Apple, das spassbefreite Unternehmen

OldOS ist eine App, die detailgetreu iOS 4 simuliert, das bald zwölf­jährige iPhone-Betriebs­system. Die zum Laufen zu bringen, ist knifflig – genau­so wie andere Nos­tal­gie­pro­jek­te, z.B. zur Wieder­bele­bung des iPods.

Ich verstehe Apple nicht. Da gibt es diesen Typen, Zane bzw. @zzanehip auf Twitter, der etwas gemacht hat, das ich gleichzeitig toll und fragwürdig finde. Er hat nämlich iOS 4 als iPhone-App nachgebaut.

Die App OldOS simuliert das Betriebssystem, das im Juni 2010 herausgekommen ist und auf dem iPhone 3G lief, später dann auch auf dem 3GS. Doch natürlich ist diese App nicht im Store zu finden. Wenn man sie verwenden möchte, muss man entweder so viel Glück haben, via Testflight an eine Test-Installation heranzukommen – die Kontingente sind aber, so weit ich sehen kann, restlos aufgebraucht. Es lohnt sich aber, Zane auf Twitter zu folgen, weil er ab und zu neue Links postet, auch von Leuten, die OldOS über einen eigenen Testflight-Account zur Verfügung stellen.

Zweite Möglichkeit: „Apple, das spassbefreite Unternehmen“ weiterlesen

So wird WordPress «gehackt»

In Word­press sind in­divi­duel­le Meta­da­ten (custom fields) eine mächtige Waffe, wenn es darum geht, Zu­satz­in­for­matio­nen anzu­zei­gen und eine Web­site mit krea­tiven Fea­tures aus­zu­statten.

Was tun mit einer Access-Datenbank, wenn man die dort gespeicherten Informationen nicht nur an seinem Windows-PC, sondern auch am Smartphone und überall zur Verfügung haben möchte? In meinem Projekt 2020 habe ich einige Ideen durchexerziert und bin schliesslich bei WordPress gelandet.

In meinem Fall geht es um die Datenbank mit meinen Artikeln, die ich seit ungefähr 1992 führe. Ich habe sie in eine WordPress-Installation überführt, in der meine gesammelten Artikel stecken und die via archiv.matthiasschuessler.ch abrufbar ist. Hier beschreibe ich, wie ich die Datenübernahme von Access nach WordPress durchgeführt habe und hier geht es darum, wie man die Suche verbessert, sodass ich bei der Abfrage meine Artikel nach Medium und zeitlich eingrenzen kann.

So weit, so gut. Eine Sache war bis jetzt jedoch unbefriedigend. „So wird WordPress «gehackt»“ weiterlesen

Wie man Aufgaben im Web automatisiert

Ob man nun Informationen aus dem Web abgreifen möchte («scraping») oder automatisiert mit Twitter, Facebook, Linkedin, Youtube oder einer beliebigen anderen Site interagieren will – mit Browserflow erledigt man solche Aufgaben effizient und nervenschonend.

Als Erstes bedanke ich mich bei Markus Ritzmann: Er hat mich mit diesem Tweet hier auf die Idee gebracht, Browserflow vorzustellen.

Browserflow ist eine Browser-Erweiterung, die es zu meinem Leidwesen bislang nur für Google Chrome gibt, die aber so spannende Dinge tut, dass ich gewillt bin, meinem Lieblingsbrowser Firefox zumindest für spezifische Zwecke den Rücken zu kehren.

Die Erweiterung ist dazu da, Interaktionen mit Websites zu automatisieren. Was das konkret bedeutet, sieht man in der Gallery: Dort gibt es für einige grosse Sites vorgefertigte Abläufe: „Wie man Aufgaben im Web automatisiert“ weiterlesen

Das grande Finale mit einem monetären Schönheitsfehler

Ein ausführlicher Tipp von PHP Runner: Wie man mit ein paar Klicks eine schicke Web-Anwendung bastelt.

Microsoft Access war seinerzeit – also 1990 – eine wirklich praktische Software. Selbst ein Noob hat im Selbststudium herausgefunden, wie man eine schöne relationale Datenbank aufsetzt und sie mit Eingabemasken und Auswertungs-Reports versieht. Ich habe damals eine Datenbank für meine Artikel aufgebaut, die ich noch heute in Betrieb habe. Das Projekt hat dreissig Jahre überdauert – und das muss man würdigen.

Doch nun entspricht es nicht mehr den Gepflogenheiten. Ich arbeite längst nicht mehr nur mit meinem Windows-PC, sondern auch mit Mac, mobilen Geräten und Smartphone. Und überhaupt: MDB ist ein proprietäres Format und MS Access ein Silo. Mit den Informationen, die dort drinstecken, kann man nicht so viel anfangen, wie man sicherlich möchte.

Ich bin darum auf die Idee verfallen, die Datenbank ins Web zu bringen. Den ersten Schritt habe ich im Beitrag Ein Zwischenziel ist erreicht! dokumentiert: Dort erkläre ich, wie ich die MDB-Datei in MySQL konvertiert und in meinen Webserver importiert habe. Ich hatte mit einem beträchtlichen Aufwand gerechnet, wurde aber überrascht: Ungefähr nach einer Stunde war alles erledigt.

Doch eben: Eine MySQL-Datenbank auf dem Webserver ist noch nicht sonderlich praktisch. Man kann zwar über phpMyAdmin darauf zugreifen, Daten abfragen und ändern. Doch dieses Werkzeug ist für die Administration, nicht für die tägliche Nutzung gedacht. Für den Alltag möchte man eine schöne, komfortable Weboberfläche haben, über die man suchen, Daten verwendet und ändert.

Selbst in PHP programmieren?

Und an dieser Stelle wird es knifflig: „Das grande Finale mit einem monetären Schönheitsfehler“ weiterlesen

So landet der Liebhaber automatisch rechtzeitig vor der Tür

Die Kurzbefehle-App kann auch für Automatisierungen verwendet werden, die bei bestimmten Gelegenheiten ohne Zutun des Nutzers ausgeführt werden.

Neulich ging es hier im Blog um die Möglichkeit, mittels NFC-Klebern Aktionen am Smartphone auszulösen. Ich habe eine App vorgestellt, mit der man die NFC-Chips am iPhone programmiert. Beim Newsnetz habe ich das Thema in einem Patentrezept-Video aufgegriffen. Daraufhin hat mich ein Kommentator mich auf die Möglichkeit aufmerksam gemacht, die Tags direkt mit iOS zu beschreiben.

Diese Funktion ist gut versteckt – und hat einiges an Potenzial, sowohl für Spielereien als auch für echte Verbesserungen. Man findet sie in der Kurzbefehle-App, wenn man unten in der Menüleiste Automation tippt.

Es gibt zwei Möglichkeiten: Automationen für das iPhone oder iPad und solche für das Smart-Home.

Es gibt zwei Rubriken, nämlich Persönliche Automation erstellen: Die Aktion wird auf dem iPhone oder iPad ausgeführt. Es gibt auch die Variante Automation für das Zuhause erstellen. Mit der führt man Aktionen im smarten Heim aus. Zum Beispiel: Wenn jemand nach Hause kommt, schalte das Licht ein.

Aber zurück zu der persönlichen Automation: Man kann mit der nicht nur NFC-Chips beschreiben, sondern auch Kurzbefehle zu bestimmten Tageszeiten ausführen oder vom Wecker auslösen lassen und mit Orten verbinden. „So landet der Liebhaber automatisch rechtzeitig vor der Tür“ weiterlesen

Ihr habt mich bekehrt

Auf Anraten der Leserschaft teste ich heute Visual Studio Code von Microsoft. Und ich stimme zu: Mit diesem Code- und Text-Editor lässt es sich arbeiten.

Ich habe neulich zweimal über Editoren geschrieben: Über Sublime Text und dann über Notepad++, mit speziellem Augenmerk auf Markdown. Beide Male haben mir insgesamt mindestens fünf LeserInnen geschrieben, ich solle mir doch Visual Studio Code (VSC) ansehen (hier etwa die Empfehlung von Manuel). Dieser Editor stammt von Microsoft, ist quelloffen und nicht nur für Windows, sondern auch für Mac und Linux zu haben.

Löst Microsoft meine Probleme?

Da kann ich natürlich gar nicht anders, als diese Empfehlung aufzugreifen. Erstens ist es per se bemerkenswert, wenn sich Microsoft für Open-Source und Linux einsetzt. (Für mich wirkt es noch immer kontraintuitiv, ein solches Programm vor der Nase zu haben – auch wenn ich natürlich weiss, dass Microsofts Engangement inzwischen Jahre zurückreicht. Schon vor zehn Jahren war es Thema in Digitalk 84. Und hier habe ich die Linux-Möglichkeiten in Windows vorgestellt.)

Zweitens wäre das Programm eine interessante Wahl, weil es für alle wichtigen Plattformen zur Verfügung steht – und obendrein einen ansprechenden Eindruck erweckt. Stellt sich also die Frage: Löst Microsoft alle meine Probleme? „Ihr habt mich bekehrt“ weiterlesen

Sublime Text: Viele Stärke und eine unverzeihliche Schwäche

Die Frage nach dem besten Textseditor für den Mac ist nach wie vor unbeantwortet. Sublime Text bringt mich der Antwort ein grosses Stück näher, ist für meine Zwecke aber nicht der Weisheit letzter Schluss.

Wenn man Mac OS 10.15 alias Catalina installiert, müssen die Programme mit 32-bit-Architektur über die Klippe springen. Auf meinem Macbook hat es einige altgediente Programme erwischt, die ich jetzt ersetzen muss – was immerhin einige Beiträge hier im Blog abwirft.

Eines der auf der Strecke gebliebenen Programme ist Text Wrangler. Das ist der Texteditor, den ich auf dem Mac seit Jahren benutze. Ich schätze ihn, weil er mit Apple Script kooperiert und deswegen gut für Automatisierungsaufgaben geeignet ist. Im Beitrag  Wegen Dingen wie AppleScript habe ich Apple noch nicht abgeschrieben habe ich ein solches Projekt beschrieben: Ich exportiere die Textelemente aus meinen Final-Cut-Projekten, damit sie im Korrektorat gegengelesen werden können.

BBEdit ist in meiner Welt nicht mehr der letzte Schrei

Wenn man nach einer 64-bit-Variante sucht, dann wird einem vom Hersteller beschieden, es gebe das Programm nicht mehr. Man solle stattdessen auf BBEdit umsteigen. Was ich nicht getan habe. Mir gefällt die Optik nicht sonderlich gut und mir ist der Preis von 50 US-Dollar zu hoch.

Darum benötige ich eine Alternative. Am liebsten wäre mir, es gäbe Notepad++ für den Mac. Doch dieser Wunsch wurde bislang nicht erhört. Darum ist an dieser Stelle der Moment gekommen, Sublime Text anzusehen. Das ist einer der populärsten Editoren überhaupt. Und den gibt es für Windows und Mac. „Sublime Text: Viele Stärke und eine unverzeihliche Schwäche“ weiterlesen

Velofahren und Pascal verlernt man nicht

Früher war Delphi das Nonplusultra, um Programme in Pascal zu entwickeln. Heute ist diese Entwicklungsumgebung passé – aber mit Lazarus gibt es einen tollen, freien Ersatz.

Neulich habe ich eine alte Leidenschaft wieder aufflammen lassen. Die Gründe, das zu erläutern, würden diesen Blogpost hier sprengen. Abgesehen davon habe ich sie bereits in diesem Blogpost in extenso erklärt. Die alte Leidenschaft ist das Programmieren in Pascal – übrigens nachträglich noch alles Gute an Niklaus Wirth zum 85. Geburtstag. Er hat Pascal erfunden und einen nicht unwesentlichen Anteil dazu beigetragen, dass ich Spass am Programmieren entwickelt habe.

Nun, man muss keine Professur in Informatik haben, um zu erkennen, dass die Bedeutung von Pascal in den letzten Jahren abgenommen hat. Wenn man sich heute entscheidet, die Karriere eines Code monkeys einzuschlagen, dann tut man gut daran, andere Sprachen zu lernen. Die Empfehlungen hier sind Java, Python, Javascript, C#, PHP und Perl. Und aus unerfindlichen Gründen C++, immer noch! Spannend fände ich auch Apples Programmiersprache Swift. Siehe dazu hier: Es gibt dümmere Freizeitbeschäftigungen

Doch ganz obsolet ist Pascal nicht. Erstens, weil Programmiersprachen langsam sterben. „Velofahren und Pascal verlernt man nicht“ weiterlesen

Im Web ist nichts für ewig

Ein ambitioniertes Projekt: Eine grosse, mehr als zwanzig Jahre alte Website mit Hunderten von Beiträgen nach Wordpress migrieren: Wie das geklappt hat.

Nach meiner grossen Blog-Zügelaktion vom letzten Herbst steht nun eine ähnliche Aktion an. Wie hier auch schon zu lesen war, betreue ich die Site Dorfposcht.ch. Dort erscheint die Online-Variante der Dorfzeitung meiner ehemaligen Wohngemeinde Thalheim-Gütighausen. Im Juni 1997 hatte ich die grandiose Idee, Inhalte aus dem gedruckten Heft auch im Netz zu veröffentlichen. Seit bald 22 Jahren bin ich dort der Webmaster. Wobei das ein Feierabendjob ist. Denn es geht vor allem darum, die Inhalte aus der InDesign-Satzdatei ins Web zu überführen.

Nebenbei muss die Website alle paar Jubeljahre auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden. Angefangen hat alles als statische Site: Ich habe die Inhalte ursprünglich im Texteditor von Hand als HTML formatiert, dann in einem Webeditor (GoLive) aufbereitet. Seit 2007 kommt eine Art Flatfile-CMS namens Page Butler zum Einsatz – wobei Content Management System etwas hochgegriffen ist. Es hat kein Backend, sondern nur zwei, drei PHP-Dateien. Sie bauen die Navigation um die nackten HTML-Dateien herum. So hat man im Menü immer das Inhaltsverzeichnis der aktuellen Ausgabe und die aktuellen Links, ohne dass ein Frame-Gebastel oder die Aktualisierung aller HTML-Dateien notwendig wäre.

Der handgeklöppelte Charme hält nicht ewig…

Page Butler, von mir selbst handgeklöppelt, hat sich bewährt. Doch natürlich ist das keine Lösung für die Ewigkeit. Erstens, weil im Web nichts ewig währt. Zweitens, weil PHP-Projekte offenbar immer mal wieder angefasst werden müssen. „Im Web ist nichts für ewig“ weiterlesen

Tummelwiese für Codespielkinder

Auf Codepen stellt man mit kleinen Projekten in HTML, CSS oder Javascript seine Programmierkünste unter Beweis.

Ein Kalender, den man hier auch verändern kann – und dessen Code man sich auch für die eigene Homepage ausleihen könnte.

Codepen ist eine Website, auf der man mit HTML, CSS und Javascript spielen darf. Sie ist, wie Wikipedia behauptet, eine der grössten Communities für Webdesigner und -entwickler, die mit ihren Programmierfähigkeiten prahlen wollen.

Nun, ich gehöre nicht wirklich in diese Kategorie, aber ich spiele gerne mit Code. Man hat eine viergeteilte Ansicht. Oben sieht man je ein Kästchen mit dem HTML-, dem CSS und dem JavaScript-Code und darunter, auf voller Seitenbreite, das Resultat. (Man kann via Change View rechts oben die Ansicht auch ändern.)

Man kann auch sein Mütchen kühlen

Der Programmcode ist bearbeitbar. Wenn man etwas ändert, sieht man das Resultat im Feld darunter sofort. Man kann sich somit an Anpassungen probieren oder, wenn man gerade schlechte Laune hat, herausfinden, wie viel oder wenig es braucht, um ein Projekt komplett zu vandalisieren.
„Tummelwiese für Codespielkinder“ weiterlesen