Velofahren und Pascal verlernt man nicht

Neulich habe ich eine alte Leidenschaft wieder aufflammen lassen. Die Gründe, das zu erläutern, würden diesen Blogpost hier sprengen. Abgesehen davon habe ich sie bereits in diesem Blogpost in extenso erklärt. Die alte Leidenschaft ist das Programmieren in Pascal – übrigens nachträglich noch alles Gute an Niklaus Wirth zum 85. Geburtstag. Er hat Pascal erfunden und einen nicht unwesentlichen Anteil dazu beigetragen, dass ich Spass am Programmieren entwickelt habe.

Nun, man muss keine Professur in Informatik haben, um zu erkennen, dass die Bedeutung von Pascal in den letzten Jahren abgenommen hat. Wenn man sich heute entscheidet, die Karriere eines Code monkeys einzuschlagen, dann tut man gut daran, andere Sprachen zu lernen. Die Empfehlungen hier sind Java, Python, Javascript, C#, PHP und Perl. Und aus unerfindlichen Gründen C++, immer noch! Spannend fände ich auch Apples Programmiersprache Swift. Siehe dazu hier: Es gibt dümmere Freizeitbeschäftigungen

Doch ganz obsolet ist Pascal nicht. Erstens, weil Programmiersprachen langsam sterben. „Velofahren und Pascal verlernt man nicht“ weiterlesen

Im Web ist nichts für ewig

Nach meiner grossen Blog-Zügelaktion vom letzten Herbst steht nun eine ähnliche Aktion an. Wie hier auch schon zu lesen war, betreue ich die Site Dorfposcht.ch. Dort erscheint die Online-Variante der Dorfzeitung meiner ehemaligen Wohngemeinde Thalheim-Gütighausen. Im Juni 1997 hatte ich die grandiose Idee, Inhalte aus dem gedruckten Heft auch im Netz zu veröffentlichen. Seit bald 22 Jahren bin ich dort der Webmaster. Wobei das ein Feierabendjob ist. Denn es geht vor allem darum, die Inhalte aus der InDesign-Satzdatei ins Web zu überführen.

Nebenbei muss die Website alle paar Jubeljahre auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden. Angefangen hat alles als statische Site: Ich habe die Inhalte ursprünglich im Texteditor von Hand als HTML formatiert, dann in einem Webeditor (GoLive) aufbereitet. Seit 2007 kommt eine Art Flatfile-CMS namens Page Butler zum Einsatz – wobei Content Management System etwas hochgegriffen ist. Es hat kein Backend, sondern nur zwei, drei PHP-Dateien. Sie bauen die Navigation um die nackten HTML-Dateien herum. So hat man im Menü immer das Inhaltsverzeichnis der aktuellen Ausgabe und die aktuellen Links, ohne dass ein Frame-Gebastel oder die Aktualisierung aller HTML-Dateien notwendig wäre.

Page Butler, von mir selbst handgeklöppelt, hat sich bewährt. Doch natürlich ist das keine Lösung für die Ewigkeit. Erstens, weil im Web nichts ewig währt. Zweitens, weil PHP-Projekte offenbar immer mal wieder angefasst werden müssen. „Im Web ist nichts für ewig“ weiterlesen

Tummelwiese für Codespielkinder

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Ein Kalender, den man hier auch verändern kann – und dessen Code man sich auch für die eigene Homepage ausleihen könnte.

Codepen ist eine Website, auf der man mit HTML, CSS und Javascript spielen darf. Sie ist, wie Wikipedia behauptet, eine der grössten Communities für Webdesigner und -entwickler, die mit ihren Programmierfähigkeiten prahlen wollen.

Nun, ich gehöre nicht wirklich in diese Kategorie, aber ich spiele gerne mit Code. Man hat eine viergeteilte Ansicht. Oben sieht man je ein Kästchen mit dem HTML-, dem CSS und dem JavaScript-Code und darunter, auf voller Seitenbreite, das Resultat. (Man kann via Change View rechts oben die Ansicht auch ändern.) Der Programmcode ist bearbeitbar. Wenn man etwas ändert, sieht man das Resultat im Feld darunter sofort. Man kann sich somit an Anpassungen probieren oder, wenn man gerade schlechte Laune hat, herausfinden, wie viel oder wenig es braucht, um ein Projekt komplett zu vandalisieren.
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Programmieren fürs Auge

Processing ist eine Entwicklungsumgebung, mit der man grafische Anwendungen, Simulationen und Animationen entwickelt. Sie wurde am MIT als Open-Source-Projekt entwickelt und ist (wenn die Website denn mitspielt) unter Processing.org für Windows, Mac und Linux zu haben. Und für Android.

Wie bei Structure Synth, Context Free, Kandid, Chaoscope oder Pixel Bender entwickelt man mit einer (mehr oder weniger) einfachen Syntax seine Bilder und Animationen. Man programmiert seine Bilder gewissermassen, weswegen die Apps in den Bereich der algorithmischen Bilderzeugung.

Wie man sich die Syntax von Processing vorzustellen hat, wird im englischen Wikipedia-Artikel klar: Man kann einfach Linien ziehen, Farben für Hintergründe, etc. bestimmen und mit der Maus interagieren. Welches Potenzial in der App steckt, zeigt das im Screenshot abgebildete Beispiel eindrücklich: „Programmieren fürs Auge“ weiterlesen

Es gibt dümmere Freizeitbeschäftigungen

Falls das Video nicht erscheint, bitte hier klicken.

Dieses Blog hier ist überhaupt entstanden, weil ich die Programmiererei entdeckt habe. Daraus ist das Spiel Clickomania geworden – und weil die Website dann schon einmal da war, habe ich sie auch für meine (beinahe täglichen) Ergüsse genutzt. Man sieht: Die Welt wäre ärmer, hätte ich meine Freude am Programmieren unterdrückt.

Und vielleicht ist die Welt noch viel ärmer, weil du, liebe Leserin, lieber Leser, deine Neigung fürs Programmieren unterdrückst – und nicht gemerkt hast, dass man eine Riesenfreude daran haben kann. „Es gibt dümmere Freizeitbeschäftigungen“ weiterlesen

Gratis für Windows programmieren

Microsoft stellt Module seiner Entwicklungsumgebung kostenlos zur Verfügung. So lassen sich erste Schritte in der VisualBasic-, C++- oder C#-Programmierung unternehmen.

Seit 2004 stellt Microsoft abgespeckte Versionen seiner Entwickler-Software VisualStudio kostenlos zur Verfügung. Während sich mit der kostenpflichtigen Vollversion Programme in verschiedenen Sprachen entwickeln lassen, enthalten die Express-Varianten nur Werkzeuge für eine Sprache.

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Das klassische Hello-World-Programm, gratis mit Visual Basic Express entwickelt.

Microsoft peilt mit diesen Express-Versionen die «Nonprofessionals» an – Leute, die als Hobby oder aus Interesse mit der Softwareentwicklung beschäftigen, damit aber kein Geld verdienen möchten. Etwa 18 Millionen Hobbyisten gab es laut Schätzungen von Microsoft, als das Projekt gestartet wurde. Das sind rund dreimal so viele wie die 6 Millionen Männer und Frauen, die berufsmässig codieren.
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