Hier gibt es Youtube so, wie Youtube sein müsste

Heute ein Webtipp – bei dem ich aber nicht ganz sicher bin, ob er überhaupt noch funktioniert, wenn der Blogpost hier online geht. Denn die Website gehört zu der Sorte, bei der man jederzeit damit rechnen muss, dass sie aus dem Internet weggeklagt wird.

Im Fall der heute hier vorgestellten Website könnte man sich auch vorstellen, dass sie mit technischen Mitteln sabotiert wird. Denn diese Website bezieht Inhalte von Youtube – was Google wahrscheinlich nicht gefällt. Und es gäbe ziemlich sicher Mittel und Wege, den Datenfluss mit Youtube zu unterbinden. Immerhin: Falls das passieren sollte, kann man den Dienst auch selbst betreiben. Wie uns Reddit verrät, ist er nämlich Open-Source.

Die Website, um die es hier heute geht, ist invidio.us. Sie bietet eine alternative Sicht auf das Youtube-Angebot. „Hier gibt es Youtube so, wie Youtube sein müsste“ weiterlesen

In Echtzeit auf den Mond

Es gibt diese Webseiten im Netz, auf denen man Stunden oder Tage verbringen könnte (wenn man Zeit hätte). Zu dieser Sorte gehört ohne Zweifel Apollo 11 in real time. Es geht um die erste Landung auf dem Mond. Die Nasa hat diese Mission vom 16. Juli 1969 bis zum 20. Juli 1969 durchgeführt. Und auch wenn sie noch in einer Zeit stattgefunden hat, wo nicht jede Sekunde digital festgehalten wurde, so ist doch erstaunlich viel Material erhalten geblieben.

Zum Beispiel Tausende von Fotos, Fernsehübertragungen und Missions-Filmmaterial. Und jede Menge Funkübertragungen. Nicht nur die Kommunikation zwischen den Astronauten im All und der Bodenstation wurde aufgezeichnet, sondern auch die Gespräche des Mission Control, also des Missionskontrollzentrums. (Übrigens ganz schön viel dokumentarisches Material, das man alles hätte fälschen müssen – falls noch irgend einer die Verschwörungstheorie der erfundenen Mondlandung glaubt.)

Die Website bündelt diese Datenmenge und stellt sie chronologisch sortiert zur Verfügung. Raumfahrt- und Mondlandungsfans können die ganze Mission in Echtzeit miterleben. „In Echtzeit auf den Mond“ weiterlesen

So viel Zeit muss sein!

mapnificent.net ist ein wirklich hübscher Webdienst, der einmal mehr eindrücklich beweist, weswegen möglichst viele Daten offen sein sollten. Ich habe schon 2017 den Aufruf Werdet Fans von Open Data! gestartet. Bislang leider nicht mit dem durchschlagenden Erfolg, den ich mir erhofft habe. Aber womöglich liegt das auch an mir selbst: Ich reite nicht so oft auf open data herum, wie ich es tun sollte.

Darum hier ein kleiner Tipp, der diesem Begehren Nachdruck verleihen soll. Der Dienst operiert mit offenen Daten aus aller Welt. Im Fall der Schweiz kommen die Daten und offenen Schnittstellen der SBB zum Einsatz, über die ich beim Nerdfunk eine ganze Sendung gemacht habe. Die Idee von Mapnificent ist, uns aufzuzeigen, wie weit man in einer vorgegebenen Zeit reisen kann.

Ein Beispiel: Man hockt in den Ferien in einem gottverlassenen Kaff irgendwo in einem Land, das man vielleicht besser nicht bereist hätte. „So viel Zeit muss sein!“ weiterlesen

Das Tracking bei smarten Fernsehern stoppen

Ich habe mich neulich mit den Sicherheits-Problemen des Internet of Things (IoT) im Allgemeinen und den Lücken und fragwürdigen Hersteller-Machenschaften bei den smarten Fernsehern im Speziellen beschäftigt: Smart-TVs sind anfällig für Viren und Spionage heisst der (nur via Abo-Plus) zugängliche Beitrag.

Dabei habe ich mich an einen Tipp erinnert, der vor einiger Zeit hier im Blog erschienen ist. Im Beitrag Netzsperren für Werbung stelle ich die Möglichkeit vor, über einen speziellen DNS-Server jene Domänen zu blockieren, die für Werbe- und Tracking-Zwecke benutzt werden. Das ist geradezu ideal für IoT-Geräte, bei denen man keinen Werbeblocker installieren kann oder will.

Darum also die Frage: Kann man beim typischen smarten Fernseher die DNS-Adresse ändern, zum Beispiel auf 194.150.168.169? „Das Tracking bei smarten Fernsehern stoppen“ weiterlesen

Wie steht es eigentlich um die private Streaming-Kopie?

In diesem Blog ging es schon diverse Male ums Youtube-Rippen, das Herunterladen von Inhalten von der Videoplattform: Zum Beispiel hier, hier oder hier. Es gibt gute Gründe, das zu tun. Erstens natürlich, um sie auch ohne gute Internetverbindung ansehen zu können. Zweitens, weil man sie besonders gründlich ansehen will und nicht jedes Mal mit der Werbung belästigt werden möchte.

Und drittens fürs Archiv. Im Beitrag Glasnost bei Google habe ich dargelegt, dass bei Youtube jeden Monat Millionen von Videos gelöscht werden. Ich habe nicht herausgefunden, wie gross der Anteil der verschwundenen Videos an der Gesamtmenge des Youtube-Bestandes ist. Er muss aber beträchtlich sein. „Wie steht es eigentlich um die private Streaming-Kopie?“ weiterlesen

Erst schwitzen, dann daten-minen

Im Artikel Das sind die besten Karten-Apps sind Erkenntnisse aus vielen hier im Blog veröffentlichen Beiträgen zusammengeflossen. Bei meinen Recherchen bin ich auch auf die Übersicht der Apps gestossen, die an Strava andocken.

Strava ist, für die Nicht-Sportler unter euch, eine App, bzw. ein soziales Netzwerk fürs Sport-Tracking: Velofahren, Rennen, Wandern, aber auch Skifahren oder Rudern kann man erfassen. Ich habe die App seinerzeit, nebst anderen, im Beitrag Wenn das Smartphone nach draussen lockt vorgestellt.

Nun ist Strava inzwischen mehr als nur ein Dienst fürs Tracking von sportlichen Aktivitäten. Es ist ein Tummelfeld für Datenanylisten, -Visualisierer und Selbstinszenierer. Ich bin beeindruckt, wie viele nachgelagerte Apps, Websites und Dienste es gibt. Und bevor ihr nun sagt: «Nett, aber interessiert mich nicht, weil ich Strava nicht nutze» noch folgender Hinweis: Man kann den Dienst mit vielen Trackern koppeln, zum Beispiel mit Garmin. „Erst schwitzen, dann daten-minen“ weiterlesen

Gmail auf die Finger schauen

Google ist ein seltsames Unternehmen. Da wurde vor einiger Zeit mit viel Getöse der 15 Geburtstag von Gmail gefeiert. Zum Getöse gehörten, als Geburtstagsgeschenk verpackt, neue Funktionen für den Maildienst: Spannende, nützliche Dinge wie zum Beispiel die Möglichkeit, Mails nicht sofort, sondern zu einem bestimmten Datum zu senden.

Ich nutze seit Jahren ein Plugin, welches genau das ermöglicht. Meine Erfahrung ist ausgezeichnet: Bei der Kommunikation mit stark frequentierten Mailboxen ist es sinnvoll, eine Nachricht genau in dem Moment abzusenden, in dem sie relevant für den Empfänger ist. Schickt man sie zu früh ab, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass sie untergeht.

Boomerang hat die Arbeit zuverlässig erledigt. Aber es ist viel praktischer, wenn die Funktion für das zeitgesteuerte Versenden direkt in Gmail eingebaut ist. Darum habe ich mich auf die Neuerung gefreut: Die ist ein echt gutes Geburtstagsgeschenk.

Doch weil Google ein seltsames Unternehmen ist, war dieses Geschenk – die neuen Funktionen – über Tage und Wochen nach dem grossen Datum nicht zu entdecken. Da ich unlängst Gelegenheit hatte, mit zwei Googlern zu plaudern, habe ich danach gefragt: Wie kann es sein, dass ein solches Geburtstagsgeschenk nicht wie angekündigt zum Geburtstag, sondern erst viel später eintrudelt? Die Antwort war wie erwartet: „Gmail auf die Finger schauen“ weiterlesen

Kommt jetzt der warme Geldregen für uns Blogger?

Wie kann man mit Bloggen stinkreich werden ein bisschen Geld verdienen? Diese Frage stelle ich mir immer mal wieder – einerseits aus egoistischen Interessen, andererseits natürlich, weil es eine wichtige Frage ist, wenn man das Internet verstehen will.

Also, es gibt mehrere mögliche Einnamequellen: Erstens Werbung. Meine Erkenntnis dazu gibt es im Beitrag 3400 Franken in sechs Jahren. Zweitens die Affiliate-Links. Dazu habe ich mich in den Beiträgen Warum ich mit dem Amazon-Partnerprogramm experimentiere und Apple klaut mir mein Taschengeld ausgelassen. Und schliesslich kann man sich kaufen lassen. Für mich kommt das nicht in Frage (Subtile und plumpe Vereinnahmungsversuche). Aber andere tun es.

Und nun scheint eine neue Einkommensmöglichkeit dazuzukommen. Die Verwerwertungsgesellschaft Pro Litteris entschädigt neuerdings auch Online-Werke. Wie hier beschrieben, findet die Verteilung erstmals 2019 statt. In den Erklärungen ist jeweils von Verlagen die Rede. Aber es spricht im Grunde nichts dagegen, dass man sich auch als Blogger als Verlag betrachtet und seine Beiträge für die Verteilung anmeldet. „Kommt jetzt der warme Geldregen für uns Blogger?“ weiterlesen

Die Nachschublinien aufrecht erhalten

Kürzlich habe ich eine neue Kreditkarte bekommen. Schon ein paar Tage zuvor hatte mich mein Internet-Fernsehanbieter Teleboy freundlicherweise informiert, dass meine alte Karte demnächst ablaufen werde. Teleboy wollte natürlich nur mein Bestes. Man wies mich mit aller Zuvorkommenheit darauf hin, dass ich doch gefälligst subito ein neues Zahlungsmittel hinterlegen solle. Denn würde ich das nicht tun, wäre ich ganz allein schuld, wenn plötzlich mein ganzer Haushalt fernsehmässig auf dem Trockenen hocken sollte.

Und es ist tatsächlich so: Für das reibungslose Funktionieren des technisch hochgerüsteten Alltags ist eine gültige Kreditkarte inzwischen verflixt wichtig. Wenn sie ihr aufgestanztes Ablaufdatum überschreitet, ohne dass man es bemerkt und sie rechtzeitig ersetzt, hat man nicht nur mit Teleboy ein Problem. Auch in der Netflix-App bleibt die Mattscheibe schwarz. Der Spotify Connect-Lautsprecher gibt kein Tönchen mehr von sich. In Audible bleiben die Credits und damit die Hörbücher aus.

Softwareabos laufen aus und statt hart mit der Creative Suite oder mit Office 365 zu arbeiten, ist man zum Däumchendrehen verdammt. Am iPhone muss man sich mit den gleichen alten Apps begnügen, weil man keine neuen mehr kaufen kann. Und was passiert eigentlich mit dem zusätzlichen Speichervolumen, wenn die alte Karte nicht mehr belastet werden kann? Schmeisst Apple sogleich alle überzähligen Fotos weg? Oder erhält man eine Gnadenfrist?

Man tut jedenfalls gut daran, so eine Kreditkarte rechtzeitig zu ersetzen. Bei mir, immerhin, kam die neue Karte ganz von alleine zeitnah von meiner Bank. Was man aber selbst tun muss: Die neuen Zahlungsdaten an allen neuralgischen Punkten eintragen. Hier in diesem Blogpost als Servicedienstleistung ein paar Links, wo man bei den wichtigen Diensten tut. „Die Nachschublinien aufrecht erhalten“ weiterlesen

Wie man Internet-Lektüre aufs E-Book-Lesegerät bringt

Im Beitrag Das E-Book-Lesegerät zweckentfremden ging ich der Frage nach, wie man sein Lesegerät für E-Books möglichst unkompliziert auch zum Konsum von Artikeln aus dem Netz und für eigene Dokumente verwenden kann.

Das Fazit: Es geht – aber so richtig toll ist es nur, wenn man die Inhalte im passenden Format bereitstellt. Das ist im Fall des Tolino das Epub-Format. Mit dem wird das Dokument angenehm lesbar angezeigt und man kann auch die Schriftgrösse passend zur Bildschirmdiagonalen wählen. Wenn man seine Dokumente wie her beschrieben als PDF sammelt, dann ist es nicht ganz so komfortabel. Dann orientiert sich die Schriftgrösse an einem Dokumente im A4-Format, was sie auf dem kleinen Display eines E-Book-Readers sehr schlecht lesbar macht.

Darum die Frage: Lassen sich Inhalte aus dem Web einfach im Epub-Format sammeln, sodass man sie ohne viel Aufwand an sein Lesegerät schicken kann? Die Antwort ist, natürlich: Ja. Ich beschreibe hier sogar zwei recht simple Methoden. „Wie man Internet-Lektüre aufs E-Book-Lesegerät bringt“ weiterlesen