Smartes Licht ohne allzu viel Heckmeck

Die Edison-Lampe von Philips ist nicht nur ein Hingucker, sie lässt sich per Bluetooth auch via Smartphone steuern, ohne dass man einen Hue-Hub benötigen würde. Die App hat allerdings noch Verbesserungspotenzial.

Ich bin der Vernetzung des trauten Heims nicht abgeneigt, aber auch nicht euphorisch. Denn in vielen Fällen erkauft man sich einen kleinen Fortschritt mit einem grossen Administrationsaufwand:

Per Startbildschirm kann man eine oder mehrere Lampen gemeinsam und mittels Vorgaben steuern.

Man muss seine smarten Stecker mit Firmware-Updates versorgen und sicherstellen, dass auch ja das WLAN nie ausfällt. Und auch wenn das gewährleistet ist, funktioniert der Kram in so und so vielen Fällen aus unerfindlichen Gründen dann doch nicht. Wir lernen: Auch der gute alte Lichtschalter hat seine Berechtigung.

Trotzdem wollten es die Umstände, dass sich neulich ein smartes Gadget in unser Heim verirrt hat. Es handelt sich um die Edison Lampe mit Glühdraht von Philips (LWV001), die für ungefähr 30 Euro bei Amazon zu haben ist.

Die Lampe stammt aus der Hue-Familie und ist nicht vollsmart, sondern nur halbsmart ist, wenn ich so sagen darf. Sie hat kein WLAN, sondern Bluetooth und lässt sich ohne den Hub verwenden, der bei Philips Hue-Bridge heisst¹. Das ist ein Nachteil, weil es die Möglichkeiten einschränkt. Wenn man einen Hub hat, dann arbeiten die Lampen mit dem zusammen – man verbaut sich daher nichts. „Smartes Licht ohne allzu viel Heckmeck“ weiterlesen

Projekt Männer-Apps, erster Teil: Der Bart

Nehmen wir an, Mann würde sich entscheiden, sich einen Bart stehenzulassen? Braucht es dafür die Beratung eines gestandenen Barbiers, oder kommt man auch mit Apps wie Beard Booth Studio oder Grooming über die Runden?

Ich habe ein kleines Projekt am Laufen. Und zwar bin ich daran, schöne Männer-Apps zusammenzutragen.

… und ja, ich weiss, welche Risiken ein solches Unterfangen birgt. Man könnte vermuten, dass ich ein antifeministisches Zeichen setzen will oder mich sogar zu zum Maskulinismus bekenne.

Doch dergleichen liegt mir fern. Sollte Klärungsbedarf bestehen, würde ich keinen Hehl daraus machen, dass ich diese beiden Ideologien deplatziert und verachtenswürdig finde und einfach nur auf die Idee gekommen bin, weil ich nun einmal ein Mann bin und mir die Frage gestellt habe, ob diesem Umstand von den App-Entwicklern speziell Rechnung getragen wird.

Wir Männer werden ein bisschen vernachlässigt

Mir scheint das nämlich nicht der Fall zu sein: „Projekt Männer-Apps, erster Teil: Der Bart“ weiterlesen

Das Pasta-Gadget

Eine Teigwarenmaschine, auch Pastamaker genannt, im Test: Der Philips-HR2382 aus der Avance Collection erledigt die Arbeit prompt. Trotz weniger Unstimmigkeiten stellt sich unweigerlich die Sinnfrage.

Heute wagt sich dieses Blog wieder einmal in ein thematisches Randgebiet vor. Es geht zwar um ein Gadget. Aber um eines, das weder smart ist noch eine Internetanbindung aufweist. Immerhin hat es ein digitales Display – aber das ist auch schon der einzige Bezug zur Welt der Hochtechnologie.

Aber essen müssen schliesslich alle. Sogar wir Nerds, die wir uns hauptsächlich im Cyberspace aufhalten und uns von Bits und Bytes ernähren. Und dafür ist dieses Gadget gut: Für die analoge Kalorienzufuhr. Das Gadget gibt einem sogar das angenehme Gefühl, man würde eine selbstverantwortliche Ernährungsweise pflegen und nicht bloss Fastfood und Fertiggerichte in sich hineindrücken. (Was natürlich ein Klischee ist.)

Also, es geht um eine Teigwarenmaschine, neudeutsch Pastamaker genannt. Hier im Blog bespreche ich speziell die Avance Collection von Philips, die es bei Galaxus für ca. 230 Franken und bei Amazon für um die 200 Euro gibt. Aber ich nehme an, dass andere Modelle und die Geräte der Konkurrenz ganz ähnlich funktionieren.

Die (im Kindesalter stecken gebliebenen) kulinarischen Vorlieben befriedigen

Eine solche Maschine hat mehrere Vorteile: Sie erlaubt es unsereins, unsere (im Kindesalter stecken gebliebenen) kulinarischen Vorlieben zu pflegen und fünfmal die Woche Teigwaren zu essen. Gleichzeitig schmeisst man nicht einfach fertig gekaufte Pasta in einen Topf und macht eine Fertigsosse dazu. Nein, man stellt die Pasta selbst her und darf sich dem Gefühl hingeben, die jahrtausendealte Menschheitstradition der Selbstversorgung weiterzuführen. „Das Pasta-Gadget“ weiterlesen

Philips und der Kundendienst

Wer bei dem grossen niederländischen Haushaltsgerätehersteller einen Mangel anbringen möchte, muss sich auf eine längere Odyssee durch diverse Support-Instanzen, auf unlogische Anweisungen und unsinnige Antworten gefasst machen.

In unserem Haushalt haben sich recht viele Gegenstände von Philips angesammelt: Dieser Kopfhörer, solche Babyfläschchen, eine LED-Lampe aus der Vor-Hue-Ära, ein Fernseher (2008) und der Langhaarschneider QC5570/32, den ich im Beitrag Haarschnitt, selbstgemacht besprochen habe.

Ähh… wo ist nochmal die Seriennummer?

Dieser Haarschneider bot mir neulich einen Grund, mich mit dem Support von Philips auseinanderzusetzen. Einer der Aufsätze, der so genannte «Präzisionskamm mit fünf feststellbaren Längeneinstellungen von ein bis drei Millimetern» ist nämlich nach wenigen Einsätzen kaputtgegangen.

Haarlänge nach dem Zufallsprinzip

Das hatte zur Folge, dass die Längeneinstellung eben nicht mehr feststellbar war. Und obwohl so eine Frisur mit einer nach dem Zufallsprinzip variierten Haarlänge auf manche Leute wahrscheinlich einen gewissen Reiz ausüben würde, ziehe ich dennoch eine konstante, von mir bestimmte Länge vor.

Es bestand also Handlungsbedarf. Als erstes habe ich, wie ein vernünftiger Mensch das tut, ein Mail an den Suport geschrieben. Man hat mir daraufhin beschieden, man würde mir gerne helfen, aber ohne Seriennummer würde gar nichts gehen. Ich habe zwar die Modellnummer herausgefunden, aber eine Seriennummer war partout nicht aufzutreiben. Klickt man auf der Supportseite auf den Link Wo finde ich die Seriennummer, dann erscheint diese Grafik hier, die offensichtlich von einem Fernseher stammt.
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Kabellos kopfhören

Die drahtlosen Kopfhörer SHB5900 von Philips im Test. In der Handhabung überzeugt er, doch der Klang ist nicht das Gelbe vom Ei.

Nun ist nach gut anderthalb Jahren der hier getestete SoundSport In-Ear von Bose den Weg alles Irdischen gegangen. 18 Monate ist okay, aber auch nicht grossartig, was die Vermeidung von High-Tech-Schrott angeht. Darum habe ich mich entschieden, die Problemquelle auszuschalten und einen kabellosen Kopfhörer in den Dienst meiner mobilen Audioversorgung zu stellen.

Äusserst kompakt mit zwei Verdickungen. In der einen stecken die Steuerungsknöpfe, in der anderen Batterie und Elektronik.

Es handelt sich um den Philips SHB5900 (Amazon Affiliate), der per Bluetooth mit der Klangquelle (dem Mobiltelefon) verbunden wird. Nein, keine Angst, ich habe ihn nicht in dem schreienden Grün angeschafft, in dem er bei der Philips-Website erscheint, sondern in neutralem Schwarz.

Der Kopfhörer ist nicht komplett kabellos wie zum Beispiel bei diesem Kickstarter-Projekt. Oder bei dem hier. Es gibt ein kurzes, geschätzt 40 Zentimeter langes Kabel, das über den Nacken läuft und die beiden Ohrstöpsel verbindet. „Kabellos kopfhören“ weiterlesen

Haarschnitt, selbstgemacht

Der Langhaarschneider QC5570/32 von Philips hat einen drehbaren Scherkopf, sodass man sich den Gang zur Coiffeuse einsparen und sich selbst eine aparte Kurzhaarfrisur verpassen kann. Falls man es denn schafft, spiegelverkehrt am eigenen Kopf zu arbeiten.

Aus technischen Gründen sind meine Langhaartage seit einiger Zeit gezählt. Ich bin nun Träger einer zeitlosen Kurzhaarfrisur, mit der ich ohne weitere Fragen in die US-Army aufgenommen werden würde. Zumindest, bis der Drill Sergeant meiner pazifistischen Grundeinstellung gewahr werden würde.

Als Ersatz der netten Friseuse empfiehlt Philips einem dieses Teil hier.

Was nun die zeitlose Kurzhaarfrisur angeht, hat die sowohl Nachteile als auch Vorteile. Zu den Vorteilen zählt die einfache Wartung. Man kann auch das Duschgel als Shampoo nutzen, braucht weder Föhn, Ondulierstab noch Haarspülung und spart sich die Kosten für den Coiffeur. (Was für die haarschneidende Zunft ein echter und bedauernswerter Nachteil ist. Allerdings hat die auch während meiner Langhaarjahre nicht enorm viel an mir verdient.)

Besonders originell ist so eine Kurzhaarfrisur nicht

Die Nachteile sind die aus modischer Sicht fehlende Raffinesse, die fragwürdige politische Message – diesbezüglich hat der Pferdeschwanz besser gepasst – und die Notwendigkeit, einmal pro Woche oder mindestens alle 14 Tage nachzuschneiden.
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Ein Vorgeschmack auf das Internet der Dinge

Ich habe die smarten Hue-Lampen von Philips Hue im Startpaket mit drei Lampen und Basisstation getestet. Die ermöglichen viele Spielereien, sind vor allem in Kombination mit Ifttt noch ausbaufähig, werden in unserem Haushalt aber dennoch vorerst nicht Einzug halten.

Neulich hatte ich die Gelegenheit, die Philips Hue zu testen. Das sind die WLAN-Glühbirnen, die sich sowohl farblich steuern als auch dimmen lassen. Man kann per App Helligkeit und Farbe wählen und Lichtstimmungen kreieren. Da sich mehrere Birnen gleichzeitig regeln lassen, sind auch ausgeklügelte Lichtkreationen und -spielereien möglich.

Dieses Bild könnte man für eine Szene als Grundlage nehmen, die herbstliche Stimmung verbreiten soll.

Digitec.ch hatte mir für eine Testperiode das Startpaket mit 3 Glühbirnen und der Basisstation, Switch genannt, zur Verfügung gestellt. Das kostet 219 Franken bei Digitec oder 183 Euro bei Amazon (Affiliate-Link).
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Zart, empfindsam und sanft

Kein typisches Thema fürs Blog: Ich teste den Bartschneider QT4090 Vacuum von Philips, mit dem man sich einen Dreitagebart fabriziert und der die abgescherten Bartstoppeln automatisch einsaugt.

Irgendwann in den Nullerjahren muss es gewesen sein, als ich mich eine spontane Erkenntnis überfiel. Mein Gesicht sähe in glatt langweilig aus, stellte ich fest und leitete aus dieser Einsicht den Entschluss ab, fortan mit einem hipstermässigen Ein- bis Dreitagebart durchs Leben gehen zu wollen.

Wer mich kennt, weiss, dass ich die Weltanschauungen der vielgescholtenen Nerds insofern teile, als dass Bekleidung, äussere Erscheinung und genereller Habitus weniger von modischen Überlegungen geprägt sind, als vielmehr vom Wunsch nach Einfachheit und Funktionalität.

Die Länge muss stimmen.

Das hat man mir, es muss gesagt sein, auch schon als Nachlässigkeit ausgelegt, und es gibt Leute, die behaupten, ich würde nicht mehr als zwei Jeans und drei T-Shirts mein Eigen nennen. Das ist definitiv unwahr, aber es kann nicht bestritten werden, dass ich einen gewissen Unwillen hege, mich allzu intensiv mit Äusserlichkeiten zu beschäftigen. „Zart, empfindsam und sanft“ weiterlesen

Weit-, bzw. Breitsicht

Wer in seiner Wohnung vom Sofa zu viel Wand sieht, dem wird von Philips bald geholfen werden. Der Hersteller bringt nämlich einen Fernseher, das Mauerwerk auch in der Breite wunderbar kaschiert. Der «Cinema 21:9» bringt das Seitenverhältnis vom Cinemascope-Kinofilm. Das Bild ist mehr als doppelt so breit als hoch.

Nun bemängeln Kleingeister bereits, dass dieses Format beim Betrachten einer herkömmlichen Sendung im 4:3-Format massive schwarze Balken links und rechts zur Folge hat. Bei dieser Kritik fehlts an Weit- bzw. Breitsicht. Der Clou ist doch, dass so bestens zwei Fernsehkanäle nebeneinander passen:

Eine Sendung für jedes Auge, so muss es sein. „Weit-, bzw. Breitsicht“ weiterlesen

Doppelte Werbekiller

Der Spamfilter fürs Fernsehen: Philips lanciert einenHarddisk-Recoder mit «Commercial Skip»-Funktion, der die Werbeblöcke überspringt.

In der Zeitung kann man sie überblättern, aber beim Fernsehen muss man sich durch Wegzappen retten. Wenn die Werbung zuschlägt! Nun kommt von Philips ein Harddisk-Recoder mit «Commercial Skip». Das ist der Spamfilter fürs Fernsehen. Man könnte auch vom audiovisuellen «Ad-Aware» sprechen. Oder von einem Revival der Fernsehfee. Bei Philips werden die Werbeblöcke abgeblockt bzw. markiert, dass man sie überspringen kann und nicht auf DVD brennen muss, wenn man Sendungen archiviert.

Toll,…

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