Wie Skype stilecht aufnehmen?

Gestern ging es an dieser Stelle um die Bruehlgarden Studios, wie ich meine Audio-Heiminstallation etwas grossspurig nenne. Offen blieb die Frage nach dem Minus-Mix für Skype, oder N-1 Mix, wie man ihm auf Deutsch sagt.

Es geht dabei konkret um die Verwendung von Skype und die Möglichkeiten, um Gäste von aussen zuzuschalten.

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Audio Equipment from hell!

Kiss (Keep it simple and stupid)
Die einfache Variante, ein Skype-Gespräch aufzunehmen, besteht darin, ein iPad mit der Skype-App über einen Klinkenstecker ins Mischput zu führen. So hat man das Skype-Eingangssignal auf einem Kanal, was für die Sendung und/oder Aufzeichnung völlig ausreicht. Ich habe bei Stadtfilter dieses Szenario dutzendfach durchexerziert.

Einen Nachteil hat dieser Aufbau: „Wie Skype stilecht aufnehmen?“ weiterlesen

Die Bruehlgarden Studios stellen sich vor

Zu meiner Technik-Offensive 2016 gehört die Einrichtung eines simplen Heimstudios. Das soll mehr Flexibilität bei der Aufzeichnung der Digitalmagazin-Sendungen für Radio Stadtfilter bringen. Normalerweise senden wir am Dienstagabend von 19:30 bis 20 Uhr live. Es kommt aber immer wieder vor, dass der Abend verplant ist und eine Vorproduktion sinnvoll wäre. maege ist am Dienstagabend regelmässig verplant.

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Platzsparend und gegebenenfalls auch mobil zu benutzen.

Das hat dazu geführt, dass unser Dreierteam (Kevin, maege und ich) de facto auf zwei Leute geschrumpft ist. Die Vorproduktionen sind aber umständlich: Wir müssen einen Termin finden, an dem auch das Studio 2 bei Radio Stadtfilter frei ist und eine Reservation platzieren. Mit diesem Vorlauf lohnt es sich nicht, nur eine Sendung vorzuproduzieren. Doch die Vorproduktion von zwei oder drei Sendungen ist der Vorbereitungsaufwand dann wiederum so gross, dass wir es nur einige wenige Male gebacken gekriegt haben. Mit dem Heimstudio und der Beteiligung Teammitglieder oder Gäste via Skype ist eine Aufzeichnung sehr kurzfristig und sogar ad-hoc möglich, so die Idee.

Und ich kann das Studio auch gut für die Voiceovers meiner Patentrezepte brauchen. Denn gutes Audio ist der heimliche Trumpf eines guten Videos!
Der Spezifikationen des Heimstudios waren wie folgt: „Die Bruehlgarden Studios stellen sich vor“ weiterlesen

Breaking News in Sachen Internetporn

«Don Jon» (IMDB, Wikipedia, Amazon Affiliate) ist ein Film aus dem Jahr 2013, der sich mit der Internetpornografie beschäftigt.

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Sie erklärt ihm, wie der Hase hoppelt.

Pornografie gehört zum Internet wie ein Popel unter eine Kindernase. Das rechtfertigt einen Film zum Thema, und Leute wie ich, die sich beruflich mit dem Internet beschäftigen, haben entsprechend eine professionelle Verpflichtung zur Rezeption des Films. Als pflichtbewusster Mensch habe ich mich also hingesetzt und in der Hoffnung auf neue, interessante Erkenntnisse Netflix angeworfen.

Und auch wenn es mir etwas widerstrebt, hier schon gleich am Anfang – als Antiklimax und Lustkiller quasi – die Katze aus dem Sack zu lassen, so gebietet es mir mein professioneller Impetus, nicht weiter um den heissen Brei herumzureden:
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Digitales Mythbusting


Falls das Video nicht erscheint, bitte hier klicken!

Acht digitale Legenden, die im Video widerlegt werden – von der Behauptung, dass Macs per se sicher sind, über die Saga, dass Cookie-Löschen vor Tracking schützt bis hin zu der Gewohnheit, vor Adressen ein «www.» einzutippen… Und ja: Das Leben wird einfacher, wenn man obsolete Gewohnheiten über Bord wirft!
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Der Nerdbrowser fürs iPad

iCab Mobile hat all die Funktionen, die wir bei Mobile Safari vermissen!

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Der Zwillingsbrowser mit zwei Seiten nebeneinander.

Bei der Recherche für dieses digitale Patentrezept habe ich Gefallen an iCab Mobile gefunden. Das ist ein Browser (2 Franken für iPhone und iPad), der mit diversen Nerdfunktionen aufwartet.

Nerdfunktionen sind Dinge, die Normalanwender wahrscheinlich nicht vermissen werden, die aber Leuten wie dir und mir das Leben erleichtern. Zum Beispiel die eine Funktion, die allein den Kauf dieses Browsers rechtfertigt: Nämlich der Zwillingsmodus.
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Pixelmator macht auch auf dem iPad eine gute Falle

Pixelmator ist ein Bildbearbeitungsprogramm, das bei mir auf dem Mac bereits Unverzichtbarkeitsstatus erlangt hat (siehe Bildbearbeitung abseits von Adobe). Seit einiger Zeit gibt es die App nun auch für iOS, weswegen es höchste Zeit ist, die Tablet-Variante hier zu besprechen – und ein bisschen zu loben.

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Wer nach der Gradationskurve sucht, wird fündig.

Die App kostet 5 Franken und ist ihren Preis mehr als wert – das lässt sich hier schon einmal vorwegnehmen. Es handelt sich bei Pixelmator um ein Bildbearbeitungsprogramm, das mit Ebenen arbeitet und auch Projekten der komplexeren Art gewachsen ist. Es lassen sich beispielsweise Collagen erstellen, Bilder mit Rahmen oder Texten ausstatten und optisch durch grafische Elemente aufwerten. Es versteht sich von selbst, dass die App auch Standardaufgaben wie die Bildkorrektur und das Hinzufügen von Effekten beherrscht.
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Schweizer, die 9/11 aufklären wollen

Eine kleine Schar aus der Schweizer Polit-, Medien- und Kulturprominenz fordert öffentlich eine «unabhängige Untersuchung» der Terroranschläge auf die Zwillingstürme vom 11. September 2001. Das inoffizielle Oberhaupt der Schweizer Truther ist der Historiker Daniele Ganser – dem Medien kürzlich vorgeworfen haben, selbst unter falscher Flagge unterwegs zu sein.
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Alles gut auf der anderen Erde?

In meinem Zyklus zu den alternativen Welten gibt es heute einen Film zu besprechen, der sich schon allein durch den Titel aufdrängt: «Another Earth» (Wiki, IMDB, Amazon Affiliate) heisst er und bespricht das Schicksal von Rhoda Williams. Sie versaut sich eine vielversprechende akademische Karriere, als sie nach einer feuchtfröhlichen Feier ein Auto rammt und eine dreiköpfige Familie fast komplett auslöscht. Nur der Familienvater, der Musikprofessor John Burroughs kommt mit dem Leben davon.

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Gute Erde, du gehst so stille…

Rhoda sitzt ihre Strafe ab, wird die Schuld aber nicht los. In der Hoffnung auf Vergebung nähert sie sich dem nun alleine in einem zunehmend verwahrlosenden Haushalt lebenden John Burroughs. Doch sie getraut sich nicht zu sagen, wer sie ist und gibt sich als Putzfrau aus (die Katharsis wörtlich genommen) und nähert sich Burroughs an. „Alles gut auf der anderen Erde?“ weiterlesen

Warum MyPrime nicht mit Netflix mithalten kann

Wir leisten uns in diesem Haushalt den absurden Luxus von zwei Flatrate-Streamingdiensten. Netflix zum einen, MyPrime zum anderen. Diese Überversorgung ist mehr zufällig entstanden: Netflix musste ich aus beruflichen Gründen kennenlernen und habe mich dann privat daran gewöhnt. Und MyPrime ist Teil meines UPC-Abos, zu dem ich gekommen bin wie die Jungfrau zum Kind.

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Links: Die gleiche Serie x-mal im Katalog.
Rechts: No Airplay for you!

Immerhin werde ich so in die Lage versetzt, die beiden Dienste zu vergleichen. Und um gleich mit dem Fazit anzufangen: MyPrime unterliegt Netflix auf der ganzen Linie. Das ist zu einem gewissen Grad natürlich unvermeidlich: Netflix ist das, was man neudeutsch einen Global Player1 nennt. Netflix stellt eigene Produktionen her, die sich sehen lassen können. Netflix ist dem Streaming voll und ganz verpflichtet: «Our core strategy is to grow our streaming subscription business domestically and globally»2.

Bei der UPC ist das Flatrate-Streaming ein Angebot unter vielen. MyPrime wurde im August 2014 als Reaktion aus dem Boden gestampft, dass Netflix in die Schweiz kommt3. Und auch wenn auch die UPC Eigenproduktionen für MyPrime plant und das Angebot auch im Vergleich zur Konkurrenz gar nicht so schlecht ist, lässt es sich nicht verhehlen, dass MyPrime lieblos und ohne viel Inspiration zusammengeschustert wurde.
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