In your head, zombie

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Der Teeologe hat lange geschwiegen. Was daran liegt, dass er in der letzten Zeit nicht zu ausgiebigen Teezeremonien gekommen ist. Aber immerhin, heute gibt es wieder eine Verkostung. Und zwar des Cranberry-Tees aus Müllers Teestube. Erhältlich in dem Laden der Müller heisst, obwohl er nicht Mehl herstellt, sondern Drogerieprodukte verkauft.

Cranberries, oder, wie sie in Deutsch heissen würden, Moosbeeren, sind als Saft weit verbreitet und werden vom Teeologen in dieser Form auch gern getrunken. (Ohne dass er sich deswegen aber Saftologe nennen würde.) „In your head, zombie“ weiterlesen

Softwaremist fernhalten

Ich habe es schon früher gesagt, aber man kann es nicht oft genug sagen: Gebündelte Programme sind eine Plage. Ich gehe so weit, sie mit einem Trojaner gleichzustellen. Der Trojaner schmuggelt eine unerwünschte Software ein.

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Auf Millionen von Computern verschwendet McAfee Security Scan Plus Platz. Doch hier wurde diese Landplage gestoppt.

Das tut auch das Installationsprogramm eines «angereicherten» Softwareprodukts: Es jubelt dem Nutzer etwas unter, was dieser wahrscheinlich gar nicht will. Zwar wird diese Dreingabe während des Installationsprozesses ausgewiesen. Es gibt eine Opt-out-Möglichkeit, konkret ein Häkchen, das man entfernen kann. Doch natürlich legt es die Masche darauf an, dass viele Nutzer nicht genau lesen oder nicht im Detail verstehen, was passiert – denn wer mit dem Phänomen nicht vertraut ist, hat womöglich das Gefühl, diese draufgesattelten Dinge seien fürs Funktionieren des eigentlichen Programms notwendig.
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Der coole, dreckige Trick


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Mit dem Patentrezept-Video vom letzten Sonntag habe ich mich etwas schwer getan. Einerseits ist es eine echt nützliche Sache: Seit ich das Verfahren für mich entdeckt habe, nutze ich es regelmässig und mit wirklichem Gewinn. Andererseits hat es gewisse Anzeichen eines «Hacks», und man muss die Leute dazu bringen, am Bios ihres Computers herumzufummeln. Doch IMHO sollte man die Leute nicht unterschätzen – sondern ihnen die Wahl lassen. Gezwungen, es mir gleichzutun, wird keiner.

Es geht um die Möglichkeit, den Computer von fern einzuschalten und dann via Teamviewer zu nutzen. Auf die Idee bin ich gekommen, weil Teamviewer für mich seit einiger Zeit sehr an Nützlichkeit gewonnen hat. „Der coole, dreckige Trick“ weiterlesen

So richtig überzeugend ist das nicht

Wenn es nach manchen Kommentatoren geht, sind die gelben Velos eine echte Pest. Diese Einschätzung halte ich für übertrieben, und das treffende Wort, das Facebook-Freund Réda für seine Tirade nicht eingefallen ist, heisst Landplage.

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Kaution und Kreditsystem – das ist abschreckend kompliziert, wenn man Obike nur einmal schnell ausprobieren möchte.

Ich bin mir noch nicht sicher, ob Obike nun wirklich so schlimm ist oder ob man sich daran gewöhnen wird – so wie man sich an den ersten MacDonald’s in der Schweiz gewöhnt hat, obwohl der amerikanische Fastfoodfrass damals auch als Untergang des Abendlandes taxiert worden ist. Ich erinnere mich noch vage an die Kontroverse, die bei manchen von ihrem latenten Antiamerikanismus befeuert wurde. Und heute, bei Obike, scheinen bei manchen antiasisatische Ressentiments eine Rolle bei den Aversionsgefühlen mitzuschwingen.

Die Idee ist jedenfalls nicht komplett dumm: „So richtig überzeugend ist das nicht“ weiterlesen

Ein Quäntchen Smartheit fürs Eigenhome

Dumme Geräte smart machen: Das ist mit dem Wifi-Switch von MyStrom vergleichsweise einfach möglich. Die Idee ist ja nicht neu, aber dieser Adapter hier macht nun einen ausgegorenen Eindruck. Und er ist mit 39 Franken preiswert genug, um ihn auf Verdacht hin zu erwerben. (Ich habe ihn als Testgerät von Digitec erhalten, werde ihn aber kaufen und weiter benutzen.)

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Die Steuerung in der App mit den Steuerungsoptionen. (Der Stromverbraucher ist das Macbook Pro, an dem dieser Text gerade geschrieben wird.)

Besonders praktisch ist die Integration mit Homekit von Apple. Sie erlaubt es, Geräte über das Kontrollcenter von iOS-Geräten zu steuern oder auch Siri zu benutzen. Und eben: Man kann mit Ifttt spielen und er dockt auch an ein Ding namens Swisscom Internet Box an. Was immer das sein mag.

Die Inbetriebnahme des Adapters war in meinem Fall etwas komplizierter als in der Anleitung beschrieben. „Ein Quäntchen Smartheit fürs Eigenhome“ weiterlesen

Der seltsame Rechnungstrick von Salt

Heute habe ich ein Hühnchen mit meinem Mobilfunkanbieter rupfen. Obwohl ich mit ihm grosso modo zufrieden bin, hat er sich letzte Woche etwas geleistet, was IMHO gar nicht geht.

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So habe ich 2010 mobil gesurft. 2017 tue ich das nicht mehr.

Auslöser war meine Sim-Karte für das «Internet Everywhere Day»-Angebot, das ich seit 2010 nutze. (Dank meines Blogs sind die Details exakt dokumentiert.) Wobei, nutzen ist das falsche Wort: Seit das iPhone als Hotspot fungieren kann und ich ein Abo mit unbeschränktem Datenvolumen habe, brauche ich diese Sim-Karte nicht mehr. Sie hat seinerzeit über ein USB-Modem das Surfen am Laptop ermöglicht. Damals praktisch, heute obsolet.

Auf meiner letzten Rechnung fand sich nun ein Posten von 5 Franken für Surf Start für 250 MB, verbucht unter der Mobilfunknummer meiner «Internet Everywhere Day»-Sim. Der Clou der Karte damals war aber, dass keine Grund- oder Abogebühr anfällt, sondern dass nur die effektive Nutzung verrechnet wird. „Der seltsame Rechnungstrick von Salt“ weiterlesen

Smarte Uhrdreingaben

Die typischen Smartwatch-Funktionen wie die Benachrichtigungen finde ich lästig – wie hier ausführlich breitgetreten. Die im Beitrag besprochene Fēnix 5S von Gramin (Amazon Affiliate) gehört inzwischen aber zur Grundausstattung. Sie ist ein Fitnessgadget, das mir allerdings im Moment «Formverlust» bescheinigt. Ein besonders höfliches Gadget ist die Uhr nicht.

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Das Telefon muss ganz in der Nähe sein! (Ist es, es macht gerade das Foto.)

Zwei Funktionen habe ich an der Uhr schätzen gelernt. Die würden es auf keinen Fall rechtfertigen, allein ihretwegen eine Smartwatch anzuschaffen. Aber wenn man aus guten Gründen eine schlaue Uhr trägt, dann sind sie eine nette Dreingabe.
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Google ist nicht der Weisheit letzter Schluss


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Ich nutze Google gerne, auch wenn die Suche IMHO in der letzten Zeit abgebaut hat. Doch egal ob man nun ein Fan oder ein Nutzer ist, der mit Bing noch nicht warm geworden ist, sollte man die Grenzen seines Werkzeugs kennen.

Wobei: Es ist gar nicht so einfach, die Grenzen von Google in Worte zu fassen – zumindest dann nicht, wenn man keine Zeit für eine elaborierte Untersuchung hat. „Google ist nicht der Weisheit letzter Schluss“ weiterlesen

Ein VPN ist unverzichtbar

Das Virtual Private Network (VPN) ist für mich in den letzten Monaten zum unverzichtbaren Hilfsmittel geworden. Früher habe ich es sporadisch verwendet – ursprünglich hauptsächlich für die Umgehung von Geosperren. Doch in den letzten Monaten habe ich weitere unverzichtbare Verwendungszwecke erkannt. Erstens kann man Internetprobleme umgehen.

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Hier herrscht des Abends erstaunlich viel Netzwerkverkehr.

Und auch wenn ich hoffe, dass ich aus Gründen zu Hause keine Internetprobleme mehr haben werde, hatte ich neulich bei meiner Arbeit für den Publisher Gelegenheit, das VPN nutzbringend einzusetzen. Da hatte nämlich die Firewall aus unerfindlichen Gründen sämtliche Dateien blockiert, die ich im Publisher-Downloadbereich platzieren wollte. Warum? Ich weiss es nicht. Vielleicht haben die Firewall und das CMS eine unheilige Allianz geschlossen, um mir das Leben schwer zu machen. Jedenfalls ist das genau die Sorte Problem, die man einerseits nicht brauchen kann und deren Lösung andererseits mutmasslich Stunden in Anspruch nimmt. Ich habe mich daher dafür entschieden, das Problem nicht zu lösen, sondern zu umgehen. VPN-Client herunterladen, einschalten und mit einem Schweizer Knoten verbinden, fertig.

Während unserer Ferien in Holland ist mir noch etwas anderes aufgegangen. „Ein VPN ist unverzichtbar“ weiterlesen

Jetzt ist es offiziell: Ich bin kein Bot

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Manche werden am Display zum Tier. (Bild: Dariusz Sankowski, pixabay.com, CC0)

Mit Twitter kann man bekanntlich viel Schindluder treiben, selbst wenn man nicht Donald Trump heisst1. Beispielsweise kann man fremde Leute psychoanalysieren. Das funktioniert über die Website analyzewords.com. Man gibt das Twitter-Handle ein und erfährt etwas über die Gefühlswelt, das Sozialverhalten und die Denkweise.

Nun, nachdem ich eine Selbstanalyse durchgeführt habe, bin ich etwas erschüttert. Ich bin depressiv und furchtsam, arrogant und selten freundlich und überhaupt nicht analytisch. Die einzige Ausrede, die ich für dieses asoziale Verhalten habe, ist, dass die Analyse wahrscheinlich nur mit englischsprachigen Tweets richtig funktioniert und bei Deutsch komplett versagt.

Wenn man besagten Trump analysiert, könnte man allerdings auch zum Schluss kommen, dass dessen Persönlichkeit trotz seiner Verwendung von (meistens sogar richtig geschriebenen) englischsprachigen Wörtern nicht so richtig erfasst wurde. Obwohl das Analyseverfahren angeblich wissenschaftlich erhärtet ist:
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