Angewandte Web-Automatisierung

Hunderte Daten­sätze von Hand in ein Web­formular eintip­pen oder ein­kopie­ren? Nein – denn das müsste sich doch auto­mati­sieren lassen. Und ja: so gehts.

Seit bald drei Jahren entschädigt die Schweizer Verwertungsgesellschaft für Urheberrechte, Pro Litteris, nicht nur Autoren von Büchern, Zeitungs- und Zeitschriftenartikel, sondern auch Blogger. Ich habe seinerzeit gefragt, ob jetzt der warme Geldregen für uns Blogger kommt. Die Antwort war damals ein Nein. Die Erfassung der Beiträge im System der Pro Litteris erschien mir viel zu aufwändig, als dass es sich für mich als Blogger lohnen würde.

Nun hatte ich neulich Gelegenheit, auf diesen Entscheid zurückzukommen. Und zwar aus zwei Gründen: Erstens habe ich in den letzten Jahren viel Erfahrung mit WordPress gesammelt. Zweitens hatte ich zwei Automatisierungslösungen getestet, die mir die Hoffnung nährten, dass ich meine bei Pro Litteris würde erfassen können, ohne sie einzeln, Blogpost für Blogpost, hinterlegen zu müssen.

Und in der Tat: Das hat geklappt. Und natürlich erkläre ich gerne, wie ich es gemacht habe: „Angewandte Web-Automatisierung“ weiterlesen

Dateien fallen lassen – und Windows kümmert sich um den Rest

Das Open-Source-Programm Dropit spart Zeit und manuelle Arbeit: Es auto­mati­siert nicht nur das Verschie­ben und Ko­pieren von Dateien, sondern kann sie auch umbe­nen­nen, ver­schlüs­seln oder ent­schlüs­seln, kompri­mieren und de­kom­pri­mieren.

Wie versorgt man Dateien unter Windows am einfachsten im passenden Ordner? Diese Frage habe ich neulich ausführlich erörtert und die Schnellzugriff-Leiste im Explorer propagiert.

Diese Lösung erfüllt den Zweck, ist aus Nerd-Sicht aber nur mässig befriedigend – weil nicht sonderlich nerdig. Eine App, die diesen Anspruch erfüllt, wäre Dropzone (Dateien in Ordner und über dem Web abwerfen). Sie hat leider den Nachteil, dass es nur für den Mac existiert und scheinbar bei Windows bislang keine Nachahmung gefunden hat.

Alternativeto (Alternativen zu einem unersetzlichen Webdienst) schlägt als Alternative für Windows das Programm Dropit vor: „Dateien fallen lassen – und Windows kümmert sich um den Rest“ weiterlesen

Wundersame Auferstehung zweier totgeglaubter Podcasts

Endlich ist unser Archiv auf nerdfunk.ch komplett: Auch die alten Folgen des Digital­ma­ga­zins sind dort wieder ver­füg­bar und sogar der legen­däre «Digitalk» wurde auf­er­weckt: Wie das Wunder von­statten­ging.

Im Internet ist nichts für ewig, haben wir schon vor einiger Zeit festgestellt. Viele Websites verschwinden aus dem Netz, weil der Betreiber das Zeitliche segnet und der Hoster den Server abschaltet, wenn niemand mehr die Rechnung begleicht.

Todesfälle sind nicht der einzige Grund, wenn Inhalte aus dem Web verschwinden. Eine häufige Ursache besteht auch darin, dass die Leute nicht mehr gewillt sind, den Aufwand zu betreiben, der notwendig ist, um eine Site technisch und in Sachen Sicherheit auf der Höhe der Zeit zu halten. Gerade Content-Management-Systeme sind diesbezüglich türkisch. Wenn man sich für ein Produkt entschieden hat, dass nicht mehr aktualisiert wird, bleiben oft nur zwei Optionen: Entweder mit viel Aufwand eine Migration zu einem neuen System durchzuführen oder aber die Site vom Netz zu nehmen.

Ich stand vor einiger Zeit wegen dieses Blogs hier genau vor dieser Frage: „Wundersame Auferstehung zweier totgeglaubter Podcasts“ weiterlesen

Wie man Aufgaben im Web automatisiert

Ob man nun Informationen aus dem Web abgreifen möchte («scraping») oder automatisiert mit Twitter, Facebook, Linkedin, Youtube oder einer beliebigen anderen Site interagieren will – mit Browserflow erledigt man solche Aufgaben effizient und nervenschonend.

Als Erstes bedanke ich mich bei Markus Ritzmann: Er hat mich mit diesem Tweet hier auf die Idee gebracht, Browserflow vorzustellen.

Browserflow ist eine Browser-Erweiterung, die es zu meinem Leidwesen bislang nur für Google Chrome gibt, die aber so spannende Dinge tut, dass ich gewillt bin, meinem Lieblingsbrowser Firefox zumindest für spezifische Zwecke den Rücken zu kehren.

Die Erweiterung ist dazu da, Interaktionen mit Websites zu automatisieren. Was das konkret bedeutet, sieht man in der Gallery: Dort gibt es für einige grosse Sites vorgefertigte Abläufe: „Wie man Aufgaben im Web automatisiert“ weiterlesen

Der ultimative Zeitspar-Trick für den Mac

Keyboard Maestro ist eine Auto­mati­sie­rungs-App für den Mac, mit der sich Routine­auf­ga­ben von selbst erledigen. Eine Em­pfeh­lung auch für Fans von Apple­Script und Auto­ma­tor.

Neulich hat mir Patrick Seemann auf Twitter die App Keyboard Maestro nahegelegt. Mit der kann man, wie mit der im Beitrag So hilft man dem Mac in Sachen Fenstern auf die Sprünge vorgestellten Magnet-App seine Fenster organisieren. Sie macht aber noch mehr als das; sie ist nämlich eine Automatisierungshilfe für den Mac.

Natürlich stellt sich die Frage: Braucht man für den Mac überhaupt ein solches Programm? Schliesslich gibt es die Automator-App, die Apple in Mac OS X 10.4 eingeführt hat. Sie nutzt im Kern AppleScript: Das ist die Automatisierungssprache, die demnächst ihren dreissigsten Geburtstag feiert. Sie entstammt einem der klassischen Mac-Anwendungen, die am Anfang auch eines der Alleinstellungsmerkmale war und mit zum Erfolg des Macintoshs beigetragen hat, nämlich HyperCard.

Die Antwort auf die Frage? „Der ultimative Zeitspar-Trick für den Mac“ weiterlesen

Dateien in Ordner und über dem Web abwerfen

Dropzone unterstützt Macianer bei Aufräum- und Routine­aktionen. Die App ist so simpel, dass Apple sie ins System integrieren sollte – trotz der Funktionslücken, die sie noch hat.

Es wird gern behauptet, dass die einfallsreichsten Entwickler für den Mac arbeiten und die Softwareprodukte bei Apples Plattform mit der grössten Liebe zum Detail aufwarten können. Dieses Postulat ist mir zu pauschal, als dass ich ihm zustimmen könnte. Aber es gibt schon Beispiele, die den Eindruck erwecken, dass etwas Wahres daran sein könnte.

Zieht man eine Datei in die Nähe des Menüsymbols, erscheint dieses Fenster mit einer Auswahl an Zielen.

Zum Beispiel Dropzone 4. Das ist ein Programm, wie es typisch ist für den Mac: Es steckt eine einleuchtende Idee dahinter, es ist ansprechend umgesetzt und hat das Potenzial, Windows-Nutzer neidisch zu machen. (Von den Linux-Usern ganz zu schweigen.) Und darum ist es eine Schande, dass ich es nicht schon lange vorgestellt habe.

Also, Dropzone: Das Programm kann gratis genutzt werden. Es gibt eine Pro-Variante, die 2 US-Dollar pro Monat oder 35 US-Dollar als Einmalkauf kostet. Es ist auch über den Mac-App-Store erhältlich.

Die Idee ist, den Umgang mit Dateien zu vereinfachen. „Dateien in Ordner und über dem Web abwerfen“ weiterlesen

Neue Tugenden und ein alte Schwäche

PhraseExpress ist ein aus­ge­klü­gel­tes Pro­gramm zur Text­bau­stein­ver­wal­tung, das selbst in Version 15 noch Ver­bes­serungs­po­ten­zial auslotet. Aller­dings bleibt auch ein dickes Manko er­hal­ten.

Es gibt einige Programme, die für meine tägliche Arbeit unverzichtbar sind und die meine Produktivität massiv erhöhen. Eines dieser Softwareprodukte ist PhraseExpress.

Es handelt sich um eine Verwaltung von Textbausteinen, die man mittels Tastaturkürzeln oder über Texteingaben abruft. Ich habe das Programm hier im Blog schon des Öfteren erwähnt, weil es eben nicht nur simple Autokorrekturaufgaben übernimmt.

Nein, die Software eröffnet auch vielerlei Rationalisierungsmöglichkeiten: Sie erleichtert die Office-Korrespondenz, ist hervorragend geeignet, Supportanfragen  abzuwickeln und hilft Automatisierungsfans wie mir dabei, den Umgang mit Links und Fussnoten beim Bloggen zu vereinfachen¹. Und ich benutze PhraseExpress sogar fürs Googeln².

Doch so intensiv ich die Software auch nutze, war ich enorm Update-faul:  „Neue Tugenden und ein alte Schwäche“ weiterlesen

Das smarte Home macht Fortschritte – aber nicht schnell genug

Mit zwei neuen Wifi-Switches von Mystrom nimmt unser smartes Home Gestalt an. Auf der positiven Seite ist zu vermelden, dass die Inbetriebnahme einfacher geworden ist. Zu kritisieren bleibt, dass die Software Nachholbedarf hat.

Ich habe neulich zwei neue Wifi-Switches von Mystrom gekauft. Das sind Adapter, die man zwischen die Steckdose und ein beliebiges Elektrogerät klemmt, woraufhin man besagtes Gerät über die Mystrom-App, oder aber auch via Apple Homekit steuern kann. Ich habe den Switch im Detail im Beitrag Ein Quäntchen Smartheit fürs Eigenhome besprochen.

Zwei Dinge sind mir im Vergleich zum Vorgänger aufgefallen: „Das smarte Home macht Fortschritte – aber nicht schnell genug“ weiterlesen

Microsofts hilfreicher Windows-Geist

Power Automate Desktop von Microsoft automatisiert wiederkehrende Abläufe. Auf den ersten Blick wirkt die Anwendung kompliziert. Doch bei einem Test erledigt sie die Aufgabe unbürokratisch.

Eine Software, die schon ewig der Besprechung harrt, ist Power Automate. Das ist Microsofts Umgebung für Automatisierungsaufgaben. Es gibt sie seit 2016 und sie wird oft mit Automator von Apple verglichen. Nicht ganz zu Recht, wie ich finde. Natürlich beackern beide das gleiche Aufgabengebiet, indem sie uns Nutzern wiederkehrende Aufgaben abnehmen wollen. Aber die Höhe der Einstiegshürden ist unterschiedlich: Mit Automator kommt man ruckzuck zurecht.

Automate hingegen erschliesst sich einem nicht sogleich, weswegen ich die Behandlung hier im Blog auch vor mir hergeschoben habe: Die Gefahr, dass ich Unsinn schreibe, weil ich die Funktionsweise nicht komplett durchdrungen habe, ist relativ gross. Aber da ich einen Informationsauftrag habe, gibt es heute kein Zurück. Hier kommt die grosse Vorstellung von Power Automate Desktop; einer Software, die man hier kostenlos herunterlädt.

Die Begrüssung fällt nüchtern aus.

Startet man sie, erscheint ein Fenster, das mit Meine Flows überschrieben und komplett leer ist. Hilfreich an dieser Stelle wären einige Beispiele, die einem den Einstieg erleichtern würden.

Aber es muss auch ohne gehen. „Microsofts hilfreicher Windows-Geist“ weiterlesen

Ein paar neue Kurzbefehle-Tricks

iPhone und iPad bieten neue Möglichkeiten für die Automatisation. Trotzdem habe ich wieder einmal ein Déjà-vu: So vielversprechend die Funktionen auch sind – bei meinen spezifischen Anliegen stosse ich immer wieder an Grenzen.

Die Kurzbefehle-App von iPhone und iPad ist ein Zugeständnis an Leute wie du und ich, die sich mit ihrem Mobilgerät nicht bloss durch Whatsapp und Facebook klicken, sondern ernsthafte Arbeit erledigen wollen – und zwar, wo immer möglich, nicht manuell, sondern automatisiert.

Mit der App lassen sich Arbeitsabläufe einrichten, die per Knopfdruck oder über einen Sprachbefehl gestartet werden (Siri auf Steroiden). Es ist möglich, Automatisierungen einzurichten, die unter bestimmten Umständen automatisch ausgeführt werden (So landet der Liebhaber automatisch rechtzeitig vor der Tür). Und wenn man es ganz elaboriert mag, verwendet man NFC-Tags, um Aktionen in Gang zu setzen (Warum bei mir jetzt überall solche Kleber kleben).

Mit iOS 14 und 14.5 ist die Kurzbefehle-App nun nicht revolutionär besser geworden. Aber es sind einige interessante Möglichkeiten dazugekommen. Erstens seien die beiden neuen Funktionen Bildschirmfoto aufnehmen und Neueste Bildschirmfotos abrufen erwähnt. „Ein paar neue Kurzbefehle-Tricks“ weiterlesen