens gilt als Vater der Kompaktkassette und die Apps haben dementsprechend den Sinn und Zweck, diese Erfindung in post-analoger Form wiederaufleben zu lassen: Das Handy wird zum Walkman, in den man seine digitalen Audiodateien einlegt. Eine der Apps, nämlich Cassette Gold, habe ich vor einiger Zeit hier im Blog im Beitrag Der Walkman lebt vorgestellt.

Bei den Tests für meinen Artikel habe ich mir auch einige Apps für Android angeschaut und bin ich in die Verlegenheit gekommen, zu Demonstrationszwecken einige Musikdateien auf das Nokia 7.2 (Nokia ist zurück) befördern zu müssen.

Naiv wie ich bin, dachte ich, das ginge so einfach wie beim iPhone: „Android hat kein Musikgehör“ weiterlesen

Microsoft hat seine alte Spielklötze neu poliert

Bei Microsoft bedeutet Innovation, Games aus der Steinzeit neu aufzulegen. Das ist nicht ganz so unsinnig, wie es klingt – zumindest, wenn man ein Flair für die Klassiker wie Mahjong hat, das es nun fürs iPhone und Android gibt.

Manche Menschen sind Neuem aufgeschlossen, andere nicht: Dieser Gegensatz gehört zu den beliebtesten Kategorien, mit denen man sich selbst und andere beschreibt. Und die meisten Menschen beziehen Selbstwertgefühl oder sogar Stolz aus der Tatsache, dass sie progressiv und nicht konservativ sind – oder umgekehrt.

Nun ist in mir der Verdacht gereift, dass diese Einteilung auf keinen Fall universell gilt – beziehungsweise nur in Ausnahmefällen. Es gibt, so denke ich, jene Leute, die Neuerungen in jedem Lebensbereich ablehnen. Aber umgekehrt sind auch progressive Naturen nicht in jeder Lebenslage progressiv. Sondern eben nur in manchen.

Vermutlich hilft ein Beispiel, diese These zu erläutern: „Microsoft hat seine alte Spielklötze neu poliert“ weiterlesen

Kann Bookbeat Audible das Wasser reichen?

Seit einem Jahrzehnt kaufe ich meine Hörbücher bei Audible. Wäre es nicht Zeit für einen Wechsel – zumal es bei Bookbeat Hörbücher à dis­cré­ti­on gibt? Ich habe mir diesen Entscheid nicht einfach gemacht.

Ich bin ein fleissiger Bücherkonsument. Leser kann man das aber im Grunde nicht nennen, weil ich mir seit mehr als zehn Jahren Literatur hauptsächlich in Form von Hörbüchern zuführe.

Diese Hörbücher kommen hauptsächlich von Amazons Hörbuchtochter Audible. Ende 2009 habe ich mit einem Gutschein angefangen, den ich nach Bedarf für Titel ausgegeben habe. Seit März 2012 läuft mein Abo bei Audible.com, bei der englischsprachigen Variante der Plattform. Ich habe mein Abo dort, weil der grösste Teil der Titel, die ich kaufe, aus dem angelsächsischen Raum stammt und ich sie gern im Original höre.

Kleine Klammerbemerkung: Ich finde es nach wie vor unsinnig, dass Audible separate Plattformen für die diversen Sprachräume betreibt, bei denen es unterschiedliche Angebote und variierende Preise gibt. Ein Abo für alle – und jeweils der günstigste Preis, das wäre benutzerfreundlich. Aber wie im Beitrag Verlags-Idioten dargelegt, ist es in der Praxis noch viel komplizierter: Da hängt es nämlich von der Kreditkarte ab, ob man ein Buch kaufen kann oder nicht.

Doch trotz dieses Ärgernisses bin ich Audible mehr als ein Jahrzehnt treu geblieben. Das natürlich vor allem aus einem Grund: „Kann Bookbeat Audible das Wasser reichen?“ weiterlesen

Apps wider das Chaos

Doppelte Fotos oder Kontakte, verstopfte Festplatten und ein reales Puff in der Wohnung oder WG – gegen alle diese Probleme gibt es Apps, die ich in einer geballten Ladung Ordnungsliebe zusammengesucht habe.

In meinen Jugendtagen habe ich eine Lebensweise gepflegt, die ich damals «kreatives Chaos» nannte. Das war aber auch nur ein Euphemismus für Faulheit und besagte, dass ich keine Lust zum Aufräumen hatte. Ich habe auch meine Kleider sorg- und lieblos in den Schrank gequetscht und der Einfachheit halber das angezogen, was oben auf dem Stapel lag.

Naja, letzteres mache ich heute noch. Ansonsten bin ich deutlich ordentlicher geworden und halte sowohl im Geschäft als auch zu Hause einigermassen Ordnung auf dem Schreibtisch. Trotzdem pflege ich nach wie vor die Philosophie, dass die Ordnung im Kopf der Aufgeräumtheit der Umgebung vorzuziehen ist.

Wichtig finde ich auch die digitale Ordnung, sprich: „Apps wider das Chaos“ weiterlesen

Hey, so macht Mailen am Handy Spass

Fürs perfekte Mail-Erlebnis am Smartphone: Die Crème de la Crème der mobilen Mail-Apps – und eine ausführliche Würdigung von Hey.com.

Bei mir ist neulich der E-Mail-Funke gesprungen. Ich habe Spark ausführlich getestet und so wenig Haare in der Suppe gefunden, dass ich nicht umhingekommen bin, daraus eine Empfehlung – und ein Patentrezept-Video zu machen.

Nun war es mein Ehrgeiz, nicht bloss meine Besprechung noch einmal in Videoform zu produzieren: Meine Abneigung gegen Redundanz verbietet derlei Rezyklationen.

Ich habe mir daher überlegt, welche drei E-Mail-Apps man fürs Smartphone empfehlen könnte.

Ein Ding von gestern: Die chronologische Mailliste

Die Anforderungen drängen sich auf, finde ich:

Die App sollte auch eine grössere Zahl Mails am Smartphone sinnvoll erschliessen und es dem Nutzer erlauben, sich einen schnellen Überblick zu verschaffen. Chronologische Maillisten, wie wir sie von den Desktop-Anwendungen kennen und nicht sonderlich lieben, sind am Smartphone nicht opportun. Es sollte eine irgendwie geartete Sortierung oder Gruppierung nach Wichtigkeit stattfinden, sodass die Mails, die unmittelbar Aufmerksamkeit benötigen, nicht untergehen.

Zweite Anforderung: „Hey, so macht Mailen am Handy Spass“ weiterlesen

Tricks für die Webrecherche mit Smartphone und Tablet

Die besten Methoden für die Webrecherche am Smartphone und Tablet, mit denen vor allem das Sichten der Resultate angenehmer wird.

Die effiziente Informationssuche im Web ist mir eine Herzensangelegenheit. Darum beschäftige ich mich regelmässig mit den Fragen, wie man schnell an möglichst gute Informationen herankommt und sie am effizientesten sichtet und bewertet.

Die App von Xayn – im Beitrag Der Berliner Frontalangriff auf Google besprochen – hat  mich auf die Idee gebracht, die Sache einmal streng aus der Sicht des Smartphone- und Tablet-Nutzers zu betrachten. Denn die klassische Suchmaschine ist ein Kind der Desktop-Ära.

Das Hin und Her vermeiden

Vor allem das Sichten der Resultate ist am Handy mühsam: Während man interessante Links inspiziert und bewertet, wechselt man ständig zwischen dem Reiter mit der Suchansicht und den Sites mit den Treffern hin und her. Das ist zwar auch am Desktop etwas mühsam. Aber wie seinerzeit im Beitrag Ein alter Groll auf Google beschrieben, gibt es in den ausgewachsenen Browsern Tricks, die diesen Vorgang angenehmer machen. Am Smartphone und Tablet funktionieren diese Tricks aber leider nicht.

Hilfreich ist dafür etwas anderes: „Tricks für die Webrecherche mit Smartphone und Tablet“ weiterlesen

Ich bin ein Fan des Dlf und seiner App

Die Audiothek des Deutschlandfunks ist ein Vorbild: einerseits wegen der Inhalte. Aber auch, weil sie viel benutzerfreundlicher ist, als – Achtung, willkürliches Beispiel! – die App von SRF.

Im Beitrag Die Play SRF-App ist nicht die reine Freude habe ich vor bald zwei Jahren einige Vorschläge zu der Audiothek-App des Schweizer Radio und Fernsehens gemacht. Man hätte nun erwarten können, dass ein Post in einem so prominenten Blog wie dem meinen umgehende Verbesserungen zur Folge hat. Aber gefehlt.

Immerhin: Es gibt nun eine Wiedergabeliste, auf der man sich Sendungen vormerken kann. Die heisst Später schauen, obwohl man auch reine Audioinhalte darin platzieren kann. Und der damals geforderte Verlauf ist hinzugekommen. In Zuletzt gesehen tauchen die konsumierten Sendungen auf. Das macht es leichter, angefangene Sendungen zu beenden, wenn man unterbrochen worden ist.

Doch abgesehen davon empfinde ich die App noch immer unpraktisch:  „Ich bin ein Fan des Dlf und seiner App“ weiterlesen