Das mit Iina ist mehr als nur ein Techtelmechtel

Iina ist eine aufgeräumte Mac-Wiedergabesoftware, die alle möglichen Formate abspielt, für Youtube benutzt werden kann und beim Funktionsumfang fast an VLC herankommt.

Ich bin ein grosser Fan von VLC. Das sieht man daran, dass ich dieser Medien-Wiedergabesoftware hier im Blog ein Schlüsselwort zugestanden habe: Diese Ehre wird nicht jeder popeligen Software zuteil.

Doch sosehr ich VLC schätze: Ich bin nicht mit dieser Software verheiratet und ihr nicht zur Treue verpflichtet. Ich lasse auch andere Programme an meine Multimediadateien. Am Mac polygamiere ich mit Iina.

Und ja, es ist nicht zu leugnen, dass diese Dreiecksbeziehung dem Umstand geschuldet ist, der VideoLAN Client inzwischen 25 Jahre alt ist. In Internetjahren bedeutet das, dass Methusalix im Vergleich wie ein Springinsfeld ausschaut. „Das mit Iina ist mehr als nur ein Techtelmechtel“ weiterlesen

Der Windows Media Player müffelt gewaltig

Der Windows Media Player: Dieses Programm nicht das, was man taufrisch nennen würde. Als Versionsnummer wird 12.0 angegeben. Die stammt von Windows 7 und damit aus dem Jahr 2009. Microsoft hat es tatsächlich geschafft, seinen Media Player ganze zehn Jahre lang nicht anzufassen. Eine beachtliche Leistung!

Diese massive Vernachlässigung hat sicherlich damit zu tun, dass Microsofts Multimedia-Ambitionen ins Nichts geführt haben. Der legendäre Zune-Player kam 2006 auf den Markt und verschwand wieder. Der dazugehörende Musikshop ist 2015 im Orkus verschwunden.

Zum Zune gab es auch eine hübsche Multimedia-Software, die ich sogar einmal vorgestellt habe. Die wäre ein hervorragender Ersatz für den Windows Media Player gewesen, der ursprünglich aus der Windows-95-Ära, und damit aus dem letzten Jahrtausend stammt. Er ist einfach nicht mehr zeitgemäss und nurmehr schwerlich auf Modern zu trimmen. Die Zune-Software dagegen hätte eine gute Ausgangslage geboten. Microsoft hätte sie auch umbenennen können, um das Publikum nicht an das unwürdige Scheitern des eigenen Musikplayers zu erinnern. Aber offenbar wollte man dieses Kapitel lieber gleich ganz unter den Teppich kehren.

Es bleibt dabei: Bei Windows gibt es standardmässig nur einen schäbigen, veralteten Musikplayer.

Einschub: Natürlich kenne ich die Apps Filme & TV und Groove Music. Die sind aber so eingeschränkt im Funktionsumfang, dass ich sie beim besten Willen nicht ernst nehmen kann. Nur ein Beispiel: „Der Windows Media Player müffelt gewaltig“ weiterlesen

Der kleinste gemeinsame Multimedia-Nenner

DLNA ist ein in die Jahre gekommener Standard, um Musik, Fotos und Videos auf den Fernseher zu bringen. Und so viele Mängel er auch hat – er funktioniert meistens.

DLNA gehört zu den Dingen, auf die man nicht unbedingt ein Loblied singen würde. Der Standard, 2003 von Sony und Intel erfunden, hat heute ordentlich Staub angesetzt. Er funktioniert umständlich und auch nicht extrem zuverlässig.

Wer nicht weiss, wovon die Rede ist: Die Digital Living Network Alliance hat es sich seinerzeit zum Ziel gesetzt, digitale Inhalte von einem Gerät aufs andere zu bringen.

Ein ergänzendes Stichwort dazu ist UPnP, Universal Plug and Play: Geräte können miteinander kommunizieren und Dateien austauschen. Das ist kein Streaming nach heutigen Massstäben, sondern vielmehr ein Dateitransfer. Und wenn wir schon bei der Kritik sind: Die Unterstützung moderner Dateiformate ist ziemlich lückenhaft.

Doch auch wenn DLNA einem kein Techno-Hochgefühl verschafft, habe ich mich trotdzem entschieden, den Standard in einem Patentrezept-Video vorzustellen. Denn was nützt einem die schönste technische Errungenschaft, wenn sie von den Geräten, die man zu Hause herumstehen hat, nicht unterstützt wird? Viele der Alternativen zu DLNA sind weniger verbreitet und stehen längst nicht in allen Konstellationen zur Verfügung.

Das liegt (wie häufig) daran, dass manche Hersteller ein proprietäres Süppchen kochen. „Der kleinste gemeinsame Multimedia-Nenner“ weiterlesen

Am Apple TV ist VLC nicht die beste Wahl

Infuse 5 ist mein Geheimtipp, um eigene Filme und Serien auf Apples Fernsehbox zu geniessen.

Um Filme vom Mac auf den Fernseher zu bringen, verwende ich Beamer (Filme beamen ohne viel Gedöhns). Klar, man könnte die auch mit iTunes synchronisieren, aber das ist einerseits umständlich und andererseits unterstützt iTunes manche Formate wie Matroska nicht, die man aus einleuchtenden Gründen benutzen möchte.

Und nein, die einleuchtenden Gründe beschränken sich nicht nur aufs «Geklaut aus dem Internet».

Mit VLC durch die (multimedialen) Datenbestände des Macbook navigieren.

Beamer bringt, das deutet schon der Name an, die Filme vom Macbook auf den Apple TV. Das hat einen Nachteil: Man muss die Wiedergabeliste am Mac einrichten. Und wenn die Wiedergabe abreisst, dann muss man sein Hinterteil vom Sofa hochheben und sie im Büro, wo der Mac steht, wieder in Gang bringen. Da fragt man sich, ob auch der umgekehrte Weg möglich wäre, bei dem man sich seine Inhalte mit einer Apple-TV-App vom Macbook holt.

Und natürlich gibt es diesen Weg. „Am Apple TV ist VLC nicht die beste Wahl“ weiterlesen

Zehn völlig lupenreine und coole Tricks für VLC

Trotz dem seltsamen Namen, dem mausgrauen Erscheinungsbild und den mitunter seltsamen Bedienungskonzepten hat sich Video LAN Client (kurz VLC) zur besten und beliebtesten Videoplayback-Software gemausert – weil sie einfach alles kann. Und mit einigen Tricks wird dieser Player noch besser.

Abgefahren (bzw. -geflogen): «Star Trek» in Ascii-Art!

Der VLC media Player kann seine universitäre Herkunft nicht verleugnen: Noch immer wirkt die Software schlicht bis langweilig. Sie kann alles, was anspruchsvolle Anwender verlangen, und noch viel mehr, ist aber umständlich zu bedienen. Und sie verfügt über eine Befehlszeilen-Steuerung, für die man eigentlich ein Informatikstudium brächte.
Trotzdem ist VLC inzwischen eines der populärsten Multimedia-Programme überhaupt. „Zehn völlig lupenreine und coole Tricks für VLC“ weiterlesen