So landet der Liebhaber automatisch rechtzeitig vor der Tür

Neulich ging es hier im Blog um die Möglichkeit, mittels NFC-Klebern Aktionen am Smartphone auszulösen. Ich habe eine App vorgestellt, mit der man die NFC-Chips am iPhone programmiert. Beim Newsnetz habe ich das Thema in einem Patentrezept-Video aufgegriffen. Daraufhin hat mich ein Kommentator mich auf die Möglichkeit aufmerksam gemacht, die Tags direkt mit iOS zu beschreiben.

Diese Funktion ist gut versteckt – und hat einiges an Potenzial, sowohl für Spielereien als auch für echte Verbesserungen. Man findet sie in der Kurzbefehle-App, wenn man unten in der Menüleiste Automation tippt.

Es gibt zwei Möglichkeiten: Automationen für das iPhone oder iPad und solche für das Smart-Home.

Es gibt zwei Rubriken, nämlich Persönliche Automation erstellen: Die Aktion wird auf dem iPhone oder iPad ausgeführt. Es gibt auch die Variante Automation für das Zuhause erstellen. Mit der führt man Aktionen im smarten Heim aus. Zum Beispiel: Wenn jemand nach Hause kommt, schalte das Licht ein.

Aber zurück zu der persönlichen Automation: Man kann mit der nicht nur NFC-Chips beschreiben, sondern auch Kurzbefehle zu bestimmten Tageszeiten ausführen oder vom Wecker auslösen lassen und mit Orten verbinden. „So landet der Liebhaber automatisch rechtzeitig vor der Tür“ weiterlesen

Ihr habt mich bekehrt

Ich habe neulich zweimal über Editoren geschrieben: Über Sublime Text und dann über Notepad++, mit speziellem Augenmerk auf Markdown. Beide Male haben mir insgesamt mindestens fünf LeserInnen geschrieben, ich solle mir doch Visual Studio Code (VSC) ansehen (hier etwa die Empfehlung von Manuel). Dieser Editor stammt von Microsoft, ist quelloffen und nicht nur für Windows, sondern auch für Mac und Linux zu haben.

Da kann ich natürlich gar nicht anders, als diese Empfehlung aufzugreifen. Erstens ist es per se bemerkenswert, wenn sich Microsoft für Open-Source und Linux einsetzt. (Für mich wirkt es noch immer kontraintuitiv, ein solches Programm vor der Nase zu haben – auch wenn ich natürlich weiss, dass Microsofts Engangement inzwischen Jahre zurückreicht. Schon vor zehn Jahren war es Thema in Digitalk 84. Und hier habe ich die Linux-Möglichkeiten in Windows vorgestellt.)

Zweitens wäre das Programm eine interessante Wahl, weil es für alle wichtigen Plattformen zur Verfügung steht – und obendrein einen ansprechenden Eindruck erweckt. Stellt sich also die Frage: Löst Microsoft alle meine Probleme? „Ihr habt mich bekehrt“ weiterlesen

Sublime Text: Viele Stärke und eine unverzeihliche Schwäche

Wenn man Mac OS 10.15 alias Catalina installiert, müssen die Programme mit 32-bit-Architektur über die Klippe springen. Auf meinem Macbook hat es einige altgediente Programme erwischt, die ich jetzt ersetzen muss – was immerhin einige Beiträge hier im Blog abwirft.

Eines der auf der Strecke gebliebenen Programme ist Text Wrangler. Das ist der Texteditor, den ich auf dem Mac seit Jahren benutze. Ich schätze ihn, weil er mit Apple Script kooperiert und deswegen gut für Automatisierungsaufgaben geeignet ist. Im Beitrag  Wegen Dingen wie AppleScript habe ich Apple noch nicht abgeschrieben habe ich ein solches Projekt beschrieben: Ich exportiere die Textelemente aus meinen Final-Cut-Projekten, damit sie im Korrektorat gegengelesen werden können.

Wenn man nach einer 64-bit-Variante sucht, dann wird einem vom Hersteller beschieden, es gebe das Programm nicht mehr. Man solle stattdessen auf BBEdit umsteigen. Was ich nicht getan habe. Mir gefällt die Optik nicht sonderlich gut und mir ist der Preis von 50 US-Dollar zu hoch.

Darum benötige ich eine Alternative. Am liebsten wäre mir, es gäbe Notepad++ für den Mac. Doch dieser Wunsch wurde bislang nicht erhört. Darum ist an dieser Stelle der Moment gekommen, Sublime Text anzusehen. Das ist einer der populärsten Editoren überhaupt. Und den gibt es für Windows und Mac. „Sublime Text: Viele Stärke und eine unverzeihliche Schwäche“ weiterlesen

Velofahren und Pascal verlernt man nicht

Neulich habe ich eine alte Leidenschaft wieder aufflammen lassen. Die Gründe, das zu erläutern, würden diesen Blogpost hier sprengen. Abgesehen davon habe ich sie bereits in diesem Blogpost in extenso erklärt. Die alte Leidenschaft ist das Programmieren in Pascal – übrigens nachträglich noch alles Gute an Niklaus Wirth zum 85. Geburtstag. Er hat Pascal erfunden und einen nicht unwesentlichen Anteil dazu beigetragen, dass ich Spass am Programmieren entwickelt habe.

Nun, man muss keine Professur in Informatik haben, um zu erkennen, dass die Bedeutung von Pascal in den letzten Jahren abgenommen hat. Wenn man sich heute entscheidet, die Karriere eines Code monkeys einzuschlagen, dann tut man gut daran, andere Sprachen zu lernen. Die Empfehlungen hier sind Java, Python, Javascript, C#, PHP und Perl. Und aus unerfindlichen Gründen C++, immer noch! Spannend fände ich auch Apples Programmiersprache Swift. Siehe dazu hier: Es gibt dümmere Freizeitbeschäftigungen

Doch ganz obsolet ist Pascal nicht. Erstens, weil Programmiersprachen langsam sterben. „Velofahren und Pascal verlernt man nicht“ weiterlesen

Im Web ist nichts für ewig

Nach meiner grossen Blog-Zügelaktion vom letzten Herbst steht nun eine ähnliche Aktion an. Wie hier auch schon zu lesen war, betreue ich die Site Dorfposcht.ch. Dort erscheint die Online-Variante der Dorfzeitung meiner ehemaligen Wohngemeinde Thalheim-Gütighausen. Im Juni 1997 hatte ich die grandiose Idee, Inhalte aus dem gedruckten Heft auch im Netz zu veröffentlichen. Seit bald 22 Jahren bin ich dort der Webmaster. Wobei das ein Feierabendjob ist. Denn es geht vor allem darum, die Inhalte aus der InDesign-Satzdatei ins Web zu überführen.

Nebenbei muss die Website alle paar Jubeljahre auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden. Angefangen hat alles als statische Site: Ich habe die Inhalte ursprünglich im Texteditor von Hand als HTML formatiert, dann in einem Webeditor (GoLive) aufbereitet. Seit 2007 kommt eine Art Flatfile-CMS namens Page Butler zum Einsatz – wobei Content Management System etwas hochgegriffen ist. Es hat kein Backend, sondern nur zwei, drei PHP-Dateien. Sie bauen die Navigation um die nackten HTML-Dateien herum. So hat man im Menü immer das Inhaltsverzeichnis der aktuellen Ausgabe und die aktuellen Links, ohne dass ein Frame-Gebastel oder die Aktualisierung aller HTML-Dateien notwendig wäre.

Page Butler, von mir selbst handgeklöppelt, hat sich bewährt. Doch natürlich ist das keine Lösung für die Ewigkeit. Erstens, weil im Web nichts ewig währt. Zweitens, weil PHP-Projekte offenbar immer mal wieder angefasst werden müssen. „Im Web ist nichts für ewig“ weiterlesen

Tummelwiese für Codespielkinder

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Ein Kalender, den man hier auch verändern kann – und dessen Code man sich auch für die eigene Homepage ausleihen könnte.

Codepen ist eine Website, auf der man mit HTML, CSS und Javascript spielen darf. Sie ist, wie Wikipedia behauptet, eine der grössten Communities für Webdesigner und -entwickler, die mit ihren Programmierfähigkeiten prahlen wollen.

Nun, ich gehöre nicht wirklich in diese Kategorie, aber ich spiele gerne mit Code. Man hat eine viergeteilte Ansicht. Oben sieht man je ein Kästchen mit dem HTML-, dem CSS und dem JavaScript-Code und darunter, auf voller Seitenbreite, das Resultat. (Man kann via Change View rechts oben die Ansicht auch ändern.) Der Programmcode ist bearbeitbar. Wenn man etwas ändert, sieht man das Resultat im Feld darunter sofort. Man kann sich somit an Anpassungen probieren oder, wenn man gerade schlechte Laune hat, herausfinden, wie viel oder wenig es braucht, um ein Projekt komplett zu vandalisieren.
„Tummelwiese für Codespielkinder“ weiterlesen

Programmieren fürs Auge

Processing ist eine Entwicklungsumgebung, mit der man grafische Anwendungen, Simulationen und Animationen entwickelt. Sie wurde am MIT als Open-Source-Projekt entwickelt und ist (wenn die Website denn mitspielt) unter Processing.org für Windows, Mac und Linux zu haben. Und für Android.

Wie bei Structure Synth, Context Free, Kandid, Chaoscope oder Pixel Bender entwickelt man mit einer (mehr oder weniger) einfachen Syntax seine Bilder und Animationen. Man programmiert seine Bilder gewissermassen, weswegen die Apps in den Bereich der algorithmischen Bilderzeugung.

Wie man sich die Syntax von Processing vorzustellen hat, wird im englischen Wikipedia-Artikel klar: Man kann einfach Linien ziehen, Farben für Hintergründe, etc. bestimmen und mit der Maus interagieren. Welches Potenzial in der App steckt, zeigt das im Screenshot abgebildete Beispiel eindrücklich: „Programmieren fürs Auge“ weiterlesen

Es gibt dümmere Freizeitbeschäftigungen

Falls das Video nicht erscheint, bitte hier klicken.

Dieses Blog hier ist überhaupt entstanden, weil ich die Programmiererei entdeckt habe. Daraus ist das Spiel Clickomania geworden – und weil die Website dann schon einmal da war, habe ich sie auch für meine (beinahe täglichen) Ergüsse genutzt. Man sieht: Die Welt wäre ärmer, hätte ich meine Freude am Programmieren unterdrückt.

Und vielleicht ist die Welt noch viel ärmer, weil du, liebe Leserin, lieber Leser, deine Neigung fürs Programmieren unterdrückst – und nicht gemerkt hast, dass man eine Riesenfreude daran haben kann. „Es gibt dümmere Freizeitbeschäftigungen“ weiterlesen

Gratis für Windows programmieren

Microsoft stellt Module seiner Entwicklungsumgebung kostenlos zur Verfügung. So lassen sich erste Schritte in der VisualBasic-, C++- oder C#-Programmierung unternehmen.

Seit 2004 stellt Microsoft abgespeckte Versionen seiner Entwickler-Software VisualStudio kostenlos zur Verfügung. Während sich mit der kostenpflichtigen Vollversion Programme in verschiedenen Sprachen entwickeln lassen, enthalten die Express-Varianten nur Werkzeuge für eine Sprache.

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Das klassische Hello-World-Programm, gratis mit Visual Basic Express entwickelt.

Microsoft peilt mit diesen Express-Versionen die «Nonprofessionals» an – Leute, die als Hobby oder aus Interesse mit der Softwareentwicklung beschäftigen, damit aber kein Geld verdienen möchten. Etwa 18 Millionen Hobbyisten gab es laut Schätzungen von Microsoft, als das Projekt gestartet wurde. Das sind rund dreimal so viele wie die 6 Millionen Männer und Frauen, die berufsmässig codieren.
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