Alfred serviert im Eilzugstempo

Programme starten, Lesezeichen öffnen, googeln oder Amazon durchforsten, ohne die Maus zu bemühen – das ist mit dem kostenlosen Hilfsprogramm Alfred möglich.

Es ist zwar reichlich klischeehaft, für einen dienstbaren Geist den Namen Alfred zu verwenden; aber Alfred Pennyworth (der Butler von Batman) und andere Alfreds haben das kollektive Gedächtnis nun einmal entsprechend geprägt. Und Alfred, das Dienstprogramm für Mac OS X, trägt dieser Tradition durchaus Rechnung.

Die Programmsuche per Tastatur ist schneller als via Dock oder Spotlight.

Alfred ist erst einmal ein Programmstarter. Über die Tastenkombination Alt + Leertaste (sie kann in den Preferences in der Rubrik General auch angepasst werden) ruft man ein grosses Eingabefeld auf den Plan. „Alfred serviert im Eilzugstempo“ weiterlesen

Wie verwegene Kerle ihr Audio schneiden

Audacity ist ein Editor für Audiodateien. Von der angestaubten Oberfläche sollte man sich nicht abschrecken lassen, denn das Open-Source-Programm ist auch Profi-Ansprüchen absolut gewachsen.

Audacity ist ein typisches Open-Source-Projekt: Optisch bieder bis langweilig, bezüglich Bedienung nicht leicht zu durchschauen, aber enorm leistungsfähig und fast so gut wie ein teures Produkt aus dem Profi-Bereich. Audacity – der Name bedeutet in Englisch Mut oder Verwegenheit – ist für die Bearbeitung von Audio-Dateien zuständig und misst sich mit Produkten wie Audition von Adobe oder Logic von Apple (diese kosten allerdings 490 respektive 200 Franken).

Audacity erlaubt es, Klang ab Mikrofon oder anderen Soundquellen nach dem Mehrspurverfahren aufzuzeichnen. Die Aufnahme kann geschnitten, exportiert und mit Effekten versehen werden. Verschiedene Effekte, Filter und Analysefunktionen helfen bei der Arbeit.
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Spotifys phänomenaler Play-Button

Spotify hat heute den Play-Button vorgestellt. Er erlaubt es, Musik auf einer Website wie dieser hier einzubinden.

Das funktioniert ganz einfach. Man geht auf developer.spotify.com, fügt dort die Adresse eines Albums oder einer Playlist ein (für die rechtsklickt man in der Spotify-Anwendung und wählt HTTP-Link kopieren aus dem Kontextmenü) und fügt den Embed-Code in seinen Blog ein. Und es funktioniert grandios – sodass ich euch hier mit meiner Lieblingsmusik belästigen kann (aber ihr braucht ja nicht auf Play zu klicken…)

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Sicherheitsnetz für Lion

Apple stellt mit dem Lion Recovery Disk Assistant ein Programm zur Verfügung, das ein Wiederherstellungs-Medium für Mac OS X 10.7 erstellt.

Mac OS X 10.7 alias «Lion» wird bekanntlich ohne Installationsmedium ausgeliefert. Falls eine Neuinstallation des Betriebssystems notwendig sein sollte, greift man auf die Recovery HD zu (deutsch: «Wiederherstellungs-HD»). Das ist eine versteckte Partition, auf der die Installationsdaten liegen.

Nur nützt diese Wiederherstellungs-HD nur dann etwas, wenn sie im Fall der Fälle auch zur Verfügung steht. Sollte die Festplatte ihren Geist komplett aufgegeben haben, dann ist auch die rettende Partition weg. Ausserdem kommt es bei Macs, die von vorherigen Mac-OS-X-Versionen upgedatet wurden, vor, dass die Rettungspartition fehlt. Für diese Fälle kann man nun über den Lion Recovery Disk Assistant (zu Deutsch: «Lion Wiederherstellungsvolume-Assistent») ein USB-Speichermedium erstellen, mit dem man Lion wieder auf die Beine hilft.

Um im Fall eines Falles nützliche Dienstprogramme griffbereit zu haben, sollte man rechtzeitig Vorsorge treffen.

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Auf der Jagd nach Ostereiern

Ostereier sind versteckte Funktionen in Softwareprogrammen. Sie haben eine lange Tradition und werden auf Websites wie eeggs.com getreulich dokumentiert. Heute sucht man sie indes leider meist vergeblich.

Ein Künstler signiert sein Werk – ob Maler, Autor oder Videokünstler, ein fertiges Werk muss die Handschrift des Urhebers tragen. Das ist eine Frage der Eitelkeit, aber nicht nur: Das Publikum hat seine Vorlieben und Abneigungen, und die sind am Namen des Künstlers festgemacht.

Softwareprodukte werden nicht signiert. Zwar existiert häufig der About-Befehl, der entsprechende Meta Informationen preisgibt. Dort stehen bei kommerziellen Produkten aber meist langfädige rechtliche Belehrungen drin – und wenn auch die Namen der Programmierer vorzufinden sind, dann sind sie so klein geschrieben, dass kaum jemand von ihnen Notiz nimmt.

Mit OpenOffice Calc «Space Invaders» spielen.

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Eine Welt aus lauter Seifenblasen

Die Foto-App Percolator verwandelt Fotos in bunte Mosaike – oder auch in Sternenfelder, eine Welt aus Seifenblasen oder in die Crema eines aromatischen Espresso.

Percolator ist in Deutsch eine Kaffeemaschine oder auch ein Durchlauferhitzer. Die App dieses Namens erhitzt Fotos, bis sie sich in kleine Dampfblasen auflösen. Passend wäre auch der Vergleich mit Seifenblasen. Doch wie man den Effekt auch immer nennen will – erstaunlich ist er auf jeden Fall.

Grind: Extra Fine (Average Circles & Effect: Auto Adjust), Brew: Treble (3/4 Pic & Darkest Blended Circles), Serve: Black (Clear Tone & Paper Cup Texture)
Ein Selbstportrait, bei dem das Originalbild noch leicht durchscheint.

Das Ausgangsbild, das aus dem Fotoarchiv oder direkt ab Kamera stammen kann, wird in farbige Kreise zerlegt. Das passiert aber nicht gleichmässig, sondern anhand der Strukturen des Motivs. Bei grösseren gleichmässigen Flächen passt die Software grosse Kreise ein. „Eine Welt aus lauter Seifenblasen“ weiterlesen

Starten oder nicht starten lassen!

Autoruns ist ein hervorragendes – aber nicht ganz ungefährliches Wartungs-Programm für Windows.

Mark Russinovich ist der Tausendsassa, der Windows aus dem ff kennt und unter der Marke Sysinternals hervorragende Hilfsprogramme entwickelt. Seit 2007 gehört das Unternehmen zu Microsoft, und Russinovichs Programme werden über Microsofts Technet-Website angeboten.

Wir haben an dieser Stelle vor einiger Zeit das sehr nützliche Programm ProcessExplorer vorgestellt. Autoruns ist ein weiteres Programm, das erfahrene Anwender bereithalten sollten. Es leistet bei der Systemwartung oder auch bei der manuellen Entfernung von Schadensprogrammen wertvolle Dienste. Als Wort der Warnung sei gesagt, dass man Windows auch komplett lahmlegen kann. Autoruns deaktiviert ohne Federlesens auch «existenzielle» Komponenten.

Die Pro-Version des Systemkonfigurationsprogramms

Autoruns arbeitet ähnlich wie das Systemkonfigurationsprogramm (msconfig), das Microsoft seit Windows 98 zur Verfügung stellt (in Windows 2000 fehlte es allerdings aus unerfindlichen Gründen). „Starten oder nicht starten lassen!“ weiterlesen

Nur ein Editor. Aber hübsch

Der Texteditor ist so altbacken, wie ein Windows-Programm nur sein kann. Nun führt Bend vor, dass ein Vertreter aus dieser Kategorie auch optisch etwas hermachen kann.

Der Windows-Editor, in Anlehnung an seinen englischen Namen auch Notepad genannt, wird nach wie vor intensiv genutzt, wie die Statistik von Wakoopa zeigt. Und das, obwohl Microsoft das Programm kaum weiterentwickelt hat und an längst vergangene Windows-3.0-Zeiten erinnert.

Dabei können Text-Editoren auch schick aussehen. Das führt Bend vor, der von einigen Microsoft-Angestellten entwickelt wird und auf Codeplex bereitgestellt wird (bend.codeplex.com). Codeplex ist Microsofts Plattform für Open-Source-Programme. „Nur ein Editor. Aber hübsch“ weiterlesen