Ich denk ich dreh am Rad

Bei Gyro(s) denkt ihr natürlich an einen griechischen Fleischspiess. Das Wort besagt aber nur, dass das Fleisch über dem Feuer gedreht wird und entsprechend geht es beim Spielchen Gyro Xtreme nicht darum, möglichst viel virtuelles Schweinefleisch zu vertilgen, sondern einen Kreisel am Bildschirm geschickt zu drehen.

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Wie ein Fleischspiess. Nur ohne Fleisch, dafür mit heranfliegenden Kugeln.

Der Kreisel bei diesem Spiel für Mobilgeräte (Android, 1 Franken im App-Store für iOS) besteht aus einem Kreis mit drei gleichgrossen Segmenten in Magenta, Cyan und Gelb – wobei man in den Optionen auch andere Farbkombinationen wählen kann – den man per Finger um seine eigene Achse dreht. „Ich denk ich dreh am Rad“ weiterlesen

Ciao iTunes Match

Ich trage mich mit dem Gedanken, mein Abo für iTunes Match zu künden. Dieser Dienst ist bekanntlich dazu da, die in iTunes gespeicherte Musik auf Geräte wie iPhones, iPads oder andere Macs zu bringen, ohne dass man aufwändig synchronisieren müsste. Der iCloud sei dank hat man seine Musik immer zur Verfügung.

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Google hat schon schlimmere Apps abgeliefert.

Nun kostet das pro Jahr 35 Franken, was nun nicht wirklich günstig ist. Ich nutze seit einiger Zeit auch Google Play Music, was ich bereits im Blogpost Wie die Musik am komfortabelsten strömt ausgeführt habe. In diesem Beitrag habe ich das grosse Manko von Googles Dienst ausgeführt: Die fehlende App fürs iOS-Universum. Ich habe mir zwar mit Cloud Play for Google Music beholfen, bin mit dieser App jedoch nicht glücklich geworden.
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Ich baue mir meine Pandemie

Heute geht es um heimtückische Arbeitskollegen. Ihr kennt das vielleicht. Keine angenehme Sache. Gut, ich bin mit meinen heimtückischen Kollegen einigermassen gut bedient. Ihre Heimtücke bezieht sich nämlich darauf, mein Suchtpotenzial auszubeuten und mich mit süchtigmachenden Spielen anzustecken. Vielleicht ist eine Art karmische Wiedergutmachungsdynamik im Gang, da ich meinerseits mit Clickomania sehr viele Menschen dazu brachte, sehr viel von ihrer Lebenszeit zu verschwenden. Wie auch immer; der Quiz-Manie habe ich mich erfolgreich verweigert. Ein neuer Versuch wurde von ihnen unternommen, mich zu infizieren. Und zwar mit Plague Inc. (iOS, Android). Ein Spiel, das auf Android gratis ist, auf iOS aber einen Franken kostet. Warum auch immer.

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Clickorrhoe ist auf dem Vormarsch!

Bei diesem Spiel geht es, wie der Name andeutet, um Ansteckung. Man ist ein Genetiker, der die ultimative Seuche kreieren soll. „Ich baue mir meine Pandemie“ weiterlesen

Geldmacherei mit In-App-Käufen

Die App Music Quiz (für iOS und Android) hat ein bestechend simples Konzept: Sie spielt einen Song und will den Titel oder den Interpreten wissen. Dazu kriegt man wie beim Scrabble eine Auswahl an Buchstabentäfelchen, die man in die Lösungsfelder platziert. Wenn man sich nicht sicher ist, kann man die Lösung anhand der Buchstaben erraten.

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Der hier war einfach.

Das verspricht gute Unterhaltung für Leute wie mich, die sich etwas auf ihre Kenntnisse der Rock- und Popgeschichte einbilden. «LIke a prayer» von Madonna? Errate ich nach einem halben Takt. «Beat it» von Michi Jackson sogar nach zwei Millisekunden. Auch zu mehreren müsste das sehr viel Spass machen.

Tut es aber nicht. „Geldmacherei mit In-App-Käufen“ weiterlesen

Android ohne Google?

Ich bin noch so ein «Verknorzter», der sich weder an den Aktionen der NSA noch deren Vasallen erwärmen kann. Deshalb meide ich die Zustimmung zu deren Geschäfts-Praktik-Bedingungen (AVB) mit Speicher- und Klau-Befugnis.

Das schrieb neulich Kummerbox-Leser Andreas per Mail. Ich habe mich zwar gewundert, woher das V bei den Geschäftspraktikbedingungen rührt, aber ansonsten über das Mail geschmunzelt. Die eigentliche Frage war folgende:

Kann ich auf Android – ohne Google Dienste in Anspruch zu nehmen – zum Beispiel via Internet, Apps wie die neue dsb von Datenschützer Baeriswyl auf mein Handy laden und nutzen?

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Wie kommen Daten vom unteren aufs obige? (Foto: Johan Larsson/Flickr.com)

Auf diese Frage gibt es ausser ein bedauerndes Schulterzucken wohl nichts zu antworten. Die etwas weiter gefasste Problemstellung – Android ohne Google – tritt indes immer wieder auf. „Android ohne Google?“ weiterlesen

Die Simpsons sind echte Nervensägen

Ich glaube, es war Zedis Schuld, dass ich anno 2010 mit Godfinger angefangen hatte. Das ist eines jener Spiele, die mir einfach nicht gut tun. Im Fall von «Godfinger» habe ich die Rolle des Allmächtigen, die einem in dem Titel zugewiesen wird, definitiv zu ernst genommen. Denn meine Schäfchen brauchten mich. Und ich wollte rund um die Uhr für sie da sein.

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Noch sehr überschaubar: Mein Springfield.

Der Clou bei «Godfinger» und ähnlichen Titeln ist, dass das Spielgeschehen nicht stehen bleibt, wenn man nicht spielt. Nein: Auf dem Planeten des Spielers tobt das blühende Leben rund um die Uhr: Es wächst Getreide, Gebäude werden gebaut, die Untertanen verrichten Gebete, verdienen Geld, leisten Feldarbeit. Et cetera. „Die Simpsons sind echte Nervensägen“ weiterlesen

Schneller tippen mit Logi

Ob es eine gute Methode gäbe, das Schreiben auf der virtuellen Tastatur zu lernen und trainieren, hat mich eine Kummerbox-Leserin neulich gefragt:

Have wondered why Apple etc don’t or whether they do offer a keyboard sample to teach touch typing as one learns it on the typewriter. (I date myself with that one.) Have tried to work one out myself. I’m great on the latter. But the touch is altogether different and board not quite the same really.

Ja, gelegentlich treffen auch Mails in Englisch ein, weil Tsüri halt einfach eine fürchterlich internationale Stadt ist. Wie auch immer: Ich tippe auf der virtuellen Tastatur auch nicht sonderlich schnell. Vielleicht wird das besser werden, wenn die LCD-Displays einem an den Fingerkuppen etwas zu spüren geben und man fühlt, wo die Tasten sind. Vielleicht auch nicht, weil das Muskelgedächtnis von Vielschreibern wie mir nun einmal auf echte Tasten getrimmt ist.

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Fast wie ein richtiges Laptop.

Also bin ich wieder einmal dabei, Tastaturen fürs Tablet zu testen. Von Digitec habe ich das Ultrathin Keyboard Cover fürs iPad erhalten. „Schneller tippen mit Logi“ weiterlesen

Schafkacke am antizyklischen Strand

Ich weiss, meine Elaborate zum Thema Endless Runner-Games interessieren euch nicht sonderlich. Aber einerseits finde ich, dass man als Blogger seinem Herzen und nicht den Einschaltquoten folgen muss. Und andererseits habe ich die heimliche Sehnsucht, wenigstens im deutschsprachigen Raum zum alleranerkanntesten Endless-Runner-Game-Experten zu werden (damit ich immerhin irgendwo ein Experte bin). Zu diesem Zwecke habe ich vor Kurzem eine ausführliche Abhandlung zum Thema geschrieben, und greife es an dieser Stelle mit den breaking news auf, dass es in Minion Rush (siehe hier) eine neue Welt gibt. Also einen vierten Schauplatz, den man wechselweise durchquert.

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Links: Im schottischen Hochland ist immer Nebel.
Rechts: Metaphysische Schafhinterlassenschaften?

Es handelt sich um den Minion beach, bei dem man seine Punkte nicht sammelt, indem man die Spielfigur am Strand liegen lässt, sondern genauso wie in den anderen Leveln rennt, bis man gegen einen Grill, einen Strandkorb oder eine Hängematte kracht. „Schafkacke am antizyklischen Strand“ weiterlesen

Wir In-App-Purchase-Lakaien

In meiner kleinen Serie zu Endless-Runner-Games (mit Temple Run 2 und Temple Run: Oz) widme ich mich heute Minion Rush von Game Loft (im App Store und bei Google Play).

Das Game zum Film
Das Spiel ist unter mehreren Vorzeichen bemerkenswert. Zum ersten ist es, natürlich, eine Cross-Promotion für Despicable Me 2. Man steuert einen der Minions durch drei Szenen (Grus’ Labor, das Wohngebiet und El Machos Versteck). Man sammelt Bananen ein, weicht Hindernissen aus, muss mit dem zunehmend verschärften Tempo zurecht kommen und möglichst lange durchhalten.

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Rennen, als ob der Leibhaftige hinter einem her wäre. Hier ist der Minion im Wohngebiet unterwegs.

Wie viel das Gameplay mit dem Film zu tun hat, kann ich nicht sagen, da ich den Streifen nicht gesehen habe. Jedenfalls sind sowohl die 3-D-Landschaften wie auch die Spielfiguren mit viel Aufwand und Liebe zum Detail gestaltet. „Wir In-App-Purchase-Lakaien“ weiterlesen

Endloshetze über die Yellow Brick Road

Wie vor einiger Zeit berichtet, hat es mir TempleRun 2 angetan. Ich habe inzwischen alle Levels durchgespielt und die Lust nicht verloren, was untypisch ist für mich. Denn eigentlich habe ich gar kein besonderes Flair für Jump&run.

Nachdem TempleRun 2 ausgespielt war, mir das Spielprinzip aber nach wie vor schmeckt, habe ich mir für 1 Franken Temple Run: Oz besorgt (auch erhältlich für Android im Play Store). Das muss man wiederum rennen, aber durch die Kulissen des Oz the Great and Powerful. Man landet in einer Disney-Franchise, was abschreckend wirken könnte. Aber die Disneyifizierung hält sich im Rahmen – und darum kann ich den Titel allen empfehlen, die lieber die Spielfigur rennen lassen als selbst zu joggen.

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Disney-Look statt Indiana Jones: Der Whimsie-Wald, der manchmal auch zum Hochgebirge wird.
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