Das richtige Werkzeug für Romanciers und Drehbuchautoren

Eine vielseitige Software für Geschichtenerzähler: Dramaqueen ist nicht nur beim Schreiben behilflich, sondern hält auch Werkzeuge für die Planung von Figuren, Schauplätzen, Storylinies, Kapitel und Folgen bereit.

Was braucht es, um einen Roman zu schreiben? Eine gute Idee für die Geschichte und ausreichend Gefühl für Stil und Sprache. Und eine Schreibmaschine wäre nützlich, wobei es auch ohne geht. Hier wird behauptet, Vladimir Nabokov hätte von Hand geschrieben, ebenso Joyce Carol Oates und George R. R. Martin. Und JK Rowling hat zumindest den Entwurf des ersten Harry Potter-Bands ohne Computer und Schreibmaschine verfasst – falls die Informationen in diesem Beitrag stimmen. Bestätigungen habe ich auf die Schnelle dafür nicht gefunden.

Aber das Zitat von Stephen King, der das Buch Duddits (Englisch Dreamcatcher) in Schreibschrift verfasst hat, wird in diesem Plädoyer fürs Handschreiben bestätigt. Es sei für ihn einfacher, sagt King. Und es bringe den Akt des Schreibens zurück auf eine grundlegende Ebene, bei der man tatsächlich einen Gegenstand in die Faust nehmen und Buchstaben auf einem Blatt Papier hinterlassen müsse. Denn: „Das richtige Werkzeug für Romanciers und Drehbuchautoren“ weiterlesen

Wie man sich nachhaltig den Spass an Filmen und Serien verdirbt

Auf tvtropes.org kommt man den Drehbuchautoren und Regisseure auf die Spur und lernt ihre Tricks zu durchschauen: Achtung: Man sieht Filme hinterher mit anderen Augen!

Im schönen «Bits und so»-Podcast hat Timo neulich die Website TV Tropes vorgestellt. Die hat es sich zum Ziel gesetzt, den wiederkehrenden Elementen in Filmen und Fernsehen auf die Spur zu kommen. In Englisch wird ein solches Muster Tropos genannt, doch wie uns Wikipedia aufklärt, würde man in Deutsch eher von einem Topos sprechen. Ich erinnere mich vage, dass dieser Begriff während meines Germanistikstudiums gelegentlich gefallen ist. Es scheint angezeigt, ihn als Geisteswissenschaftler gelegentlich fallen zu lassen.

Doch wie auch immer man das Ding nennen mag – ich bin ein Fan von Websites, die uns helfen, die Tricks der Film- und Fernsehmenschen zu dekonstruieren. Da hilft TV Tropes nach Kräften: Man kann zu unzähligen Motiven nachlesen, in welchen Filmen sie eingesetzt wurden und beginnt, die Puzzlesteine zu erkennen, die gerne eingesetzt und rezykliert werden.

TV Tropes fasst das Themengebiet weit: „Wie man sich nachhaltig den Spass an Filmen und Serien verdirbt“ weiterlesen

So schreibt ihr euren Erfolgsroman

Bei Reedsy gibt es nicht nur einen Texteditor für Literaten, sondern ein ganzes Ökosystem für Autoren und Verlage.

Wer dieses Blog hier auch zwischen den Zeilen liest, dem sind gewisse Dinge nicht entgangen. Beispielsweise mein innerer Drang, die Amateurliga hinter mir und die Bloggerei bleibenzulassen und mich stattdessen der Königsdisziplin zuzuwenden: der echten Literatur – oder zumindest dem Unterhaltungsgenre, wo es zwar keinen Nobelpreis zu gewinnen, aber immerhin Tantiemen zu verdienen gibt.

Diese Ambition lässt sich daran erkennen, dass ich immer mal wieder Programme vorgestellt habe, die man als richtiger Autor verwenden würde: In Schreiben wie Hemingway geht es um eine Text-App, die Stil-Empfehlungen gibt. In Mit dieser App ist der Bestseller-Roman ein Klacks um eine App, die einem bei der Konzeption und Planung seiner Geschichte hilft. Und in Kreative Texte (trotz Word) ging es unter anderem um die Textverarbeitung Papyrus, die sich explizit an Schriftsteller wendet.

Apropos Papyrus: Ich habe mich seinerzeit gefragt, ob mit dieser Software tatsächlich Bestseller geschrieben werden oder ob sie Leute kaufen, die gerne ein Buch verfassen und sich von der Software die nötige Hilfe versprechen. Nun, diese Frage kann ich inzwischen beantworten. Andreas Eschbach hat sich nämlich neulich als Anwender dieser App geoutet. „So schreibt ihr euren Erfolgsroman“ weiterlesen

Zwei heisse Tipps für fehlerfreie Texte

Language Tool ist eine hervorragende Rechtschreibprüfung, die es für Android und den Browser gibt. Im Browser macht sie gelegentlich Ärger – was sich aber vermeiden lässt.

Die Browsererweiterung Language Tool verwende ich seit bald einem Jahr in Firefox, und in dieser Zeit hat sie sich bestens bewährt. Es handelt sich um eine Rechtschreib- und Grammatikkorrektur, mit der zusätzlichen Möglichkeit, sich Synonyme anzeigen zu lassen – die Details erkläre ich  im Beitrag Ein Lektor direkt im Browser.

Also, wer wie ich regelmässig Texte im Browser schreibt, der wird Language Tool schnell schätzen lernen. Die Fehlererkennung ist um Welten besser als die der in Firefox eingebauten Rechtschreibkorrektur. Mein persönlicher Lektor, dessen Lohn in Form einer Flasche mit hochprozentigem Inhalt noch immer auf die Übergabe wartet, wurde jedoch nicht komplett überflüssig.

Auch für Android

Ich komme auf Language Tool zurück, weil ich zwei Tipps ergänzen möchte. Erstens einen kurzen und unkomplizierten: „Zwei heisse Tipps für fehlerfreie Texte“ weiterlesen

Statt um Word geht es hier nun ums Schreiben

Es hätte ein Tipp zu Textverarbeitungen werden sollen. Doch dann bin ich ganz am Anfang falsch abgebogen und habe ein Essay übers Schreiben verfasst.

Was ist das Schwierigste an meinem Job? Viele denken, es sei das Schreiben. Kein Wunder, wo viele Autoren davon erzählen, wie sie heldenhaft gegen ihren ärgsten Feind ankämpfen – jener Feind, der Schreibblockade heisst und sogar eine Wikipedia-Seite hat.

Und natürlich: Es gibt die Momente, wo man nicht weiss, wie man einen Text nun aufzäumen könnte. Der berühmte erste Satz sollte tatsächlich nicht allzu fade daherkommen – und dann zügig zum Kern der Sache hinführen, weil man sein Publikum nicht langweilen sollte. Das ist nicht immer einfach.

Aber es ist ohne Zweifel so, dass die Seelenpein, die viele Autoren angeblich bei ihrer Arbeit empfinden, vor allem ein Mittel für die Selbstüberhöhung ist. Schliesslich ist man vor allem ein Künstler – und ein Künstler hat zu leiden, während er seine Kunst produziert. Der Schmerz verleiht dem Werk Bedeutung, erhöht den Marktwert und nötigt dem Publikum Ehrfurcht ab.

Das hat den angenehmen Nebeneffekt, dass die Kritik etwas milder ausfallen wird. „Statt um Word geht es hier nun ums Schreiben“ weiterlesen

Ein Lektor direkt im Browser

Language Tool ist eine hervorragende Erweiterung für die gängigen Browser, die die Rechtschreibung und Grammatik prüft und Synonyme anbietet.

Es gibt in den gängigen Browsern eine eingebaute Rechtschreibkorrektur (hier die für Firefox). Das ist für die meisten Nutzer ganz okay. Doch wenn man, wie ich, ständig lange Mails, noch längere Blogbeiträge und Newsartikel von vernünftigem Umfang verfasst, dann wünscht man sich ein bisschen mehr als eine simple Rechtschreibkorrektur.

Zum Beispiel ein Synonymen-Wörterbuch. Ich brauche gerne openthesaurus.de (siehe Der freundliche Korrektor im Netz). Diesen Dienst gibt es eben nicht direkt im Browser eingebaut. Ich habe mich seinerzeit nach Alternativen umgeschaut und auch einige Erweiterungen gefunden (siehe Die schnelle Wörterbuchrecherche). Die damals vorgestellte Erweiterung Korpus lexical ist zwar leistungsfähig, aber für meinen Geschmack etwas zu kompliziert in der Nutzung.

Die bessere Rechtschreibkorrektur für den Browser

Darum habe ich mich gefreut, dass ich neulich auf die Erweiterung von Language Tool gestossen bin. „Ein Lektor direkt im Browser“ weiterlesen

Es geschehen Zeichen und Usability-Wunder

Ich habe 2019 häufig über die maximal einfachen Text-Apps gesprochen, die mit der Markdown-Auszeichnungssprache arbeiten. Dieser Trend zur neuen Einfachheit ist genauso logisch wie verblüffend – und ein Segen für jeden, der kreativ schreiben mag.

Keine Angst, dieser Beitrag hier artet nicht in einen verfrühten Jahresrückblick aus. Den machen wir jeweils beim Nerdfunk, und damit ist der Sache auch Genüge getan.

Aber eine kleine Sache wäre doch: Mir ist aufgefallen, wie oft ich hier im Blog dieses Jahr über Markdown geschrieben habe. Es waren knapp ein Dutzend Artikel.

Das liegt daran, dass mich das Thema auf zwei Ebenen fasziniert. Erstens natürlich auf der sachlichen Ebene: Es gibt diverse Apps, Dienste und Möglichkeiten, die man ausprobieren, vorstellen und erklären kann.

Der unerwartete Trend zurück

Zweitens auf der Meta-Ebene: Markdown ist ein spannendes Beispiel für eine untypische Entwicklung. Es gibt sicher Leute (zum Beispiel bei Microsoft), die sie als Rückschritt ansehen würden. Denn wer eine klassische Textverarbeitung wie Word gegen einen Markdown-Editor eintauscht, der ersetzt ein hochgezüchtetes Produkt durch ein viel einfacheres. Der Markdown-Editor hat im Vergleich viel weniger Funktionen. Er ist geradezu primitiv – zumindest oberflächlich betrachtet.

Ich teile die Ansicht nicht. „Es geschehen Zeichen und Usability-Wunder“ weiterlesen

Schreiben wie Hemingway

Die Hemingway-App gibt Sprachtipps und gibt Hilfe beim Verbessern von Leserlichkeit und Stil. Das ist hilfreich – ist aber kein Garant für eindrückliche Sprache.

Neulich habe ich eine App vorgestellt, die angehenden Autoren dabei helfen soll, stringente Geschichten zu verfassen. Die hat in den sozialen Medien einige Diskussionen ausgelöst. Jemand fand allein die Idee anmassend: Eine App, die einem Autor dabei hilft, ein grossartiges Werk zu verfassen!

Ein Sakrileg! Wo doch jeder weiss, dass nicht die Autoren es sind, die die Geschichten erfinden. Es ist vielmehr so, dass die Geschichten sich den passenden Autor aussuchen, von dem sie sich dann zur Welt bringen lassen. Eine Geschichte hat eine innere Logik. Sie ist zwingend. Sie muss so sein, wie sie ist.

Und das impliziert, dass es keine App braucht, die bei der Geburt helfen muss. Alles steckt schon im Autor drin. Der hat eine einzige Aufgabe: Nämlich dieses Werk möglichst direkt und unmittelbar aufs Papier zu bringen. Jegliche Hilfe kann da nur verfälschend wirken. Sowieso, wenn es sich bei Story Planner um eine App handelt, die versucht, den Autor in ein Denkschema zu drängen und ihn dazu nötigen, seine Geschichte in eine Struktur zu drängen und gewissermassen am Reissbrett zu planen. „Schreiben wie Hemingway“ weiterlesen

Mit dieser App ist der Bestseller-Roman ein Klacks

Die Story Planner-App unterstützt Autoren beim Entwurf ihrer Geschichte, beim Planen der Handlung und dem zeitlichen Ablauf und verwaltet Figuren und Orte.

Wie jeder (halbwegs) kreative Mensch habe auch ich die Idee im Hinterkopf, irgendwann mal einen Roman zu schreiben. Oder ein Drehbuch. Oder zumindest ein kleines Hörspiel oder ein Kinderbuch.

Das Dumme ist nur, dass es nicht damit getan ist, ein paar gerade Sätze aufs Papier oder den Bildschirm zu bringen. Es reicht auch nicht, dass man es schafft, eine Situation stimmungsvoll zu beschreiben oder sich einen knackigen Dialog auszudenken.

Nein, leider nicht. Das sind zwar die Disziplinen, die handwerklich aktive Schreiber wie ich einigermassen hinbekommen. Aber die reichen nicht einmal für eine Kurzgeschichte. Denn nebst dem Schreiben muss man sich einen Plot ausdenken, Figuren erschaffen und die passenden Orte für die Handlung wählen.

Und je nach angestrebter Dichte und Komplexität, muss man nicht nur eine, sondern sogar mehrere Realitätsebenen schaffen: „Mit dieser App ist der Bestseller-Roman ein Klacks“ weiterlesen

Die schnelle Wörterbuchrecherche

Korpus lexical ist eine Erweiterung für Firefox, die schnellen Zugriff auf diverse Online-Lexikon bietet, unter anderem Duden.de, den Urban Dictionary, Leo.org, Woxikon und viele weitere.

Mein wichtigstes Textverarbeitungsprogramm ist der Browser. Ich schreibe zwar ab und zu auch in Notepad, Word, in InDesign oder InCopy, aber dieser Tage halte ich mich doch vornehmlich in Content-Management-Systemen auf: WordPress, Flatpress, gelegentich DynPG und natürlich auch in Content Dictator.

Korpus lexical ist eine Konsole für Wörterbuchabfragen (unten links). Oben links die Auskunft von Duden.

Aus diesem Zweck benötige ich einige Browser-Erweiterungen, die das Texten komfortabler machen. Da ist Form History Control II als Versicherung gegen Datenverlust (Neuer Lebensretter). Da ist Easy Copy für die Links (Eine grossartige Firefox-Erweiterung!). Als Drittprogramm ist PhraseExpress für HTML- und BBCode-Codes im Einsatz (Tempo Teufel beim Bloggen). Und fürs Sammeln von Rechercheergebnissen benutze ich gerne Printfriendly (Man muss kein Internetausdrucker sein, um Printfriendly gut zu finden).

Etwas fehlt bei dieser Aufstellung: Nämlich eine gute sprachliche Unterstützung. Ich nutze einige Webdienste (Der freundliche Korrektor im Netz). Die muss ich allerdings erst aufrufen, was umständlich ist: Neuer Tab, Lesezeichen-Kürzel ins Adressfeld tippen, aufs Laden der Seite warten, Suchbegriff ins Feld eingeben…

… das muss auch einfacher gehen. „Die schnelle Wörterbuchrecherche“ weiterlesen