Lies das!

Der Titel über einem Artikel soll eine Ahnung davon vermitteln, worum es im Beitrag geht. Klar. Er soll aber auch Interesse wecken und den potenziellen Leser dazu bringen, zu einem tatsächlichen Leser zu werden. Das nennt sich Leseanreiz, und ist an sich ein alter Hut. Bei den Printprodukten versuchen Journis und Produzenten seit eh und je, mit knackigen Überschriften, prägnanten Leads, interessanten Bildlegenden und Neugierde weckenden Zwischentiteln, den Text schmackhaft zu machen. Und auch ein gelungenes Bild hilft bei dieser Mission.

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Huch, wer spricht mich hier unvermittelt an?

Bei einer Zeitung braucht man die Sache mit dem Leseanreiz nicht zu übertreiben. Der potenzielle Leser hat die Zeitung bereits gekauft. Ob er sich nun viele oder nur wenige Artikel zu Gemüte führt, macht finanziell keinen Unterschied. Im Internet allerdings zählt jeder Klick – und darum spitzt sich die Lage zu.

Starke Anreize
Der Zwang zum starken Leseanreiz ist im Web entsprechend grösser als bei einem Printprodukt. „Lies das!“ weiterlesen

Die F-Bombe wegen Sony Pictures

An sich bin ich ein höflicher Mensch. Doch neulich hat mich so der Rappel gepackt, dass ich auf Twitter eine F-Bombe zünden musste:

Es geht um die hervorragende letzte Staffel von «Breaking Bad», die wir uns auf Bluray besorgt haben. Nachdem wird die Scheiben aufgebraucht hatten, war noch ein dickes Stück der Staffel übrig. Ein Blick ins Internet zeigt: Es gibt auch noch eine Bluray-Box mit der Staffel 5.2 – also mit der zweiten Hälfte der Staffel.

Ehrlich: Ich bin gern bereit, für gute Unterhaltung etwas zu zahlen. Diese Masche, die Sony Pictures hier abzieht, ist meiner bescheidenen Meinung nach unter aller Sau. „Die F-Bombe wegen Sony Pictures“ weiterlesen

Die Zeit so und anders

Apple hat bei iOS6, wir erinnern uns, die von Hans Hilfiker entworfene Bahnhofsuhr abgekupfert. Bei iOS7 war die Uhr dann schon wieder weg, weil sie nicht mehr zum flachen Design passte. Microsoft ist seinerseits durchaus nicht abgeneigt, sich Ideen auszuleihen. Immerhin: Bei Windows 8.1 haben sich die Redmonder für die Zeitfunktionen ein Design einfallen lassen, das nicht nur hübsch, sondern (meines Wissens) auch nicht abgekupfert ist.

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Übersichtlich und hübsch: Der Wecker.

Die App ist in der Metro-Umgebung zu suchen und heisst Wecker. Nebst der Weckfunktion gibt es auch einen Countdown und Stoppuhr. Und eigentlich hätte Microsoft nach dem gleichen Prinzip auch eine Weltzeituhr einbauen können.
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Ein Crashkurs fürs InDesign-Scripting

Das Scripting in InDesign erspart uns viele lästige Routinearbeiten und es hilft, alles aus der Layoutsoftware herauszukitzeln. Dazu muss man selbst kein Programmierer sein. Das Internet hält viele ausgeklügelte Scripts bereit, die Zeit sparen helfen und mehr Raum für die kreative Betätigung lassen.

Gregor Fellenz (indesignblog.com) ist Buchautor und Berater im Bereich der Automatisation. Er gibt uns in der neuen Folge von «Publisher Insiders» einen Crashkurs in der Nutzung der Scripts. Er erklärt, wo man Scripts im Netz findet, wie man sie in InDesign nutzt und via Extend Script Toolkit für eigene Bedürfnisse anpasst. Als Beispiel dient das Script, mit dem man Bildverknüpfungen für den Epub-Export bereinigt (zu finden auf indesignblog.com und bei publisher.ch).

Animationsschnickschnack mit Googles Hilfe

Ich habe mir seit einiger Zeit vorgenommen, den Web Designer von Google anzusehen. Unter google.com/webdesigner wird es für Windows und Mac angeboten, und es «macht Ideen über alle Bildschirme hinweg lebendig», wie Google verspricht. Also endlich ein neues Tool für Kreative im Web?

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Hurra, meine Bälle hüpfen!

Wer als GoLive-Nachtrauerer und Dreamweaver-Verachter auf eine Alternative hofft, wird allerdings enttäuscht. Der Name impliziert zwar, man habe es mit einem vollwertigen HTML-Editor zu tun. Doch normale Webseiten kann man mit dem Programm nicht vernünftig bearbeiten. Web Designer ist vielmehr eine Alternative zu Flash. Konkurrenziert wird nicht nur Adobes Flash-Editor, sondern auch das Format. Web Designer erstellt Animationen in HTML5 in Kombination mit JavaScript und CSS3. Adobe selbst hat ein Programm namens Edge im Portfolio. „Animationsschnickschnack mit Googles Hilfe“ weiterlesen

Gefährliche Halbwarheiten

Das Ende von Windows XP wird uns noch bis im April, und vermutlich auch darüber hinaus beschäftigen. Ich habe gestern beim Tagi online ausführlich analysiert, warum sich Windows XP so lange gehalten hat: Warum war XP bloss so erfolgreich?.

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In der grünen Idylle wird es langsam ungemütlich. (Quelle: forums.getpaint.net)

Auch bei der Kummerbox treffen weiterhin viele Fragen ein – wobei man grob drei Kategorien unterscheiden kann. Nämlich:
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Was hat Mutter Natur beim Wetter noch zu melden?

Die Chinesen machten für die Olympischen Spiele in Peking auf Schönwetter – und zwar wortwörtlich, indem sie Tausend Raketen mit Silberjodid in den Himmel schossen. Wieso brauchen wir eigentlich die Meteorologen noch, wo es doch längstens Manipulationsmaschinen wie das HAARP gibt, die weltweit Stürme, Dürren und Überschwemmungen auslösen können? Insider sagen: Das Wetter ist längstens zu einem Instrument der Kriegsführung geworden.

Gute Vorschläge für Audible

Ein Kritikpunkt an Amazon ist mangelnde Offenheit und Interoperabilität. Im Interview mit Christoph Bläsi bin ich im letzten Jahr darauf eingegangen.

Nun hat mich neulich gestört, dass Amazon, was Hörbücher angeht, nicht mal interoperabel mit sich selbst ist. Oder nur halb. Es geht um folgende Sache:

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Shöplein wechsle dich!

Ein Hin und Her
Ich habe bei Amazons Hörbüchtochter Audible.com ein Abo, mit dem ich mir jeden Monat ein Hörbuch in englischer Sprache besorge. Ab und zu höre ich auch gerne Hörbücher in Deutsch, und die erwerbe ich (faul wie ich bin) über Audible.de. Zum Hören verwende ich die iPhone-App. Wenn man sich bei dieser App anmeldet, muss man den Shop auswählen. Audible.com oder audible.de, beides zusammen geht nicht.
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Rohe Bewegungsdaten

Gestern habe ich im Beitrag Herr seiner Bewegungsdaten werden beschrieben, wie man die Daten der Schrittzähler-App Moves am Computer auswertet.

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Wie ein Spaziergang in der Moves-App erscheint…

Mit dem Webdienst Moves raw JSON Export von Joost Prattel exportiert man seinen ganzen Datenbestand in einem Rutsch als JSON-Datei. Das geht wie folgt:

Als erstes steuert man moves-export.herokuapp.com an – am besten tut man das mit dem Computer, auf den man die Daten herunterladen möchte. „Rohe Bewegungsdaten“ weiterlesen

Herr seiner Bewegungsdaten werden

Die Moves-App wurde in diesem Blog bei einer früheren Gelegenheit gelobt. Seit einiger Zeit ist es möglich, die Schrittzähler-App mit anderen Apps zu verbinden – darüber haben wir auch in unserer Digital-Sendung zum Reisen mit dem Smartphone berichtet.

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Per moves-export.com exportiert, via gpsies.com konvertiert und bei Google Earth importiert und visualisiert.

Eine Verbindungsmöglichkeit eröffnet Moves Export. Der Dienst holt sich die Daten ab und stellt auf moves-export.com eine detaillierte Analyse bereit – viel umfangreicher, als in der Moves-App selbst. In den Weekly Summaries überblickt man die letzten zehn Wochen, die nach Aufenthaltsorten aufgeschlüsselt werden: „Herr seiner Bewegungsdaten werden“ weiterlesen