Noch mehr Pfupf fürs Birchermüesli

Ich plädiere in diesem Blog immer mal wieder für Firefox. Google ist im Web mächtig genug – dieser Konzern sollte nicht auch noch den dominanten Browser stellen.

Aber mir ist auch klar, dass dieses Argument kaum verfängt. Ich selbst wechsle meine Software selten wegen meiner Prinzipien – sonst würde ich wahrscheinlich irgend ein Linux-Derivat und nicht Windows und Mac verwenden und hätte ein Fairphone und kein iPhone.

Aber Firefox macht einem den Wechsel wirklich leicht – und hält Firefox-Fans wie mich mit nützlichen Neuerungen bei der Stange. Ich habe neulich bloss durch Zufall entdeckt, dass es nun die Möglichkeit gibt, Browser-Erweiterungen mit Tastaturkürzeln zu versehen. Auf diese Weise kann man nützliche Features auch per Shortcut aktivieren – und man konfiguriert sich das so zurecht, dass sich die Addons nicht ins Gehege kommen.

Das ist logischerweise nicht bei allen Erweiterungen gleich nützlich. Aber bei manchen ist es nicht nur nützlich, sondern brillant. „Noch mehr Pfupf fürs Birchermüesli“ weiterlesen

Ist Photoshop unersetzlich? Die Meinungen gehen auseinander

Die Affinity-Anwendungen waren hier im Blog immer mal wieder ein Thema. Im Beitrag Eine vielversprechende InDesign-Alternative habe ich Affinity Publisher vorgestellt, bei Ernsthafte Bildbearbeitung mit dem iPad Photo und im Beitrag Diese App sollte Adobe Angst einjagen Designer.

Da ich mir ziemlich sicher war, dass diese Apps nicht nur mir und den Leserinnen und Lesern dieses Blogs gut gefallen, sondern auch für ein breiteres Publikum interessant sind, habe ich sie im letzten Patentrezept-Video vor den Sommerferien vorgestellt.


Diese Kampfansage bringt Photoshop in Bedrängnis

Die Resonanz war dann noch viel grösser, als ich erwartet hatte – natürlich auch, weil die Überschrift gegen Adobe gemünzt war. Die Unzufriedenheit bei den Nutzern ist beträchtlich – ebenso natürlich auch das Bewusstsein, wie gross die Abhängigkeit ist.

Das zeigt sich auch bei den Kommentaren zum Video – die für einmal aufschlussreich und lesenswert sind. Da schreibt zum Beispiel Hans Huggentobler: „Ist Photoshop unersetzlich? Die Meinungen gehen auseinander“ weiterlesen

Gewöhn dich daran, alter Mann!

Bevor ihr euch aufregt, mir böse Kommentare schreibt, auf eure Jugend hinweist oder auf die Tatsache, dass ihr kein Mann seid, lasst mich etwas klarstellen: Die Aufforderung im Titel bezieht sich auf mich selbst. Ich bin der alte Mann, der noch neue Tricks lernen soll. Trotzdem habe ich davon Abstand genommen, den alten Hund zu erwähnen, dem man keine neuen Tricks mehr beibringt. Denn soooo alt (und so hündisch) fühle ich mich trotz allem nicht.

Also, es geht darum, dass ich zu den Leuten gehöre, die am Computer normalerweise viele Programme und Fenster offen haben. Ich bin ein intensiver, aber nicht ein sonderlich geübter Multitasker. Ich wechsle ständig zwischen Browser, Textverarbeitung, Internet Explorer und anderen Programmen hin und her – und das typischerweise mittels Daumen und Zeigefinger. Also mit der Tastenkombination Alt und Tabulator.

Und ich gehöre auch zu denen, die Fenster minimieren. Da würde mich übrigens interessieren: „Gewöhn dich daran, alter Mann!“ weiterlesen

So kriegt die iCloud die Kurve

Es passiert häufig, dass ich beim Bloggen hier auf Ideen für «richtige» Artikel für die Tamedia-Zeitungen und für Newsnetz-Videos komme. Das ist kein Zufall, weil ich mein Blog auch als Inkubator für Themen nutze. Durch das Bloggen lässt sich sehr gut herausfinden, wie weit ein Thema trägt und ob es genügend Aspekte hat, die von breiten Interesse sind.

Klar, man könnte das vermutlich auch ohne Bloggen herausfinden. Aber wieso sollte man nicht das Sinnvolle mit dem Nützlichen verbinden? Im Blog lassen sich auch Aspekte diskutieren, die in einem Video gezwungenermassen unter den Tisch fallen müssen und zu nerdig für den Artikel in einer Tageszeitung sind.

Und wenn ich etwas Wichtiges übersehen oder (selbst das soll schon vorgekommen sein) falsch verstanden habe, dann stehen die Chancen gut, dass mich die Leserschaft meines Blogs darauf aufmwerksam macht und korrigiert, bevor ich die breite Masse damit behellige. Ihr dürft euch also gerne als Teil der erweiterten Tamedia-Digital-Redaktion betrachten. (Ein Lohn wird auch dafür leider trotzdem nicht ausbezahlt, fürchte ich.)

Ein gutes Beispiel ist dieses Video hier: „So kriegt die iCloud die Kurve“ weiterlesen

Das eierlegende Wollmilchsau-Grafikprogramm

IrfanView ist eines jener Programme, das ich schon seit immer benutze – und damit ähnlich wichtig ist wie 7-Zip, Synchronizier oder PhraseExpress. Erwähnt habe ich das Programm en passant immer mal wieder. Zum Beispiel im Beitrag Wie man Digitalfotos händisch sortiert, der zu den beliebtesten Tipps und Tricks dieses Blogs gehört. Oder hier im Beitrag Das dreckige Dreifachdutzend, den ich auch mal wieder aufdatieren könnte. Doch heute ist es mir einen separaten, ausführliche Beitrag wert.

Also, IrfanView: Es gibt diesen Shareware-Klassiker seit 1996 als normalen Download und inzwischen auch im Windows-Store.

Ich nutze ihn seit mindestens 1997, wie mir ein Blick in meine Artikel-Datenbank verraten hat. Im Dezember 1997 habe ich in einem Artikel zu zwei Digitalkameras (Olympus C-1000L mit 850 Kilopixeln Auflösung und Agfa ePhoto 1280 mit 810 Kilopixeln) habe ich das Programm wie folgt erwähnt: „Das eierlegende Wollmilchsau-Grafikprogramm“ weiterlesen

Das Banale grande der Windows-Tetralogie

Das neueste Update für Windows 10 hat schon für Gesprächs- und Blog-Stoff gesorgt: Hier ging es allgemein um das Update und um die Bluescreens, die es auslöst. Hier habe ich die neue Einstellung des Stores vorgestellt, mit der man Softwareinstallationen auf dessen Sortiment beschränkt. Und hier ging es allgemein darum, ob die kontinuierliche Entwicklung im Vergleich zu den früheren, grossen Versionssprüngen eigentlich sinnvoll ist oder nicht.

Heute mache ich die Tetralogie voll – allerdings mit einem vergleichsweise banalen Finale (Experten nennen das auch ein «Banale grande»). Ich stelle zwei Apps vor, die es in Windows neuerdings gibt. Und von denen noch niemand gross Notiz genommen hat, wie mir scheint. (Inklusive ich – es kann also sein, dass diese beiden Apps hier schon vor dem Update auf 1903 vorhanden waren.)

Da ist erstens die Tipps-App (Microsoft.Getstarted). „Das Banale grande der Windows-Tetralogie“ weiterlesen

Ein heisser Tipp für Tastaturakrobaten

HotkeyP ist wieder einmal eine schöne Leserempfehlung. Ich habe sie als Reaktion auf meinen Beitrag Wie nutzlos ist die Windows-Taste? erhalten. Bei dem ging es, dem Titel zum Trotz, um die Menütaste. Und die Empfehlung ist natürlich nahe liegend. Wenn die Menütaste von Haus aus nichts Vernünftiges tut, dann sollte man sie mit einem Hilfsprogramm dazu bringen, etwas Vernünftiges zu tun.

HotkeyP gibt es kostenlos, und das Programm gefällt mir schon mal gut: Es kommt ohne Installationsprogramm, nur in einer Zip-Datei verpackt. Das bedeutet, dass man selbst dafür zuständig ist, es in einen Programmordner zu versorgen und mit einer Verknüpfung im Startmenü auszustatten. Dafür weiss man schon mal, dass es nicht irgendwelche nutzlosen Dateien irgendwohin ballert und das ganze System mit nutzlosem Kram vollseucht. Das ist mir den Mehraufwand wert. „Ein heisser Tipp für Tastaturakrobaten“ weiterlesen

Zwei Sturköpfe zur Zusammenarbeit zwingen

Die Sturköpfe sind die iCloud von Apple und das Windows-Betriebssystem von Microsoft.

Es kommt gelegentlich vor, dass ich von Familienmitgliedern, Kollegen und Bekannten in Computerthemen um Rat gefragt werde. Das ist mir unlängst wieder einmal passiert. Jemand aus meiner Familie – zum Schutz der Privatsphäre werden hier keine näheren Angaben zu dieser Person gemacht – hat mich um Rat gefragt.

Der Auslöser war ein Computer, der so langsam endgültig den Geist aufgibt. Es handelt sich dabei zufälligerweise um den Vorgänger meines aktuellen Windows-PCs, der inzwischen mindestens zwölf Jahre auf dem Buckel haben dürfte. Ich habe somit geholfen, ein Notebook in der passenden Preiskategorie auszusuchen und das in Betrieb zu nehmen.

Nun war das fragliche Familienmitglied neulich bei mir zu Hause, weil noch ein paar Dinge noch nicht so funktioniert haben, wie sie sollten. „Zwei Sturköpfe zur Zusammenarbeit zwingen“ weiterlesen

Laptops und ihr besonderes Schutzbedürfnis

Wer mein berufliches Schaffen verfolgt und zufällig meine Artikel von 2009 noch auf dem Schirm hat, wird sofort festgestellt haben, dass das neue Patentrezept-Video ein Remake des Artikels «Mobile Begleiter und ihr besonderes Schutzbedürfnis» von 2009 ist.

Die Betriebssysteme haben sich seitdem gewandelt, doch die Tipps sind grosso modo natürlich die gleichen geblieben:

  • Erstens: Schütze deine Daten, sodass sie selbst dann sicher sind, wenn der Computer abhanden kommt und in falsche Hände gerät.
  • Zweitens: Sorge dafür, dass deine Kommunikation privat bleibt, selbst wenn du dubiose WLAN-Netze verwenden musst.
  • Und drittens: Treffe Vorkehrungen, damit du deinen Laptop aufspüren könntest, wenn du ihn aus Versehen irgendwo liegen lassen solltest.

Erfreulicherweise ist es in den letzten zehn Jahren einfacher geworden, diese drei Punkte zu erfüllen. Mit anderen Worten: Die Betriebssysteme haben sinnvolle Verbesserungen erfahren. „Laptops und ihr besonderes Schutzbedürfnis“ weiterlesen

Wie nutzlos ist die Windows-Taste? (Jetzt wirklich!)

Die Frage im Titel wurde gestern schon einmal aufgeworfen. Nur hat mich dann leider ein kleiner Exkurs davon abgehalten, die Frage zu beantworten. Doch heute ist es nun so weit: Es geht wirklich um die Windows-Taste und um die Frage, was man mit ihr anstellen kann.

Und anders als die Menü-Taste hat dieser Knopf einen Nutzen. Er wurde mit Windows 95 eingeführt und ist eine Erfindung der Marketingabteilung: Er hat die offensichtliche Funktion, das Betriebssystem auf der Tastatur sichtbar zu machen.

Nun kann man sich fragen, ob er nicht zu viel des Guten ist. „Wie nutzlos ist die Windows-Taste? (Jetzt wirklich!)“ weiterlesen