Ein heisser Tipp für Tastaturakrobaten

HotkeyP ist wieder einmal eine schöne Leserempfehlung. Ich habe sie als Reaktion auf meinen Beitrag Wie nutzlos ist die Windows-Taste? erhalten. Bei dem ging es, dem Titel zum Trotz, um die Menütaste. Und die Empfehlung ist natürlich nahe liegend. Wenn die Menütaste von Haus aus nichts Vernünftiges tut, dann sollte man sie mit einem Hilfsprogramm dazu bringen, etwas Vernünftiges zu tun.

HotkeyP gibt es kostenlos, und das Programm gefällt mir schon mal gut: Es kommt ohne Installationsprogramm, nur in einer Zip-Datei verpackt. Das bedeutet, dass man selbst dafür zuständig ist, es in einen Programmordner zu versorgen und mit einer Verknüpfung im Startmenü auszustatten. Dafür weiss man schon mal, dass es nicht irgendwelche nutzlosen Dateien irgendwohin ballert und das ganze System mit nutzlosem Kram vollseucht. Das ist mir den Mehraufwand wert. „Ein heisser Tipp für Tastaturakrobaten“ weiterlesen

Zwei Sturköpfe zur Zusammenarbeit zwingen

Die Sturköpfe sind die iCloud von Apple und das Windows-Betriebssystem von Microsoft.

Es kommt gelegentlich vor, dass ich von Familienmitgliedern, Kollegen und Bekannten in Computerthemen um Rat gefragt werde. Das ist mir unlängst wieder einmal passiert. Jemand aus meiner Familie – zum Schutz der Privatsphäre werden hier keine näheren Angaben zu dieser Person gemacht – hat mich um Rat gefragt.

Der Auslöser war ein Computer, der so langsam endgültig den Geist aufgibt. Es handelt sich dabei zufälligerweise um den Vorgänger meines aktuellen Windows-PCs, der inzwischen mindestens zwölf Jahre auf dem Buckel haben dürfte. Ich habe somit geholfen, ein Notebook in der passenden Preiskategorie auszusuchen und das in Betrieb zu nehmen.

Nun war das fragliche Familienmitglied neulich bei mir zu Hause, weil noch ein paar Dinge noch nicht so funktioniert haben, wie sie sollten. „Zwei Sturköpfe zur Zusammenarbeit zwingen“ weiterlesen

Laptops und ihr besonderes Schutzbedürfnis

Wer mein berufliches Schaffen verfolgt und zufällig meine Artikel von 2009 noch auf dem Schirm hat, wird sofort festgestellt haben, dass das neue Patentrezept-Video ein Remake des Artikels «Mobile Begleiter und ihr besonderes Schutzbedürfnis» von 2009 ist.

Die Betriebssysteme haben sich seitdem gewandelt, doch die Tipps sind grosso modo natürlich die gleichen geblieben:

  • Erstens: Schütze deine Daten, sodass sie selbst dann sicher sind, wenn der Computer abhanden kommt und in falsche Hände gerät.
  • Zweitens: Sorge dafür, dass deine Kommunikation privat bleibt, selbst wenn du dubiose WLAN-Netze verwenden musst.
  • Und drittens: Treffe Vorkehrungen, damit du deinen Laptop aufspüren könntest, wenn du ihn aus Versehen irgendwo liegen lassen solltest.

Erfreulicherweise ist es in den letzten zehn Jahren einfacher geworden, diese drei Punkte zu erfüllen. Mit anderen Worten: Die Betriebssysteme haben sinnvolle Verbesserungen erfahren. „Laptops und ihr besonderes Schutzbedürfnis“ weiterlesen

Wie nutzlos ist die Windows-Taste? (Jetzt wirklich!)

Die Frage im Titel wurde gestern schon einmal aufgeworfen. Nur hat mich dann leider ein kleiner Exkurs davon abgehalten, die Frage zu beantworten. Doch heute ist es nun so weit: Es geht wirklich um die Windows-Taste und um die Frage, was man mit ihr anstellen kann.

Und anders als die Menü-Taste hat dieser Knopf einen Nutzen. Er wurde mit Windows 95 eingeführt und ist eine Erfindung der Marketingabteilung: Er hat die offensichtliche Funktion, das Betriebssystem auf der Tastatur sichtbar zu machen.

Nun kann man sich fragen, ob er nicht zu viel des Guten ist. „Wie nutzlos ist die Windows-Taste? (Jetzt wirklich!)“ weiterlesen

Wie nutzlos ist die Windows-Taste?

Um die Frage im Titel gleich zu beantworten: Nicht so nutzlos wie die Menütaste.

Diese Menütaste steckt rechts neben der Leertaste zwischen Alt Gr und Ctrl. Sie bringt das Menü zum Vorschein, das an der Cursorposition bei einem Rechtsklick angezeigt werden würde. Das ist theoretisch eine gute Idee. Diese Taste könnte ein Wegbereiter für eine konzentrierte Arbeitsweise sein. Zum Beispiel bei Microsoft Office. Da gibt es den Fokusmodus. Er reduziert die sichtbare Benutzerschnittstelle auf das absolute Minimum.

Ich halte das für die sinnvollste Neuerung der letzten Jahre. „Wie nutzlos ist die Windows-Taste?“ weiterlesen

Baby steps oder Riesenschritte?

Ja, irgendwie vermisse ich sie ein bisschen: Die grossen Meilensteine der Software-Entwicklung. Die Momente, wo die Versionsnummer vor dem Punkt hochgezählt wird. Da konnte man dem Veröffentlichungszeitpunkt mit Freude entgegensehen. Oder mit Bangen. Was, mein Windows wird nun nicht mehr aussehen wie eine plattgefahrene Plastikente (Windows XP), sondern wie ein Bahnhofs-WC hinter einer Milchglasscheibe (Windows Vista)?

Ui, meine Textverarbeitung macht sich ein Bändchen ins Haar (Der Ribbon bei Office 2007)? Etc., ihr erinnert euch vielleicht auch. Das gab Gesprächsstoff vorher und Erklärungsbedarf hinterher. Und mitten im Auge des Sturms vielleicht sogar eine Presseveranstaltung, bei der wir Journis kostenlos belegte Brötchen und Weisswein abstauben konnten.

Aber eben. Neuerdings werden uns seit Windows 10 und Office 365 kontinuierlich verabreicht und sind ständig ein Thema. Respektive fast gar nicht mehr. Das hat unweigerlich Vorteile, die die Verfechter dieser Methode mit der Vokabel Agilität subsummieren. Manche Nutzer schätzen es, weil es immer mal wieder etwas Neues zu entdecken gibt.

Und Leute wie ich sind zwiegespalten. „Baby steps oder Riesenschritte?“ weiterlesen

Auch Windows macht jetzt einen auf Nanny

Das letzte Windows-Update hat mir nicht nur eitle Freude bereitet. Und auch jetzt stürzt der Grafiktreiber bei jedem Start ab. Aber gut, mit solchen Nebenwirkungen hat man als Windows-Nutzer zu leben gelernt.

Heute soll es hier um eine andere Neuerung gehen, die mir am Mai-2019-Update von Windows 10 (auch bekannt als Version 1903) aufgefallen ist. Es gibt in den Einstellungen bei Apps in der Rubrik Apps & Features nämlich neu die Option Quellen für das Abrufen von Apps auswählen. Dort stehen vier Optionen zur Auswahl:

  • Überall
  • Überall – aber benachrichtigen, falls eine vergleichbare App im Microsoft Store verfügbar ist
  • Überall – aber vor der Installation einer App warnen, die nicht aus dem Microsoft Store stammt
  • Nur Microsoft Store (empfohlen)

Das ist bemerkenswert. „Auch Windows macht jetzt einen auf Nanny“ weiterlesen

Einmal Web und zurück

Im Beitrag Das E-Book-Lesegerät zweckentfremden bin ich der Frage nachgegangen, wie man Lesestücke aus dem Internet am einfachsten für die Offline-Lektüre auf einen E-Book Reader transferieren könnte. Mit dem Kindle ist das relativ leicht – besonders, wenn man einen Dienst wie Crofflr benutzt. Verwendet man allerdings einen Tolino, dann ist es relativ umständlich.

Die einfachste Methode ist dann, die Epub-Datei mit den Artikeln auf einem Webserver zu deponieren. Man braucht sie dann nur mit dem Browser des Tolino zu öffnen, woraufhin sie heruntergeladen und in der Leseapp deponiert wird – klar, man würde gerne auch diesen Vorgang automatisieren. Aber dafür habe ich noch keine gute Lösung gefunden.

Für das Hochladen bietet sich FTPbox an. Das ist ein Open-Source-Programm für Windows, Mac und Linux, das einen lokalen Ordner per FTP automatisch mit einem Ordner auf einem Webserver synchronisiert. „Einmal Web und zurück“ weiterlesen

Es bluescreent mal wieder

Aus beruflichen Gründen komme ich ab und zu in die Verlegenheit, Betriebssystem-Updates durchführen zu müssen. Ein Schicksal, das ich mit vielen Leuten teile: Es bleibt niemandem erspart, der Computer nutzt. Oder Autos, Fernseher, Zahnbürsten, Elektroroller oder smarte Vibratoren – es ist nämlich durchaus erstaunlich, wo heute überall aktualisierbare Betriebssysteme sitzen.

Also, kein Grund zum Jammern. Eigentlich. Weswegen ich hier trotzdem zur Tirade ansetze, hat zwei Gründe. Erstens nutze ich Windows – was allein schon eine dramatische Komponente hat. Zweitens installiere ich die Updates aus besagten beruflichen Gründen meistens relativ zeitnah: Ich will sehen, was sich verändert, was man darüber berichten könnte und ob noch alles funktioniert.

Letzten Freitag habe ich das Update 1903 für Windows 10 installiert. Das läuft auch unter dem schönen Namen Windows 10 Mai 2019 Update, und es ist seit letzter Woche erhältlich. „Es bluescreent mal wieder“ weiterlesen

Der Screenshot-Alleskönner

Ich habe im Beitrag Pseudo-Fortschritt bei Windows neulich über die Screenshot-Möglichkeiten von Windows 10 geschrieben. Wie der Titel schon verrät, bin ich nicht begeistert von den Neuerungen. Auf Twitter hat mir Remo daraufhin das Windows-Programm ShareX empfohlen. Das sei dank vielen Automatisierungsmöglichkeiten ausgezeichnet auf die Bedürfnisse von Leuten zugeschnitten, die ständig Screenshots machen.

Versteht sich von selbst, dass ich dieses Programm sofort testen muss. Und in der Tat: Schon der erste Blick erstens eine schnörkellose Oberfläche. Und zweitens alle Funktionen, die man sich als professioneller Screenshotter wünschen könnte.

Im Aufnahmemenü stehen alle nur denkbaren Modi zur Auswahl. Von Vollbild über Fenster und Monitor bis hin zu exotischen Modi wie Autoaufnahme, Texterkennung und Scrollaufnahme – zu denen ich gleich noch kommen werde. Bei Fenster sind alle offenen Programmfenster aufgelistet, sodass man das gewünschte nur auszuwählen braucht. „Der Screenshot-Alleskönner“ weiterlesen