Tipps für den Tolino

Acht Tricks, um das Maxi­mum aus dem E-Book-Reader von Thalia, Orell Füssli, Welt­bild, Hugen­dubel und Co. he­raus­zu­ho­len: Wie man Screen­shots macht, ein Ruhemodus-Fotos wählt, Wunsch-Schriften und Notizen benutzt, Wörter­bücher ergänzt und das Gerät schützt.

Neulich habe ich den Tolino Vision 6 ausführlich getestet und mit dem Kobo Libra 2 verglichen. Ich habe auch erklärt, wie man es am besten anstellt, wenn man eigene Inhalte aufs Gerät bringen will – hier die Tipps, wenn man die Cloud verwenden mag. Das klappt mit Epub-Dateien und PDFs direkt; andere Inhalte kann man mit Calibre oder mit einer der hier aufgeführten Apps konvertieren.

Das Testgerät bietet mir nun auch eine gute Gelegenheit, um ein paar Tipps für die E-Book-Reader zum Besten zu geben: „Tipps für den Tolino“ weiterlesen

Wie man Bücher per Cloud auf den Tolino bekommt

Eigene Bücher bringt man nicht nur per USB-Kabel auf den Tolino-E-Book-Reader, wie ich neulich be­haup­tet habe. Es klappt ein­facher und schnel­ler auch via Cloud.

Ich muss auf meinen Beitrag Ein Ding fehlt dem E-Book noch zur Perfektion von letzter Woche zurückkommen: Dort ging es um den neuen Tolino Vision 6 und meine Behauptung, man müsse Bücher, die man nicht im eingebauten Store des E-Book-Readers gekauft habe, via USB-Kabel aufs Gerät verfrachten – was ein umständliches Verfahren ist.

Nun, diese Behauptung stimmt nicht. Es geht deutlich einfacher und bequemer. Aber man muss erst draufkommen.

Leider habe ich das nicht von selbst kapiert. Aber ich habe Nachhilfe vom Tolino-Twitter-Account bekommen: „Wie man Bücher per Cloud auf den Tolino bekommt“ weiterlesen

Ein Ding fehlt dem E-Book noch zur Perfektion

Der Tolino Vision 6 im Test: Zum perfekten digitalen Leseglück fehlt ein kleines, aber entscheidendes Detail: Die Reader brauchen einen App-Store, damit die Leserin und der Leser digitale Bücher so einfach verwenden können wie gedruckte.

Ich habe einen Tolino Vision 6 zum Testen erhalten. Das ist ein schmucker, leichter E-Book-Reader, den ich gerne empfehle – und im Beitrag Zeit, vom gedruckten Buch Abschied zu nehmen in gewisser Weise auch schon empfohlen habe. Der Tolino Vision 6 ist nämlich fast identisch mit dem damals getesteten Kobo Libra 2: Äusserlich sind sie nicht zu unterscheiden (ausser am Logo).

Die Punkte, die mir an beiden Geräten gefallen, kurz zusammengefasst: Der Reader ist leicht und hat (anders als frühere Modelle) nun ein ansehnliches Design. Es war eine vernünftige Entscheidung der Produktgestalter, anstelle der Verlängerung am unteren Rand eine vertikale Griffleiste einzuführen. Diese ist normalerweise am rechten Rand, was Rechtshändern entgegenkommt. Man kann die Anzeige drehen und quer oder mit der Leiste links lesen. „Ein Ding fehlt dem E-Book noch zur Perfektion“ weiterlesen

Zeit, vom gedruckten Buch Abschied zu nehmen

Die beiden E-Book-Reader Sage und Libra 2 von Kobo sind so gut, dass die E-Books nun endgültig komfortabler sind als ihre papierenen Vorläufer. Ein paar Haare in der Suppe habe ich trotzdem gefunden.

Ich führe mir meine Lektüre meistens in Form von Hörbüchern zu Gemüt. E-Book-Readern bin ich dennoch nicht abgeneigt – und darum freue ich mich, dass ich zwei Testgeräte zur Verfügung gestellt bekommen habe, mit denen ich bislang keine Erfahrungen gemacht habe. (Das war allerdings ein Trugschluss, mehr dazu aber gleich.)

Es handelt sich um den Kobo Sage und um den Kobo Libra 2. Der Name Kobo ist hierzulande vermutlich nicht so vielen Leuten ein Begriff – ich hatte ihn schon gehört, aber ohne näher mit ihm vertraut zu sein. Doch die immer hilfreiche Wikipedia sorgt für Aufklärung: Kobo ist ein Buchhändler aus Toronto, Kanada, der 2009 gegründet worden ist. Seit zehn Jahren ist er eine Tochtergesellschaft des japanischen Onlinehändlers Rakuten. Von dem gibt es auch einen Video-on-Demand-Dienst, den ich auf meinem Sony-Fernseher entdeckt, bislang aber nicht näher inspiziert habe.

Der erste Eindruck der beiden Geräte war für mich verblüffend. Sie haben mich sosehr an die Tolinos erinnert, dass ich mich schon gefragt habe, ob ich es mit einem dreisten Fall von Plagiat zu tun haben könnte.

Zur Erinnerung: „Zeit, vom gedruckten Buch Abschied zu nehmen“ weiterlesen

Der Tolino macht einen Sprung nach vorn

Der Tolino Epos 2 im Test: Das High-End-Lesegerät für elektronische Bücher ist leicht, trotzdem gross und wasserdicht. Doch während die Hardware überzeugt, ist die Software nicht auf der Höhe der Zeit – da gäbe es noch viel Verbesserungspotenzial.

Das E-Book ist nun keine fulminante Erfolgsgeschichte. Sechs Prozent sei der Umsatzanteil des digitalen Buchs am deutschen Büchermarkt, habe ich hier gelesen. Das ist nicht gerade viel. Der Tagesanzeiger hat, noch vor meiner Zeit, am 23. November 1998 geschrieben, Bill Gates glaube an das E-Book. Damals noch Microsoft-Chef, hat er folgendes gesagt:

«Bis 2001 werden bereits 50’000 elektronische Titel erhältlich sein, und Millionen von Leuten werden elektronische Bücher lesen, die buchstäblich Kapazitäten ganzer Buchhandlungen besitzen.»

Das war vermutlich ein Übersetzungsfehler. Ich nehme an, dass Gates von E-Book-Readern gesprochen hat, die die Kapazität von Buchhandlungen haben. Aber egal.

Ich bin ein Fan des Mediums. Aber mir leuchtet es auch ein, dass viele Käufer dem gedruckten Buch die Stange halten. Der Umgang mit Papier ist ungeschlagen einfach und komfortabel – zumindest dann, wenn es ums Lesen und nicht ums Zügeln des Buchbestands geht.

Ich mag Lesegeräte – nicht nur für Bücher, sondern auch für News

Jedenfalls habe ich mich gefreut, als ich neulich die Gelegenheit hatte, die neuen Tolino-Modelle zu testen. Ich habe meinen Kindle, wie hier beschrieben, schon vor fünf Jahren ausrangiert. „Der Tolino macht einen Sprung nach vorn“ weiterlesen

Wie man Internet-Lektüre aufs E-Book-Lesegerät bringt

Mit Crofflr sammelt man Lesestoff im Web über Dienste wie Pocket oder Pinboard und lässt sich ihn dann im Epub-Format auf den E-Book-Reader schicken.

Im Beitrag Das E-Book-Lesegerät zweckentfremden ging ich der Frage nach, wie man sein Lesegerät für E-Books möglichst unkompliziert auch zum Konsum von Artikeln aus dem Netz und für eigene Dokumente verwenden kann.

Das Fazit: Es geht – aber so richtig toll ist es nur, wenn man die Inhalte im passenden Format bereitstellt. Das ist im Fall des Tolino das Epub-Format. Mit dem wird das Dokument angenehm lesbar angezeigt und man kann auch die Schriftgrösse passend zur Bildschirmdiagonalen wählen. Wenn man seine Dokumente wie her beschrieben als PDF sammelt, dann ist es nicht ganz so komfortabel. Dann orientiert sich die Schriftgrösse an einem Dokumente im A4-Format, was sie auf dem kleinen Display eines E-Book-Readers sehr schlecht lesbar macht.

Zwei Methoden, die Webinhalte aufs Lesegerät verfrachten

Darum die Frage: Lassen sich Inhalte aus dem Web einfach im Epub-Format sammeln, sodass man sie ohne viel Aufwand an sein Lesegerät schicken kann? Die Antwort ist, natürlich: Ja. Ich beschreibe hier sogar zwei recht simple Methoden. „Wie man Internet-Lektüre aufs E-Book-Lesegerät bringt“ weiterlesen

Das E-Book-Lesegerät für News zweckentfremden

Weil ich zufällig einen Tolino-E-Reader übrig habe, frage ich mich: Wie einfach wäre es, sich die im Web gefundenen Artikel und Blogposts auf diesem Gerät zu Gemüte zu führen?

Neulich ist mir der Tolino in die Finger geraten, den ich als Testgerät erhalten und besprochen habe. Anscheinend habe ich damals eine Dauerleihgabe ausgehandelt. «Dauerleihgabe» ist übrigens ein Euphemismus für Testgeräte, die wir Gadget-Journis im Einsatz haben, bis sie auseinanderfallen. Üblicherweise ist es so, dass solche Geräte nach ein, zwei Wochen (Monaten) zurückgeschickt werden. Das unterscheidet uns, wie hier ausgeführt, von den sog. Influencern. Aber manche Dinge möchte man gerne länger ausprobieren, damit man sieht, wie sie sich über die Zeit bewähren.

Unter uns gesagt: Den Tolino hätte natürlich zurückschicken müssen, weil er ausgetestet war. Das ist das nicht gemacht habe, rückt mich verdächtig in die Nähe eines Influencers, der seinen Instagram-Post nicht mit dem Hashtag #Werbung versieht. Aber noch ein Geständnis: Diese administrativen Aufgaben kommen im Redaktionsalltag prioritätsmässig ganz hinten. Und gelegentlich gehen sie auch vergessen.

Die gesammelten Webartikel auf dem Tolino lesen?

Darum mache ich an dieser Stelle aus der Not eine Tugend, indem ich den Test einfach noch einmal verlängere und mich frage: Kann man einen älteren Tolino nicht nur für Bücher, sondern auch für gesammelte Artikel und eigene Dokumente nutzen? „Das E-Book-Lesegerät für News zweckentfremden“ weiterlesen

Ein guter Begleiter für Text-Odysseen

Ulysses ist eine der besten Text-Apps für iOS und den Mac. Ich würde ihr noch heute die Treue halten, hätte sie nicht ein Abo-Modell eingeführt. Trotzdem empfehle ich diesen Markdown-Vertreter gerne.

In meiner kleinen Reihe zu Markdown-Editoren habe ich mit Drafts 5 (Ein mit allen Wassern gewaschener Editor) schon einen ziemlich heissen Favoriten gefunden. Aber natürlich komme ich um Ulysses nicht herum. Das ist eine App fürs iPhone und iPad und den Mac, die ich 2016 zu einem meiner App-Lieblinge erkoren habe. Und auch im direkten Vergleich von Drafts und Ulysses ziehen manche Ulysses vor – zum Beispiel er hier, der die beiden Apps im Detail verglichen hat.

Seit meinem Test hat sich ein kleines, wesentliches Detail verändert. Es gibt Ulysses nicht mehr zum Einzelkauf. Man benötigt zwingend ein Abo, das 7 Franken im Monat oder 49 Franken im Jahr kostet – siehe Beitrag Immer mehr Apps wollen abonniert werden vom August 2017.

Das wirft zwei Fragen auf. Nämlich erstens, ob man grundsätzlich gewillt ist, eine App zu abonnieren. Und zweitens, ob sieben Franken pro Monat nicht etwas hoch angesetzt ist.

Ymmv, was das angeht. Für mich war der Wechsel vom Bezahl-Modell – die 25 Franken habe ich seinerzeit gern aufgeworfen – zum Abo ein Grund, abzuspringen.  „Ein guter Begleiter für Text-Odysseen“ weiterlesen

Ein neuer Markdown-Liebling mit schlimmen Marotten

Typora ist eine kosten­lo­se Text­ver­ar­bei­tung für Windows, Mac und Linux, die eine hübsche Ober­flä­che, nütz­liche Funk­tionen und noch ein paar grö­bere Marot­ten hat.

Das ist der zweite Teil der epischen Saga. Zur Erinnerung: Wir sind mit der Mission aufgebrochen, hier zusammen den schönsten aller Markdown-Editoren zu finden. Heute ist Typora dran. Dieses Programm gibt es kostenlos für Windows, Mac und Linux.

Typora präsentiert sich so minimalistisch, dass man diesen Editor leicht mit dem Windows-Editor (Notepad) verwechseln könnte. Aber nur auf den ersten Blick. Man merkt schnell, dass bei Typora eine Design-Absicht hinter der kargen Erscheinung steckt und nicht bloss Feature-Armut. Es gibt zum Beispiel einen angenehmen Abstand zwischen Fensterrand und Text. Bei Notepad kleben die Buchstaben direkt am Menü und an den Kanten, was nicht schön aussieht. Und die Bildlaufleiste am rechten Rand ist hübscher als der typische Windows-Scrollbalken: Bloss eine dezente, schmale Fläche im Verhältnis des sichtbaren zum ganzen Text.

Oberfläche

Typora hat, anders als die meisten Markdown-Programme, keine zweigeteilte Oberfläche.  „Ein neuer Markdown-Liebling mit schlimmen Marotten“ weiterlesen

Verlags-Idioten

Ein exemplarisches Beispiel über den Unfug mit Verlagsrechten: Bei der Krimiserie von Michael Ridpath bekommt man hierzulande nur die ersten Folgen zu lesen – die letzten Bücher sind digital nicht erhältlich.

Ein Ärgernis der digitalen Welt sind die Geoblockaden. Bei Ebooks und Hörbüchern existiert es in einer speziellen Ausprägung. Im Beitrag Audible macht gar keine gute Figur habe ich beschrieben, wie man mir nicht erlaubt hat, die Harry Potter-Hörbücher in der von Stephen Fry gelesenen Fassung zu hören.

Häh? (Bild: JD Hancock/Flickr.com, CC BY 2.0)

Diesem Problem bin ich wieder begegnet. Ich habe hier und hier die Krimireihe von Michael Ridpath erwähnt, in der Kommissar Magnus Jonson in Island Verbrechen aufklärt und seinem eigenen isländischen Erbe auf die Spur kommt.

Neulich ist mir eingefallen, nach weiteren Folgen dieser Reihe zu suchen. „Verlags-Idioten“ weiterlesen