In die Klotzwelt abtauchen

«Minecraft» schafft, was «Second Life» verwehrt blieb: Das Spiel kreiert eine Parallelwelt, in der man sich gerne aufhält.

Es scheint gelegentlich, als seien alle guten Spielideen bereits geboren und sämtliche neuen Videogame-Titel bloss die Iteration einer alten Idee. Bis dann ein Titel mit einem überraschenden neuen Spielkonzept aufwartet. «Minecraft» ist der Vertreter einer neuen Spielart: Eine unendliche Spielwelt aus Klötzen, die man gestaltet, wie es einem gefällt. Und auch wenn Game-Historiker Einflüsse von Titeln wie «Infiniminer» oder «Dungeon Keeper» erkennen mögen, ist das Spiel von seiner Grösse und den Möglichkeiten her einzig in seiner Art.

130319-minecraft01.jpg
Direkt nach der Ankunft in der Klotzwelt – jetzt geht es ans Sammeln von Ressourcen!

«Minecraft» gehört in die Kategorie der Sandkastenspiele. Der Spieler kann sich frei bewegen und ist bei seinen Handlungen nicht an ein festes Szenario gebunden. Die Spielwelt wird zufällig erzeugt und wenn sich der Spieler dem Rand der «terra cognita» annähert, wird die Szenerie nach Bedarf automatisch erweitert. Die Methode dahinter nennt sich prozedurale Synthese, und ermöglicht Welten, in denen sich im Mehrspielermodus potenziell unendlich viele Spieler tummeln können.
„In die Klotzwelt abtauchen“ weiterlesen

Dropbox à la Microsoft

Mit Skydrive lässt sich der Inhalt eines Ordners genauso leicht über mehrere Computer hinweg synchronisieren, wie das mit Dropbox möglich ist. Auch der Zugriff auf Dateien ausserhalb des synchronisierten Ordners ist möglich.

Skydrive hat lange Zeit ein Schattendasein geführt. Doch spätestens mit Office 2013 wurde klar, dass die virtuelle Festplatte kein Dienst ist, der bei Microsoft unter ferner läuft. Skydrive wurde in nahtlos in die Anwendungen integriert, sodass man aus Word, Excel und Co. genauso einfach online wie auf der lokalen Festplatte speichert.

130312-skydrive-app01.jpg
Der Skydrive-Ordner wird über alle Geräte hinweg synchronisiert.

Auch für die neuen Windows-Tablets ist Skydrive wichtig. Die Surface-Geräte enthalten nur relativ wenig eingebauten Speicher, der bei manchen Modellen zu mehr als der Hälfte vom Betriebssystem belegt ist. Der Surface Pro in der 64-GB-Variante bietet intern nur gerade 29 GB freie Speicherkapazität. Dieses vermeintliche Manko lässt sich umgehen, indem man als Benutzer seine Daten in die Cloud auslagert. „Dropbox à la Microsoft“ weiterlesen

Warum selbst auslösen, wenns dafür eine App gibt?

Für die Besprechung im Tagesanzeiger und im Digitalmagazin, und natürlich auch zum eigenen Vergnügen, habe ich mir ein Triggertrap-Kabel besorgt. Das erlaubt es, die Spiegelreflexkamera mit dem Smartphone zu verbinden. Es besteht aus zwei Bestandteilen. Das eine ist ein Kästchen (Dongle) mit 3,5-mm-Klinke, das in die Kopfhörerbuchse des iPhone oder des Android-Telefons kommt. Das andere ist ein Spiralkabel, das mit dem Fernauslöser-Port der Kamera verbunden wird. Die Zweiteilung erklärt sich mit den unterschiedlichen Fernauslöser-Buchsen. Der Dongle ist immer der gleiche, während das Kabel je nach Kameramodell variiert.

121206-triggertrap.jpg
Das Smartphone sitzt am Drücker.

Der Online selector hilft, das passende Verbindungskabel zu finden. „Warum selbst auslösen, wenns dafür eine App gibt?“ weiterlesen

Wenn das Namensgedächtnis versagt, hilft Evernote Hello weiter

Evernote Hello ist eine kostenlose App fürs iPhone und für Android, die einem dabei hilft, sich an Begegnungen und an Bekanntschaften zu erinnern.

Die Volkskrankheit Nummer eins ist weder Rückenschmerzen noch Sodbrennen – nein, worunter die allermeisten leiden, ist ein betrüblich schlechtes Erinnerungsvermögen für Namen und Personen. Wer oft in unterschiedlichen Kreisen verkehrt und es häufig mit neuen Bekanntschaften zu tun bekommt, der kennt das Problem: Man begegnet jemandem und kann sich partout nicht daran erinnern, bei welcher Gelegenheit man sich kennenlernte.

121203-evernotehello01.jpg
Links: In der Begegnungs-Historie werden Kontakte chronologisch, mit einem Portrait-Mosaik dokumentiert.
Rechts: Zu einer Person erscheinen die Begegnungen, Personen, die man vom gleichen Anlass kennt, sowie die persönlichen Notizen.

Phil Libin, der Erfinder der Sammel-Web-App Evernote, hat mit Evernote Hello eine App entwickelt, die als Gedächtnisstütze für Gesichter und Menschen dienen soll. Statt bei einer Begegnung bloss Visitenkarten auszutauschen, macht man ein Foto der Person und registriert Kontaktdaten. Das kann man selbst tun – es beim Hinzufügen aber auch die Möglichkeit, das Smartphone seinem Gegenüber in die Hand zu drücken und ihn sich selbst fotografieren zu lassen. „Wenn das Namensgedächtnis versagt, hilft Evernote Hello weiter“ weiterlesen

Elf teils unappetitliche Tipps für Jelly Bean

Dank des kürzlich erwähnten Nexus 7-Tablets habe ich in letzter Zeit Android erkundet. Einige Dinge, die ich dabei entdeckt habe, gefallen mir besonders gut:

1. Seit Android Version 4.2 findet sich in den Einstellungen der neue Eintrag Nutzer. Man kann jetzt mehrere Benutzerkonten einrichten, die separate Apps nutzen und ihre Umgebung separat konfigurieren können. Das ermöglicht echte «Familien-Tablets», wo nicht jeder über die Daten des anderen stolpert.

121123-android-02.jpg
Android 4.2 ist nun ein Mehrbenutzer-System.

2. In den Einstellungen bei Apps sind alle heruntergeladenen und die aktiven Apps gelistet. Man sieht ihren Speicherverbrauch und erhält, wenn man sie antippt, eine Seite mit den App-Infos. „Elf teils unappetitliche Tipps für Jelly Bean“ weiterlesen

Google Drive könnte noch einen Zahn zulegen

Mit der App für Googles virtuelle Festplatte werden Dokumente verwaltet und angezeigt. Textdokumente dürfen, in sehr eingeschränktem Rahmen, auch bearbeitet werden.

Seit Februar gibt es Google Drive: Das ist die virtuelle Festplatte des Suchkonzerns. Sie inkorporiert auch die Office-Anwendungen, die vorher als Text und Tabellen bekannt waren. Über Google Drive lassen sich Office-Dokumente und andere Daten speichern und zwischen Rechnern abgleichen. Die Office-Dokumente lassen sich auch im Browser editieren.

Inzwischen gibt es auch Apps fürs iPad und iPhone und natürlich auch für Google Android. Die App erlaubt einen komfortableren Blick auf die Daten, als das über den Browser möglich wäre. Sie kann Dokumente auch offline speichern und zur Bearbeitung öffnen.

121120-googledrive.jpg
Links: Die Dokumentverwaltung eignet sich nur für eine überschaubare Zahl von Dateien.
Rechts: Textdokumente können in der App bearbeitet werden – die Formatierungsmöglichkeiten sind allerdings beschränkt.
„Google Drive könnte noch einen Zahn zulegen“ weiterlesen

Der privaten Schuldenkrise entgegenwirken

Eine App namens Mein Haushaltsbuch verfolgt Einnahmen und Ausgaben und zeigt auf, wie es um die persönlichen Finanzen steht.

Das Prinzip für die Führung eines soliden Finanzhaushalts ist denkbar einfach: Man gibt weniger Geld aus, als man einnimmt. Damit das klappt, sollte man Bescheid wissen über die Zu- und Abflüsse und diese im Auge behalten.

Dabei hilft die App Mein Haushaltsbuch von Christian Drapatz aus Essen. Sie existiert für iOS und Android, und zeigt nicht nur an, wie man finanziell gebettet ist, sondern führt auch vielfältige statistische Auswertungen durch – und zeigt so die grossen Posten und eventuell sogar Sparpotenziale auf.

121114-meinhaushaltsbuch.jpg
Links: Die Übersicht zeigt auf einen Blick, wie es um die Finanzen steht.
Rechts: Erfreulich, wenn das grüne Bälkchen höher ist als das rote.

Für Buchhalternaturen
Die App ist, das sei vorausgeschickt, nur etwas für Buchhalternaturen und User mit einem Sinn für Sorgfalt. Damit das Haushaltsbuch Aussagekraft besitzt, muss man seine Daten kontinuierlich und sorgfältig erfassen. „Der privaten Schuldenkrise entgegenwirken“ weiterlesen

Wie Schweine ihren Schaffensdrang ausleben

Die Macher von «Angry Birds» legen nach. Beim iPad-Spiel «Bad Piggies» ist nicht nur Fingerspitzengefühl gefragt, es braucht auch Sinn fürs Konstruktive.

Rovio Entertainment hat 2009 mit «Angry Birds» einen Spiel-Erfolg gelandet, der bis heute seinesgleichen sucht. Als Spieler steuerte man erzürnte Vögel, die in Selbstmordmissionen die von grünen Schweinen gebauten Festungen zum Einsturz brachten. Das Spiel ist inzwischen auf fast allen Plattformen daheim und hatte auch einige Fortsetzungen erfahren. «Angry Birds Space» verlagert den ewigen Kampf zwischen Vögeln und Schweinen ins All, was dem Spieler Geschick im Umgang mit Schwerelosigkeit und Anziehungskraft abverlangt. Und bei «Angry Birds Star Wars» sind die wütenden Federviecher sogar auf den Yoda gekommen.

121113-padpiggies01.jpg
Zwei Rahmen, zwei Räder und ein Motor – und fertig ist der PS-starke Feuerstuhl!

Die schweinischen Seifenkistenrennen
Der anderer neuer Streich von Rovio versetzt den Spieler nicht mehr in die Rolle der Vögel, sondern handelt aus der Schweine-Perspektive. „Wie Schweine ihren Schaffensdrang ausleben“ weiterlesen

Das Nexus 7, gemessen am iPad Mini

Nachdem mir in letzter Zeit ständig Leute die Ohren voll geschwärmt haben, wie toll dieses Nexus 7-Tablet von Asus doch sei, habe ich klein beigegeben und Google auf Knien um ein Testgerät angefleht.

Das ist heute eingetroffen und wurde sofort einer ersten Begutachtung unterzogen. Und ich muss sagen – auch im Vergleich mit dem iPad mini, mit dem ich neulich herumspielen durfte, schlägt sich das Android-Tablet ausgezeichnet. Für einen ausgiebigen Vergleich ist es zwar noch zu früh, aber einige Beobachtungen sollen hier festgehalten werden, so lange sie noch frisch sind.

121107-nexus-7-02.jpg
Links: Der Startscreen, der dank Widgets den ersten Informationshunger stillt.
Rechts: Die via Amazon-Cloud-Player aufs Gerät geholte Musik.

Das Tablet von Asus mit Android 4.1 wirkt im Vergleich zum iPad Mini schwerer. Sieht man in den Spezifikationen nach, dann sind es zwar nur 32 Gramm (340 Gramm beim Nexus 7, 308 Gramm beim iPad), aber aus dem Bauch heraus hätte ich den Unterschied für deutlich grösser gehalten. „Das Nexus 7, gemessen am iPad Mini“ weiterlesen

Sinn und Unsinn der iPad-Tastatur

Als ich neulich die Wedge-Tastatur von Microsoft vorgestellt hatte, meckerte einer bei den Kommentaren, anstelle zum Tablet zig Zubehörteile mitzuschleppen, könne man sich ja gleich ein Ultrabook besorgen.

Stimmt natürlich nicht. Das Ultrabook für anspruchsvolle Arbeit gedacht und im Schnitt deutlich teurer als ein Tablet inklusive Tastatur. Die Kombination aus iPad bewährt sich für Leute, die ihr Tablet für die üblichen Tablet-Angelegenheiten nutzen, aber gelegentlich auch mal ein etwas längeres Facebook-Posting oder Mail schreiben, oder – ganz ausgeschlossen ist es ja nicht – sogar bloggen. Das klappt mit der Tastatur wunderbar und wenn man sie nicht benötigt, kann man sie beiseite räumen oder unterwegs im Rucksack lassen.

121011-wedge-keyboard01.jpg
Gerüstet für ausufernde Schreibarbeiten.
„Sinn und Unsinn der iPad-Tastatur“ weiterlesen