Das Textmonster

Notepad++ ist ein Ersatz für den etwas leistungsschwachen Windows-Editor. Das Open-Source-Programm kann Programmcode farblich markieren, Makros aufzeichnen und abspielen und ist über eine Plugin-Schnittstelle vielseitig erweiterbar.

Ob ein Computer-Benutzer ein Nerd oder ein Normalo ist, zeigt sich an dessen Verhältnis zum Texteditor. Ein normaler, nicht-nerdiger User wird ein solches Programm kaum jemals brauchen. Texte oder Der Freak dagegen braucht es täglich. Er legt Hand an Konfigurationsdateien, codiert HTML- und PHP-Seiten, editiert LaTeX-Dokumente und managt Datentabellen.

Windows hat unter Zubehör den mehr als dürftig ausgestatteten Editor (notepad) zu bieten. Mac OSX hat mit TextEdit ein etwas leistungsfähigeres Programm in petto, das den Vollblut-Nerd indes auch nicht vollends überzeugt. Windows-Nutzer greifen daher zu Notepad++. Dieses Programm lässt keine Wünsche offen und ist auch optisch ein echtes Nerd-Programm. Als solches hat es überladene Menüs, schwer zu interpretierende Symbole auf den Schaltflächen und eine Programmoberfläche, die ohne jeden gestalterischen Anspruch entworfen worden ist. „Das Textmonster“ weiterlesen

Die Dropbox mit verschlüsselten Daten füllen

BoxCryptor verschlüsselt Dateien, die mittels Dropbox zwischen den Rechnern getauscht werden. Das erhöht die Datensicherheit massiv.

Dropbox ist einer der populärsten Webdienste überhaupt. Er ermöglicht den unkomplizierten Datenabgleich via Internet. Alle Dateien in der Dropbox werden automatisch zwischen allen beteiligten Rechnern ausgetauscht. Client-Programme gibt es für Windows, Mac OS X und Linux und auch per Browser oder iPhone ist der Zugriff auf die Daten möglich.

Das ist enorm praktisch, sobald man mehrere Computer nutzt. Der Nachteil von Dropbox liegt auf der Hand: „Die Dropbox mit verschlüsselten Daten füllen“ weiterlesen

Besser als Android

Und fast so gut wie iOS – und in einzelnen Bereichen sogar unverkennbar besser. Das ist mein Eindruck von Windows Phone 7 Mango, das ich momentan auf dem HTC Titan X310e teste (Testgerät von HTC).

111027-wp7-metro-lock.jpg
Ent- und gesperrt: Das HTC Titan mit Windows Phone 7 Mango.

Auffällig am Titan ist, wie könnte es bei dem Namen anders sein, die Grösse: Es ist anderthalb Zentimeter länger und einen Zentimeter breiter als das iPhone (132 × 71 × 10 vs. 115 × 59 × 9 Millimeter), aber nicht sehr viel schwerer (160 gegenüber 140 Gramm). Das Display ist mit 4,7 Zoll riesig – 3,5 Zoll sind es beim iPhone. Bei der Auflösung hat das iPhone die Nase vorn. Das Retina-Display zeigt 960 × 640 Pixel gegenüber 800 × 480 Pixeln beim HTC. „Besser als Android“ weiterlesen

Kein allzu grosses, aber ein unterhaltsames Ding

«Mad Men» bringt das Lebensgefühl der 50er- und 60er-Jahre auf den Fernsehschirm. «The Next Big Thing» lässt diese Zeit in Form eines liebevoll gestalteten Abenteuerspiels aufleben.

Der Titel «The Next Big Thing» verweist in die Zukunft – wo das nächste grosse Ding stattfinden soll. Beim Spielen wirft man jedoch einen Blick zurück. Die Geschichte ist in den 50er- Jahre des letzten Jahrhunderts angesiedelt, als in Hollywood Frankensteins Monster und andere Schreckgestalten für Furore sorgten. Stilistisch erinnert der Titel ebenfalls an vergangene Tage, nämlich die 90er: Da waren Point-and-Click-Abenteuer von LucasArts und Sierra On-Line das populär: «Monkey Island», «Indiana Jones», «Maniac Mansion», «Leisure Suit Larry» oder «King’s Quest», um nur einige zu nennen.

„Kein allzu grosses, aber ein unterhaltsames Ding“ weiterlesen

Laudatio auf einen alten Sack

ballmer.jpg
Es ist doch erstaunlich, wie gut du dich gehalten hast. Dein Plastik-Look – er ist nicht spröde oder brüchig geworden, sondern sieht noch immer so ramschig und Toys«R»Us-mässig aus, wie vor 10 Jahren, als du der staunenden Anwenderschaft vorgestellt wurdest.

«Liebe geht über den Desktop», könnten sich Microsofts Entwickler gesagt haben, als sie für Windows XP die neue Oberfläche entwarfen. Luna, so der Codename des Erscheinungsbildes, gibt dem Bildschirmschreibtisch ein knalliges Aussehen. (TA vom 22.10.2001)

Genetisch vorbelastet
Gut, natürlich, damals waren wir uns alle den mausgrauen Look von Windows 2000 oder den ebenso mausgrauen Look von Windows ME gewohnt. Du warst frisch und neu, solltest viel sicherer und multimedialer sein (du warst etwas multimedialer und kein Stück sicherer – ganz im Gegenteil).

Unter der Motorhaube hält Windows XP Neuerungen von unbestrittener Güte bereit. Zum ersten Mal kommen auch Heimanwender in den Genuss eines Betriebssystems ohne Altlasten aus grauer Informatikvorzeit.

… hat selbiger Journalist damals behauptet und sieht sich widerlegt. „Laudatio auf einen alten Sack“ weiterlesen

Wegweiser durch den E-Mail-Konfigurations-Dschungel

Wie stellt man sein Mailprogramm ein, damit Mails richtig dargestellt und problemlos verschickt werden können? Das ist seit Jahren eines der brennendsten Kummerbox-Themen. Hier eine aktualisierte Übersicht der wichtigen Optionen.

Trotz sozialen Netzwerken, WhatsApp, Skype und Facebook Messenger ist für viele Leute noch immer das E-Mail der wichtigste Kommunikationskanal im Internet. Das erklärt auch, dass die scheinbar banale Frage der richtigen Konfiguration des Mailprogramms die Gemüter noch immer zu erhitzen vermag. Soll man Mails formatiert oder besser als Nur-Text verschicken? Farbenfroh und mit Smileys geschmückt oder doch lieber schlicht und sachlich? Gehört die Signatur an den Anfang oder ans Ende der Nachricht?

Das Fragen des persönlichen Geschmacks. Wichtig ist allerdings, dass man seine Mails so verschickt und empfängt, wie man es möchte – und die Konfiguration nicht dem Zufall oder den Default-Einstellungen des Herstellers überlässt. Und dabei hilft die folgende Übersicht der Kummerbox: „Wegweiser durch den E-Mail-Konfigurations-Dschungel“ weiterlesen

Leichenfledderjournalismus

Wie uns die Medien zugetragen haben, ist die Welt um einen Diktator ärmer. Es gab das Bild des toten Diktators gestern auf der Website von Tagi online zu sehen und heute druckt es die «Aargauer Zeitung» gross auf die Front: Seht her, er ist erlegt!
Schade, dass der Mut gefehlt hat, einmal ein Bild nicht zu bringen. Denn was ist die Botschaft eines solchen Fotos? Freude, dass die Herrschaft dieses Despoten ein Ende hat? Oder vielmehr Triumph darüber, wie das Ende ausgefallen ist? Ich bin der Meinung, dass man Diktatoren mit Recht und Rechtsstaatlichkeit begegnen muss. Man sollte sie nicht zur Strecke bringen, sondern vor Gericht. Das galt auch bei Osama bin Laden. Immerhin haben die Amerikaner es sich verkniffen, ein Beutefoto zu veröffentlichen. „Leichenfledderjournalismus“ weiterlesen

Munteres Treiben hinter den Kulissen in Windows

Eines der wertvollsten Systemwerkzeuge für die Inspektion und die Problemanalyse ist der Process Explorer von Windows-Kenner Mark Russinovich.

Mark Russinovich ist eine illustere Figur. In Spanien geboren, entwickelte er ab 1996 im eigenen Unternehmen Winternals Systemprogramme für Windows. Er schrieb Fachbücher über die Architektur von Windows und hat 2005 das Sony-Rootkit XCP entdeckt, das das Kopieren von Audio-CDs verhindern sollte und in Verruf geriet, weil es sich wie ein Virus verhielt. Heute arbeitet er in der Rolle eines «Technical Fellow» für Microsoft und er wurde auch schon als Nachfolger von Steve Ballmer gehandelt (siehe hier). Wie gross die Chancen auf den CEO-Posten sind, sei dahingestellt – die Idee dürfte vor allem dem Wunschdenken der Leute entspringen, die lieber einen Technik-Fan als einen Verkäufer an der Spitze des Unternehmens sehen würden.

Mark Russinovich hat eine Reihe von Windows-Werkzeugen entwickelt, die in einem Paket unter dem Namen Sysinternals Suite erhältlich ist, und zwar kostenlos. Eines der wichtigsten Programme aus dieser Sammlung von 67 Tools ist der Process Explorer. Er funktioniert ähnlich wie der Taskmanager von Windows, ist aber sehr viel leistungsstärker. „Munteres Treiben hinter den Kulissen in Windows“ weiterlesen

Websites für Bücherwürmer

Es gibt Webcommunities für alle und alles – sogar für Leute, die gern Bücher lesen. Auf Librarything.de, goodreads.com, shelfari.com und booklamp.org kann man sich über seine Lieblingstitel austauschen, neues Lesefutter entdecken und Leute mit gleichem Geschmack kennen lernen.

Bis vor Kurzem zeugte die üppig bestückte Bücherwand von Belesenheit und Literaturkenntnis. Heute kann man seinen Verbrauch an Lesestoff online kundtun. Diverse Plattformen bieten sich an: Librarything.de in Deutsch, und für englischsprachige Nutzer stehen goodreads.com, shelfari.com und booklamp.org offen.

Bücherplattformen erfüllen mehrere Zwecke. Sie erlauben erstens die Dokumentation des persönlichen Bücherverbrauchs: Man trägt ein, welche Bücher man gelesen hat, vergibt eine Wertung, erfasst eigene Rezensionen und trägt Trivia ein – beispielsweise Filme zum Buch, Schauplätze oder denkwürdige Zitate. Da die Websites Zugriff auf Online-Datenbestände wie Amazon.com, Abebooks.de, Google-Books oder JustBooks.de haben, braucht man weder ISBN-Nummern zu erfassen, noch Cover zu scannen, um in seinem elektronischen Zettelkasten umfassende Angaben zu seinen Büchern zur Verfügung zu haben. Das macht die Arbeit viel angenehmer als mit einer selbst gestrickten Literaturverwaltung.

Literarischer Geschmack als gemeinsamer Nenner
Zweitens bringen die Bücherplattformen – wie könnte es in der Web-2.0-Ära auch anders sein? – Gleichgesinnte zusammen. „Websites für Bücherwürmer“ weiterlesen

Spiderdressur

Smartspider: Das sind die kleinen Viecher, die kurz vor den Parlamentswahlen aus den Ritzen kriechen und politische Positionen abstecken. Ich habe vor Kurzem schon mal zu dem Thema gebloggt. Die Spiderei war auch Thema in unserer letzten Digitalsendung und verschiedener Gespräche.

Da hat sich für mich die Idee herauskristallisiert, wie man den Nutzen des Smartspider massiv erhöhen könnte. Das Nonplusultra wäre ein Filter- und Gewichtungsmechanismus für die Smartspider-Empfehlungen. Ich wünsche mir konkret folgende Möglichkeiten:

  • Kandidaten von Null-Chancen-Listen wie den Konfessionslosen oder der Tierpartei will ich erst gar nicht sehen. Sie sollten nicht in den Empfehlungen auftauchen. Sprich: Es braucht eine Möglichkeit, ungenehme Listen zu blockieren.
  • Es ist oft nicht sinnvoll, Kandidaten von den hinteren Listenplätzen zu wählen, so gross die Übereinstimmung auch sein mag. Darum wäre es sinnvoll, wenn man optional Kandidaten ausblenden könnten, die keine oder nur geringe Wahlchancen haben.

„Spiderdressur“ weiterlesen