Microsoft 365 raubt mir (einmal mehr) den letzten Nerv

Mit Microsofts Miet-Office habe ich abermals eine böse Überraschung erlebt: Aus unerfindlichen Gründen hat sich Access in Luft aufgelöst.

Ihr wisst alle, dass ich kein Fan von Mietsoftware bin. Ich habe in diesem Blog jedes einzelne Problem im Zusammenhang mit dem SaaS-Lizenzmodell haarklein berichtet. Und wisst ihr was? Ich werde das auch weiterhin tun. Allein aus dem Grund, um zu belegen, dass es eben nicht so ist, dass diese Probleme die Ausnahme sind. Im Gegenteil: Sie sind meiner Beobachtung nach die Regel – und ein Grund, der die Zuverlässigkeit der Software gegenüber von klassischer Kaufsoftware deutlich herabsetzt.

Also, das Problem, um das es heute geht, wäre keines gewesen, wenn ich es geschafft hätte, mein Projekt 2020 rechtzeitig in die Tat umzusetzen. „Microsoft 365 raubt mir (einmal mehr) den letzten Nerv“ weiterlesen

Was auch immer diese App tut – sie tut es auf klevere Weise

Ich stelle Notion im Video vor. Das ist eine App, die wahrscheinlich gerade deswegen so nützlich ist, weil es einem schwerfällt zu beschreiben, was sie genau tut.

Das Video, um das es heute hier geht, ist zugegebenermassen nicht mehr als die Verfilmung eines Beitrags aus diesem Blog, nämlich Eine Notiz-App, die die Leute zum Schwärmen bringt. In dem ging es um die Notion. Das ist eine Anwendung, die es für den Browser, die mobilen Plattformen (iPhone, iPad und Android), sowie für Windows und Mac gibt.

Ich habe sie im ersten Beitrag als Notiz-App bezeichnet. Die Bezeichnung wird der Sache aber nicht wirklich gerecht. Man kann Notion für Notizen brauchen – und somit als Ersatz für die Apps, die ich im Beitrag Wie ich einmal die 100-Millionen-Dollar-Idee vergessen habe vorgestellt habe –, doch damit schöpft man die Möglichkeiten nicht aus. Notion ist für komplexe Informationssammlungen ausgelegt.

Damit stellt sich die Frage, welches die passende Kategorie wäre. Darüber habe ich nachgedacht, und die Frage hat sich als komplizierter entpuppt als im Vornherein gedacht. Da meinen Ausführungen zur näheren Bestimmung der richtigen Zuordnung dieses Produkts womöglich nicht alle Leserinnen und Leser folgen möchten – ich habe im Gegenteil das Gefühl, dass manche die Abhandlungen unter dem Stichwort WGAS verbuchen werden – hier erst einmal das Video: „Was auch immer diese App tut – sie tut es auf klevere Weise“ weiterlesen

Drei Tipps, wie man sich den Computeralltag erleichtert

… und drei Vorschläge, wie die Betriebssystemhersteller uns die tägliche Arbeit noch viel angenehmer machen könnten.

Wer dieses Blog hier regelmässig liest, dem fällt auf, dass manche Beiträge als Patentrezept-Video verfilmt werden. Das passiert bei den Themen, bei denen ich den Eindruck habe, dass sie für ein breites Publikum interessant sind – und natürlich auch, dass sie einen ansprechenden Clip ergeben, der prägnant und deutlich kürzer als der typische Post hier sein sollte.

Das ist nun wieder einmal passiert. Der Beitrag Für Leute, denen gelegentlich der Mauszeiger abhanden kommt hat eine Verfilmung erfahren.

Es geht neben dem Problem, wie man den Cursor auf einem riesigen Bildschirm einfacher wiederfindet, noch um zwei weitere Angelegenheiten, die uns Computernutzern regelmässig oder sogar ständig das speditive Arbeiten vermiesen.

Zum zweiten ist das die Capslock-Taste, die die allermeisten Leute in den allermeisten Fällen versehentlich betätigen – und die in den Fällen, in den man sie in voller Absicht benutzt, auch nur dazu da ist, um die Leute im Internet anzuschreien (siehe hier, Abschnitt «Lesbarkeit»). „Drei Tipps, wie man sich den Computeralltag erleichtert“ weiterlesen

Thunderbird jetzt mit eingebauter Verschlüsselung

Beim Mailprogramm von Mozilla gibt es nun endlich direkt eingebaut OpenPGP und S/Mime. Das ist eine gute Gelegenheit, auf Gmail herumzuhacken und sich zu überlegen, wie man das E-Mail neu erfinden könnte.

Letztes Jahr habe ich nach einer längeren Evaluation von diversen Mailprogrammen (Mailbird, Em Client, Mailspring und The Bat) entschieden, meine private Korrespondenz mit Thunderbird abzuwickeln. Ich bin sogar so weit gegangen, diesen Entschluss zu begründen. Woraufhin ich mir die Frage gefallen lassen musste, weswegen man im 21. Jahrhundert überhaupt noch ein lokales Mailprogramm würde verwenden wollen. Weil GMail doch bekanntlich das Nonplusultra sei – und überhaupt.

Aber wie auch schon dargelegt: Ich nutze Google nur dann, wenn es unvermeidlich ist und suche nach Alternativen, wo es Sinn ergibt. Bei Gmail fällt mir das besonders leicht. Erstens, weil ich Googles Webmail als umständlich und als nicht sehr funktional erachte. Und zweitens, weil diese Webanwendung in Firefox trotz aller Tricks so träge ist, dass man vermuten muss, Google wolle einem die Benutzung von Chrome schmackhaft machen.

Ausserdem finde ich es nach wie vor sinnvoll, das Mailarchiv auch lokal vorzuhalten. Darum bleibt es beim lokalen Programm und bei Thunderbird. „Thunderbird jetzt mit eingebauter Verschlüsselung“ weiterlesen

Homeoffice, Level 2

Tipps zur Arbeit zu Hause: Wie man sich absichert und organisiert – und wie man Firefox davon abhält, einem zu sehr auf den Wecker zu fallen.

Das Homeoffice – der Ort, wo man in Unterhosen mit seinem Chef videotelefoniert oder vom Sofa aus geschäftliche Gespräche führt. (Falls man in der unschönen Situation ist, überhaupt direkt mit Menschen reden zu müssen und nicht alles per Mail oder Instant-Messanger abwickeln zu können.

Dieses Homeoffice hat uns wieder. Und darum gibt es einige Tipps in Videoform, die sich mit dem Homeoffice auf Level zwei beschäftigen. (Etwas ärgerlich ist, dass wir nicht genau wissen, wie viele Level dieses MMOG eigentlich hat.) Es geht um Sicherheit und um Komfort – und darum, wie man Privates und Berufliches auf seinen eigenen Geräten getrennt hält.

Webseiten ins Job-Ghetto verbannen

Mein persönliches Highlight ist nach wie vor die im Beitrag Container für Webseiten vorgestellte Firefox-Erweiterung Multi-Account Containers: Sie hilft, Slack, Gmail mit meinem Job-Account und das berufliche CMS in eine separate Umgebung zu verbannen. Das sind jedenfalls die Tipps: „Homeoffice, Level 2“ weiterlesen

Wie man der Eiskönigin einen neuen Schnitt verpasst

Lossless Cut ist ein flinker und einfach zu bedienender Video-Editor, der Fernsehaufnahmen in Form bringt und auch den Videografen nützliche Dienste leistet.

Es kommt der Moment, an dem man als Eltern von der Realität eingeholt wird – und man erkennen muss, dass man nicht verschont bleibt. Das passiert dann, wenn unerwartet die Begeisterung für Barbies einsetzt. Oder wenn die Tochter anfängt, von Anna und Elsa zu schwärmen.

Als Anfänger im Bereich der Elternschaft fragt man sich dann, um wen es sich bei diesen beiden Frauen handelt. Mit etwas googeln erfährt man, dass das die beiden Heldinnen aus «Frozen» sind; dem Disney-Blockbuster von 2013, der hierzulande Die Eiskönigin – Völlig unverfroren heisst.

Da wir nicht der Meinung waren, dass unsere Tochter sich schon mit 2½ Kinofilme ansehen sollte, haben wir das Hörspiel auf Spotify angehört: Hier gibt es den ersten Teil mit Bonus, hier das Sequel.

Und immerhin war die Erkenntnis, dass das Hörspiel gar nicht so schlimm ist. Im Gegenteil: „Wie man der Eiskönigin einen neuen Schnitt verpasst“ weiterlesen

Windows, was für eine Sauordnung!

Microsoft kassiert eine Standpauke, weil offensichtliche Mängel des Betriebssystems auch 25 Jahre später noch nicht behoben sind. Und ich gebe Tipps, wie man das Beste aus dieser desolaten Situation macht.

Windows hat sich in der letzten Zeit gemacht: Die Einstellungen sind im Vergleich zur alten Systemsteuerung einfacher zu benutzen und einleuchtender. Die App-Zeitleiste, die mit April-2018-Update eingeführt wurde, machte eine annähernd nutzlose Funktion brauchbar. Und die Fotos-App ist ebenfalls ein grosser Fortschritt.

Es gibt auch eine Kehrseite: Manche Funktionen sind seit Jahren unbrauchbar. Und obwohl das jedem bewusst ist, der seinen Windows-PC mindestens einmal pro Woche einschaltet und mehr als drei Apps installiert hat, tut Microsoft nichts dagegen. Dieses komplette Desinteresse ist mir ein völliges Rätsel.

Ich beziehe mich mit dieser Kritik auf den Windows-Explorer, bzw. die Windows Shell. Das ist die sichtbare Benutzeroberfläche des Betriebssystems, mit der man sich herumschlägt, wenn man Programme startet und Dokumente verwaltet. Diese Shell muss sich (meiner bescheidenen Meinung nach) nicht hinter der anderer Systeme verstecken. Ich finde sie beispielsweise besser als den Finder des Mac.

Aber eben: Sie hat ein paar Mängel, die den Alltagsnutzen unnötig schmälern und Funktionen, die eigentlich sinnvoll wären, mehr oder weniger unbrauchbar machen.

Ich habe ein Paradebeispiel und einen Kronzeugen für diese Behauptung: „Windows, was für eine Sauordnung!“ weiterlesen

Vorbei mit Sändele?

Die Zukunft eines wichtigen Sicherheitsprogramms für Windows ist ungewiss. Eine gute Gelegenheit, die Alternativen auszuloten.

Sandboxie ist eines der Programme, das ich seit vielen Jahren in Betrieb halte. Sie versetzt Programme in eine abgesicherte Umgebung, eine so genannte Sandbox. Im Beitrag Der Sandkasten fürs Windows-System habe ich das seinerzeit ausführlich beschrieben.

Das Programm war ursprünglich das Werk eines Einzelkämpfers, Ronen Tzur. 2013 hat es ein Sicherheitsunternehmen namens Invincea gekauft, das 2017 in Sophos aufgegangen ist. Und spätestens seit dieser Übernahme hat Sandboxie einen vernachlässigten Eindruck hinterlassen.

Und der täuschte nicht: Im März hat Sophos die Entwicklung eingestellt und das Programm als Open-Source freigegeben. Der Quellcode ist bei Github zu finden.

Bedeutet das das Ende – oder einen Neuanfang? „Vorbei mit Sändele?“ weiterlesen

Microsoft dreht das Rad zurück

Kommt bei Windows 10 durch die Hintertür der Windows-Vista-Look zurück? Ich frage mich das angesichts der Veränderungen beim Startmenü – und weil allenthalben wieder mehr Glas, Transparenz und plastisch wirkende Elemente zu sehen sind.

Wir sind es uns gewohnt: Im Herbst gibt es von Microsoft ein Update für Windows 10. Das war auch heuer nicht anders. Das Update trägt den Codenamen 20H2 (siehe Die bizarre Zahlenmystik, die Microsoft mit Windows 10 betreibt). Es wird derzeit über die automatische Update-Funktion an die Nutzer ausgeliefert.

Ja, ich kann meine Enttäuschung nicht verbergen: Es gibt nur wenige Neuerungen in diesem Update. Die Hauptneuerung finde ich nicht gelungen.

Diese Hauptneuerung ist die optische Auffrischung des Startmenüs. Microsoft-Manager Brandon LeBlanc erklärt im Windows-Blog, die Kacheln seien nun «Theme-aware» – was eine extravagante Formulierung dafür ist, dass sie das für Windows gewählte Farbschema berücksichtigen.

Die Veränderungen am Startmenü beschreibt LeBlanc wie folgt: „Microsoft dreht das Rad zurück“ weiterlesen

Ich weiss, wonach du vor drei Wochen gegoogelt hast

Eine Software behauptet, die Surfgewohnheiten einer Person schonungslos offenzulegen. Aber vollumfänglich einhalten kann sie dieses Versprechen nicht.

Aus nicht mehr rekonstruierbarem Anlass habe ich mir neulich ein Programm namens Browser History Examiner heruntergeladen. Das verspricht einerseits Aufschluss über die Aktivitäten im Netz, andererseits gezielte Suchmöglichkeiten nach bestimmten Informationen: Man kann sich den Suchverlauf ansehen, Mailadressen extrahieren, die URLs nach Kategorien filtern und sich die Bilder ansehen, die im Cache stecken.

Mit anderen Worten: Wenn dieses Werkzeug seine Versprechen einhält, steht der examinierte Webnutzer ziemlich exponiert da. Der Name des Unternehmens, Foxton Forensics, gibt dem ganzen einen ernsthaften Anstrich und eine kriminalistische Note.

Die Hersteller-Beschreibung unterstreicht das: «BHE kann bei digitalen Ermittlungen behilflich sein, zum Beispiel bei zivil- und strafrechtlichen Forensik-Fällen, Sicherheitsvorfällen, Personaluntersuchungen und allgemeinen Berichten über Mitarbeiteraktivitäten.»

Interessant jedenfalls, dass nicht nur Ermittler zum anvisierten Nutzerkreis gehören, sondern auch neugierige Chefs und übergriffige Arbeitgeber. „Ich weiss, wonach du vor drei Wochen gegoogelt hast“ weiterlesen