Wie man Internet-Lektüre aufs E-Book-Lesegerät bringt

Im Beitrag Das E-Book-Lesegerät zweckentfremden ging ich der Frage nach, wie man sein Lesegerät für E-Books möglichst unkompliziert auch zum Konsum von Artikeln aus dem Netz und für eigene Dokumente verwenden kann.

Das Fazit: Es geht – aber so richtig toll ist es nur, wenn man die Inhalte im passenden Format bereitstellt. Das ist im Fall des Tolino das Epub-Format. Mit dem wird das Dokument angenehm lesbar angezeigt und man kann auch die Schriftgrösse passend zur Bildschirmdiagonalen wählen. Wenn man seine Dokumente wie her beschrieben als PDF sammelt, dann ist es nicht ganz so komfortabel. Dann orientiert sich die Schriftgrösse an einem Dokumente im A4-Format, was sie auf dem kleinen Display eines E-Book-Readers sehr schlecht lesbar macht.

Darum die Frage: Lassen sich Inhalte aus dem Web einfach im Epub-Format sammeln, sodass man sie ohne viel Aufwand an sein Lesegerät schicken kann? Die Antwort ist, natürlich: Ja. Ich beschreibe hier sogar zwei recht simple Methoden. „Wie man Internet-Lektüre aufs E-Book-Lesegerät bringt“ weiterlesen

Die Zukunft des Internets. Und der Welt

Neulich habe ich mich über den Medienwandel bei der Fotografie ausgelassen: So geht die Fotografie den Bach hinunter, war meine Erkenntnis. Kurz zusammengefasst: Fotos sind heute Massenware. Das führt zu einem Preiszerfall. Und eine Folge ist auch, dass die Wertschätzung verloren gegangen ist.

Ein bisschen wie im Journalismus. Allerdings noch drastischer, weil den Fotografen nicht nur das Internet zu schaffen macht, sondern auch der technische Fortschritt bei der Hardware. Denn um als Blogger einem gestandenen Medium die Leser abzujagen, muss man einigermassen geradeaus schreiben können.

Pressefotograf, oder «Leserreporter», wie man sie auch gerne nennt, kann jeder werden, der ein Smartphone im Sack hat. Also wirklich jeder. Er muss nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein und sein Gerät einigermassen in die richtige Richtung halten – und er sollte nicht vergessen, auf den Aufnahmeknopf zu drücken. Das Resultat sieht man dann in der «Tagesschau». Bei spektakulären Ereignissen auch gerne mal als hochkant gefilmtes Video.

So weit die kulturpessimistische Tirade. Marc hat bei Facebook einen interessanten Kommentar dazu gemacht. Nämlich folgenden: „Die Zukunft des Internets. Und der Welt“ weiterlesen

So geht die Fotografie den Bach hinunter

Bei (der übrigens sehr empfehlenswerten) Foto-Site Petapixel habe ich neulich einen Beitrag über ein Ding namens Exposure Calculator gefunden. Er setzt bei einem interessanten Phänomen an. Nämlich bei der Tatsache, dass immer mehr Fotografen mit «Exposure» bezahlt werden.

Die exposure hat in dem Fall nichts mit der fotografischen Belichtung zu tun (obwohl es dafür natürlich auch Webanwendungen gibt). Nein, in Deutsch würde man das wahrscheinlich «Publicity» nennen, obwohl das auch nicht wirklich ein deutsches Wort ist. Aber mit «Öffentlichkeit» kommt man der Sache auch einigermassen nahe.

Also, das funktioniert so: Ein Auftraggeber hätte gerne ein Foto, möchte dafür aber kein Geld bezahlen. Stattdessen bietet er «Öffentlichkeit» an: «Wir werden dein Foto einem grossen Publikum zugänglich machen.» Der Fotograf steigert seinen Bekanntheitsgrad, baut sich einen Ruf auf. Das hilft  dabei, Aufträge an Land zu ziehen, die dann auch wirklich bezahlt werden – in echtem Geld.

Das ist kein seltenes Phänomen. „So geht die Fotografie den Bach hinunter“ weiterlesen

Im freien Netz diskutieren, nicht bei Facebook

Im Beitrag Facebook ist ein schwarzes Loch habe ich mich darüber ausgelassen, dass Facebook Debatten monopolisiert und in einem Datensilo verschwinden lässt. Die Diskussionsbeiträge verschwinden auf einer Plattform, wo man sie nur schwer wiederfindet. Mein Vorschlag war, die Diskussion nicht bei Facebook zu führen, sondern über die Kommentarfunktion bei den Primärqullen.

Nun gibt es natürlich viele Websites, die keine Kommentarfunktion haben und über die man dementsprechend überhaupt nur auf Facebook diskutieren kann. Und es gibt auch Fälle, wo man eine solche Diskussion nicht öffentlich, sondern in einem eingeschränkten Kreis führen möchte. Das ist, wie ich beklagt habe, sehr oft sehr schade, weil nicht alle von dieser Diskussion profitieren und die Diskussion überhaupt nur für einen eingeschränkten Kreis ersichtlich ist.

Aber natürlich gibt es legitime Gründe dafür. „Im freien Netz diskutieren, nicht bei Facebook“ weiterlesen

Infografiken nach dem Baukasten-Prinzip

Heute ist Piktochart.com besprechungsmässig an der Reihe: Eine Webanwendung für Geschäftsgrafiken. Das ist offensichtlich ein Bedürfnis. Die Leute fühlen sich von Adobe Illustrator in­ti­mi­die­rt. Und sie wollen auch kein CorelDraw installieren. (Obwohl es das noch gäbe.)

Nein, die Leute wollen einen Webdienst haben, der ihnen verspricht, dank fortschrittlicher Technik seien auch anspruchsvolle gestalterische Aufgaben ein Klacks. Da wundert es nicht, dass es inzwischen einige solcher Webdienste gibt. Allein für dieses Blog hier habe ich Venngage.com, Design Evo, logojoy.com und Canva getestet.

Der Trick ist jeweils der gleiche: Man muss nicht auf der grünen Wiese bzw. mit dem leeren Blatt anfangen, sich eine Gestaltungsidee aus dem Kreuz leiern und diese nach allen Regeln der Kunst umsetzen. Nein: „Infografiken nach dem Baukasten-Prinzip“ weiterlesen

Facebook ist ein schwarzes Loch

Ein schwarzes Loch im All krümmt die Raumzeit und wirkt mit brutalen Gravitationskräften auf die Umgebung, sodass sogar das Licht absorbiert wird. Das erinnert mich an Facebook. Es gibt immer weniger Inhalte im Netz, die dieser Plattform entkommen können. Facebook absorbiert 4 Petabyte Daten jeden Tag, habe ich neulich gelesen.

4 Petabyte sind ziemlich viel. Um diese Datenmenge zu speichern, bräuchte man Tausend 4-TB-Festplatten. Und das jeden Tag, und ohne dass man ein Backup davon hätte. Andererseits: Braucht man von Facebook-Daten wirklich ein Backup?

Aber das ist nicht der Punkt. Mir geht es darum, dass ich vermute, dass ungefähr die gleiche Datenmenge auch entstehen würde, wenn es Facebook nicht gäbe. Nur würde sie nicht in Zuckerbergs schwarzem Loch verschwinden, sondern im freien Internet flottieren: Auf News-Websites, in Internetforen, bei kleineren Social-Media-Plattformen, in Blogs und wo auch immer.

Ein gutes Beispiel dafür sind Kommentare. Ich sehe es bei befreundeten Bloggern und den News-Websites: Die Diskussion zu einem Blogbeitrag findet sehr oft bei Facebook oder manchmal auch auf Twitter statt – nicht auf der Ursprungs-Plattform.

Das ist aus mehreren Gründen ärgerlich: „Facebook ist ein schwarzes Loch“ weiterlesen

Die Doktorarbeit würde ich trotzdem nicht in Google Docs schreiben

Der Beitrag mit den 14 Tipps zu Google Docs neulich hier im Blog hat erfreulich viel Resonanz ausgelöst. Ich gab daher einem guten alten journalistischen Reflex nach, der besagt, dass man doch gleich noch eine Schippe nachlegen könnte.

Und zwar in Form eines Patentrezept-Videos. Denn Google Docs hat inzwischen eine breite Nutzerschaft. Ich habe bei der Recherche zu dem Beitrag herausgefunden, dass die Schweizer Hochschulen Google Docs nun offiziell anbieten: «Das Angebot der G Suite bildet daher eine bedürfnisgerechte Alternative für Studierende, Dozierende, Mitarbeitende und Alumni von Schweizer Hochschulen zu anderen Diensten», heisst es in einer Pressemeldung der Switch, der Stiftung für die Vernetzung der Schweizer Hochschulen.

Wenn ich an dieser Stelle ein kleines Fragezeichen machen darf: Ich wundere mich, dass viele Unternehmen Google Docs trotz der Vorbehalte der Cloud einführen. „Die Doktorarbeit würde ich trotzdem nicht in Google Docs schreiben“ weiterlesen

Wenn das Skelett einem zeigt, wo es langgeht

Im Beitrag Hübsch, aber… habe ich erklärt, warum ich mich seinerzeit für WordPress und gegen Grav entschieden habe. Grav ist ein Content-Management-System aus der Open-Source-Welt, das in meiner Leserschaft mehrere Fürsprecher hat. Für das Blog erschien es mir nicht die richtige Wahl. Doch für meine persönliche Biopage (falls es diese Bezeichnung gibt) habe ich es ins Auge gefasst.

Und für diesen Zweck kommt es inzwischen auch zum Einsatz: matthiasschuessler.ch läuft seit anfangs April mit Grav und leitet nicht mehr auf meine About.me-Seite um.

Denn unter uns gesagt ist About.me inzwischen leider nicht mehr brauchbar. Zumindest, wenn man nichts bezahlt. Das ist schade, denn der Dienst war anfänglich auch für Gratisnutzer brauchbar – so, wie sich das für einen Freemium-Dienst gehört. Natürlich ist es okay, für speziellere Funktionen Geld zu verlangen. Doch auch das Gratispaket sollte für Nutzer mit bescheidenen Ansprüchen brauchbar sein. Wahrscheinlich ist das Startup einfach zu oft verkauft worden.

Mit den Erfahrungen dieses kleinen Projekts stellt sich natürlich die Frage, ob die ursprüngliche Entscheidung für WordPress richtig war. Oder wäre Grav die bessere Wahl gewesen? „Wenn das Skelett einem zeigt, wo es langgeht“ weiterlesen

Grosis Sonntagsbraten jetzt mit Quinoa

Coverversionen: Sind sie in Zeiten von Uploadfiltern überhaupt noch möglich? Eine berechtigte Frage, die man sich vielleicht früher hätte stellen müssen.

Jedenfalls spalten sie seit jeher die Musikwelt. Ich kenne Leute, die nur das Original stehen lassen wollen. Weil es dem Urheber zukommt zu bestimmen, wie ein Song interpretiert werden muss. Weil Coverversionen oft eine Anmassung sind. Und weil das Wie eben so wichtig ist wie das Was – und man etwas Gutes nicht besser macht, indem man es nochmals durch die Mangel dreht.

Diesen Standpunkt untermauern die Coverversionsverschmäher mit Listen wie The Worst Cover Songs of All Time von «Rolling Stone». Und klar, dass Britney Spears, die «I Love Rock & Roll» trällert geeignet ist, einen in den Selbstmord zu treiben. Madonnas Version von «American Pie» ist Kacke. Und wenn Miley Cyrus sich an «Smells Like Teen Spirit» vergreift, dann muss man dankbar sein, dass Kurt Cobain schon tot ist.

Und ich habe Verständnis dafür, dass es Künstler gibt, die die Covers ihrer Songs nicht mögen. Das ginge mir wahrscheinlich auch so: Ich würde finden, dass ich alles richtig gemacht habe und es niemanden braucht, der mir die Deutungshoheit meines eigenen Materials streitig macht. Prince mochte offenbar viele Covers nicht. Dionne Warwick, Don Henley und Etta James waren auch nicht begeistert, wenn man dieser Liste glauben darf.

Trotzdem: „Grosis Sonntagsbraten jetzt mit Quinoa“ weiterlesen

Die Dropbox fallen lassen

Dropbox gehört zu den Webdiensten, die ich intensiv nutze und schon mit diversen Tipps bedacht habe (Dropbox-Upload mit dem passenden Dateinamen, Die Dropbox mit verschlüsselten Daten füllen, Der Trick für die Benutzerwörterbücher, Drei Tipps für die Box der Boxen). Nun bin ich allerdings kurz davor, abtrünnig zu werden. Denn Dropbox führt eine Beschränkung auf drei Geräte ein. Zumindest für Gratisnutzer wie mich. Wenn man bezahlt, dann kann man auch weiterhin mehr Geräte nutzen.

Ich habe das preisliche Update in Erwägung gezogen. Selbstverständlich, denn Dropbox ist seit Jahren nützlich. Da wäre es nicht verkehrt, nicht beim Gratis-Abo zu bleiben, sondern etwas zurückzugeben, in Form einer Abogebühr. Schliesslich liegt es auch am Geiz von uns Nutzern, die wir auch bei wirklich nützlichen Angeboten im Netz nichts bezahlen, dass die Anbieter auf anderem Weg an Geld gelangen – und dann halt unsere persönlichen Daten verscherbeln oder sonstigen Schindluder treiben.

Dropbox bietet zwei Abos an: 10 Euro im Monat oder 100 Euro im Jahr für das Plus-Abo oder 20 Euro im Monat oder 200 Euro im Jahr für Professional. Dafür gibt es 1 Terabyte, respektive 2 Terabyte Speicherplatz. Damit gibt es allerdings ein Problem: „Die Dropbox fallen lassen“ weiterlesen