En Guete!

Die Ernährung hält Verschwörungstheoretiker auf Trab und lässt die Esoteriker nicht in Ruhe. Ob Weedgrass, Codex Alimentarius, Halleluja-Diät oder Essen wie die Neandertaler – kaum eine Idee, die zu ausgefallen wäre, um nicht vollen Ernstes propagiert und praktiziert zu werden. Aus dem Morgomat vom 29. Dezember 2011.

Einfachheit ist der Schlüssel zum Erfolg

Tops und Flops 2011, Teil drei. – Ein Webdienst ist dann erfolgreich, wenn er auf dem simpelsten denkbaren Weg ein echtes Bedürfnis löst und Spass bereitet. Das ist Dropbox oder Instagram gelungen – Google zementiert mit undurchsichtigen Bedienkonzepten sein Technokraten-Image.

Die Top-Besetzung bei den Internet-Diensten war dieses Jahr schnell gefunden – das waren die Dienste, ohne die die Jury nicht mehr leben könnte. Die Flops sind im Fall von Google Plus ebenfalls offensichtlich – und im Fall von Flickr ein Zeichen des Unmuts, wie Yahoo sein Paradepferd vor die Hunde gehen lässt… (Um in einer Metapher gleich zwei Tiere zu bemühen.)

Webdienst Top 1: Dropbox
Wie wichtig ein Webdienst ist, merkt man daran, wenn er für einige Stunden offline ist. Bei manchen Diensten kann man das verschmerzen, oder man merkt es noch nicht einmal. Bei anderen gerät das digitale Leben fast zum Stillstand – und die Nerven liegen blank. Dropbox ist so ein Dienst, der für viele Anwender überlebenswichtig ist. Er tauscht mit maximaler Einfachheit Daten zwischen Rechnern, iOS-Geräten und mit Android-Telefonen aus. „Einfachheit ist der Schlüssel zum Erfolg“ weiterlesen

Musik, E-Books und New Media punkten

Tops und Flops 2011, Teil zwei. – Musik gibt es im Überfluss. Auch das Angebot an digitalen Büchern ist gewachsen, und die Podcast-Produktion ist zu einem einträglichen Geschäft geworden. Enttäuschend gefährdeten sich 2011 die Heimelektronik und die «alten» Medien.

Die Top-und-Flop-Jury, bestehend aus den beiden Daily-Digital-Autoren, hatte es sich schnell auf den Sieger in der Top-Kategorie geeinigt – E-Books sind 2011 zur Reife gelangt und Spotify hat einen beachtlichen Siegeszug angetreten. Die Flops bei den digitalen Inhalten waren nicht ganz so unbestritten.

E-Content-Top 1: E-Books
Kein Zweifel – 2011 ist das Jahr des elektronischen Buchs. Amazon hat mit neuen Kindle-Modellen für Furore gesorgt. Die sind zwar hierzulande nicht offiziell erhältlich, finden auf verschlungenen Wegen (digitec.ch) aber dennoch ihren Weg zu den Leserinnen und Lesern.
„Musik, E-Books und New Media punkten“ weiterlesen

Google schwächelt beim Kerngeschäft

Die Tops und Flops, die Kollega Zedi und ich fürs Daily Digital in der iPad-App des Tagesanzeiger auserkoren haben – Teil 1. Bei den Webseiten und Blogs haben dieses Jahr die solide Recherche und innovative Ideen überzeugt. Die Schnäppchenjägerei, Jekami-Bewertungen und der Suchmaschinen-Primus dagegen enttäuschten.

Die gestrenge Jury hatte es nicht einfach, in dieser Kategorie die wirklichen Tops und Flops herauszufiltern. Herauskristallisiert hat sich dann jedoch, dass solides, verlässliches Schaffen belohnt gehört – und Google abzustrafen ist. Wegen Nachlässigkeit beim Kerngeschäft.

Webseiten-Top 1: Instapaper
Marco Arment hat mit Instapaper (instapaper.com) einen Webdienst geschaffen, der eine riesengrosse Hilfe darstellt, wenn es darum geht, die Informationsfluten des Internet in Griff zu kriegen. Über ein einfaches Bookmarklet legt man Blog-Beiträge, Artikel und andere Webinhalte in ein Archiv, um diese dann später zu lesen. Ein Bookmarklet ist ein kleines Stück JavaScript-Code, das man wie ein normales Lesezeichen in seine Adresssammlung bzw. in seine Favoriten legt. Klickt man darauf, wird keine Seite aufgerufen, sondern eine Aktion ausgeführt – im Fall von Instapaper ein Beitrag ins Archiv gelegt.
„Google schwächelt beim Kerngeschäft“ weiterlesen

Trend Micro sucks

Security is a delicate topic. A security company has to carry out assessments very carefully. The checks have to be accurate. False negatives, of course, render the service useless. False positives are a danger for the one who is falsely incriminated. So, there goes a big responsibility along with those security warnings.

In the online world, there are several companies, which judge the security of websites. Trend Micro for instance. And as far as I can tell, they do a miserable job. On November 18th, I was told by a friend on Twitter, that they have issued a warning about my website. There had been a already solved problem with one download file on my page. In September, Swiss domain registration agency Switch had triggered an alarm because of the Chinese version of the game. In Switzerland, a new law makes it possible to remove infected sites for 5 days from the domain name servers, if the problem is not removed within a week.
„Trend Micro sucks“ weiterlesen

PDF-Dokumente durch die Mangel drehen

Die Webanwendung auf pdftoword.com wandelt PDF-Dateien in Worddokumente um. Die Resultate sind nicht über jeden Zweifel erhaben, aber dennoch kann dieser Dienst ganz nützlich sein

PDF-Dateien lassen sich bekanntlich im kostenlosen Adobe Reader weder bearbeiten, noch in ein anderes Format überführen (wenn man von der Exportmöglichkeit als unformatiertem Text absieht). Sollte eine PDF-Datei inhaltlich bearbeitet werden, muss man sich entweder die teure Adobe Acrobat-Software anschaffen, die mit rund 500 Franken zu Buche schlägt. Etwas billiger kommt man mit einem Produkt von Jaws davon.

Eine kostenlose Alternative stellt die Website pdftoword.com dar. Mit ihrer Hilfe wandelt man PDF-Dateien in Word-Dokumente oder ins Rich-Text-Format (RTF) um. Die resultierende Datei lässt sich dann bearbeiten und weiterverwenden.

111223-pdftoword-com01.jpg
Datei auswählen, Zielformat und Mailandresse angeben – und schon geht pdftoword.com ans Werk.
„PDF-Dokumente durch die Mangel drehen“ weiterlesen

Der Kundendienst und die SBB

Ich bin ein erklärter Bahnfan. Allerdings, jedes Mal, wenn wir aus familiären Gründen ins schöne Bayerisch-Schwaben fahren, kommt mir die Galle hoch. Man würde mit Dampflok und einem Preussischen Abteilwagen befördert werden, wenn das Rollmaterial genauso rückständig wäre wie das Ticket-System. Unser Ziel ist die Stadt Höchstädt an der Donau, die nicht nur über einen eigenen Bahnhof verfügt, sondern auch über ein Schloss und sechseinhalbtausend Einwohner.

111221-dsc_0847.jpg
Das Schloss dient der Erbauung, der Kundendienst der SBB eher nicht.

Das Schloss wurde zur Erbauung des Pfalzgrafs Philipp Ludwig von Pfalz-Neuburg gebaut und ist durchaus eine Attraktion, zumal die Bayerische Schlösser- und Seenverwaltung es aufwändig renoviert hat. Ausserdem kann man in Höchstädt an den Donauauen lustwandeln oder die imposante Umfahrung bewundern, die nach einem jahrzehntelangen Hickhack nun endlich gebaut wird.
„Der Kundendienst und die SBB“ weiterlesen

Der freundliche Korrektor im Netz

Den Duden gibt es nicht nur als gedrucktes Wörterbuch, sondern auch als nützliche Seite im Web. Auf duden.de lassen sich nicht nur einzelne Wörter nachschlagen, sondern auch ganze Texte auf Fehler überprüfen.

Für Autoren, Journalisten, Blogger, Briefschreiber und sonstige Schriftführer hält das Web eine Reihe von Ressourcen bereit:

  • Die Website openthesaurus.de kennt Synonyme zu vielen deutschen Worten. 2rhyme.ch ist ein Reimlexikon, das zu einer Wortendung passende Begriffe liefert.
  • phrasen.com übersetzt Redewendungen von englisch nach deutsch und umgekehrt.
  • redensarten-index.de zeigt zum eingegebenen Wort die gängigen Redensarten und stehenden Wendungen an.
  • Und wortschatz.uni-leipzig.de gibt zu einem Wort das Sachgebiet, eine Beschreibung, die Häufigkeit und Beispiele, und nennt Begriffe, die häufig mit dem fraglichen Wort zusammen auftreten.

„Der freundliche Korrektor im Netz“ weiterlesen

Neu mit WLAN (aber wozu?)

Sonys E-Book-Reader PRS-T1 macht einen runden Eindruck. Nur schade, dass es für den Bücherkauf nach wie vor einen Computer braucht.

Der leichteste E-Book-Reader der Welt, sei es, schreibt Sony zum PRS-T1. Und tatsächlich: Er liegt mit 168 Gramm sehr leicht in der Hand und ist so flach, dass er problemlos in die Manteltasche passt. Ein weiteres beachtenswertes Merkmal ist der Touchscreen. Um in der Bücherübersicht einen Titel auszuwählen, braucht man ihn nur anzutippen. Beim Lesen kann man nicht nur durch Betätigen der Hardware-Tasten umblättern, sondern auch durch eine Wischbewegung über den Bildschirm. Um ein Wort nachzuschlagen, tippt man es während zwei Sekunden an.

111219-sony-prs-t1-02.jpg
Auch PDFs werden angezeigt – wenn sie so komplex sind wie diese Seite aus dem «Tagesanzeiger», dann dauert das Laden seine Zeit.
„Neu mit WLAN (aber wozu?)“ weiterlesen