Die Simpsons sind echte Nervensägen

Ich glaube, es war Zedis Schuld, dass ich anno 2010 mit Godfinger angefangen hatte. Das ist eines jener Spiele, die mir einfach nicht gut tun. Im Fall von «Godfinger» habe ich die Rolle des Allmächtigen, die einem in dem Titel zugewiesen wird, definitiv zu ernst genommen. Denn meine Schäfchen brauchten mich. Und ich wollte rund um die Uhr für sie da sein.

131204-simpsons01.jpg
Noch sehr überschaubar: Mein Springfield.

Der Clou bei «Godfinger» und ähnlichen Titeln ist, dass das Spielgeschehen nicht stehen bleibt, wenn man nicht spielt. Nein: Auf dem Planeten des Spielers tobt das blühende Leben rund um die Uhr: Es wächst Getreide, Gebäude werden gebaut, die Untertanen verrichten Gebete, verdienen Geld, leisten Feldarbeit. Et cetera. „Die Simpsons sind echte Nervensägen“ weiterlesen

Schneller tippen mit Logi

Ob es eine gute Methode gäbe, das Schreiben auf der virtuellen Tastatur zu lernen und trainieren, hat mich eine Kummerbox-Leserin neulich gefragt:

Have wondered why Apple etc don’t or whether they do offer a keyboard sample to teach touch typing as one learns it on the typewriter. (I date myself with that one.) Have tried to work one out myself. I’m great on the latter. But the touch is altogether different and board not quite the same really.

Ja, gelegentlich treffen auch Mails in Englisch ein, weil Tsüri halt einfach eine fürchterlich internationale Stadt ist. Wie auch immer: Ich tippe auf der virtuellen Tastatur auch nicht sonderlich schnell. Vielleicht wird das besser werden, wenn die LCD-Displays einem an den Fingerkuppen etwas zu spüren geben und man fühlt, wo die Tasten sind. Vielleicht auch nicht, weil das Muskelgedächtnis von Vielschreibern wie mir nun einmal auf echte Tasten getrimmt ist.

131010-logi01.jpg
Fast wie ein richtiges Laptop.

Also bin ich wieder einmal dabei, Tastaturen fürs Tablet zu testen. Von Digitec habe ich das Ultrathin Keyboard Cover fürs iPad erhalten. „Schneller tippen mit Logi“ weiterlesen

Schafkacke am antizyklischen Strand

Ich weiss, meine Elaborate zum Thema Endless Runner-Games interessieren euch nicht sonderlich. Aber einerseits finde ich, dass man als Blogger seinem Herzen und nicht den Einschaltquoten folgen muss. Und andererseits habe ich die heimliche Sehnsucht, wenigstens im deutschsprachigen Raum zum alleranerkanntesten Endless-Runner-Game-Experten zu werden (damit ich immerhin irgendwo ein Experte bin). Zu diesem Zwecke habe ich vor Kurzem eine ausführliche Abhandlung zum Thema geschrieben, und greife es an dieser Stelle mit den breaking news auf, dass es in Minion Rush (siehe hier) eine neue Welt gibt. Also einen vierten Schauplatz, den man wechselweise durchquert.

130913-temple-run-merida-01.jpg
Links: Im schottischen Hochland ist immer Nebel.
Rechts: Metaphysische Schafhinterlassenschaften?

Es handelt sich um den Minion beach, bei dem man seine Punkte nicht sammelt, indem man die Spielfigur am Strand liegen lässt, sondern genauso wie in den anderen Leveln rennt, bis man gegen einen Grill, einen Strandkorb oder eine Hängematte kracht. „Schafkacke am antizyklischen Strand“ weiterlesen

Wir In-App-Purchase-Lakaien

In meiner kleinen Serie zu Endless-Runner-Games (mit Temple Run 2 und Temple Run: Oz) widme ich mich heute Minion Rush von Game Loft (im App Store und bei Google Play).

Das Game zum Film
Das Spiel ist unter mehreren Vorzeichen bemerkenswert. Zum ersten ist es, natürlich, eine Cross-Promotion für Despicable Me 2. Man steuert einen der Minions durch drei Szenen (Grus’ Labor, das Wohngebiet und El Machos Versteck). Man sammelt Bananen ein, weicht Hindernissen aus, muss mit dem zunehmend verschärften Tempo zurecht kommen und möglichst lange durchhalten.

130802-minion-rush-01.jpg
Rennen, als ob der Leibhaftige hinter einem her wäre. Hier ist der Minion im Wohngebiet unterwegs.

Wie viel das Gameplay mit dem Film zu tun hat, kann ich nicht sagen, da ich den Streifen nicht gesehen habe. Jedenfalls sind sowohl die 3-D-Landschaften wie auch die Spielfiguren mit viel Aufwand und Liebe zum Detail gestaltet. „Wir In-App-Purchase-Lakaien“ weiterlesen

Endloshetze über die Yellow Brick Road

Wie vor einiger Zeit berichtet, hat es mir TempleRun 2 angetan. Ich habe inzwischen alle Levels durchgespielt und die Lust nicht verloren, was untypisch ist für mich. Denn eigentlich habe ich gar kein besonderes Flair für Jump&run.

Nachdem TempleRun 2 ausgespielt war, mir das Spielprinzip aber nach wie vor schmeckt, habe ich mir für 1 Franken Temple Run: Oz besorgt (auch erhältlich für Android im Play Store). Das muss man wiederum rennen, aber durch die Kulissen des Oz the Great and Powerful. Man landet in einer Disney-Franchise, was abschreckend wirken könnte. Aber die Disneyifizierung hält sich im Rahmen – und darum kann ich den Titel allen empfehlen, die lieber die Spielfigur rennen lassen als selbst zu joggen.

130703-temple-run-oz-01.jpg
Disney-Look statt Indiana Jones: Der Whimsie-Wald, der manchmal auch zum Hochgebirge wird.
„Endloshetze über die Yellow Brick Road“ weiterlesen

5 Apps, um das Mass zu wahren

Bei Reisen, bei der Lektüre oder beim Kauf von Heimelektronik ist eine gute App zur Umrechnung von Masseinheiten unverzichtbar.

Eine App zur Umrechnung von Masseinheiten gehört zur Grundausstattung. Beim Reisen oder bei der Lektüre fremdsprachiger Bücher, in Fachtexten oder wissenschaftlichen Berichten begegnen einem ungewohnte Angaben – aber auch beim Kauf eines Fernsehers oder Bildschirm ist es durchaus sinnvoll, wenn man die üblicherweise in Zoll angegebene Bildschirmdiagonale in Zentimeter umrechnet, um eine Vorstellung davon zu haben, wie breit sich das Gerät in der Wohnung machen wird.

Das Angebot an Konverter-Apps ist beachtlich. Einige empfehlenswerte Apps fürs iPhone, das iPad und für Android-Geräte:

Cally ist eine App, die sich durch die sehr ansprechende Optik und eine simple Bedienung auszeichnet. 19 Kategorien (unter anderem Länge, Temperatur, Energie, Kraft, Währung und Fläche) stehen zur Auswahl. Die Kategorie wählt man durch eine Wischbewegung nach links. Die beiden umzurechnenden Masseinheiten stellt man dann über je ein Drehrad (das Bedienelement wird von Apple offiziell Picker genannt), und es ist einfach, die Umrechnungsrichtung zu ändern – dazu muss man bloss das nicht markierte Rad anklicken.

130624-converter-01-cally.jpg
Links: Cally zeichnet sich durch eine übersichtliche und ansehnliche Programmoberfläche aus.
Rechts: Die Kategorien wählt man bei Cally, indem man nach links wischt.
„5 Apps, um das Mass zu wahren“ weiterlesen

Jetzt kann man Instagram vergessen

Mit dem letzten Update kann Instagram nun auch Video – und bereits wurde stolz vermeldet, dass innerhalb der ersten 24 Stunden fünf Millionen Clips hochgeladen wurden. Die interessante Frage wäre aber eigentlich: Wie viele dieser Videos wurden denn überhaupt angesehen? Meine Vermutung ist, dass jeder halbwegs intensive Nutzer das Feature einmal ausprobieren wollte. Da hält man die Kamera schnell auf die Hauskatze oder den Kanarienvogel, drückt die Aufnahmetaste, haut den Amaro– oder den Brannan-Filter drüber und lädt den Krempel hoch – um dann festzustellen, dass genau das passiert ist, was man erwartet hat: Man hat ein strunzlangweiliges Video produziert.

130625-instagram.jpg
Vielleicht sind die Foodfotos doch nicht das schlimmste…

Zu dieser Erkenntnis hätte man schon dank Vine gelangen können. „Jetzt kann man Instagram vergessen“ weiterlesen

Fotografieren statt abtippen

Texte, Visitenkarten oder Briefe zu dokumentieren, ist mit der Smartphone-Kamera und einer OCR-App eine überaus simple Angelegenheit.

Bei den Scannern gehört die Texterkennung schon lange zum guten Ton. Bei vielen Geräten wird ein Programm mitgeliefert, das mit Hilfe des OCR-Verfahrens die eingescannten Papiere in bearbeitbare Dokumente umwandelt. OCR steht für Optical Character Recognition und beschreibt den Vorgang, bei dem das Abbild eines Textes in ein Textdok verwandelt wird.

130607-ocr-apps-01.jpg
Links: Per Kamera wird das Dokument mit Textgrabber «eingefangen».
Rechts: Das umgewandelte Dokument erscheint in Textgrabber als reiner Text – ohne Formatierungen.

Einmal eingescannt, lassen sich die Dokumente digital archivieren und am Computer leicht durchsuchen. Die OCR-Technik lässt sich nicht nur mit Scannern nutzen, sondern auch mit dem Smartphone. Die eingebauten Kameras bieten heute so eine gute Qualität, dass abfotografierte Seiten im A4-Format genügend Auflösung haben, um per OCR behandelt und in einen Text verwandelt zu werden. Das heisst, man spart sich unterwegs das Abtippen, wenn man wichtige schriftliche Informationen einfangen und speichern, weiterleiten oder archivieren möchte. Diverse Apps bieten OCR am Smartphone:
„Fotografieren statt abtippen“ weiterlesen

Das Facebook-Handy ist ein Flop

Während Jahren wurde darüber spekuliert, Facebook könnte ein eigenes Smartphone auf den Markt bringen. Seit dem 4. April weiss man: Zum Facebook-Handy wird ein Smartphone, indem man ihm die Facebook Home-App überstülpt.

130501-facebook-home.jpg
Links: Facebook macht sich auf dem Homescreen breit.
Rechts: Das kleine runde Köpfchen führt zu den anderen Apps.

Ich habe Facebook Home auf dem Redaktions-Handy, einem Samsung Galaxy S III, installiert und bin, wie man auf Neudeutsch so schön sagt, underwhelmed. Gut, fairerweise sollte ich einräumen, dass ich nicht zur Zielgruppe dieser App gehöre. Ich werfe zwar gern ab und zu einen Blick auf mein Facebook-Profil. „Das Facebook-Handy ist ein Flop“ weiterlesen

So schön kann schlechtes Wetter sein

Vier Wetter-Apps, die meteorologische Prognosen auf innovative, sehenswerte oder attraktive Weise anzeigen.

«Es ist ratsam, erst die Wettervorhersage zu lesen, bevor wir um Regen beten», sagte schon Mark Twain, und darum gehört die Wetter-App mit zu der wichtigsten Informationsquelle am Smartphone überhaupt. Die Standard-App tut ihren Dienst – doch das weder auf besonders akkurate noch auf ausgesprochen ansprechende Weise. Doch es gibt Alternativen.

Partly Cloudy stellt das Wetter als Uhr dar. Es gibt ein Ziffernblatt mit einem Zeiger, der auf der aktuellen Uhrzeit steht. Die Temperatur der nächsten Stunden erscheint als Farbverlauf im äussersten Ring des Ziffernblatts. Perioden mit Niederschlägen werden im Innern des Ziffernblatts angezeigt. Obendrüber gibt es die Angabe von Temperatur, Niederschlagsmenge, Windstärke und Prognose, die man auch für die kommenden Stunden anzeigen lassen kann, wenn man den Zeiger an die gewünschte Stelle dreht. In den Einstellungen der App kann man als Datenquelle zwischen dem norwegischen Meteorologischen Institut und der Open-Weather-Map wählen.

130425-partlycloudy.jpg
Links: Die Partly Cloudy-App zeigt das Wetter als Uhr, mit Aussichten und Regenwahrscheinlichkeit.
Rechts: In den Einstellungen von Partly Cloudy-App wählt man die gewünschte Datenquelle.
„So schön kann schlechtes Wetter sein“ weiterlesen