Zwei Methoden, die vor Datenverlust schützen

Eine Datensicherung unter Windows ist mit Bordmitteln möglich: Tipps zum Dateiversionsverlauf und zur Backup-Funktion von Onedrive: Plus die besten Alternativen von Drittherstellern.

Im Beitrag Nicht sichern ist nicht sicher liefere ich einen Rundumschlag zur Datensicherung. Da der schon etwas in die Jahre gekommen ist, habe ich eine Aktualisierung des Themas ins Auge gefasst. Im Beitrag So geht beim Time-Machine-Backup nichts schief geht es um den Mac.

Hier und jetzt geht es um Windows. Bei Microsofts Betriebssystem gibt es den Dateiversionsverlauf, der eine externe Datensicherung mit eingebauter Versionierung bereitstellt¹. Er findet sich in den Einstellungen bei Update und Sicherheit in der Rubrik Sicherung.

Einschalten reicht – allerdings sollte man trotzdem nachsehen, was diese Option genau bewirkt

Die Aktivierung ist maximal einfach: Man muss im Abschnitt Mit Dateiversionsverlauf sichern nur bei Meine Daten automatisch sichern das Häkchen auf Ein umschalten.

Die Sicherung einrichten und überprüfen

Aber natürlich sollte man ein bisschen Zeit darauf verwenden zu überprüfen, was wo gespeichert wird: „Zwei Methoden, die vor Datenverlust schützen“ weiterlesen

Eine kleine Neuerung, die Microsoft ganz gross verbockt hat

Die Taskleiste von Windows 10 wird neuerdings mit Wetter und Nachrichten angereichert («Neuigkeiten und interessanten Themen»). Was eine gute Idee sein könnte, scheitert leider krachend an der dilettantischen Umsetzung.

Das Mai 2021 Update für Windows 10 (21H1) ist erschienen. Ich hatte eigentlich vor, wie üblich ein Patentrezept zu diesem Update zu drehen. Doch selbst bei einer Suche mit der Lupe ich keine Neuerung entdeckt, die man in einem Video vorführen könnte. Sogar für diesen Blogpost hier muss ich einen Kniff anwenden, um genügend Fleisch an den Knochen zu bekommen.

Schade – denn eigentlich gäbe es genügend Verbesserungspotenzial, wie ich neulich anhand des Explorers gezeigt habe.

Aber Microsoft hat sich darauf konzentriert, die Performance und Stabilität zu verbessern. Im Supportdokument liest sich das wie folgt:

Windows 10, Version 21H1 ist eine Zusammenstellung von Funktionen für ausgewählte Leistungsverbesserungen, Unternehmensfunktionen und Qualitätsverbesserungen

Erwähnt werden folgende Features: „Eine kleine Neuerung, die Microsoft ganz gross verbockt hat“ weiterlesen

Microsoft: Typografische Pionierarbeit ist das nicht

In Office gibt es demnächst eine neue Standardschrift. Ich habe mir die Kandidaten angesehen und hätte mir etwas mehr Mut gewünscht. Bei der Gelegenheit habe ich übrigens noch eine weitere typografische Neuerung entdeckt: Die Cloudfonts.

Calibri heisst die Schrift, die seit 2007 in Word standardmässig eingestellt ist: Sie erscheint bei jedem neuen Worddokument, das ein Nutzer anlegt – zumindest so lange er keine eigene Vorlage auswählt oder die Schrift abändert.

Doch die Calibri hat ausgedient: Microsoft hat fünf Schriften in Auftrag gegeben, aus denen der Nachfolger gekürt werden soll. Die heissen Tenorite, Bierstadt, Skeena, Seaford und Grandview und werden hier im Detail beschrieben.

Leider hat Microsoft es verpasst, sie mit in grösseren Beispielen abzubilden, damit man sie sich auch ansehen kann. Und deswegen bin ich neulich auf die Idee verfallen, einen Blick ins Schriftarten-Menü von Word zu werfen. Worauf ich dann gleich zu sprechen komme.

Wird die neue Schrift überhaupt jemandem auffallen?

Jedenfalls habe ich in diesem Schriftarten-Menü die neuen Fonts tatsächlich entdeckt und sie ausprobiert – siehe Beitragsbild. Die Unterschiede springen nicht ins Auge, auch nicht zum Vorläufer, der Calibri. Den meisten Office-Nutzern dürfte der Wechsel noch nicht einmal auffallen, was wohl auch Sinn der Sache war. Andererseits kann man sich fragen, was dann der Aufwand soll.

Was mich angeht: „Microsoft: Typografische Pionierarbeit ist das nicht“ weiterlesen

Die nachfolgenden Sendungen verzögern sich wegen einer technischen Panne

Mit der Open-Source-Software OBS Studio produziert man fernsehreife Streaming-Shows und Videokonferenzen. Wenn man sie denn zum Laufen bekommt.

Neulich habe ich die lustige ManyCam-App vorgestellt. Sie ist gewissermassen ein virtueller Bildmischer, mit dem man diverse Bild- und Audioquellen zu einem Videofeed zusammenführt, den man live streamt, aufzeichnet oder in eine Videoconferencing-Anwendung einspeist. Eine solche App ermöglicht es, nicht bloss ein statisches Signal, zum Beispiel von einer Webcam, auszugeben, sondern einen produktionstechnisch aufgewerteten Mix, in dem man zum Beispiel zwischen mehreren Kameras umschaltet.

Nun hat man mir auf Twitter zu verstehen gegeben, dass ich besser OBS Studio getestet hätte. Das ist eine Software, die ungefähr das gleiche tut, aber Open-Source und damit gratis ist.

Wie es der Zufall will, bin ich dieser Software – das Kürzel OBS steht für Open Broadcaster Software – vor kurzem begegnet. Ich habe nämlich eine Software zum Aufzeichnen des Bildschirminhalts bei Windows gesucht. Ich verwende zwar normalerweise Hypercam (Beim Fensterln mitfilmen), doch da bei dieser Software die Lizenz an die Hardware gebunden ist, wird es überaus mühsam, wenn man sie auf einem Testgerät einsetzen möchte.

In meinem Fall hat das nicht funktioniert: „Die nachfolgenden Sendungen verzögern sich wegen einer technischen Panne“ weiterlesen

Bei Windows und Mac die Bildschirmanzeige perfektionieren

Um das Maximum aus hochauflösenden Bildschirmen herauszuholen, muss man unbedingt die Skalierung seinen eigenen Vorlieben anpassen. Ich erkläre, wie das geht – und wie man Zwecks Maximierung der Ergonomie das nach Bedarf per Tastaturkürzel tut.

Ich hatte unlängst das Vergnügen, ein hübsches Notebook zu testen, nämlich das HP Spectre x360 15, das mit einem schönen Amoled-Touch-Display ausgestattet ist, das auch HDR beherrscht – hier habe ich es ausführlich besprochen. An dieser Stelle geht es mir um ein Detail, das mir beim Test aufgefallen ist. Nämlich um die Frage, wie man das Maximum aus einem Hi-DPI-Monitor herausholen könnte.

Um das kurz zu erklären: Der HP-Laptop verwendet eine Auflösung von 3840 × 2160 Pixeln, also 4K UHD. Das ergibt eine bei einem Bildschirm von 15 Zoll Durchmesser Pixel, die deutlich viel kleiner sind als bei einem herkömmlichen Anzeigegerät. Das wiederum führt dazu, dass man das Betriebssystem nicht 1:1 darstellen möchte. Denn mit den winzigen Pixeln würden die Elemente der Benutzeroberfläche selbst so klein, dass nur Leute mit Adleraugen sie erkennen.

Grösser und schärfer

Stattdessen werden die Elemente vergrössert dargestellt. So passt zwar nur ungefähr gleich viel Inhalt auf den Bildschirm, wie das mit einem normalen Full-HD-Display der Fall wäre. Die Darstellung ist aber viel schärfer; im Fall des HP-Laptops viermal so scharf wie bei Full-HD.

Technisch gesprochen ist die Punktdichte (Punkte pro Zoll, bzw. Dots per Inch, DPI) höher als bei einem normalen Display, weswegen man von Hi-DPI spricht. In der Apple-Welt ist dafür auch die Bezeichnung Retina-Display gebräuchlich.

Der eigentliche Clou ist nun, dass nicht in Stein gemeisselt ist, wie stark diese Vergrösserung sein soll. Es gibt natürlich eine Voreinstellung. Aber die kann – und sollte man – anpassen. Ich erkläre, das Warum und auch das Wie, natürlich für Windows und Mac. „Bei Windows und Mac die Bildschirmanzeige perfektionieren“ weiterlesen

Tricks für die Zwischenablage

Fürs Copy-Paste hält Windows nützliche Tricks bereit. Und wo wir dabei sind, können wir auch herausfinden, wie man zwischen Geräten Informationen austauscht – mit einem Extra-Trick für Google Chrome.

Eine meiner Lieblingsfunktionen von Windows 10 ist die mit dem Oktober-2018-Update eingeführte, neue Zwischenablage. Sie behält nicht nur einen Verlauf der letzten 25 Einträge, sondern synchronisiert sich auch über das Microsoft-Konto auf andere Geräte. Das ist für leidenschaftlicher Cutter-und-Paster wie mich eine riesige Erleichterung.

Die in der Windows-Zwischenablage gespeicherten Einträge.

Also, es funktioniert wie folgt: Um das Menü mit dem Verlauf anzuzeigen, drückt man die Windows-Taste und v.

Damit das auch klappt, muss der Verlauf eingeschaltet werden. Das tut man über die Einstellungen. Bei System in der Rubrik Zwischenablage konfiguriert man sich diese Funktion zurecht.

Die Option Zwischenablageverlauf gibt an, ob ältere Einträge aufbewahrt werden oder eben nur das letzte kopierte bzw. ausgeschnittene Element, wie es früher der Fall war. „Tricks für die Zwischenablage“ weiterlesen

Ein toller Laptop, dem erst einige Marotten auszutreiben sind

Einer der Spitzen-Laptops von HP im ersten Augenschein. Plus zwei Tipps, wie Windows am Laptop gmögiger wird.

Ich habe das Vergnügen, von HP eines der Spitzengeräte aus dem Notebookbereich zu testen, das Spectre x360 15 eb0720nz. (Um Gaby Salvisberg vom «PC Tipp» nicht zu ärgern, werde ich es nicht «Flagship Model» nennen.) Es ist bald auf dem Weg zurück zum Absender. Ein paar Erkenntnisse will ich dazu festhalten. Es geht ein bisschen ums Gerät, aber vor allem um das, was mich an Windows-Laptops im Allgemeinen stört.

Gut versteckt: Der Einschaltknopf in der anderen Ecke.

Also, erstens der Laptop selbst: Er hat ein 15-Zoll-Display mit einem 4k-Display, HDR und Amoled, das mich in den Bann geschlagen hat. Keine Frage, für anspruchsvolle Grafikanwendungen ist das ein schönes Gerät, das für um die 2000 Franken seinen Preis hat, aber im Vergleich zu einem gut ausgestatteten Macbook trotzdem ein ansehnliches Preis-Leistungsverhältnis zu bieten hat.

Ein paar Stichworte dazu: Intel Core i7, Nvidia GeForce GTX 1650 mit Max-Q-Design und 4 GB GDDR5 dediziert, 16 GB DDR4-RAM, 1 TB-SSD von Intel, guter Sound dank Lautsprechern von Bang & Olufsen und Wifi 6.

Der USB-C-Anschluss in der abgewinkelten Ecke könnte übersehen werden…

Die Ausstattung gefällt mir auch: Es gibt einen MicroSD-Schlitz, HDMI 2.0, einen USB-A-Anschluss und zwei für USB-C, einer davon mit Thunderbolt 3 und den «Kill Switch» für die Webcam, den HP seit einiger Zeit verbaut.

Mir wären drei USB-C-Steckplätze lieber, aber natürlich ist es auch nicht verkehrt, für USB-A keinen Adapter zu brauchen. Die Webcam kann auch für die Anmeldung mit Gesichtserkennung benutzt werden und es gibt einen Fingerabdrucksensor für Windows Hello.

Zwei Dinge habe ich zu kritisieren: „Ein toller Laptop, dem erst einige Marotten auszutreiben sind“ weiterlesen

So gelingt der Start mit dem neuen PC

Die Übernahme von Dokumenten, Einstellungen, Programmen und der Konfiguration von einer alten auf eine neue Windows-Maschine ist eine ziemlich vertrackte Angelegenheit. Hier die Tipps, wie man am besten verfährt und wo die Fallen liegen.

Wie steigt man von einem alten Windows-PC auf einen neuen um? Diese Frage höre ich gelegentlich, und sie ist keine Freude. Denn für die Antwort muss ich weit ausholen – sehr weit.

Dabei könnte es so einfach sein. Apple exerziert vor, dass man die Datensicherung auch dazu verwenden kann, den ganzen Inhalt von einem alten Gerät auf ein neues zu übertragen. Wie es geht, beschreibt Apple hier für iOS-Geräte und hier für den Mac. Und ja, so einfach wie das im Vergleich geht, wäre das auch ein guter Punkt für die Auflistung Wo der Mac über Windows triumphiert gewesen.

Aber nun ist es leider so, dass Microsoft die Sache in der letzten Zeit nicht vereinfacht, sondern erschwert hat: „So gelingt der Start mit dem neuen PC“ weiterlesen

Das Smartphone als Webcam: Wie es funktioniert und was es bringt

Ein ausführlicher Test der App EpocCam, die das iPhone als Webcam für Windows und Mac nutzt. Sie gibt in Videokonferenzen mehr Gestaltungsfreiheit, hat aber auch ein paar Nachteile.

Neulich habe ich im Beitrag Eine richtige Kamera für Videokonferenzen und fürs Streaming beschrieben, wie man eine via HDMI angeschlossene Spiegelreflex- oder Videokamera als Webcam benutzt. Das funktioniert ziemlich unkompliziert und bringt uns zur Frage, ob man denn auch das iPhone oder iPad als externe Kamera für seinen Windows-PC oder Mac benutzen könnte.

Und ja, natürlich: Auch das geht. Es gibt mehrere Apps zu diesem Zweck; aber ich habe mich für EpocCam entschieden. Diese App fürs iPhone und iPad kostet 8 Franken. Der dazugehörende Treiber ist für Windows und Mac verfügbar und kostenlos.

Warum sollte man das Smartphone als Kamera nutzen, wenn man bereits eine Webcam besitzt; sei es nun eingebaut oder extern?

Ich sehe einen Hauptvorteil: „Das Smartphone als Webcam: Wie es funktioniert und was es bringt“ weiterlesen

Eine Steilvorlage für Microsoft

Files ist ein alternativer Dateimanager für Windows, der vor Augen führt, wie wenig sich beim Explorer in den letzten zwanzig Jahren getan hat: Eine Empfehlung unter Vorbehalten.

Neulich habe ich den Explorer als eines der Highlighs von Windows herausgestrichen. Und ja: Dieses Programm erfüllt seinen Zweck und hat auch ein paar versteckte Stärken.

Trotzdem soll die Frage erlaubt sein: Ginge es nicht auch besser? Und moderner? Denn im Kern ist der Explorer seit Windows 95 der alte geblieben. Klar, mit Windows 8 wurde die Menüleiste durch das Menüband (den Ribbon) ersetzt, und es gab einige neue Funktionen wie die Bibliotheken. Aber das ist, auf 25 Jahre gesehen, doch ziemlich bescheiden.

Zum Beispiel warten wir noch immer auf die Möglichkeit, Browserfenster auch als Reiter darzustellen. Beim Mac wurden die immerhin schon 2013 mit Mavericks (10.9) eingeführt. Da wäre es so langsam an der Zeit – auch wenn es mit Groupy eine Shareware gibt, die genau diese Funktion nachrüstet. Ich habe sie ausführlich vorgestellt und auch lange Zeit benutzt – dann aber wieder mit ihr aufgehört, weil die Reiter eben doch nicht so nahtlos funktionieren, wie wenn sie direkt ins Programm integriert wären.

Das ist ein guter Grund, Files zu testen. „Eine Steilvorlage für Microsoft“ weiterlesen