Wikipedia am Puls der Zeit

Beim PC-Tipp bin ich heute über einen Artikel zum Wikipedia Live Monitor gestolpert. Das ist ein Projekt von Thomas Steiner von Google Hamburg. Die Idee ist, anhand der Aktivitäten bei Wikipedia Rückschlüsse auf die Geschehnisse in der Welt zu ziehen. Die Erfahrung zeigt, dass grosse Ereignisse innert Stunden ihren Niederschlag im freien Lexikon finden. Das heisst, dass man umgekehrt wichtige Ereignisse per Algorithmus identifizieren kann, indem man die Artikel identifiziert, die bei Wikipedia gerade unter Bearbeitung sind.

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Die Auswirkungen bei Wikipedia…

Das klingt überzeugend – und nach einer spannenden Methode, mit der man aus der Flut der vielen belanglosen News die herauszufiltern, die von globaler Bedeutung sind. Eine Gegenprüfung erfolgt anhand von Tweets, Facebook-Einträgen und Google-Plus-Postings. „Wikipedia am Puls der Zeit“ weiterlesen

In medias Wikipedia

Das Lexikon aller Lexika ist aus dem Leben des Homo Interneticus nicht mehr wegzudenken. Mit ein paar Tricks und Kniffen lässt sich diese unerschöpfliche Informationsquelle noch besser erschliessen.

Klar, Wikipedia ist nicht perfekt – die «Löschtrolle» machen vielen Autoren und auch den Nutzern das Leben schwer. Es gibt Fehlinformationen, Marketinggeschwafel und Propaganda im freien Lexikon. Und manche Artikel sind so umfangreich und ausführlich, dass man als Nichtexperte gar nicht mehr durchblickt. Trotzdem: Wikipedia ist etwas vom Besten, was das Internet hervorgebracht hat.

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Links: Die nützlichste Funktion der offiziellen Wikipedia-App (siehe unten) ist die Artikel-Verortung in der Kartenansicht.
Rechts: Minipedia speichert einen Auszug aus Wikipedia auf dem iOS-Gerät und zeigt Artikel daraus auch ohne Internetverbindung an.

Mit ein paar Tricks lässt sich Wikipedia noch einfacher benutzen:

Browser-Erweiterungen erleichtern den Zugang zu Wikipedia. Simpel und einfach funktioniert Right-Click Search Wikipedia für Googles Chrome-Browser: „In medias Wikipedia“ weiterlesen

Das massgeschneiderte Wikipedia-Buch

Eine neue Funktion namens Book Creator erlaubt es, Beiträge aus dem Online-Lexikon zu individuellen Sammlungen zu aggregieren, als Buch zu drucken oder als E-Book zu speichern.

Wikipedia ist unglaublich detailliert, unschlagbar ausführlich und eine so wertvolle Wissensquelle, dass das Online-Lexikon jetzt sogar Weltkulturerbe werden soll.

Eine Aufgabe erfüllt Wikipedia aber nicht besonders gut. Nämlich die, das lustvolle Schmöckern zu fördern. Gedruckte Lexika laden zu Erkundungstouren ein: Man schlägt eine Seite auf, greift sich einen Artikel heraus und liest sich in die Themen ein, die einem der Zufall zuspielt.

Mit dem Online-Lexikon funktioniert das nicht gar so gut. Es gibt in der Navigation zwar den zufälligen Artikel. Aber das hilft nicht gegen die Abneigung vieler Computernutzer, sich am Bildschirm in längere Texte zu vertiefen.

Und da kommt eine Funktion ins Spiel, die es seit letzter Woche für die englische Sprachversion des Lexikons gibt. Sie heisst Book Creator und wird hier aktiviert. Update: Die Funktion gibt es jetzt auch für die deutsche Wikipedia. Hier finden sich die Informationen dazu.

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Über das Banner am oberen Ende der Seite fügt man Artikel zu seinem Buch hinzu.
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