Ein VPN ist unverzichtbar

Das Virtual Private Network (VPN) ist für mich in den letzten Monaten zum unverzichtbaren Hilfsmittel geworden. Früher habe ich es sporadisch verwendet – ursprünglich hauptsächlich für die Umgehung von Geosperren. Doch in den letzten Monaten habe ich weitere unverzichtbare Verwendungszwecke erkannt. Erstens kann man Internetprobleme umgehen.

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Hier herrscht des Abends erstaunlich viel Netzwerkverkehr.

Und auch wenn ich hoffe, dass ich aus Gründen zu Hause keine Internetprobleme mehr haben werde, hatte ich neulich bei meiner Arbeit für den Publisher Gelegenheit, das VPN nutzbringend einzusetzen. Da hatte nämlich die Firewall aus unerfindlichen Gründen sämtliche Dateien blockiert, die ich im Publisher-Downloadbereich platzieren wollte. Warum? Ich weiss es nicht. Vielleicht haben die Firewall und das CMS eine unheilige Allianz geschlossen, um mir das Leben schwer zu machen. Jedenfalls ist das genau die Sorte Problem, die man einerseits nicht brauchen kann und deren Lösung andererseits mutmasslich Stunden in Anspruch nimmt. Ich habe mich daher dafür entschieden, das Problem nicht zu lösen, sondern zu umgehen. VPN-Client herunterladen, einschalten und mit einem Schweizer Knoten verbinden, fertig.

Während unserer Ferien in Holland ist mir noch etwas anderes aufgegangen. „Ein VPN ist unverzichtbar“ weiterlesen

Virus verschwindibus


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Das im Titel ist übrigens der echte, Harry-Potter-approvte Zauberspruch. Er funktioniert jedoch nur, wenn man mit dem Zauberstab die richtige Schwenkbewegung ausführt und drei Jahre in Hogwarts war. Darum, für alle nicht im Besitz eines Zauberstab befindlichen Computernutzer ein Video, bei dem es vor allem um die Prävention geht. Denn wenn es einen mal erwischt hat, dann ist das Wegzaubern einer Schadsoftware schwierig bis unmöglich. Um sicher zu sein, dass wirklich alles weg ist, hilft eigentlich sowieso nur eines: Nämlich Festplatte formatieren und Datensicherung zurückspielen. (Bei Cryptotrojanern wie «WannaCry» – auch bekannt als der Lord Voldemort unter den Digitalschädlingen – macht das, nebenbei, auch die verschlüsselten Dateien wieder lesbar.)
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Datenklau ist an der Tagesordnung


Tipps zum Schutz der eigenen digitalen Identitäten. Falls das Video nicht erscheint, bitte hier klicken.

Ich habe neulich meine Mailadressen bei haveibeenpwned.com eingegeben und festgestellt, dass ich schon mehrfach pwned wurde. Einen wirklichen Schaden habe ich nicht davongetragen, was aber nicht heisst, dass das Problem zu vernachlässigen wäre. Ich erinnere gerne an den Fall von Mat Honan, der seinerzeit ausführlich darüber geschrieben hat, wie sein digitales und reales Leben aus den Angeln gehoben wurde.

Darum habe ich einmal die Massnahmen zusammengetragen, die ich zur Vorbeugung als sinnvoll erachte – plus die Erste Hilfe für den Notfall. Die grösste Empfehlung ist natürlich die Folgende: „Datenklau ist an der Tagesordnung“ weiterlesen

Briefpost versus Threema

Der geschriebene Brief schneidet nur mässig sicher ab. (Es sei denn, man schreibt extra sehr unleserlich.)

Die digitale Gesellschaft hat eine Übersicht veröffentlicht, in der die «Sicherheit und Nachhaltigkeit» von diversen Kommunikationsmitteln verglichen wird. Es stehen einander klassische Kommunikationsformen wie die Briefpost und das Festnetztelefon und moderne Kanäle wie Messenger, Mobiltelefon, SMS und Mail (verschlüsselt und unverschlüsselt) gegenüber.

Verglichen werden die Dienste in Kategorien wie: „Briefpost versus Threema“ weiterlesen

Windows den viralen Beelzebub austreiben


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Microsofts Betriebssystem ist noch immer der Liebling der Schadenssoftwareverbreiter: Viren, Würmer, trojanische Pferde und all der Kram werden weiterhin gerne auf Windows losgelassen. Sicherlich: Die Robustheit des Systems hat in den Jahren zugenommen und wird mit Windows 10 auch noch einmal besser. Aber so lange die Browser nur mit all diesen Plug-ins wie Flash, Java und PDF funktionieren, wird sich das leider so schnell nicht ändern.

Die Entfernung solcher Schadprogramme ist noch immer eine ziemlich diffizile Angelegenheit, wie ich aus diversen Mail-Konversationen weiss, die ich in letzter Zeit geführt habe. Ich bin zwar als Kummerbox-Betreuer beim Tagi offiziell nicht mehr im Dienst. Aber es gibt via Stadtfilter noch Anfragen. Und auch sonst ist meine E-Mail-Adresse durchaus im Umlauf… „Windows den viralen Beelzebub austreiben“ weiterlesen

Pfui PUA!

In Microsofts «Threat Research & Response Blog» ist neulich der Beitrag Shields up on potentially unwanted applications in your enterprise erschienen.

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Zwar ein Fehlalarm – aber trotzdem ein Zeichen dafür, dass die «potenziell unerwünschten Anwendungen» jetzt erkannt werden.

Er zeigt auf, wie man das in Windows 8 und 10 integrierte Antivirenprogramm dazu bringt, nicht nur Schadensprgrogramme zu erkennen, sondern seine Abwehr auch auf die PUA auszuweiten. PUA steht für eine Potentially Unwanted Application, also ein Programm, das man wahrscheinlich nicht auf seiner Festplatte haben möchte. Das «possibliy» deutet an, dass es durchaus Gründe geben kann, Programme aus dieser Kategorie einzusetzen – aber dass diese Gründe nur für Anwender mit speziellen Absichten zutreffen dürften: Also Nerds, Hacker, Computerwissenschaftler und -journalisten und ähnliche Spezies. Sophos zählt zu der Kategorie der PUA die Adware, Dialer, unschädliche Spyware, Werkzeuge zur PC-Fernsteuerung und Hacking-Tools.
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Naiv und blauäugig

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Solche Screens mussten wir den Zeitungslesern damals zumuten – weil man nur so die Sicherheit auf ein vernünftiges Mass erhöhen konnte, wenn man viele Microsoft-Technologien abgeschaltet und nur auf wenigen Sites zugelassen hat.

Wo ich es vorgestern von Scareware hatte:

Microsofts Browser ist wie ein kleines Kind, das von jedem Fremden Süssigkeiten entgegennimmt. Immer mehr Websites installieren über Hintertürchen ungefragt ihre Spione bei ahnungslosen Surfern, bespitzeln den Surfer und bieten auf eigene Faust Such- oder Startseiten an, die sich nicht löschen lassen. Spyware ist schwer im Kommen. Besonders dreist: Neuerdings werben die Spyware-Verbreiter auf ihren Zwangsstartseiten für Tools, mit denen sich angeblich Spyware beseitigen lässt. Es versteht sich von selbst, dass man von diesen die Finger lässt.

So heisst es im «Tipp der Woche» vom 5. Juli 2004 unter dem Titel «Spyware-Barriere für Explorer». Die Empfehlung damals: Die unsichere Java-Maschine des Internet Explorer durch diejenige von Sun (heute Oracle) zu ersetzen, ActiveX abzuschalten und die Sicherheitszonen bzw. -stufen in Microsofts Browser sinnvoll zu konfigurieren (in den Internetoptionen bei Sicherheit).
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Lässt sich dieser Quatsch nicht stoppen?

Neulich am iPhone…

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… tauchte auf irgend einer noch nicht mal allzu abartigen Website der oben links abgebildete Balken auf, der behauptete, irgend einen Scan auszuführen. Mein erster Impuls war, diesen Quatsch wegzumachen. Doch dann erwachte die Neugierde: Was würde dieser «Scan» wohl zutage fördern?

Wenig später zeigte sich: Dieser «Scan» hatte eine «Virenbedrohung» «entdeckt» und gab mir die «Empfehlung», das «Virus» jetzt zu «entfernen».

Wenn schon, denn schon, sagte ich mir, und tippte auf die Taste in Orange. „Lässt sich dieser Quatsch nicht stoppen?“ weiterlesen

Ein Fenster fliegt mir um die Ohren

In der Theorie sind Technik und Computer unsere Helfershelfer. In der Praxis führen sie uns oft an der Nase herum. Sie entwickeln ein Eigenleben, tun nicht das, was sie sollten, müssen gebändigt und gezähmt werden. Da fühlt man sich nicht wie der Herr seiner technischen Helfer, sondern als deren Sklave.

Windows hat diesbezüglich zu Recht einen schlechten Ruf. Das System tut oft nicht das, was es sollte. Oder, um genauer zu sein: Es tut nicht nur das, was es sollte. All die Crapware auf dem System führt sich auf, als ob ihr der Computer gehören würde. Das ist ein seit Jahren anhaltender Missstand, den Microsoft sträflich ignoriert.

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Der Yeti unter den Windows-Ärgernissen.

Mein Windows 8 ärgert mich seit längerem, indem es beim Start für den Bruchteil einer Sekunde ein Fenster anzeigt. Das flackert kurz auf und verschwindet wieder. So schnell, dass man keine Chance hat, den Fenstertitel zu lesen oder das Icon zu identifizieren. „Ein Fenster fliegt mir um die Ohren“ weiterlesen

Ein Schieberlein gegen Big Brother

In letzter Zeit treffen bei der Kummerbox noch mehr Fragen als sonst zu möglichen Spionagefällen ein. Viele Leute fürchten sich ein bisschen vor ihren eigenen Geräten: Hockt da eine Software drin, die mich aushorcht? Oder glotzt mir sogar jemand durch die eingebaute Kamera ins Gesicht?

Klappe zu, Hacker draussen
Ist das paranoid oder doch nicht komplett unbegründet? Genaues weiss niemand nicht. Mit manchen Leuten, die sich verfolgt fühlen, dürfte die Fantasie durchgegangen sein. Erst letzte Woche habe ich ein längeres Telefongespräch mit einer Dame geführt, die sich nicht mehr sicher vor ihren Nachbarn fühlt. Es kann gut sein, dass sie an sich harmlose Vorkommnisse falsch interpretiert und überbewertet. Aber vielleicht ist einer der Nachbarssöhne tatsächlich das technische Wunderkind, für das sie ihn hält – und ihr Computer entsprechend verwanzt.

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Offen…

Die grossflächige Schnüffelei ist real, daran gibt es leider keinen Zweifel. Die Angst vor gezielten Angriffen unter Nachbarn, Konkurrenten, Neidern oder Hassern scheint mir im Schnitt überzogen. „Ein Schieberlein gegen Big Brother“ weiterlesen