Sich am Spotify-Repertoire vergreifen

Pacemaker ist eine DJ-App fürs iPad, mit der man nicht nur Stücke aus der lokalen Mediathek spielt, sondern auch via Musikstreaming Zugriff auf einen riesigen Musikkatalog erhält.

Kollega Zeier hat neulich eine App vorgestellt, mit der man DJ spielt. Das ist an sich nichts Neues – dieses Blog hat sich bei früheren Gelegenheiten Tap DJ und Virtual DJ angenommen. Auch die (bislang unbesprochene) Edjing-App nutze ich gelegentlich gerne. Nun gibt es mit Pacemaker auch eine iOS-App, mit der man sich als DJ am Spotify-Repertoire vergreifen kann.

Hohes Niveau, flaches Design, breiter Musikvorrat.

Beim ersten Start der App wird man zu Spotify weitergeleitet, wo man sich anmeldet und dann, in meinem Fall, den frustrierenden Bescheid erhält: «Sorry, to use Pacemaker with Spotify, you need Spotify Premium». „Sich am Spotify-Repertoire vergreifen“ weiterlesen

Virtuell, reell, und alles dazwischen

Das Programm Disk2vhd verwandelt eine Partition auf der Fest­platte in eine VHD-Datei. Dieses virtuelle Ab­bild des Daten­trägers lässt sich auf andere Compu­ter trans­fe­rieren und dort mounten oder auch in einer virtu­ellen Ma­schine ver­wen­den.

In meiner Anleitung zu VirtualBox erwähne ich kurz das Programm Disk2vhd von Windows-Tausendsassa Mark Russinovich, kostenlos erhältlich auf den Sysinternals-Seiten von Microsoft. Das ist indes nützlich genug, um separat besprochen zu werden. Mit diesem Programm lässt sich eine vorhandene Partition – auch die aktive Systempartition oder mehrere Partitionen – in eine VHD-Datei überführen.

Das hat mehrere Vorteile:
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Geldmacherei mit In-App-Käufen

Wie eine schöne Spielidee durch das Geschäftsmodell ruiniert wird: Music Quiz könnte so viel Spass machen, wären nicht die ständigen Versuche, dem Gamer In-App-Käufe aufzunötigen.

Die App Music Quiz (für iOS und Android) hat ein bestechend simples Konzept: Sie spielt einen Song und will den Titel oder den Interpreten wissen. Dazu kriegt man wie beim Scrabble eine Auswahl an Buchstabentäfelchen, die man in die Lösungsfelder platziert. Wenn man sich nicht sicher ist, kann man die Lösung anhand der Buchstaben erraten.

Der hier war einfach.

Das verspricht gute Unterhaltung für Leute wie mich, die sich etwas auf ihre Kenntnisse der Rock- und Popgeschichte einbilden. «LIke a prayer» von Madonna? Errate ich nach einem halben Takt. «Beat it» von Michi Jackson sogar nach zwei Millisekunden. Auch zu mehreren müsste das sehr viel Spass machen.

Tut es aber nicht. „Geldmacherei mit In-App-Käufen“ weiterlesen

Lobpreisung für Wolfram-Alpha

Die «rech­nende Wissens­ma­schine» gibt einem einen mathe­ma­tischen Zugang zu Fakten und be­ant­wor­tet (richtig ge­stell­te) Fragen mit be­last­ba­ren Daten.

Ich weiss, ihr kennt alle die tolle Suchmaschine wolframalpha.com – die eigentlich gar keine Suchmaschine ist, sondern ein Ding namens computational knowledge engine. In Deutsch lässt sich das leider nicht so schön ausdrücken. Die «rechnende Wissensmaschine» klinkt nach Hokuspokus und nicht nach dem nützlichen Instrument, das Wolfram-Alpha ist.

Erspart längere Recherchearbeiten.

Und obwohl ihr dieses Instrument alle schon kennt, will ich es hier kurz lobpreisen. Ich habe neulich für das Datenblog des Tagesanzeigers einen Beitrag verfasst (Wo Kickstarter kickt), für den ich die Einwohnerzahlen von knapp zwei Dutzend Ländern und Regionen in Erfahrung bringen musste. Das muss man jede einzelne Zahl bei Wikipedia nachschlagen – so befürchtet man.

Wolfram-Alpha macht die ganze Arbeit

Aber nein, es geht ganz einfach. „Lobpreisung für Wolfram-Alpha“ weiterlesen

Gepflegtes Youtube-Ripping

TubeSave wäre ein gutes Hilfs­mittel, wenn man Clips würde von der bekann­ten Video­platt­form he­runter­laden wollen – was man natürlich nicht tut, weil es die Nutzungs­be­ding­ungen verbie­ten.

Die Nutzungsbedingungen von Youtube halten unmissverständlich juristisch verklausuliert fest, dass man Videos nicht herunterladen soll:

Sie erklären sich damit einverstanden, (…) nicht über irgendwelche andere Technologien oder Mittel als die Video-Wiedergabeseiten der Webseite selbst, den YouTube-Player oder solche anderen Mittel zuzugreifen, die YouTube ausdrücklich für diesen Zweck bestimmt.

Videos auswählen…

Daran halte ich mich. Selbstverständlich. Wenn ich mich nun rein theoretisch nicht daran halten würde, weil ich zum Beispiel irgendwelche Youtube-Tracks zu irgendwelchen Zwecken offline nutzen wollen würde, dann hätte ich die Möglichkeit, „Gepflegtes Youtube-Ripping“ weiterlesen

Wo der Rubel sekündlich rollt

Wie viel Geld wird pro Sekunde im Internet umgesetzt? Eine Grafik verrät, wer die Grossverdiener sind.

1811.45 Franken Umsatz macht Amazon – pro Sekunde. Etwas mehr ist es bei Microsoft: Nämlich 2115.45 Franken. Foxconn bringt es immerhin auf 3462.25 Franken. Was Apple pro Sekunde umsetzt, ist andernorts ein guter Monatslohn (4120.25 Franken). Aber keiner kommt an Samsung mit seinen 5886.30 Franken heran.

Die Zahlen stammen von einer Grafik, die ich neulich bei chip.de gesehen habe und die ich hier gern zum Studium empfehle.

Drei Fliegen mit einer Klatsche

Die geheime Wel­tregie­rung hat ihre Schergen, die mit schwarzen Heli­kop­tern unter­wegs sind, um uner­wartet an irgend­welchen Fleckchen auf diesem Globus aufzutauchen. Oder handelt es sich doch um Nano­bots, die sich selbst vermeh­ren und sich als Chem­trails über den Him­mel erstrecken?

Die Welt rätselt über aufgebrochene Viehkadaver und die Chemtrails – bis Morgomatthias diese beiden Verschwörungstheorien handstreichartig mit einer dritten in Verbindung bringt. Mit der der «Black helicopters» nämlich. Das sind die nicht gekennzeichneten Fluginstrumente, mit denen die geheime Weltelite ihre klandestinen Einsätze fliegt…

Unausgereifte Schutzfunktion

Die «Click to play»-Funktion erhöht in Firefox, Chrome und Safari die Sicherheit, indem Flash- und Java-Inhalte nicht sofort, sondern erst nach einem Aktivierungs-Klick ausgeführt werden. Theoretisch ist das sinnvoll, im Siurf-Alltag aber nicht sehr praktisch.

Die Browser-Plug-Ins sind ein Segen – aber gleichzeitig ein ziemlicher Fluch. Bei Websites, wo unvermittelt eine Werbung oder ein Videoclip losdröhnt, wünschte man sich, Flash wäre nie erfunden worden.

Darum kommt es mir entgegen, dass die neuen Versionen der gängigen Browser alle die Click to Play-Funktion eingeführt haben: Hat man diese eingeschaltet, wird eine Erweiterung nicht sofort aktiv, sondern erst nach einem Klick. Das schützt nicht nur vor Belästigungen, sondern erhöht auch die Systemsicherheit.

Java und Flash sind oft schuld an Vireninfektionen

Da Schadsoftware häufig über Plug-Ins wie Flash oder Java eingeschleppt werden, lebt man deutlich sicherer, wenn man diese Inhalte nur dann zulässt, wenn man wirklich an ihnen interessiert ist.

Java: Als Kaffee nicht so lästig wie als Plug-In.

Das klingt in der Theorie gut. Aber bei meinen Tests hat sich die Funktion in den gängigen Browsern leider als nahezu unbrauchbar erwiesen.

Firefox

Bei Firefox ist Click to Play standardmässig eingeschaltet – eine Option gibt es in den Einstellungen nicht. „Unausgereifte Schutzfunktion“ weiterlesen

Das Internet der Dinge, GIFs und Gänsehaut

Die aktuelle Über­sicht meiner Artikel mit Neuig­kei­ten zu IoT, einer Würdi­gung von Kunst in Form ani­mier­ter GIFs und der Frage, was da mit der kün­stli­chen Intelli­genz auf uns zukommt.

Das Internet der Dinge braucht eine Benutzeroberfläche – und die wird in der Schweiz entwickelt, wie Matthias Aebi im Beitarg Die Dinge werden digital im Tagesanzeiger erzählt hat. Ausserdem habe ich dort vor Kurzem im Beitrag Computer-Kunst mit einem Uraltformat ein Loblied auf das (animierte) GIF angestimmt und die wenig überzeugenden digitalen Comics kritisiert – siehe Müde Comic-Helden auf dem Tablet – und die Nikon Df getestet: Eine Digicam, die analoge Sehnsüchte stillt.

Laut geekologie.com das erste Bild, das ins Internet hochgeladen wurde: Ein von Tim Berners-Lee gespeichertes GIF der CERN-Mädchenband Les Horribles Cernettes.
140214-dancing-baby.gif
Leider nicht das letzte schrecklicke GIF im Netz: Das Dancing Baby, das auch als GIF zum Internet-Meme wurde.

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Ich bin fit, und ich kann es beweisen

Das Schrittzähler-Armband Polar Loop von Polar Electro im Test – und im Vergleich mit der Moves-App und dem Jawbone Up.

Quantified self ist nach wie vor ein Riesending – immer mehr Schrittzähl-Armbänder in immer neuen Varianten sind erhältlich. Jetzt mischt auch das finnische Unternehmen Polar Electro mit. Ich habe mich in den Wald verdrückt und weder Mühen noch Bewgung gescheut, um das Polar Loop in der zweite Folge des Gadgettagebuchs auf Herz und Nieren zu testen.

So weit, durch den Regen zu joggen, bin ich bei meinem Test allerdings nicht gegangen.

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