Effekthascherei, schwebende Lautsprecher, Memes

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Wirkt wie mit einem Lensbaby-Objektiv fotografiert, doch dieser Unschärfe-Effekt ist per Software entstanden. (Un beso antes de que nos lleve el viento von Eleazar/Flickr.com, CC BY 2.0)

So langsam beginnt es mit den Dingen, die man zum letzten Mal im alten Jahr tut. Zum Beispiel steht zum letzten Mal 2016 ein Posting in dieser Selbstbeweihräucherungsrubrik an – was daran liegt, dass auch Publisher.ch für dieses Jahr mit den Ausgaben durch ist.

Da ist der Highlight-Beitrag vermutlich der hier: Ein halbes Gigabyte an Photoshop-Gold! Das Gold sind die Photoshop-Plugins von Nik Software. Die enthalten extrem vielseitige Werkzeug zur Minderung des Bildrauschens, Optimierung von Farbe, Kontrast, Sättigung und Struktur, für Bildreihen und das Tone Mapping, zur Simulation alter Filme und Kameras. Es gibt unzählige Entwicklungs-, Einfärb- und Nachbearbeitungsmöglichkeiten, zur Wandlung nach Schwarzweiss und zum Schärfen der Bilder. Diese Tools kosteten bis vor Kurzem Hunderte von Franken. Da Google Nik Software gekauft hat und offenbar nichts mit dem Unternehmen anzufangen weiss, sind sie jetzt gratis.

Und das sind die anderen Beiträge aus dem Publisher: „Effekthascherei, schwebende Lautsprecher, Memes“ weiterlesen

Von der Spiegelreflex aufs Smartphone

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Von der Speicherkarte aufs Smartphone. (Rechts die Fotosession des Nerdfunk-Teams im Studio 2 von Stadtfilter.)

Ich mag meine D7000 von Nikon, und aus Gründen kommt sie in letzter Zeit wieder sehr häufig zum Einsatz. Etwas vermisse ich allerdings sehr: WLAN. Gerade die Babyfotos will man sehr oft … nein, nicht bei Facebook reinstellen, aber über möglichst sichere Messenger der Familie zukommen lassen. Das ist auf herkömmlichem Weg umständlich: Zum Computer gehen, Speicherkarte raus, in Lightroom importieren, etwas an den Bildern rumbasteln, nach Dropbox exportieren, am iPhone von Dropbox herunterladen, in den Messenger importieren, versenden… Das ist nicht das, was ich unter einem schlanken Workflow verstehe.

Darum habe ich mir vor einiger Zeit den Nikon WLAN-Adapter besorgt. Nur um dann festzustellen, dass der zu meiner Kamera nicht kompatibel ist. „Von der Spiegelreflex aufs Smartphone“ weiterlesen

Wenn schon klauen, dann bitte mit Charme

Mit einem reichlich schlechten Gewissen vermelde ich: Ich habe mich neulich als Urheberrechtstroll betätigt. Anlass war mein Interview mit Richard Stallman, das jemand von Youtube herunter- und 1:1 unter seinem Account nochmals veröffentlicht hat. Ich habe also auf den Melden-Link geklickt, angegeben, dass mein Urheberrecht verletzt wird und abgewartet, was passiert.

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Yep.

Bemerkenswert ist dabei, dass Youtube einen bei einer solchen Copyright Complaint Submission diverse Dinge abnicken lässt. Man muss bekräftigen, dass einem «bekannt ist, dass die wissentliche Falschbeschuldigung einer Urheberrechtsverletzung rechtliche Folgen nach sich ziehen kann». Und dass man «weiss, dass der Missbrauch der Meldefunktion zur Kündigung meines YouTube-Kontos führt». Youtube will vermeiden, dass man mit den Melden-Knopf für Schindluder benutzt. Was durchaus einleuchtend ist – denn bei mehr als einer Milliarde Nutzer ergeben schon Missbrauchsfälle im Promillebereich in absoluten Zahlen gigantisch viele potenzielle Streitfälle. „Wenn schon klauen, dann bitte mit Charme“ weiterlesen

50 shades of Gäggeligääl

Neulich bin ich der Frage begegnet, wie man wohl diese Farbe nennt. Beschreiben würde ich sie als kräftige Mischung aus Pink und Lila. Für die es doch eine Bezeichnung geben muss… Ihr kennt das sicher: Bei manchen Farben stösst man mit seinen Ausdrucksmöglichkeiten an Grenzen. Und man ist sich nicht sicher, ob das an der Beschränktheit des eigenen Wortschatzes oder an den Limiten unserer Sprache liegt.

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Des Autors Kopf, in eine Farbpalette umgewandelt…

Bei der fraglichen Farbe lag es an mir. Laut der Übersicht von donaufischer.com nennt man sie Dunkelrosa – nicht zu verwechseln mit Altrosa. Und man fragt sich an dieser Stelle: Wie viele Farbnamen gibt es überhaupt? Und wie eindeutig sind sie?

Die Schwierigkeiten bei der Benennung von Farben haben aber auch mit unterschiedlichen Wahrnehmungen, abweichenden Interpretationen und, bei Internet und elektronischen Dokumenten, ferner auch mit schlecht kalibrierten Bildschirmen zu tun. „50 shades of Gäggeligääl“ weiterlesen

Wieso nicht mal ein bisschen bingen?

Ich schnöde in diesem Blog immer mal wieder über Google. Obwohl ich viele Dinge toll finde, die Google tut. (Andere nicht.) Mein Vorbehalt ist immer der gleiche: Google weiss zu viel über mich. Darum versuche ich, meine Eier nicht alle in ein Körbchen zu legen, wie der Ami das nennt. Sprich: Ich versuche, wann immer möglich, Ausweichmöglichkeiten zu schaffen.


Falls das Video nicht erscheint, bitte hier klicken.

Und eben: Es gibt mit Bing eine Ausweichmöglichkeit auch beim Kerngeschäft von Google, der Websuche. Als ich neulich gelesen habe, dass Bing Marktanteile gewinnt, habe ich mich gefragt, ob nun der Zeitpunkt gekommen ist, wo man die Alternative ernsthaft in Erwägung ziehen kann und muss? Ich habe Bing in den letzten Jahren immer mal wieder genutzt, bin aber nie so richtig warm geworden mit Microsofts Suchmaschine.

Mein Fazit aufgrund einer hochwissenschaftlichen, ausführlichen Studie (mit ganzen zwei allerdings sehr klever ausgewählten Suchbegriffen) lautet: „Wieso nicht mal ein bisschen bingen?“ weiterlesen

Einen Font zusammenklotzen

Digitale Schriften sind ein Faszinosum für mich. Dass man sie am iPad entwerfen kann, finde ich toll. Es geht aber sogar im Browser, wie die Web-Anwendung Fontstruct.com beweist.

Man muss bei dieser App seine Schrift nicht frei zeichnen – was unsereins schliesslich auch heillos überfordern würde. Nein, man erhält hochwertiges Baumaterial an die Hand, die Blöcke oder Bricks, aus denen man seine Buchstaben aufbaut. Die sich dann übrigens Fontstructions nennen – ein schönes Kofferwort aus Konstruktion und Font.

Das funktioniert so: Nachdem man sich ein kostenloses Benutzerkonto eingerichtet hat, zeichnet man im Editor mit dem Bleistift einen Entwurf des Buchstabens, den man sich vornehmen möchte. Die Selektion der Buchstaben seiner Schrift erfolgt über die Leiste am unteren Rand. Seinen Buchstaben sollte man natürlich zwischen die beiden blauen Linien einpassen. Man kann auch mit dem Linienwerkzeug oder dem rechteckingen Füllwerkzeug und dem Radiergummi arbeiten.

Der Entwurf des Buchstabens erscheint nun sehr grob gerastert, in einem Klötzchenraster von ungefähr 9 auf 7 Pixeln. Der Clou ist nun aber, dass man diese groben Klötze nun verfeinert. „Einen Font zusammenklotzen“ weiterlesen

Yesss!

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Hübsch anzusehen, auch am Handy einfach zu spielen (abgesehen vom Wenden des Stapels) – was will man mehr?

Bei Windows 8 hat Microsoft Solitär eliminiert und stattdessen die Microsoft Solitaire Collection in den Store gestellt (Clickomania.ch berichtete). Eine recht nette Umsetzung mit den fünf Spielvarianten Klondike, FreeCell, Spider Solitär, Pyramid und TriPeaks.

Eine schöne App – mit einem grossen Nachteil: Ich habe kein Gerät, mit dem ich sie unterwegs nutzen könnte. Da ich mich fürs Spielen jedoch nicht an den Computer setzen mag, blieb sie aussen vor. Bis jetzt: Nun gibt es die Microsoft Solitaire Collection auch fürs iPhone, fürs iPad und für Android, jeweils kostenlos.

Die Umsetzung für die Drittplattformen ist originalgetreu geraten: Man kann wie bei der Windows-Version frei spielen, aber sich auch an der täglichen Herausforderung versuchen: „Yesss!“ weiterlesen

Die Post und ihre Trackingnummern

Neulich habe ich mir bei Apple was bestellt. In seiner Bestellung findet man bei solchen Gelegenheiten eine Nummer, mit der man seine Lieferung nachverfolgen kann. Das hilft einerseits den Vorfreudigen einzuschätzen, wie lange sie ihre Ungeduld noch zügeln müssen. Andererseits ist es wichtig, damit man das Paket auch entgegennehmen kann. Bekanntlich eines der grössten Probleme des Einkaufens im Internet: Die Pakete werden typischerweise tagsüber geliefert. Dann wenn niemand zu Hause ist.

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Parcel spotting als Trendsportart der Internetshopper.

Ich habe das getan, was jeder an meiner Stelle getan hätte: Nämlich nach dem angegebenen Paketdienst gegoogelt (TNT Express international), und dann unter tnt.com brav die angegebene Nummer 76580698201 eingetragen. Bescheid:

Hoppla! Sie haben eine ungültige Sendungsnummer eingegeben.
Eine TNT Swiss Post-Sendungsnummer hat neun Ziffern, zum Beispiel 123456789. Bitte überprüfen Sie das und versuchen es erneut.

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