Klangwellen einfach kanalisieren

Soundsource klinkt sich in die Menüleiste von Mac OS X ein. Die kostenlose App schaltet Audio-Ein- und -Ausgänge und regelt die Lautstärke.

Rogue Amoeba – das Firmenmotto lautet «komischer Name, grossartige Programme» – ist ein Softwareunternehmen aus den USA, das sich dem Audio verschrieben hat. Das bei früherer Gelegenheit vorgestellte Programm Airfoil erlaubt einen flexibleren Umgang mit Apples Dienst zur drahtlosen Multimedia-Übertragung zwischen verschiedenen Geräten. Airfoil schickt die Soundausgabe beliebiger Programme an einen Apple-TV oder an einen Airplay-kompatiblen Lautsprecher. Das Programm Audio Hijack Pro greift Audioströme einzelner Anwendungen ab und zeichnet sie auf. Ein klassisches Einsatzgebiet dafür ist die Aufnahme von Skype-Gesprächen.

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Damit die Musik am richtigen Ort spielt.

Ein Pong-Spiel, das jeden Tag 23 zu 59 ausgeht
Rogue Amoeba bietet auf der Website auch einige Gratisprogramme an. Zum einen der Bildschirmschoner PongSaver, der eine Uhr anzeigt, bei dem die Zeit gleichzeitig dem Spielstand entspricht. Der (virtuelle) Spieler links macht einmal pro Stunde einen Punkt, der Spieler recht einmal pro Minute.

Wirklich praktisch ist jedoch Soundsource. Dieses Gratisprogramm klinkt sich in die Menüleiste ein und stellt die Einstellungen zur Verfügung, die in den Systemeinstellungen unter Ton versteckt sind. Man schaltet über dieses Menü die Audio-Ein- und Ausgänge und regelt die Lautstärke. Drei Abschnitte stehen zur Verfügung: Output entspricht der Klangausgabe, die auf die integrierten oder, falls vorhanden, auf externe Lautsprecher geschickt werden kann. System bezeichnet die Systemklänge, die in den Systemeinstellungen als Toneffekte bezeichnet werden, und die auf einen separaten Ausgang geschickt werden können – falls Boxen am Mac angeschlossen sind, schickt man die Ausgabe auf die Boxen, de Toneffekte weiterhin auf die internen Lautsprecher des Mac.

Ungestörter Musikgenuss
Bei der Musikwiedergabe über Spotify oder iTunes wird die Musik nicht durch Systemklänge übertönt. Diese sind jedoch weiterhin am Computer hörbar. Über Input wählt man die Eingangsquelle. Normalerweise steht das interne Mikrofon und Line-in zur Wahl. Falls externe Geräte per USB oder Firewire angeschlossen sind, sind diese im Menü ebenfalls aufgeführt.

Fazit: Kein weltbewegendes Programm – aber eines, dass das Umschalten zwischen Audioquellen und die Pegel-Regelung stark vereinfacht.

Soundsource ist kostenlos erhältlich und läuft leider nicht auf der neuesten Version von Mac OS X.

Autor: Matthias

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