Die Bruehlgarden Studios stellen sich vor

Zu meiner Technik-Offensive 2016 gehört die Einrichtung eines simplen Heimstudios. Das soll mehr Flexibilität bei der Aufzeichnung der Digitalmagazin-Sendungen für Radio Stadtfilter bringen. Normalerweise senden wir am Dienstagabend von 19:30 bis 20 Uhr live. Es kommt aber immer wieder vor, dass der Abend verplant ist und eine Vorproduktion sinnvoll wäre. maege ist am Dienstagabend regelmässig verplant.

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Platzsparend und gegebenenfalls auch mobil zu benutzen.

Das hat dazu geführt, dass unser Dreierteam (Kevin, maege und ich) de facto auf zwei Leute geschrumpft ist. Die Vorproduktionen sind aber umständlich: Wir müssen einen Termin finden, an dem auch das Studio 2 bei Radio Stadtfilter frei ist und eine Reservation platzieren. Mit diesem Vorlauf lohnt es sich nicht, nur eine Sendung vorzuproduzieren. Doch die Vorproduktion von zwei oder drei Sendungen ist der Vorbereitungsaufwand dann wiederum so gross, dass wir es nur einige wenige Male gebacken gekriegt haben. Mit dem Heimstudio und der Beteiligung Teammitglieder oder Gäste via Skype ist eine Aufzeichnung sehr kurzfristig und sogar ad-hoc möglich, so die Idee.

Und ich kann das Studio auch gut für die Voiceovers meiner Patentrezepte brauchen. Denn gutes Audio ist der heimliche Trumpf eines guten Videos!
Der Spezifikationen des Heimstudios waren wie folgt:

  • Einwandfreie Audioqualität, mit der man sich im UKW-Radio und im Podcast nicht blamieren muss.
  • Kompakte Abmessungen, sodass man den Kram schnell verräumt bekommt und, falls nötig, auch irgendwohin mitnehmen kann.
  • Vier Eingänge (zwei Miks, zwei Soundquellen für Skype und Jingles oder Musik).
  • Möglichkeit eines Mix-Minus (N-1)

Ich habe mich umgeschaut und mich für folgendes Setup entschieden: Als Mikrofon kommt das PR 40 von Heilsound (Amazon) zum Einsatz. Das ist ein heimlicher Star in der Podcastszene. Es klingt auch in einer nicht schallisolierten (nicht allzu trockenen) Umgebung sehr gut. Es ist nicht günstig, aber noch im Rahmen meines Budgets.

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Absurde Kabel zum Anschluss von Computern und Tablets.

Beim Mixer habe ich mich für den 402-VLZ4-4 von Mackie (Amazon) entschieden. Grund waren die guten Besprechungen der Soundeigenschaften: Hervorragende Preamps und keinerlei Eigenrauschen oder -brummen – was für mich eine absolute Notwendigkeit ist. Ausserdem sagt man dem Mixer eine grundsolide Verarbeitung nach, und er ist sehr kompakt und leicht. Von Haus aus kann er eigentlich keinen Mix-Minus. Aber ich glaube einen Weg gefunden zu haben, wie es trotzdem klappt. Mehr dazu im Beitrag Wie Skype stilecht aufnehmen?.

Die Bruehlgarden Studios sind seit letzter Woche einsatzbereit. Ich habe schon Voiceover-Aufnahmen für zwei Patentrezept-Videos und Versuchsaufnahmen mit Skype und Musik gemacht. Das Fazit bis jetzt: Es funktioniert alles so, wie erhofft. Und die Tonqualität ist astrein. Zumindest für die Liga, in der mein analoges Setup mit den iOS-Geräten als Zuspieler spielt. Ich freue mich, damit zu arbeiten. Und vielleicht ergibt sich auch die eine oder andere Podcast-Innovation aus den neuen Möglichkeiten…

An notwendigen Kleinkram gehört zur Ausrüstung der Bruehlgarden-Studios ein Popschutz (bei Digitec), fürs Heil unbedingt notwendig, ein Mikrofonfuss (Monacor MS-1 bei Digitec, fürs grosse Heil PR 40 mit dem Popschutz bietet er gerade knapp genügende Standfestigkeit) und diese absurden Kabel mit den zwei 6,35-mm-Mono-Klinke auf eine 3-5-mm-Stereo-Klinke in dreifacher Ausführung, für die Verbindung zu zwei iOS-Geräten und dem Mac zur Aufzeichnung. Die habe ich von gear4music.ch.

Ich habe mir ausserdem den SE-RF-X Reflexionsfilter (Amazon) besorgt. Er wirkt mit meinen mobilen Roland R05 Wunder, ist fürs PR 40 jedoch nicht zwingend. Für die Voiceover-Aufnahmen nutze ich ihn aber trotzdem gern.

Autor: Matthias

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