Der Kindle hat ausgedient

Der Tolino Vision 2 im Test: Das Design wirkt nicht inspiriert. Doch funk­tional überzeugt das Gerät, und es sticht sogar das Lesegerät für elektro­nische Bücher eines grossen US-Online-Bücher­händ­lers aus.

Normalerweise begrüsse ich digitale Medien mit offenen Armen. Bei den Büchern war das nicht der Fall. Da brauchte es einiges an Angewöhnung, bis ich mich mit digitalen Büchern anfreunden konnte. Doch heute ist der Wechsel vollzogen. Zum Glück: Wir sind kürzlich umgezogen. Und eben: Es einen riesengrossen Unterschied, ob man seine Büchersammlung in digitaler oder in papierener Form transportieren muss.

Der E-Book-Reader nach der Vorstellung des Jeff Bezos ist ein Büchergefängnis.

Jetzt habe ich mich für einen neuerlichen Wechsel entschieden. Ich sage dem Kindle 3 adieu und wechsle zum Tolino. Ich habe sowohl den Shine, das erste Modell, als auch den Nachfolger Vision zum Testen erhalten und nun auch den Vision 2 als Leihgerät unter die Lupe genommen.
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Die trügerische Stimme Amerikas

Die Regierung sagt ihren Bürgern nicht immer die Wahrheit, klar. Aber was ist dran an der Vermu­tung der Verschwö­rungsshy;theore­tikern, dass sie mittels geschic­kter Propa­ganda gezielt in die Irre ge­führt wer­den?

Halbe Wahrheiten und ganze Lügen. Sie gehören zur Propaganda wie der Wille, die öffentliche Meinung in eine ganz bestimmte Richtung zu lenken – egal, ob sich diese Mission offiziell nun Public Diplomacy, Public Relations, Public Affairs oder Nation Branding nennt.

Anfeuerungsparolen und Durchhalte-Slogans.

Die Verschwörungstheoretiker sind jedenfalls überzeugt, dass der Staat die Propaganda nicht nur im Ausland verbreitet, sondern sie auch im Inland an die eigenen Bürgern verfüttert. Und ganz unbegründet ist diese Befürchtung nicht, seit 2011 der Smith–Mundt Act «modernisiert» worden ist.
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Sieben Foto-Tricks fürs Smartphone

Einfach draufhalten und auslösen ist die einfachste Knips-Möglichkeit. Mit der reizt man die Handykamera aber nicht einmal ansatzweise aus.

Vor Kurzem bin ich über obiges Video gestossen (via Andi Heer), das einige hübsche Tricks für die Smartphone-Fotografie bereithält. Den Trick Nummer 1 haben wir mit viel Spass auch schon angewandt. Das Foto stammt vom 5. Januar 2013 und zeigt mich doppelt; einmal links und einmal rechts der Sólfar-Skulptur in Reykjavík.

Wenn schon Island, dann gleich doppelt!

Auffrischung für verblasstes Mathe-Wissen

Die grossartige App Algebra Solver hilft uns rechnerisch auf die Sprünge: Sie führt Schritt für Schritt vor, wie algebraische Probleme gelöst werden und sie zeichnet auch Graphen auf.

Als Schüler und Gymnasiast konnte ich mich für die sprachlichen Fächer genauso begeistern erwärmen wie für die naturwissenschaftlichen. Auf der sprachlichen Seite bin ich beim Studium gelandet, weil ich mir diesen Journalismus in den Kopf gesetzt hatte. Aus heutiger Sicht war das nicht zwingend, weil eine naturwissenschaftliche Grundlage bislang noch keinem Journalisten geschadet hätte. Was mir damals aber noch nicht einleuchtete.

Der Katalog mit den mathematischen Gebieten, die der Solver beherrscht.

Aber das hier soll keine Lebensbeichte werden, sondern bloss ein kleiner App-Tipp. Die Einleitung hatte den Zweck zu erläutern, dass mich in der Schule nicht gegen Mathematikwissen gesträubt habe, davon in meinem Hirn aber nicht allzu viel vorhanden geblieben ist. „Auffrischung für verblasstes Mathe-Wissen“ weiterlesen

Cleverer Tweak einer nützlichen Funktion

Der «Senden an»-Befehl im Windows-Explorer scheint nicht sonderlich nützlich zu sein. Doch das täuscht: Er macht die Arbeit mit Dateien effizienter. Man kann sie zum Beispiel mit einem Mausklick in einen bestimmten Ordner verschieben.

Wie unterscheidet man einen Windows-Power-User von einem Normalanwender? Ein klares Anzeichen ist die Verwendung der Senden An-Funktion. Die weniger versierten Anwender kennen und nutzen die nicht. Die unter uns, die mit vielen oder allen Windows-Wassern gewaschen sind, haben den Wert dieses Instruments hingegen längstens erkannt. Die Senden An-Funktion erleichtert den Umgang mit Dateien: Das Umplatzieren und Weiterreichen an Programme wird deutlich einfacher¹.

Mobilität ist auch für Dateien ein grosses Thema. (Originalbild: Martin Fisch, Flickr.com)

Im Beitrag Die zeitsparende Dokumentendrehscheibe im Explorer habe ich die Funktion wie folgt beschrieben:

Der Befehl Senden an des Windows-Explorers ist ein praktischer Befehl mit einem etwas missverständlichen Namen. Er ist nicht für den Datenversand per Internet zuständig, wie man meinen könnte. Vielmehr reicht er Daten in lokalen Systemen weiter. Er übergibt sie an ein Programm oder an ein Systemmodul oder schlicht an einen anderen Speicherplatz.

Sie benutzen den Befehl, indem Sie eine oder mehrere Dateien oder Ordner markieren, diese mit der rechten Maustaste anklicken und Senden an aus dem Kontextmenü auswählen. Es erscheint ein Untermenü mit diversen Befehlen. Mit ihnen kann man bei der täglichen Dokumentenverwaltung einiges an Zeit sparen.

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Warum ich keine Apple-Apps mehr nutze

GarageBand war ursprünglich nicht nur eine Software für die Musik-, sondern auch für Podcastproduktion. Doch letztere Funktionen wurden allesamt ausgebaut, sodass sich vorhandene Projekte nicht mehr bearbeiten lassen. Das zerstört das Vertrauen in Apple-Apps.

Vor unserem Wechsel zu Auphonic produzierte ich den Podcast des Digitalmagazins und auch den altehrwürdigen Digitalk mittels GarageBand von Apple.

Die neue Version von GarageBand ist hübsch anzusehen, aber für Podcaster komplett nutzlos.

So sind mehr als 250 Projekte zusammengekommen, die ich feinsäuberlich archiviert habe. Ob ich die wirklich jemals brauchen werde, steht auf einem anderen Blatt – aber rund 17 GB für den Fall der Fälle vorzuhalten, ist heute keine Staatsaffäre mehr.

Apples Verrat an den Podcastern

Ein Problem gibt es allerdings – und das ist Apple. Dieses Unternehmen hat bekanntlich keine Skrupel, seine Produkte nach Gutdünken umzubauen und Funktionen zu entfernen, die nicht mehr ins Konzept passen. „Warum ich keine Apple-Apps mehr nutze“ weiterlesen

Etwas für die Weihnachts-Wunschliste

Die Action-Cam HDR-AZ1VR von Sony im Test – natürlich in Videoform.

Ich habe mich gestern in Final Cut Pro ziemlich verausgabt und eine weihnachtliche Gadgettagebuch-Folge vom Stapel gelassen… Herausgekommen ist ein hochgradig spektakulärer Videotest der Sony HDR-AZ1VR-Action-Cam…
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Zum Glück haben wir heute schöne Browser

Früher war nicht alles besser. Die Programme, mit denen wir im Netz gesurft haben, sind ein Beispiel: Vor zehn – oder gar zwanzig – Jahren waren sie hässliche Blähware, mit der man heute nicht mehr würde arbeiten wollen.

Vor einem Monat feierte Netscape Navigator seinen zwanzigsten Geburtstag. Vor genau einer Woche war der zehnte Geburtstag von Firefox. Das habe ich zum Anlass genommen, um in meinem Archiv nach Browser-Screenshots zu suchen.

Netscape-Gründer Marc Andreessen musste sich dem Internet Explorer geschlagen geben. Er ist heute Investor und sitzt im Aufsichtsrat von Facebook.

Was ich gefunden habe, brachte mich zur Einsicht, dass ich, falls ich jemals eine Zeitreise machen darf, entweder in die Zukunft reisen werde. Oder aber so weit in die Vergangenheit, dass ich nicht zufällig einem dieser alten Browser begegne. Weil: Das geht gar nicht!
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Keywording ist das Schlagwort der Stunde

Karsten Risseeuw weiss, wie man Bilder so archiviert, dass sie sich hinterher auch wieder auffinden lassen. Er erklärt, worauf es ankommt und wie man Metadaten richtig einsetzt.

Gestern war ich als Publisher-Insiders-Reporter in Sankt Gallen bei Karsten Risseeuw, seines Zeichens Fotograf und Experte für Bildarchivierung und -Lizenzierung bei kursiv.com. Entstanden ist für einmal kein Screencast, sondern ein Fachgespräch über den richtigen Umgang mit digitalen Bildarchiven. „Keywording ist das Schlagwort der Stunde“ weiterlesen

Ein besserer Passwort-Tresor für iOS

Passdrop ist eine Passwort-Manager-App, die sich vor allem fürs iPad empfiehlt: Sie öffnet Passwort-Safes im Keapass-Format und greift auch via Cloud auf sie zu.

Ich verwalte meine Passwörter (wie im Beitrag Passwort-Safe für Windows, Mac und iOS (inklusive Datenaustausch) beschrieben) mit KeePass. Das ist eine bewährte Praxis.

Nicht unbedingt eine Augenweide, aber zweckmässig und durchdacht.

Mit der iPad-Version meines Passwortverwaltungsprogramms war ich in letzter Zeit aber nicht mehr zufrieden. Die iKeePass-App hat schon länger kein Update mehr erfahren, obwohl es zunehmend Kompatibilitätsprobleme gibt. Der Look passte schon nicht mehr zu iOS 7. Bei iOS 8 werden nun einige Textfeldchen nicht mehr korrekt angezeigt. „Ein besserer Passwort-Tresor für iOS“ weiterlesen