Ein guter Tipp für gekaufte App-Rezensionen

Wer seine Kumpels anstellt, die eigene App in den Stores über den grünen Klee zu loben, der sollte einen simplen Ratschlag beachten.

Ein heisser Tipp: Wenn man schon seine Kumpels anstellt, um in App-Stores euphorische Rezensionen zu schreiben, sollte man sie anweisen, die Kumpel-Referenzen möglichst wegzulassen… „Ein guter Tipp für gekaufte App-Rezensionen“ weiterlesen

Deutschland, ich komme!

Eine Spontan-Idee meinerseits hat dazu geführt, dass ich nun noch ein zweites Blog habe: MrClicko.de. Wie es dazu gekommen ist und was es soll.

Nach meinem Projekt 2020 hier, ist mir, als ich neulich in der Badewanne lag, noch eine Idee gekommen. Und ich habe noch vor Ort die passende Domain registriert.

Auslöser war meine Beobachtung, dass dieses Blog hier jeden Tag ungefähr ähnlich viele Besucher aus der Schweiz und aus Deutschland hat. Das hat mich zum Grübeln gebracht: Warum sind es nicht viel mehr?

Gemäss dieser Tabelle des Bundesamts für Statistik gibt es in der Schweiz 5’193’954 potenzielle Leserinnen und Leser – nämlich alljene, die Deutsch sprechen. In Deutschland beträgt die Bevölkerung nach Angabe des statistischen Bundesamts 83,1 Millionen. Und auch wenn nicht jeder davon deutsch so gut versteht, wie es gewisse Parteien gerne hätten,  so sind es doch ungefähr 16-mal mehr Leute.

Die Deutschen sind untervertreten

Das bedeutet, dass die Zahl der Besucher aus Deutschland mindestens zehnmal so gross sein müsste, wie die der Schweizer. Denn es gibt in meinem Blog kaum Inhalte, die sich speziell an Einheimische richten. Im Gegenteil: Die Tech-Welt ist weitgehend globalisiert. „Deutschland, ich komme!“ weiterlesen

Buchstaben-Schabernack aus dem Web

Eine Website, die ohne viel Umstände lustige Ziervarianten eines kurzen Texts bereitstellt.

Dank Unicode umfasst der Zeichenvorrat bei für Schriften am Computer und bei Mobilgeräten deutlich mehr als die 26 Buchstaben des Alphabets, zehn Ziffern und eine Handvoll Umlaute, Akzente und Sonderzeichen. Mit diesem Zeichensystem werden nicht nur die allermeisten Sprachen bedient. Es gibt auch genügend Platz für Symbole. Und selbst die Emojis haben ihren Platz bei Unicode – und demonstrieren, dass auch Farbe bei Schriftzeichen eine Berechtigung hat. „Buchstaben-Schabernack aus dem Web“ weiterlesen

Ein VPN direkt in Firefox

Mozilla verstärkt die Bemühungen um den Datenschutz und ermöglicht es Nutzern, bislang allerdings nur in den USA, ihren Standort zu verschleiern. Ist es sinnvoll, diese Funktion in den Browser einzubauen?

Die Mozilla-Stiftung ist seit Längerem dabei, den Firefox-Browser auf Sicherheit und Datenschutz zu trimmen. Absolut naheliegend: Das sind die Bereiche, in denen die Konkurrenz zwangsläufig weniger zu bieten hat.

Oder kann sich jemand vorstellen, dass Google alles tut, um mit Chrome den Datensammlern das Leben zu erschweren? Eben. Und auch Microsoft ist nicht als der Vorzeige-Datenschützer bekannt. Am ehesten würde ich in dieser Rolle Apple trauen. Aber Safari gibt es nicht für Windows. Und er hat mir auch bezüglich Erweiterungen zu wenig zu bieten.

Die neueste Errungenschaft der Mozilla-Stiftung ist das Firefox Private Network: Ein VPN, das künftig vielleicht direkt im Browser eingebaut ist. Zur Erinnerung: Ein VPN ist ein Mechanismus, um die Identität im Netz zu verschleiern. „Ein VPN direkt in Firefox“ weiterlesen

Beim Mac die Festplatte aufräumen

Das Aufräumen und Freischaufeln von Speicherplatz ist beim Mac inzwischen wirklich einfach.

Apple hat im Mac-Betriebssystem ein nützliches Instrument eingebaut, mit der sich die Speicherauslastung der Festplatte überprüfen lässt. Und wenn der Speicher knapp wird, findet man mit den Systeminformationen auch leicht heraus, welche Dateien man löschen kann, um mehr freie Reserven zu schaffen.

Um die Systeminformationen aufzurufen, klickt man aufs Apfel-Menü und den Menüpunkt Systemeinstellungen. Im Fenster gibt es die Übersicht, bei Display Angaben zum Bildschirm, Support und Service – und dazwischen den Punkt Festplatten. Über den Knopf Verwalten erscheint ein Fenster, das diverse Listen mit Ansatzpunkten für die Bereinigung bereithält. „Beim Mac die Festplatte aufräumen“ weiterlesen

Per App in die Achtzigerjahre

Mit VHS Camcorder verwandelt man qualitativ hochwertige, digitale Videoaufnahmen in Artefakte einer anderen Zeit: Nach der Behandlung mit dieser App sehen sie aus, als ob sie mit einem billigen Camcorder auf Videoband aufgenommen würden wären.

Zugegeben: Diese App ist Geldverschwendung. Kein Mensch braucht sie. Gleichzeitig ist sie einfach grossartig, weil charmant, retro und ansprechend gemacht.

Das jugendliche Erscheinungsbild kann die App leider nicht wiederherstellen.

Ich meine die App VHS Camcorder. Sie simuliert eine Videokamera aus den 1990er-Jahren, respektive die Qualität und Anmutung der Aufnahmen aus solchen Geräten.

Und das tut sie glaubwürdig: Sie gibt den Aufnahmen ein aus heutiger Sicht groteskes Bildrauschen, leicht ausgewaschene Farben, die von der nicht so ganz stabilen Spurlage herrührenden wackeligen Kanten. Am unteren Rand franst das Bild aus. Ab und zu läuft eine Störung durchs Bild, das natürlich das Seitenverhältnis 4:3 aufweist. Und in klobigen Ziffern ist die Aufnahmezeit eingeblendet.

Also genauso, wie Leute wie wir, die mit diesen klobigen Kassetten aufgewachsen sind, das in Erinnerung haben. „Per App in die Achtzigerjahre“ weiterlesen

Zehn Jahre iPad: Ein Grund für Freude und Kritik

Vor zehn Jahren hat Steve Jobs das iPad vorgestellt. Eine kleine Presseschau.

Das iPad ist zehn Jahre alt. Das ist ein Jahrestag, der den einen egal ist – und der von anderen als Gelegenheit gefeiert wird, darauf hinzuweisen, wie viel Apples Tablet in dieser Dekade verändert hat. „Zehn Jahre iPad: Ein Grund für Freude und Kritik“ weiterlesen

Scheidung unmöglich bei Spotify und Facebook

Wenn man das Musikstreaming vom sozialen Medium abnabeln möchte, muss man durch ein paar Reifen springen.

Bei Spotify konnte man sich ursprünglich nur über Facebook anmelden. Das liegt daran, dass der Streamingdienst in der Anfangszeit eng mit dem sozialen Netzwerk verbandelt war. Die NZZ hat das am 26. Mai 2011 als Konstellation beschrieben, von der sich beide Unternehmen Vorteile versprachen:

Mit der Kooperation könnte Facebook die Verweildauer seiner Nutzer erhöhen. Bisher hat man dazu unter anderem einen Filmverleih integriert und bietet Spiele wie jene von Zynga.

Spotify seinerseits hatte die Gelegenheit, sein Icon prominent in Facebook zu platzieren. Trotzdem frage ich mich bis heute, ob Daniel Ek und seine Mitstreiter nie auf die Idee gekommen sind, dass das womöglich nicht so eine gute Idee sein könnte. Mir hat das jedenfalls ziemlichen Ärger eingetragen. „Scheidung unmöglich bei Spotify und Facebook“ weiterlesen

Wie erfolgreich mit einer neuen Website starten?

Ein paar Tipps für die neue Website – so wie diese hier.

Die schöne neue Website – wie diese hier, die Ende Januar 2002 das Licht es Internets erblickt hat – ist fertig. Was könnte man nun tun, damit sie auch einen guten, erfolgreichen Start hinlegt?

Klar, man könnte sofort damit beginnen, die Werbetrommel zu rühren und die Followerschaft in den sozialen Medien mit Beiträgen einzudecken. Oder noch besser: Man bucht gleich eine Kampagne bei Facebook, damit die Welt von dieser Bereicherung des World Wide Web erfährt.

Ich plädiere allerdings dafür, es langsam anzugehen. Es ist nicht verkehrt, am Anfang quasi unter der Ausschluss der Öffentlichkeit zu operieren. Denn erstens wird man am Anfang noch den einen oder anderen Fehler entdecken, den man lieber in aller Stille behebt.

Der wichtigere Grund ist allerdings, dass eine frische Website in aller Regel wenige Inhalte aufweist und allein darum wenig ansprechend wirkt. „Wie erfolgreich mit einer neuen Website starten?“ weiterlesen

Ausgerechnet ich verteidige den Kapitalismus?!

Ausgerechnet eine ehemalige NZZ-Journa­listin bestreitet die Wirksamkeit von Len­kungs­abga­ben. Wenn wir uns statt­des­sen auf Eigen­ver­ant­wor­tung und frei­willi­gen Ver­zicht ver­las­sen, werden wir die Klima­kata­stro­phe nicht bremsen.

Neulich habe ich die «Freitagsrunde» von SRF gehört. In der Folge «Ich sehe das Milizsystem nicht gefährdet» ging es (ab Minute 16) auch um das Klima und die Flugticketabgabe.

Wenn man die Aussagen zum Massstab nimmt, dann sind wir unrettbar verloren. Die drei Gesprächsteilnehmer zeigten sich absolut unwillig, über echte Massnahmen überhaupt nachzudenken. Besonders geärgert hat mich Claudia Wirz, die für die NZZ geschrieben hat. Sie sagt: «Dass wir fliegen, ist einer der Widersprüche, mit denen wir leben müssen.»

Müssen wir? Man denkt, die bei der NZZ hätten die Funktionsweise des Kapitalismus ansatzweise begriffen. Natürlich, die Flugticketabgabe ist nun wirklich eine zahnlose Massnahme. Thomas Meier, Rektor der Zürcher Hochschule der Künste, sagt es richtig: Die geplante Abgabe ist viel zu wenig; wenn es etwas bringen wollen würde, müsste man mehr verlangen.

Die Webdesigner werden die Klimakrise lösen

Claudia Wirz brachte als Einwand sofort die «soziale Frage» auf und empfahl Freiwilligkeit. Damit die Leute eher bereit sind, freiwillig CO₂-Kompensation zu leisten, müsse man bei den Formularen für den Ticketkauf das entsprechende Kästchen einfach grösser machen. Die Webdesigner werden die Klimakrise lösen? Dass da noch keiner darauf gekommen ist! „Ausgerechnet ich verteidige den Kapitalismus?!“ weiterlesen