Neues Datenlager in den Wolken

Da habe ich doch neulich darüber gebloggt, dass mir Windows 7 keinen «Nerdgasmus» bereitet hat. Daraufhin stellte mir @hediger auf Twitter die Frage, wo ich denn schon einmal einen erlebt hätte. Ich musste passen. Jetzt kann ich ihm aber endlich eine hochbefriedigende Antwort liefern.
Den Datenaustausch zwischen verschiedenen Arbeitsrechnern und privaten Computern habe ich bis anhin mit dem Mediacenter von GMX erledigt. Ihr kennt das: Daten an einem Ort auf dieses Laufwerk schieben, dann am anderen Ort wieder herunterladen und möglichst nichts vergessen. Es funktioniert, aber es ist nicht sonderlich komfortabel. Und habe ich an meinem Tagi-Rechner irgend etwas verkonfiguriert, sodass das NetDrive-Programm von Novell seiner Pflicht nicht mehr nachkam und sich weigerte, per WebDAV eine Verbindung zum Mediacenter einzurichten. Nachdem ich einige Zeit mit Reparaturversuchen verplämpert hatte, beschlich mich der Verdacht, dass in den letzten fünf Jahren, seit ich diese Methode des Datenaustauschs praktiziere, womöglich komfortablere Lösungen entstanden sind. Ich versuchte es mit Dropbox und siehe da: Man kann es sich sparen, selbst Dateien in der Gegend herumzuschieben. Nachdem die Software eingerichtet ist, bestimmt man einen Ordner, der als Dropbox fungiert und wirft dort alles hinein, was man an anderen Rechnern zur Verfügung haben will. Das Hoch- und Runterladen erledigt die Software im Hintergrund und auf Rechnern, auf denen man die Software nicht installiert hat, greift man per Browser auf die Dropbox zu. Das funktioniert wunderbar.
Nur ein Problem hatte ich nun: Meinen Kalender führe ich mit Sunbird. Damit ich den überall und auf diversen Windows- und Mac-Computern zur Verfügung habe, liegt die Ics-Datei auf dem GMX-Mediacenter und wird per Webdav aktualisiert. (Soll jetzt keiner sagen, das ginge mit Google Calendar einfacher. Ich wills halt so.) Für die Synchronisation mit dem iPhone habe ich den Kalender in Apple iCal abonniert. Nur, mit Dropbox wird die Kalenderdatei lokal gespeichert und dummerweise kann iCal keine lokalen Kalenderdateien abonnieren. Sollte ich deswegen auf die schöne Dropbox verzichten?
Nein, natürlich nicht. Der Kalender lässt sich nämlich trotzdem abonnieren, wenn man iCal wie folgt ein Schnippchen schlägt.

  1. Man startet in den Systemeinstellungen unter «Sharing» das Websharing
  2. Dann lädt man SymbolicLinker herunter und installiert ihn, indem man die Datei «SymbolicLinker.plugin» in den Ordner «/Library/Contextual Menu Items» legt.
  3. Man erzeugt einen symbolischen Link des Kalenders in «~/Dokumente/Dropbox» im Webroot des Apache-Servers unter «/Library/Webserver/Documents». Dazu klickt man die Kalenderdatei mit der rechten Maustaste an und wählt «Mehr > Symbolischen Link erstellen».
  4. Man abonniert den Kalender in iCal unter der Adresse http://localhost/kalender.ics.

Und diese Eintracht zwischen iCal, dem iPhone und Sunbird auf diversen Rechnern ist dann tatsächlich gut für das eingangs erwähnte Hochgefühl…

Autor: Matthias

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