Die App, auf die man zählen kann

Mit der Hand­zähler-App erfasst man Schnee­män­ner, rosa­rote Autos, wei­dende Ein­hörner am Küchen­fenster oder andere exo­tische Exem­plare aus der Tier­welt. Sie ist auch ein Vor­bild an Nutzer­freund­lich­keit.

Es gibt eine App für alles – auch für die banalen Dinge des Lebens. Und eine solche App stelle ich heute vor.

Aber wieso auch nicht? Die meisten von uns beschäftigen sich nicht ausschliesslich mit den letzten grossen Fragen der Menschheit, mit ethischen Dilemmata oder wortwörtlicher Raketentechnik. Die meisten von uns müssen auch mal einkaufen, den Küchenboden wischen und dem Kinde zum 25. Mal erklären, warum Pippi Langstrumpf, Annika und Tommy so viel Kaffee trinken, obwohl sie noch Kinder sind.

Also, zur App, die dieser einen banalen Aufgabe dient: „Die App, auf die man zählen kann“ weiterlesen

Wie man kurze Aufmerksamkeitsspannen maximal ausreizt

Die Prequel-App motzt Fotos und Videos nach allen Regeln der Kunst auf: Mit Effek­ten, Anima­tio­nen, Texten, Vor­spännen und 3D-Schnick­schnack erhält man Kurz-Clips, die sich in den sozia­len Medien gut machen.

Hier im Blog wurde schon öfters das Instagram-Zeitalter für beendet erklärt. Das nicht deswegen, weil sich dieses Netzwerk von einer Foto-Plattform in einen Hort der Eitelkeit, der Schleichwerbung und der Selbstdarstellung verwandelt hat – diese Metamorphose habe ich zum zehnten Geburtstag ausführlich angeprangert und hier erläutert.

Nein, vor fünf Jahren habe ich Instagram aus technischer Sicht zu einem Ding der Vergangenheit erklärt: Die simplen Effekte, die ursprünglich das Markenzeichen waren, sind nicht mehr das Nonplusultra. Heute sind die Ansprüche höher: Wenn nicht mindestens KI mit im Spiel ist, lockt eine Foto-App niemand mehr hinter dem Ofen hervor.

Das gilt auch für die App Prequel, die fürs iPhone und iPad und für Android existiert. Sie sieht zwar aus wie eine aufgebohrte Variante von Instagram, hat jedoch mehr auf dem Kasten: „Wie man kurze Aufmerksamkeitsspannen maximal ausreizt“ weiterlesen

Diese Apps helfen, wenn sich Dateien nicht öffnen lassen

Was tun, wenn ein Doku­ment in einem Format vor­liegt, das nicht kom­pati­bel zur bevor­zug­ten An­wen­dung ist? Man führt eine Kon­ver­tierung durch: mit Web­apps wie convertio.co, Open-Source-Program­men wie File Converter oder dem genia­len Filestar.

Im Nerdfunk in einer Kummerbox-Live-Frage hatten wir neulich die Frage, was man tun möchte, wenn man eine Excel-Datei im alten XLS-Format am iPad bearbeiten möchte. Wie Microsoft hier freundlicherweise erklärt, geht das nicht. Die mobilen Apps (Android, iOS und Windows Mobile😨) bearbeiten nur das auf XML-basierende Dateiformat (xlsx). Es bleibt, auf den Computer auszuweichen, eine kompatible App zu suchen oder eine Konversion durchzuführen.

Ein Test zeigt, dass eine auf Google Drive hochgeladene XLS-Datei in Google Tabellen geöffnet werden kann. Sie steht hinterher auch in der App zur Verfügung und kann sogar bearbeitet werden: also ein brauchbarer Ansatz für dieses Problem.

Eine zweite, während der Sendung empfohlene Möglichkeit ist die Konvertierung per Web: „Diese Apps helfen, wenn sich Dateien nicht öffnen lassen“ weiterlesen

Gute Vorsätze, die sich Mozilla für Firefox Mobile nehmen sollte

Firefox ist der beste Desktop-Browser. Für die mobile Variante trifft das leider nicht zu: Am Tablet und Smartphone hat das Programm einige eklatante, unverzeihliche Mängel.

Seit Jahren gibt es den Firefox-Browser auch in einer mobilen Variante für Smartphones und Tablets. Die Variante für Android ist zehn Jahre, diejenige fürs iPhone und iPad fünf Jahre alt.

Ich habe die iOS-Variante seinerzeit im Beitrag Das Firefüxchen vorgestellt, und ich nutze sie seither als bevorzugter Browser. Das heisst aber nicht, dass ich voll und ganz zufrieden wäre. Ich schätze diverse Dinge, insbesondere die Synchronisation der Lesezeichen, der Chronik und der Passwörter.

Es gibt jedoch auch einige Dinge, die mich stören – denn offensichtlich ist Firefox auf dem Tablet und dem Smartphone deutlich weniger leistungsfähig als auf dem Desktop. Es gibt weniger Funktionen, was zu einem gewissen Grad verständlich und aufgrund Apples rigider Kontrolle des Betriebssystems sogar unvermeidlich ist. Doch einige Mankos finde ich absolut unverständlich.

Generell ist es mir noch etwas nicht klar: „Gute Vorsätze, die sich Mozilla für Firefox Mobile nehmen sollte“ weiterlesen

Was hilft, wenn das WLAN im Hotel nicht funktioniert

Fürs Wifi muss man sich in vielen Hotels über ein sogenanntes Captive Portal ins Internet einloggen. Doch was tun, wenn dieses Portal nicht funktioniert? Drei Tipps zur Problembehebung.

Über die Feiertage hatte ich das Vergnügen einer kleineren Ferienreise, die mit einem Verwandtschaftsbesuch und einem Hotelaufenthalt einherging. Das allein ist nicht sonderlich aussergewöhnlich – wenngleich in Zeiten der Pandemie auch nicht so normal wie sonst –, aber es sorgt für die Rahmenhandlung des Vorfalls, um den es im Folgenden gehen soll.

Die Unterkunft stellt Reisenden einige lebenswichtige Dinge zur Verfügung. Das ist, nebst dem Bett, dem Frühstück und dem Bad, natürlich die Internetverbindung. Letzteres ist sogar so elementar, dass ich im Zweifelsfall eher auf frische Laken verzichten würde, denn auf das WLAN.

Darum ist es umso ärgerlicher, wenn es dabei harzt. Das ist bei mir in letzter Zeit mehrfach passiert: „Was hilft, wenn das WLAN im Hotel nicht funktioniert“ weiterlesen

Mit Pixelmator den eigenen fotografischen Stil zelebrieren

Pixelmator Photo, eine der besten Light­room-Alter­nati­ven auf dem Desk­top, ist neu fürs iPhone er­hält­lich: Die Foto-App hat KI-Tricks auf Lager, aber gross­artig sind die indi­vi­duali­sier­baren Vor­ein­stel­lungen.

Seit Kurzem gibt es die App Pixelmator Photo auch fürs iPhone. Ende des letzten Jahres hat der Hersteller die Smartphone-Variante lanciert. Dass es so lange gedauert hat, deutet darauf hin, dass es nicht darum gehen sollte, bloss die (im Beitrag Lightroom auf den Fersen) beschriebene Variante irgendwie auf Smartphone-Dimensionen schrumpfen zu lassen, sondern darum, die Software klug anzupassen, dass man sie auch am kleinen Bildschirm gut verwenden kann.

Bevor ich mit der Besprechung der iPhone-Variante anfange, braucht es ein klärendes Wort. Das liegt daran, dass es Pixelmator in zwei Varianten gibt und die eine Variante schon seit Langem auch fürs iPhone erhältlich ist (für fünf Franken im App-Store).

Die neu lancierte Variante, die es für unschlagbar günstige vier Franken im App Store gibt, heisst Pixelmator Photo; und der Zusatz ist entscheidend:  „Mit Pixelmator den eigenen fotografischen Stil zelebrieren“ weiterlesen

Wie man Foto-Weltmeister wird

Die Idee von Gurushots klingt bestechend: In einer globalen Community bewertet man Fotos, nimmt mit seinen Bildern an einem globalen Wettbewerb teil und hat die Chance auf schöne Preise. Nur schade, dass diese Ausmarchungen mit Fairness nichts zu tun haben.

Fotos schiessen ist das eine – aber was tut man dann mit der Ausbeute? Klar, man kann sie ansehen, ausdrucken oder in Fotobücher packen; meine Tipps dazu finden sich hier.

Es gibt eine weitere Möglichkeit, zumindest für die ernsthaften Fotografen: Denn wenn einen der Ehrgeiz packt, dann will man mit seinen Bildern eine grössere Öffentlichkeit beglücken. Man lädt seine Bilder bei einer Fotoplattform hoch, gestaltet eine Portfolio-Website. Oder noch besser: Man macht eine Ausstellung oder gewinnt einen Fotowettbewerb.

Im digitalen Raum bietet GuruShots Fotografen mit Ambitionen und einer kompetitiven Ader eine Möglichkeit, sich auszutoben. Die Website bzw. App für Android und fürs iPhone/iPad ist nach eigenen Angeaben «the world’s greatest photography game»; also eine Art Foto-Weltmeisterschaft. „Wie man Foto-Weltmeister wird“ weiterlesen

Vier wirkungsvolle Firefox-Erweiterungen

Undo Close Tab, Feedbro, I don’t Care about Cookies und iCloud-Le­se­zei­chen – diese Add-ons für Mozillas Browser sparen Zeit und ver­bes­sern das Surf-Erleb­nis.

Undo Close Tab

Mein Klickfinger ist oft schneller als mein Hirn. Das macht sich im Browser bemerkbar, wo es mir andauernd passiert, dass ich Reiter schliesse, die ich noch gebraucht hätte.

Es ist nicht schwierig, die wieder hervorzuzaubern: Man klickt mit der rechten Maustaste auf einen Reiter und wählt Geschlossenen Tab wieder öffnen aus dem Kontextmenü.

Doch es geht noch einfacher: „Vier wirkungsvolle Firefox-Erweiterungen“ weiterlesen

Wie man Aufgaben im Web automatisiert

Ob man nun Informationen aus dem Web abgreifen möchte («scraping») oder automatisiert mit Twitter, Facebook, Linkedin, Youtube oder einer beliebigen anderen Site interagieren will – mit Browserflow erledigt man solche Aufgaben effizient und nervenschonend.

Als Erstes bedanke ich mich bei Markus Ritzmann: Er hat mich mit diesem Tweet hier auf die Idee gebracht, Browserflow vorzustellen.

Browserflow ist eine Browser-Erweiterung, die es zu meinem Leidwesen bislang nur für Google Chrome gibt, die aber so spannende Dinge tut, dass ich gewillt bin, meinem Lieblingsbrowser Firefox zumindest für spezifische Zwecke den Rücken zu kehren.

Die Erweiterung ist dazu da, Interaktionen mit Websites zu automatisieren. Was das konkret bedeutet, sieht man in der Gallery: Dort gibt es für einige grosse Sites vorgefertigte Abläufe: „Wie man Aufgaben im Web automatisiert“ weiterlesen

Seelsorge auf Pfahlbauer-Niveau

Motivations-Apps wappnen uns für die Wid­rig­kei­ten des Lebens, indem sie uns mit der rich­ti­gen men­talen Grund­hal­tung aus­stat­ten. Oder sind sie doch nur Geld­ma­cherei? Ich habe über­prüft, welche Wir­kung die An­feue­rungs­sprü­che bei mir er­zie­len.

Eigentlich hätte das hier ein brutaler Verriss mit einem hämischen Unterton werden sollen. Stossrichtung: Was muss man für ein Verlierer sein, wenn man es nötig hat, sich seelisch und moralisch von einer App aufpäppeln zu lassen.

Aber wisst ihr was? Das wäre schlechter Stil gewesen. Es würde zwar sehr gut zu der Art und Weise passen, wie wir im Moment in den sozialen Medien miteinander umgehen: Wir machen lächerlich, was uns nicht entspricht. Wir putzen Leute mit anderen Ansichten herunter. Wir verabsolutieren unsere eigenen Wertvorstellungen und tun so, als sei alles Scheisse, was ihnen nicht entspricht.

Davon habe ich derzeit ziemlich die Nase voll. Sosehr ich Spott mag und Hohn als legitimes Stilmittel betrachte, ist mir eines klar geworden: „Seelsorge auf Pfahlbauer-Niveau“ weiterlesen